Das war anstrengend! Fahrt bei strömenden Regen Anfang Januar nach Rostock. Etwas Rückreiseverkehr der Weihnachtsflüchter war auch schon zu spüren. So dauerte es über sieben Stunden, bis der Kunde sein neues Fahrzeug mit leuchtenden Augen in Empfang nehmen konnte. Und dann? Dann stellte sich die Frage wie geht´s am schnellsten zurück. Eigentlich wollte ich Zwischenstation in Berlin machen. Aber die Verbindung mit der DB war grausam. Mehr als drei Stunden in die Hauptstadt. Schneller ging es –obwohl nur mit Regionalexpress- nach Hamburg.
Anruf bei Malte Klauck – meinem Kontaktbüro in Hamburg und persönlichen Touri-Guide, wenn ich in der Hansestadt einfalle. Die Zeit nimmt er sich immer, wenn es irgendwie zu machen ist. „Und wo gedenkst du zu nächtigen?“ fragte er gerade heraus. „Ich habe im Zug mehr Zeit als mir lieb ist, und mein Schmartphone wird schon das richtige finden!“ „ Ich rufe gleich wieder an“ und schwubbs war er weg.
Ich blätterte in allerlei Hotelforen und Buchungsdingsda. Hatte mir gerade zwei Häuser angeschaut, als sich Malte wieder meldete. „Problem gelöst! Du schläfst im „*BELLEVUE*, genauer gesagt im relexa hotel Bellevue“!
Soso, nun macht er auch noch in Zimmervermittlung. Im Internet –natürlich bei Qype- gab es viel Positives über das „Bellevue“ zu lesen. Zumindest bessere Kritiken, als es derzeit aus Berlin über die Insassen des gleichnamigen Hauses dort zu lesen gibt.
Navigation für Fußgänger hinzugeschaltet und los ging´s vom Hauptbahnhof aus. Regen und heftiger Wind (für die harten Jungs von der Waterkant sicher nur ein Lüftchen) sorgten dafür, dass ich wirklich nur 5 Minuten zum Hotel brauchte.
„Moin, Zimmer für Uffnik – reserviert von Malte“. Nach kurzer Rücksprache war auch schon alles klar. Ich hatte noch die große Auswahl. „Nach vorne, mit tollem Ausblick auf die Alster, oder doch eher ruhig?“ Ich entschied mich für ein Einzelzimmer im hinteren Gebäude. Schließlich komme ich vom Dorf und bin so´n Krach uff de Gass gar nicht gewöhnt. Das Zimmer ist nicht überdimensioniert, aber doch auskömmlich. Geschmackvoll eingerichtet war es auch. Und gaanz toll – man konnte das Fenster öffnen. Der Flachbildschirm hatte heute mal frei. Wichtig war mir jetzt erst mal eine Dusche. Das Bad ist noch überschaubar.

Keine Chance sich zu verlaufen. Und es war sauber, wie die gesamte Räumlichkeit auch.
Mit meinem Ernährungsberater (sechstes Standbein von Malte Klauck , neben Starfotograf, PR-Berater, Touri-Guide, neuerdings Hotelagentur, Internetter Domänenverwalter) wurde die Nacht verkürzt, bis sich die Müdigkeit meiner bemächtigte und ich freute mich auf das bequeme und breite Einzelbett in meinem Kämmerlein.

Eine sehr gute Entscheidung, die Empfehlung von Malte anzunehmen. Es geht nichts über einen tiefen und ungestörten Schlaf. Jedenfalls bis um 6:30 Uhr. Durch das noch immer offene Fenster waren die Jungs von Müllentsorgung deutlich zu vernehmen. Die Nacht war vorbei. Es folgte ein ausführliches Frühstück „unter Deck“. Sehr gemütlich, das. Ein großes Buffet mit reichlich von allem, was das Herz früh morgens begehren könnte. Urlaubsfeeling setzte ein. Aktuelle Tageszeitungen waren mit von der Partie. W-Lan hatte ich nicht in Anspruch genommen, da es kostenpflichtig bei T-Online zu buchen war. Das mobile Netz genügte, um die Buchung bei der DB für die Rückfahrt auszuführen.
Wie schon bei der Ankunft, so auch bei der Abreise ein besonders nettes und aufmerksames Personal. Ruckzuck war die Rechnung fertig und bezahlt. Ich verabschiedete mich mit Dank eines sehr zufriedenen Gastes, der sicher nicht mehr im Internet herumblättern muss, um ein gutes Hotelzimmer für die nächste Hamburgvisite zu suchen. BELLEVUE kann man ja gut behalten!
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Vielen lieben Dank für deine Bewertung. Es freut mich sehr, dass Dir und deiner Gruppe gut bei uns so gefallen hat und das “überdurchschnittlich” hat mich ganz besonders gefreut.
Schöne Grüße aus Hamburg
Olaf Dierich
Direktor