Das Weisse Haus, Hamburg

Christian Senkel führt seit 2008 ohne seinen früheren Partner Tim Mälzer alleine weiter.

Adresse: Neumühlen 50, 22763 Hamburg

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Besitzer: itainteasy

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Top Empfehlung:

Baumann's Bierbar

Kirchenallee 54, Gegenüber dem Hamburger Hauptbahnhof, 20099 Hamburg

Bahnhofskneipe am Hauptbahnhof. Gut geeignet für ein frisch gezapftes vor der Abfahrt des Zuges.

Qype Insider 378
Benutzerfoto: joerch

joerch

Kompliment joerch (14.07.2008) 4

Wir waren zum ersten Mal im weißen Haus und es hat uns geschmeckt. Auch wenn die Preise recht anspruchsvoll sind, so haben wir doch einen sehr netten Abend dort verbracht (das Wetter war aber auch super). Wir wurden nett bedient, auch wenn die Bedienung für meinen Geschmack sehr häufig gefragt hat, ob alles in Ordnung sei.
Es gibt in Hamburg sicherlich exklusivere Restaurants. Demnächst werde ich aber auch mal den Mittagstisch testen, um mich wieder von der Qualität überzeigen zu lassen

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Kompliment kleiner_Mann (10.07.2008) 4

Nachdem wir zu alten “Tim-Mälzer-Zeiten” (und das soll das einzige und gleichzeitig letzte Mal gewesen sein, dass ich diesen Namen in die Tasten haue) nie einen Tisch bekommen haben, hat es vor kurzem ganz spontan an einem Wochentag geklappt. Dass die Reservierung für 4 Personen dann abends im Restaurant beim Ankommen doch erstmal nur auf 2 Personen lautete, wurde sehr freundlich entschuldigt und sofort gelöst. Die ersten Getränke und das Brot standen sehr schnell auf dem Tisch und dank der interessanten Speisekarte, die wirklich spannende, mal “klassische” bzw. “alt bekannte” Gerichte sowie unvermutete Kreationen aufweist, hatte man bei der Menu-Zusammenstellung die Qual der Wahl. Die Menu-Preise (man kann zwischen 3 oder 4 Gängen wählen) sind mit Euro 30.- bzw. 38.- sehr fair kalkuliert. Einziger Wermutstropfen: wer Käse zum Nachtisch will, muss Euro 8.- extra zahlen. Nun gut, wir konnten uns rasch entscheiden. Und auch mein Wunsch nach einer Vorspeise als Hauptspeise serviert, machte keine Probleme. Und sogar die Frischkäsebrulée, die zum Zeitpunkt unserer Bestellung leider aus war, aber gerade nachproduziert wurde, gab’s als kleine Probierportion zwischen zwei Gängen “aufs Haus”. Supernett! Leider (und deswegen auch “nur” 4 und keine 5 Sterne, schwebte das Essen irgendwie zwischen lecker (nicht herausragend, aber solide und gut abgeschmeckt) und geht gar nicht. Die Vorspeise “Geflammtes Rindercarpaccio mit Kräutersalat” erinnerte zwar irgendwie an ein Rezept von Jamie Oliver, aber trotzdem sehr gelungen. Was dann folgte, gehörte definitiv in die Kategorie “Geht gar nicht” und “Möchte ich nie wieder essen”. Zitronengras-Suppe mit Gorgonzola-Wan Tans. Nein, das geht einfach gar nicht. Leider wurde meine Missbilligung dieses Gerichts nicht gerade sehr positiv vom Restaurantleiter aufgenommen wurde. Was zum einen daran liegen mag, dass ich meine Kritik ohne Schönung sehr direkt geäußert habe und zum anderen, weil Kritik vielleicht nicht erwünscht ist. Nun ja. Muss jeder selber wissen, wie er damit umgeht. Dem folgte ja auch gleich wieder ein zufriedenstellender Hauptgang, der durchaus lecker war. Zum Nachtisch entschieden wir uns für eine große Platte mit allen Desserts der Karte, von dem uns leider dann wieder keines besonders gefiel. Vielleicht hatten wir einfach ein bißchen Pech mit dem doch sehr durchwachsenden Essen an diesem Abend?!
Das Fazit bleibt aber positiv: Tolles Preis-Leistungs-Verhältnis für zum Teil überraschende Kreationen. Hier und da muss eben noch mal über Kombinationen und die asugewogene Verwendung von Würzmitteln und Zutaten nachgedacht werden. Der Abend bleibt aber in jedem Fall in positiver Erinnerung, schon alleine weil die Atmosphäre sehr, sehr nett ist und Christian Senkel und Team tolle Gastgeber sind. Nur an der Weinkarte sollte noch dringend gearbeitet werden. Einige namhafte Klassiker, wenige Überraschungen, viel Durchschnitt. Aber alles in jedem Fall fair kalkuliert.

