El Jardín de Cactus in Guatiza, Lanzarote

5 6 Beiträge

Öffnungszeiten:

Der Kaktus-Garten ist zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet, die Cafeteria bis 17 Uhr.Öffnungszeiten: 10:00 bis 18:00 Uhr.,

Beiträge zu El Jardín de Cactus in Guatiza (5)

21 Januar 2010

1pxt

Die Mauer um den El Jardín de Cactus oder die magischen 8 Euro

Um es vorweg zu nehmen, Lanzarote ist eine höchst beeindruckende Insel, die jeder im Leben unbedingt besucht haben sollte. Besonders wegen der einmaligen Natur und dann natürlich wegen ihres Inselübervaters César Manrique. Da ich gerade wieder ein Fotobuch vollendet habe, wurde mir unser Inselbesuch noch einmal gegenwärtig.

Deswegen nehmt meinen etwas ironischen Beitrag über diesen Garten, den ich als Bewertungsobjekt willkürlich gewählt habe, nicht so ernst.

Wie es unseren Gepflogenheiten im Urlaub entspricht, wollten wir mit einem Mietwagen die Inselsehenswürdigkeiten erkunden. Ich spare mir die Aufzählung. Es sind lt. Wikipedia 18, besucht haben wir, wenn man die ausgezeichnete Hotelbar dazu zählt, 14 und davon sind aber gefühlte 28 von César Manrique erschaffen worden, der künstlerisch-architektonisch-bildhauerisch-umweltschützerisch, kurz göttlich auf seiner Heimatinsel agierte.

Der begnadete Surrealist mischte sich auf der Insel in alles ein, ob unter, auf oder über der Lava, nichts war vor ihm sicher. Mit dem Inselpräsidenten im Schlepptau konnte er seine grundsätzlich sehr positiven Vorstellungen fast immer verwirklichen. Sein fanatischer Enthusiasmus ließ ihn aber glücklicherweise nur künstlerisch hyperventilieren.

(Und nicht wie im einfachsten surrealistischen Akt nach Definition von André Breton, mit einem Revolver wahllos in eine Menschenmenge zu schießen.)

Nur ein tödlicher Verkehrsunfall im Jahre des Herren 1992 ließ Césars rastlose Arbeitswut geringfügig erlahmen.

Nun begann die Vermarktungsmaschinerie Lanzarotes an der Spitze die Manrique Stiftung wie deutsche Panzer anno 1941 auf den russischen Rollbahnen auf Volltouren zu laufen. Wenn noch nicht vorhanden, versah man diese manriqueschen Kunstwerke mit Sichtschutz, Mauern und Kassensystemen.

Pro Person und Objekt wurden 8 Euro abkassiert, die fast immer durchaus angemessen waren, aber wegen der inflationären Arbeit Manriques dann doch unangenehm zu Buche schlugen.

Diese monetären Rituale, die so rezidiv auftreten, sind mir zutiefst suspekt.
Der hier von meinen verehrten Vorbewertern so schön beschriebene Garten ließ dann am Ende unserer Seightseingtour mein Fass der Geduld und des lockeren Euros überlaufen.

Ich kletterte vor dem obligatorischen Salär auf eine mit herrlichen Kakteen bewachsenen Mauer und spähte in den tollen Garten. 1.400 Arten sollen sich in dem botanischen Amphitheater wie die Römer im Kolosseum beim Gladiatorenkampf heimisch fühlen.
Nach Art eines Paparazzos schoss ich einige gelungene Fotos und beschloss danach einstimmig, von einem Besuch abzusehen und die 16 gesparten Euro in der nicht von Manrique gestalteten Hotelbar umzusetzen.

Um es kurz zu machen, der Garten ist ein El Dorado für Kakteenfreunde, Botaniker, Liebhaber Manriques und auf jeden Fall einen Abstecher wert.

Aber neben dem Vielfachen von 8 Euro machen mich grundsätzlich Heldenverehrung und -verklärung misstrauisch. Manrique wurde postum zum „Bevorzugten Sohn“ der Insel ernannt. Dieser Titel ist im Tode ungefähr so ehrenvoll wie „Held der Sowjetunion“, „Retter des Vaterlandes“, „Aktivist der sozialistischen Arbeit“, „Ordensritter vom Stachelschwein“ (gab es wirklich in Frankreich) oder „Bademeister vom Ballermann“. ;-)

Insider-Tipp:
Die Betonmauer rechts vom Eingang eignet sich vorzüglich für tolle Aufnahmen. Allerdings ist ein Gardemaß mit senkrecht ausgestrecktem Arm von mindestens 2,35m unerlässlich. ;-)

© norbertjaeger 01/2010
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Auch wir waren dort und ich fragte mich: "Was soll ich hier?" Ehrlicherweise muss ich aber auch sagen, dass ich an Kakteen nichts habe und sich meine Glückhormone beim Anblick dieser Botanik nicht gerade üppig ausschütten. Nun ja... irgendwem wirds wohl gefallen, ansonsten würde man einen solchen "Jardin" ja nicht unterhalten.

