Adresse: von Alexanderplatz bis Zoologischer Garten, diverse Berlin
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serano (29.09.2007)
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Qype-Deutschland-Tour 2007 [Tag 7 - 20.09.2007]
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Ich schreibe hier nichts geschichtliches über Berlin und beschreibe auch nicht die Stadt. Was mir eher am Herzen liegt ist mein Eindruck, den Berlin nach meinem ersten Besuch in der Hauptstadt hinterlassen hat.
19.09.2007
Wir kommen in Berlin an und fahren erstmal die Stadtautobahn in Richtung unsers Hotels. Ich gucke links und rechts, Häuser und viel Grün. Das gefällt mir schon mal gut. Vorbei an 2 Blitzern - huch - Glück gehabt. Angekommen am Hotel geht es erstmal an die Rezeption und ins Zimmer. Husch, husch anziehen und ab zum Treffen mit den Berliner Qypern. In der Trattoria angekommen, Parkplatz suchen ist schon mal mit Schwierigkeiten verbunden. Die Gegend gefällt mir (fragt mich aber jetzt nicht wo das war - hmmm Navi), ist toll wenn an jeder Ecke Cafes offen haben und die Leute draussen sitzen. Das wäre so ein Platz wo ich mich wohlfühle - Abends bei schönem Wetter draussen sitzen und das Leben einfach Leben sein lassen. Ja zurück zum Abend - Parkplatz hab ich in ca. 500 Metern Entfernung zur Trattoria Toscana gefunden. Zu Fuß kein Problem!
Endlich rein in die Location und da saßen sie schon - die Berliner. Fast alles Zugezogene. Die Begrüßung von Liesl auf bayerisch habe ich nicht erwartet und die vielen Überraschungsgäste auch nicht. Nette Berliner! Leider entschuldigten sich die meisten erstmal für ihre kühle Art “So sind halt die Berliner”. Ne, das würde ich jetzt mal nicht so unterstreichen. In meinen 3 Tagen Berlin hab ich total nette Leute kennen gelernt, herzlich und warm. Vielleicht liegt das am Anfang am Nord/Süd Gefälle. Man behauptet ja auch von uns Bayern, wir lassen nicht so schnell jemand an uns ran. Kann schon sein - doch die Berliner mag ich seit diesen Tagen. Ne Stadt muss ja was an sich haben wenn sich so viele Leute dort pudelwohl fühlen. War übrigens ein schöner Abend mit den “kühlen Berlinern” die gar nicht so kühl waren wie sie von sich behaupteten.
Am Nächsten Tag ging es in die Stadt. Die Stadt - echt groß aber durch ein tolles öffentliches Verkehrsnetz ist das ohne Auto kein Problem. Die Ringbahn sollte ich noch kennen lernen und wenn man den Plan mal im Kopf hat ist das ein Kinderspiel. Keine langen Wartezeiten, daran werde ich mich in Zukunft erinnern, im Gegensatz zum Münchner Netz. Ja, und der Treffpunkt “Weltzeituhr” war gut gewählt. Ist man hier doch in der Mitte Berlins und ich denke den Platz kennt hier auch jeder. Ab gings nun zum Siteseeing durch Berlin. Zu Fuß, mit Bahn, mit Bus, kreuz und queer. Ich denke wir haben wirklich viel gesehen für 10 Stunden Erkundung. Fernsehturm, Rathaus, Brandenburger Tor, Reichstag, Denkmäler, die Spree, Palast der Republick, Uni, Seitenstraßen, Hauptbahnhof und etliche tolle Plätze. Hierbei möchte ich mich ganz herzlichst nochmal bei Dominique bedanken, die einen wahnsinnst Tag für uns auf die Beine gestellt hat. Danke Schwesterherz!!!
Was heißt das nun, was für einen Eindruck konnte ich gewinnen. Erstmal muss ich sagen: Ich komme wieder. Ja, ich will wieder kommen! Die Stadt ist so groß und es gibt so viel zu sehen, da reichen 2 bis 3 Tage nicht aus. Ausserdem hab ich dort Freunde gefunden. Verzeiht mir wenn ich euch Berliner jetzt einfach mal als Freunde bezeichne, aber wer mich und Lucie so nett empfängt und aufnimmt, wer sagt er ist kühl und ist dabei so herzlich, wer mir so eine schöne Zeit schenkt - den bezeichne ich als Freund. Wer uns Nachts um 2 Uhr noch in der Arbeit empfängt, wer sich völlig uneigennützig für uns einen Tag frei nimmt, der ist ein toller Mensch - ein echter Berliner. Die Stadt ist toll, die Leute auch! Trotzdem hab ich was zu mäkeln. Berlin ist dreckig. Nicht überall, aber an vielen Orten wo ich war. Die Straßen sind so verschmutzt und überall wo man Aufkleber anbrigen kann ist alles zugepflastert. Die Stadt lebt und wächst, merkt man an den vielen Baustellen. An jedem Eck wird immer noch gebaut, renoviert und erneuert. Mensch, seid ihr denn irgendwann fertig?