Wir kommen sicherlich mal wieder.

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Kompliment köstlichEsserin (07.07.2008) 5

Vorweg: schon mehrmals war ich im weißen Haus, zum Mittagstisch und auch am Abend und egal, wen ich dort mit hingeschleppt habe, alle waren immer rundum begeistert.

Besonders schön finde ich, dass der Besuch im “weißen Haus” als echter Ausflug gestaltet werden kann, vor allem, wem man südlich der Elbe wohnt.
Mit dem Fahrrad geht es nach Finkenwerder, von dort mit der Fähre nach Övelgönne/Museumhafen (während der Überfahrt kann man, mit etwas Glück, die Flugzeuge beobachten, wie sie in Finkenwerder starten oder landen. Ein tolles Erlebnis. In Övelgönne selbst, gibt es viel im Museumshafen zu sehen und zu lernen), kehrt im „weißen Haus“ ein, spaziert nach einem göttlichem Mahl entlang der Elbe, an den Kapitänshäusern vorbei, bis nach Teufelsbrück und setzt dann wieder mit der Fähre nach Finkenwerder über.

Das weiße Haus ist ein ehemaliges Lotsenhaus, mit einem kleinen Garten zwischen Hecken und einem großen alten Apfelbaum. Besonders gern sitze ich vorn im Wintergarten oder bei schönem Wetter draußen im Garten. Die Bedienung war immer und ausnahmslos sehr freundlich und hilfsbereit.

Das, hier schon oft erwähnte, Überraschungsmenü gibt es jetzt anscheinend nur noch am Samstag (vielleicht hat sich dieses System einfach nicht bewährt), denn wir hatten immer eine kleine, aber überaus feine Speisekarte, die bei jedem Besuch andere Köstlichkeiten für uns bereit gehalten hat.

Die Speisen waren durchweg und jedes Mal traumhaft neu, irgendwie exotisch gewürzt und angerichtet. Gerichte, die sich vielleicht verhältnismäßig unspektakulär lesen, waren der Hammer und Speisen, die schon vielversprechend klangen, standen dem in nichts nach. Ein echtes Geschmackserlebnis, eine wahre Geschmacksexplosion, genial köstlich. Genauso gut essen, kann man garantiert in einigen Lokalitäten, aber dort muss man dann oft mehr als das doppelte bezahlen und deshalb kann ich hier nur mit 5 Sterne bewerten.

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Qype Insider 1008
Benutzerfoto: janandre

janandre

Kompliment janandre (26.06.2008) 4

Nue ein kleiner Tipp von mir:
Einmal Mittags hingehen und bei schönem Wetter in dem sehr hübschen kleinen Kiesgarten für wenig Geld gut essen und sich dann Gedanken machen, ob man dann da auch noch abends hingehen möchte.
Wir bleiben bei mittags…

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Qype Advanced Insider 1504
Benutzerfoto: Duly

Duly

Kompliment Duly (06.12.2007) 1

Wir waren im August zum ersten und letzten Mal dort.

Service und Ambiente erstklassig.