27 Januar 2010 von Straussflieger

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lol...wohl formuliert, ich bin auch kein Botanikus

27 Januar 2010 von norbertjaeger

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16 Juli 2009

1pxt

Für jeden Lanzarote Besucher, der ein bißchen ab vom Strand was von der Insel gesehen haben möchte, ist sicherlich ein Besuch des Kaktusgartens ein Muß.

Man kann sich Zeit lassen, für dieses Spätwerk des Insel-Künstlers César Manriques, der hier wenige Jahre vor seinem Unfalltod an der Straßenkreuzung vor der Fondacion Manrique noch einmal ein gestalterisches Meisterwerk in den Sand (-boden) gesetzt hat.

In der angrenzenden alten Windmühle (eine “männliche”, da mit Hut), wurde früher das vorher geröstete Getreide gemahlen, aus dem man dann den Gofio herstellt, das volkstümliche kanarische Nahrungsmittel aus der Zeit der Guanchen. Von der Treppe zur Mühle aus hat man den besten Überblick über das Areal.

Ein Blick auf die Toiletten lohnt ebenfalls, hier hat sich der lebensfrohe Künstler dekorativ etwas einfallen lassen.

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12 Oktober 2008

1pxt

Der Kaktusgarten auf Lanzarote ist, wie viele auf der Insel, von Cesar Manrique entworfen worden. 8 Euro Eintritt muss man bezahlen, um diesen wunderbaren Kakteengarten anzuschauen. Der Garten ist wunderschön angelegt, er liegt wie in einer Art Kessel und rundherum sind die Kakteen aller Art angepflanzt. Die Kakteen sind zum Teil sehr groß. Die Toiletten sind sehr lustig gestaltet.

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16 August 2008

1pxt

Ein Kaktusgarten, wie ich einen solchen vorher noch nicht zu Gesicht bekommen habe. Die Anlage ist wunderbar gepflegt und begherbergt Kakteen und Sukkulenten jeglicher Art. Das Kakteen so schön blühen können, begeisterte mich

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3 März 2008

1pxt

El Jardín de Cactus in Guatiza
Der 1989 eröffnete Jardín de Cactus (Kakteengarten) ist das letzte dem Tourismus zugedachte Werk, das in Lanzarote von César Manrique geschaffen wurde.
Schon von weitem sieht der Reisende die 8m hohe Kaktus-Skulptur.
Hinter dicken Lavasteinmauern liegt ein weiträumiges Amphitheater mit breiten, stufenweise aufsteigenden Terrassen angelegt, deren Boden - ähnlich den typischen Anbaufeldern der Insel - mit einer dicken Schicht Lava-Asche bedeckt wurde. Mehr als 1.400 Sukkulenten bzw. Fettpflanzen, insgesamt mehr als 9700 Pflanzen kann man hier ansehen. Die meisten dieser Pflanzen sind Kakteen. Gegenüber dem Eingang befindet sich ein kleines Restaurant, dessen Außenwände mit den gleichen Lavasteinen verkleidet sind, die wir auch in der übrigen Anlage finden. Dadurch entstand eine architektonische Einheit von großer Harmonie und seltener Schönheit.
Auffallend sind die natürlichen aus Sedimentgestein bestehenden Monolithen, die übrig blieben, als die Ausbeutung dieser Mine vulkanischer Asche - Rofero genannt - vor vielen Jahren beendet wurde.
Als Standort wurde sinnvollerweise ein Landstrich der Insel gewählt, in dem der Feigenkaktus angebaut wird. Auf diesem Kaktus wird die Koschenillelaus gezüchtet, dieses kleine Insekt, aus dem der als Karminrot oder Koschenille bekannte Farbstoff gewonnen wird.
Dieses Produkt war in der Vergangenheit einer der Stützpfeiler, auf denen die Wirtschaft der Insel ruhte. Obgleich seine Bedeutung mit der Entdeckung des Anilins enorm abgenommen hat, wird es jedoch wegen seiner Ungiftigkeit nach wie vor bei der Herstellung all derjenigen Erzeugnisse verwendet, die mit dem Verdauungsapparat des Menschen in direkten Kontakt kommen, z.B. Kosmetikartikel, Süßwaren, bestimmte Getränke, Wurstwaren usw. Grundfarbstoff für Lippenstifte und Campari.
Der Eintrittspreis ist mit 8 EUR inseltypisch.
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