Adresse: Pfad der Götter, Agerola
Stichworte amalfi götter jugendherberge meer positano
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Top Empfehlung:
St. della Befana 5, 53100 Siena
Einzigartiges Ferienerlebnis in charmanter Lodge vor den Toren Siennas. Geniessen Sie Ruhe, Weite und gutes Essen in unmittelbarer Stadtnähe.
Kompliment
Johanni (28.05.2008)
Amalfi ist steil! Die Landkartenhersteller haben es aufgegeben, für diesen Landstrich Höhenlinien einzuzeichnen. Direkt am Ufer geht es 100, 200 oder auch 600 Meter rauf. Wenig Platz für Häuser und Strand, viel zu eng für Götter. Die lieben es, oben entlang zu gehen, auf ihrem “Sentiero degli Dei”. Es heißt, ein Gott wäre dort oben dem Sirenengesang verfallen und ihm bis ins Meer gefolgt. Dass er dabei erstmal einen guten Ausblick haben wollte, ist verständlich.
Der Wanderweg der Götter beginnt natürlich nicht in Amalfi, denn das liegt ja schon am Meer. Erstmal muss man rauf, ganz rauf, nach Agerola. Da es ohnehin schon Nachmittag ist, wollen wir dort oben zunächst übernachten und erst den nächsten Tag loswandern.
Agerola ist nicht auf Hotelbetrieb eingerichtet, schon gar nicht im Februar, es gibt aber eine Jugendherberge. Die heißt “Beata Solitudo” und hat nur 18 Betten. Besser also, vorher anzurufen:
“Ja, also, hätten Sie denn da noch zwei Plätze für diese Nacht?”
“Kein Problem!”
“Prima, dann würden wir also gleich mal von Amalfi loswandern, sind so vier Kilometer, im wesentlichen natürlich bergauf, in zwei Stunden wären wir dann da…”
“Ob wir verrückt wären, es seien 18 km und das geht nur mit dem Bus!”
Wie immer, jeder hat für sich recht: Die “kurze” Treppe gibt es, aber das Auto ist in dieser Gegend das einzig selbstverständliche Fortbewegungsmittel. Durchaus verunsichert haben wir uns für den Bus entschieden und somit noch eine schöne (und mühelose) Rundtour entlang sehr vieler Serpentinen gemacht.
Die Jugendherberge ist ein uriges Gebäude, ein großes Torhaus und darin, im ehemalige Pferdestall, sind drei Schlafsäle und der große Aufenthaltsraum. Rustikal, schlicht und schön.
Perfekt ist der Zeitpunkt unserer Ankunft: In der Kirche nebenan beginnt eine Prozession zu Ehren des Dorfheiligen, in einem Schrein wird dessen Schädel umhergetragen, eine Blutspendeorganisation ist auch irgendwie dabei… (Nein, wie das zusammenhängt weiß ich nicht!) Alle Straßen sind kerzengesäumt und so machen sich die einhundert Menschen auf den Weg, begleitet von einer Kapelle mit Tuba, Waldhorn und Querflöte. Und als Krönung ein ganz großes Feuerwerk. Der Pfad der Götter beginnt beeindruckend.
Der nächste Morgen ist diesig, wir sind fast in Wolkenhöhe. Zunächst müssen wir über Furore (ja, wirklich) nach Bomerano. Die Straßen werden zu Feldwegen, die Wege zu Pfaden und dann ist kein Haus mehr zu sehen. Eigentlich ist gar nichts zu sehen, denn wir sind in den Wolken. Nach links geht es unergründlich tief hinab, nach rechts in unsichtbare Höhen hinauf. Gut, dass keine anderen Wege kreuzen. So kommen wir auf diesem sehr stillen Weg sicher nach Bomerano. Das Café hat schon offen, wir nehmen den Kaffee mit nach draußen auf den Dorfplatz. Am Dorfbrunnen füllen wir nochmal das Wasser auf, dann machen wir uns auf den Weg. Bomerano liegt schon etwas im Landesinneren, der Pfad der Götter führt nun langsam in Richtung Küste.
Es bleibt verhangen, aber die Sicht wird besser, sie wird beeindruckend, sie wird gigantisch…
Ganz tief unten und doch viel zu nah, das Meer, ebenso beängstigend wie berauschend der Blick, der Weg zwischen Himmel und Erde…
Um auf die Erde zurückzukommen: Der Weg ist (bei gutem Wetter) an keiner Stelle gefährlich. Reichlich schöne Plätze fürs Picknick mit Wanderwurst und Wanderkäse. Den Wein haben wir vorsichtshalber weggelassen, das wäre vielleicht zuviel Rausch.
Nach etwa drei Stunden erreichen wir Nocella, das liegt zwar noch hoch, aber hier ist der Wanderweg zuende. Es geht weiter über befestigte Wege nach Montepertuso und dann nur noch bergab, und zwar richtig bergab! Stufen, sehr viele Stufen, bis die Muskeln ganz weich sind und ein Stoßgebet sich das untere Ende herbeiwünscht. Das ist in Positano. Februar ist dort eine gute Zeit für Baustellen und geschlossene Hotels. Die Ruhe vor dem Sturm.
Unten am Strand gibt es dann schon gar kein offenes Hotel, das heißt: Rauf, weit rauf. Irgendwann haben die sirenenseeligen Götter ein Einsehen mit uns, wir werden zur “Villa Gabrisa” geschickt, ein Luxushotel. Ein Zimmer zum Normalpreis (100 €) hätten sie leider nicht mehr frei, (-ganz tiefes Durchatmen unsererseits und sollten wir vielleicht doch mit einer Decke am Strand…) aber sie würden uns eine Luxussuite zum gleichen Preis geben. Die Guten!!! Da haben wir wohl sehr erschöpft ausgesehen. Und eine Luxussuite war es wirklich. Mit Balkon und Meerblick.
Danke, ihr Götter und Hotelrezeptionisten.
Stichworte meer, berge, wanderweg, amalfi, götter, positano
Kommentare (17) Bedenklicher Inhalt?
Kompliment
upaheinz (16.03.2008)
man sollte doch seinen körper nicht nur der sonne am strand aussetzen-gibt nur sonnenbrand-mit wandern hält man seinen
körper fit auch wenn die beine manchmal nicht mehr so recht wollen. jedenfalls bekommt der beitrag von mir zweimal
die note 1
Stichworte meer, wandern, jugendherberge, götter, steile felswände
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