Der ganze Rest ... Teuer und so schlecht, wie ich nie zuvor gegessen hab.

Lange Zeit vorher reserviert freuten wir uns auf den Abend im weißen Haus.

Wir wurden sehr freundlich empfangen und an einen schön gedeckten Tisch begleitet.

Wein und Wasser kamen zügig und auch frischgebackenes leckeres Brot. Die Frage, ob man irgendwas nicht mag oder Allergien gegen bestimmte Lebensmittel war wichtig, weil es ja nur gibt, was auf den Tisch kommt und es soll ja Menschen geben, die Fisch oder Blumenkohl nicht mögen ;-)

Was dann kam, für immerhin 28 EUR pro Person war allerdings eine Unverschämtheit.

Vorspeise...
lieblos auf den Teller geworfenes Gemenge von Orangenspalten, gerösteten Mandeln, schwarzen Oliven und Feta (kein Schafskäse) getoppt mit Balsamico und Olivenöl, aber ansonsten völlig ungewürtz

Zwischengang...
Zander auf Erbsengemüse - Erbsen trotz sommerlicher Jahreszeit aus der Tiefkühltruhe - Fisch ok, aber an einem Stück Zander aus der Pfanne kann man auch kaum was falsch machen. Erbsen in Zitronensauce mit Minze sind nicht jedermanns Geschmack... Ich hab es gegessen obwohl auch hier irgendwie Salz und die Prise Zucker fehlten, die Erbsen und Zitronen nun mal brauchen.

Hauptgericht ... Die Krönung...

Wieder super lieblos auf den Teller geklatscht, ein undefinierbares Stück Fleisch - auf Anfrage als Roastbeef deklariert - fast roh, kalt, zäh und auch völlig ungewürzt, dazu Püree von Sellerie (meines Wissens ein Wintergemüse) und eine dunkelbraune undefinierbare Sauce, deren Basis sicher der nicht der Bratensatz des rohen Roastbeefs war.

Kurzum, wir haben alle vier unser Hauptgericht zurückgehen lassen, die Leute an den umliegenden Tischen sahen auch nicht sehr glücklich aus, haben aber tapfer gegessen.

Die Geschichte geht aber noch weiter... Offenbar in der Mikrowelle aufgewärmt - Fleisch sah plötzlich so ein bisschen grau aus und Pürree hatte eine trockene Oberfläche, bekamen wir dann etwas später unsere Teller wieder auf den Tisch gestellt.

Meiner Cousine ist der Appetit vergangen, nachdem sie das aufgewärmte Fleisch nochmal angeschnitten hat. Sie hat den Teller zurückgehen lassen und auf einen weiteren Versuch dankend verzichtet.

Wir anderen drei haben uns schon sehr gequält und auch nicht viel von dem Zeug runtergebracht.

Am Ende haben wir dann brav unsere nicht gerade niedrige Rechnung bezahlt... Kein Wort der Entschuldigung, kein Trostpflaster...

Dank unserer guten Laune hatten wir dann noch einen sehr schönen Abend an der Elbe sind uns aber einig, dass wir dieses weiße Haus NIE wieder betreten.

Es gibt keine zweite Chance. Und um auf den Anfang der Geschichte zurückzukommen.

Es hat sich wieder bestätigt: Vorfreude ist die schönste Freude.

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Kompliment Sorgenkind74 (15.11.2007) 5

Wer ist Tim Mälzer? Wer Christian Senkel kennen gelernt hat weiß was ich meine. Dieser sympathische Typ serviert Euch die leckersten Variantionen am Tisch (soweit ich weiß ist Mälzer eh aus dem Weißen Haus ausgestiegen; insofgern keine Hysterie bitte).
Nun zum Essen; lasst Euch bitte darauf ein! Es gibt jeden Abend ein "Überraschungs-Menue". Top lecker! Bei mir gab es an einem sonnigen Sommertag: Steinpilzvariationen, Loup de mer, Rehfilet und Melonenkaltschale...sehr lecker! Unbedingt der Weinempfehlung folgen!! Die Location ist der Hammer. Im Weißen Haus erlebt Ihr den kulinarischen Orgasmus!