Berlin, die Stadt der Städte. Geschichte live, Menschen aus aller Herren Länder. Irgendwie spüre ich schon die Anziehungskraft des dicken “B’s”. Wirklich beeindruckend! Leben könnte ich hier wohl nicht - is mir alles zu groß. Aber auf einen erneuten Besuch freue ich mich jetzt schon. Nehme mir dann auch mehr Zeit für dich - Berlin! Und natürlich auch für die Berliner ;-)
Stichworte berlin, stadt, groß, interessant, leben, führung, hauptstadt, qype-deutschland-tour, siteseeing
Kommentare (8) Bedenklicher Inhalt?
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Dominique (02.09.2007)
Berlin bei Sonnenschein … gibt es etwas schöneres? Wenn die Sonne scheint, der Himmel wohlwollend blau ist und man bei jedem kurzen Gang unwillkürlich in den Spazierschritt verfällt, dann ist die Stadt schön. Es duftet nach Großstadt. Es fühlt sich mittig an, im europäischen Sinne. Die Menschen sehen irgendwie kosmopolitisch aus, die Hunde hecheln freundlich, der Fernsehturm reckt sich stolz in die Luft. Am Savignyplatz werden die Tische rausgestellt und die S-Bahn gleitet durch den Hauptbahnhof. Der Hauptbahnhof, ja was für ein Gebäude! Gerade recht für eine Hauptstadt wie Berlin. Ach ja, verstecken müssen wir uns nicht mehr. Wir sind vielleicht nicht ganz London, aber viel fehlt ja nun ooch nich. Ich streune durch die Straßen und gehe als hätte ich kleine Sprungfedern unter den Füßen. Hach, Berlin … Ich würde am liebsten meine Kamera rausholen und alles auf Fotopapier festhalten. Dann schnell ne Currywurst bei Konopke, einmal durch die Schönhauser Allee Arkaden geshoppt, dann zum Potsdamer Platz, Touristen begrüßen. Ich mag die Touristen. Ja, genau, schaut alle her wie schön die Stadt ist. Alt und neu und protzig und piefig. Charmant und vielleicht sogar sexy. Auf jeden Fall MITTENDRIN, umarmt vom Sonnenschein und dem freundlichen Chaos der Stadt.
Wenn es regnet, macht mich Berlin dagegen echt fertig. Triste graue Wolken hängen über der Stadt. Der Fernsehturm klemmt mit dem oberen Drittel in einer betrongrauen Dunstdecke fest. Selbst das Rote Rathaus sieht irgendwie blass aus. Es nieselt beharrlich vor sich hin. Ein dreckigweißer VW … und schwapp … habe ich die Pfütze in den Schuhen. Wie kann man nur in dieser Stadt leben? Überall die Leute von außerhalb, die sehen wollen, wie Berlin so ist. Als wäre die Stadt ein Museum. Können die sich nicht einfach eine Ansichtskarte kaufen und da bleiben, wo sie hergekommen sind? Müssen die die Busse und Bahnen verstopfen? Es gibt hier auch ohne Touristen schon genug Menschen: Zuwanderer, Studenten, Yuppies, Alternative, Berlin-Begeisterte. Und Autos. Und Hunde. Oh man, die Hundehaufen. Vielleicht sollte ich mir Gummistiefel zulegen! Oder eher Kletterstiefel, wegen der Baustellen. Jetzt restaurieren die auch noch den Bahnhof Ostkreuz zum Postkartenidyll. Tolle Idee. Als ob dieses gläserne Hauptbahnhof-Monster nicht ausreichen würde. Was machen bloß immer alle für einen Rummel um Berlin? Wie nerven mich diese ganzen Zugezogenen, die einfach mal Hauptstadtluft schnuppern wollen und mir den letzten Platz in der U-Bahn wegschnappen. Warum zieht ihr nach Berlin? Geht doch nach London oder New York. Da ist es eh viel schöner. Touristen im Regen, mitohne Stadtplan … Wo’s zum Potsdamer Platz geht? Keine Ahnung, ich bin nicht von hier …
Stichworte sonne, spaziergang, sehenswürdigkeiten
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