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User_star_grey 117
Benutzerfoto: WolleB

WolleB

Kompliment WolleB (09.11.2007) 4

Dieses Restaurant verdankt seine Bekanntheit sicherlich zu einem gehörigen Teil der Berühmtheit von Tim Mälzer.

Aber tatsächlich - das Essen war wirklich klasse. Die Wein-Empfehlung war passend und die Bedienung charmant und aufmerksam.

Wenn man das Überraschungsmenü wählt, wird man vorher gefragt, ob man bestimmte Speisen nicht mag oder verträgt. Das ist mir vorher auch noch nicht passiert - gute Sache.

Wer eine kulinarische Reise durch Hamburg macht, sollte diesen Ort nicht auslassen. Wer allerdings die quirlige Küche erwartet, wie sie von Mälzer im Fernsehen praktiziert wird, könnte enttäuscht werden.

Und eins noch: So mancher Gast ist so froh, endlich einen Platz in diesem Restaurant ergattert zu haben, dass er ständig fotografiert, um seinen Lieben zuhause zeigen zu können, dass er tatsächlich da war. Das ist ziemlich nervig. Deshalb Abzüge in der B-Note.

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Qype Insider 514
Benutzerfoto: Kathi7

Kathi7

Kompliment Kathi7 (30.07.2007) 2

Nachdem Tim Mälzer selbst in einigen Talkshows sein Restaurant als individuell gepriesen hatte, dacht ich mir, es auszuprobieren.

Die Neugier auf ein Essen, dass man "speziell nach meinen Wünschen" zubereitet, nachdem man sich mit mir über meine Vorlieben unterhält, war groß.

Ich reservierte also für zwei Personen für die "Frühschicht".
Will heißen, das Restaurant kann nur zu zwei Kernzeiten besucht, und muss auch wieder, zumindest nach der Frühschicht, bald verlassen werden.

Nun denn. Der Preis von 38 Euro fürs Menü war vollkommen in Ordnung. Allerdings muss ich das Konzept entweder grundsätzlich missverstanden haben, ich war jedenfalls enttäuscht.

Wir kamen an. Wurden platziert (sehr stilvoll alles) und kurz gefragt, ob wir irgendwas nicht mögen würden. Ich sagte, dass ich Vegetarier bin, mein Freund isst alles.

Dann gings also nach kurzer Wartezeit auch los. Das Restaurant füllte sich und war ausgebucht und die Teller flogen herein. Die versprochene "Individualität" zeigte sich zwar an der Ungewöhnlichkeit der Gerichte, allerdings bekamen alle Gäste das selbe. Besonders beim Hauptgang enttäuschte mich dies maßlos, denn Vegetarier bekamen das, was beim normalen Gericht (Lammcarree) als Beilagen serviert wurde.

Nicht falsch verstehen, ich esse gerne Beilagen. Aber in einem Restaurant vom hippen Fernsehkoch hätte ich das nicht erwartet.

Das Essen selbst war lecker, aber die Erwartungen wurden nicht annähernd erreicht. Wie sagt man, Hochmut kommt vor dem Fall.

Also, ich kanns nicht empfehlen. Es sei denn, man möcht halt "bloß" ausgefallen Essen. Denn sowohl vom Service und Ambiente gibts da viele andere Restaurants, die dieses übertreffen.

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Kompliment Jasmin_Rathcke (26.07.2007) 5

Vor fast genau einem Jahr heirateten mein Mann und ich und fuhren zum Hochzeitsschmaus in weiße Haus.

Service, Essen, Tischanordnung, Ambiente, Küche, Weine - alles traumhaft.

Kann nur jedem empfehlen, das Restaurant zu besuchen. Den tollen Blick gibt es gratis dazu.

Nur der Hype um Mälzer nervt, ist übertriebenst voll,das kann als Gast leicht unangenehm empfunden werden, aber der Erfolg sei beiden Betreibern gegönnt :)

Ich rate dazu, für den Mittagstisch zu reservieren.

Guten Appetit :D !

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Qype Advanced Insider 3494
Benutzerfoto: Badbury

Badbury

Kompliment Badbury (08.07.2007) 1

Von Benito Juarez, dem ersten Präsidenten Mexikos, stammt der berühmte Ausspruch: Respekt vor dem Recht des Anderen bedeutet Frieden. Ich halte mich für einen Menschen, der Höflichkeit als eines der höchsten Güter preist und dieser Maxime gemäss handelt und lebt; ich sage, ich habe Respekt vor der Meinung anderer. Niemals möchte ich in meinem Leben andere durch Aussagen von mir verletzen! Ich möchte niemanden mit meinen negativen Kritiken beeinflussen (es sei denn, ich warne ausdrücklich), nur mit den positiven. Deswegen bitte ich alle, die Das Weisse Haus lieben, NICHT weiterzulesen!

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Ich will mich einfach nicht mehr daran erinnern wollen, wie schlecht der letzte Abend im Weissen Haus war! Punktum.

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Kompliment TimmoAlf (10.06.2007) 5

Immer wieder köstlich!
Danke, Tim

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Qype Insider 348
Benutzerfoto: Yaszion

Yaszion

Kompliment Yaszion (21.11.2006) 4

Das Weiße Haus, wahrscheinlich in erster Linie als das Restaurant von Tim Mälzer bekannt, liegt idyllisch und trotzdem verkehrsgünstig direkt an der Bushaltestelle Övelgönne des 112er Busses. Dadurch ist das Hin- und Wegkommen wirklich gemütlich. Gemütlich ist es auch drinnen - recht klein, dafür aber wirklich fein. Gegessen wird in zwei Schichten: eine um 18 Uhr und eine um 21 Uhr, da sonst der Andrang vom Restaurant nicht zu bewältigen wäre. Wir waren dort um 21 Uhr - was, wie ich denke, eindeutig die angenehmere Variante ist, da tatsächlich um kurz vor neun die zweite "Belegschaft" im Eingangsbereich steht (so auch wir) und darauf wartet, dass die Erste endlich geht.

Nach kurzer Wartezeit waren die Tische neu eingedeckt und wir wurden freundlich an dem Unsrigen gebeten. Sofort kam der nette Kellner und der darauf von uns bestellte Apperetiv kam prompt. Dann folgte auch die Erklärung, wie das Essen im Weißen Haus abläuft - wie die meisten wahrscheinlich wissen, gibt es nämlich im Weißen Haus keine Karte, sondern die Küche kredenzt ein Vier-Gänge-Überraschungsmenü, man muss nur am Anfang sagen, was man nicht mag oder verträgt, das wird dann weggelassen (oder sollte zumindest weggelassen werden) - der Kellner betonte, dass in jedem Fall aber keine Zutaten verarbeitet werden, die viele Leute wahrscheinlich nicht mögen, z.B. Schnecken oder Froschschenkel. Statt customizing wird hier also kräftig simplifying betrieben. Ist ja im Prinzip nichts dran auszusetzen, und zumindest mal was anderes.

Nachdem wir das Prozedere nun erklärt bekommen hatten, legte meine Freundin los und betonte zunächst, dass sie keinen Fenchel mag, und bitte wenn möglich sollte auch kein Sellerie im Essen dabei sein. Aufmerksam notierte sich der nette Kellner das. Ich machte keine weiteren Einschränkungen, was, wie sich später herausstellte, ein Fehler hätte sein können.

Anmerken muss ich nämlich, dass man, wenn man so direkt danach gefragt wird, nicht immer aktiv weiß: was war denn das nun, das man nicht mag oder verträgt, da wäre es tatsächlich manchmal besser, eine Karte zu haben und schon von vornherein mögliche störende Substanzen im Essen zu identifizieren.

Nun ja, wir entschieden uns jedenfalls dann erstmal für das Drei-Gänge-Menü, mit der Option auf den Vierten, nämlich den Nachtisch. Dazu bestellten wir einen sardinischen Wein, der schnell kam und wirklich sehr lecker war - das Versprechen in der Weinkarte (ja, die gibt es!), dass dies "unser aller Liebling" ist, war kein leeres Versprechen.

Der erste Gang war, so wurde es uns wie auch vor den folgenden Gängen beim Servieren erklärt, ein "Fleischpflanzerl auf Zuckerschoten-Mango-Salat verfeinert mit Chilli-Öl". Am Anfang dachte ich: Oh, ne Boulette, und dachte schon, ich müsste enttäuscht sein, aber nachdem ich probiert hatte, schlug meine Skepsis in pure Begeisterung um. Wären alle folgenden Gänge ähnlich toll gewesen, hätte das Weiße Haus auch von mir definitiv fünf Sterne bekommen.

Als nächstes gab es Pasta mit Safranschaum und - Miesmuscheln. Da war es schon, die erste Zutat, die für meine Freundin nicht unbedingt hätte sein müssen, aber am Anfang nicht aktiv im Gedächtnis war. Zumal man eigentlich davon hätte ausgehen können, dass wenn keine Schnecken verarbeitet werden, dies nicht mit Muscheln geschieht. Hier konnte ich aber zumindest aushelfen, da ich Muscheln ganz gerne mag.

Nun folgte der Hauptgang - ein saftiges Stück Roastbeef auf einem Limetten-Oliven-Bohnen-Fondue, mit grünen und weißen Bohnen und: Sellerie und Fenchel-Schupfnudeln. Als wir das hörten, protestierte ich sofort, dass wir ja gerade das nicht wollten, aber der Kellner (ein anderer, als der, der die Bestellung aufgenommen hat), meinte, dass man das ja gar nicht schmecken würde. Nun, das tat man leider doch. Dafür gibt's dann an dieser Stelle den Sterne-Abzug, auch, wenn es dem Bestellung entgegennehmenden Kellner sichtlich und ehrlich unangenehm war, als wir ihm das gesagt haben, und war sich sicher, dass er unsere Wünsche der Küche ausgerichtet hatte. Auch sonst war jedoch der Hauptgang recht gewöhnungsbedüfrtig, das Fleisch fand ich zwar lecker, aber die Sauce war viel zu bitter-sauer, dagegen konnte selbst die kräftige BBQ-Würzung des Fleisches nicht ankommen. Gut, dass die Bohnen nun auch nicht so 100% meinen Geschmack getroffen haben, das ist sicher mein persönliches Problem, meine Freundin fand sie gut. Problematisch war eben nur, dass diese eben auch in der Sauce lagen...

Dafür, dass das mit dem Hauptgericht etwas fehlgeschlagen war, bot uns der nette Kellner an, uns noch etwas anderes zu bringen, etwa Fisch, doch da mussten wir schon passen, da wir tatsächlich recht satt waren.

Den Nachtisch haben wir dann doch noch genommen, das war ein Walnuss-Parfait mit Thymian-Brioche. Also süß und salzig zusammen auf dem Teller. Das ist auch nicht mein Fall - obwohl ich für ausgefallene Nachtische wie Oregano-Parfait durchaus zu haben bin, aber die Kombination süß-salzig... nun ja. Und hätte ich die Wahl gehabt, ob ich ein Walnuss-Parfait hätte haben wollen, hätte ich auch davon Abstand genommen, da ich gegen Walnüsse *eigentlich* allergisch bin, da sie jedoch wohl geröstet waren, bevor sie ins Eis kamen, habe ich sie dennoch vertragen.

Der eine oder andere Leser mag jetzt denken, dass ich einfach grundsätzlich mäkelig bin - das stimmt jedoch nicht. Unglücklicherweise hat das Weiße Haus nur mit einer unglaublichen Präzision genau die Zutaten erwischt, die meine Freundin und ich nicht mögen oder vertragen. Deshalb sollte man sich sehr gut im Klaren darüber sein, was man definitiv nicht im Essen haben will, bevor man ins Weiße Haus geht, da man sonst immer das Risiko hat, dass eben genau das dabei ist, was einem nun bei der Bestellung des Menüs nicht eingefallen ist.

Als es zum Zahlen kam, wartete noch eine Überraschung auf uns: Montags ist es nämlich so, dass der Gast nach Wertschätzung des Menüs, das er gegessen hat, bezahlt. Dezent wies uns der nette Kellner dann noch darauf hin, dass zwei Gänge im Weißen Haus bei 22 Euro anfangen, wir jedoch auch durchaus berücksichtigen sollten, dass das mit dem Hauptgang nicht so richtig geklappt hat. Ohne zu wissen, was denn normalerweise vier Gänge kosten, haben wir zufällig nun genau den Preis bezahlt, der auch auf der Homepage für vier Gänge angegeben wird, nämlich 36 Euro p.P.. Damit bewegt sich das Weiße Haus preislich durchaus noch im Rahmen, und deshalb gibt's dafür jetzt auch letztendlich vier Sterne.

Fazit: Wer genau weiß, was er isst und was nicht, Lust auf ziemlich ausgefallene Küche hat und bereit ist, für ein Abendessen für zwei Personen inkl. Getränke 120 Euro auszugeben, sollte das Weiße Haus auf jeden Fall probieren.

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Kompliment merlinchen (25.07.2006) 5

Ohne Reservierung wird man keinen Tisch kriegen - zumindest nicht abends. Und kurzfristig kann man auch nicht reservieren. Da muss man schon am ersten eines Monats anrufen, um für den Folgemonat einen Tisch zu kriegen. Früher geht es nicht und später sinkt die Wahrscheinlichkeit rapide, noch was zu bekommen. Aber das lange Warten lohnt sich! Das REstaurant ist recht klein, dadurch stehen die Tische relativ nah beieinander. Dafür ist die Einrichtung sehr geschmackvoll. Nur die Stühle sind u.U. etwas unbequem mit der Zeit.

Wir hatten einen Tisch Samstags abends. Die Preise sind relativ günstig für das, was geboten wird. 4 Gänge kosten 36 Euro. Man servierte uns im ersten Gang Lachs auf Gurkensalat. Der zweite Gang war eine kalte Tomaten-Himbeer-Suppe mit Fisch. Als dritten Gang gab es Lamm-Carree auf Maisbrot mit geschmorten roten Zwiebeln. Und das Dessert war ein Aprikosen-Ricotta-Strudel mit Sauerkirsch-Sorbet.

Es war alles sehr lecker. Man muss aber in gewisser Weise "mutig" sein, denn es gibt keine Karte, aus der man wählen kann, sondern es wird abens nur ein Überraschungs-Menü serviert. Alle Gäste bekommen dasselbe, man kann nur vorher angeben, was man überhaupt nicht mag bzw. was man nicht verträgt.

Sollten wir mal wieder in Hamburg sein und das rechtzeitig wissen, werden wir sicher wieder versuchen, einen Tisch zu bekommen.

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Qype Advanced Insider 2309
Benutzerfoto: faboli

faboli

Kompliment faboli (24.07.2006) 5

Das Weiße Haus von Tim Mälzer liegt in Hamburg direkt am Hafen kurz vor Övelgönne. Es ist recht klein - weshalb sich eine Rerservierung auf jeden Fall empfiehlt - aber urgemütlich und das Essen: GRANDIOS! Ich kann v.a. das Mittagessen unter der Woche empfehlen, wo es ca. 5 Hauptgerichte zur Auswahl gibt, jedes zwischen 5.90-7.90€. Es gibt ausgefallenes und altbekanntes, also für jeden etwas und die Qualität ist spitze! Fazit: ein Muss für jeden Hamburger und ein Highlight für Touristen!

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