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Kompliment Sonnenflaum (11.05.2008) 4

Eine Rundwanderung durch die ehemalige Kelten-Stadt in Oberursel ist sehr empfehlenswert. Vorbildlich ausgeschildert (einfach dem Symbol des Keltenkopfes folgen), geht man ab Wanderparkplatz Hohemark/Endhaltestelle U3 ca. eineinhalb Stunden. Der Weg enthält mittlere Steigungen und (Achtung, Fußlahme!) nur eine Bank auf dem gesamten Wanderweg.
Die 16 Schautafeln sind sehr informativ und weisen auf die selbst kaum auszumachenden Reste des keltischen Walls hin und schildern das Leben der Kelten im Taunus.
Die Siedlung hatte damals sogar großstädtischen Charakter und unterstreicht Oberursels Bedeutung in der Keltengeschichte. Wenn nur mehr Gelder für archäologische Grabungen zur Verfügung stünden, könnte man hier noch viele weitere Funde machen und wäre nicht auf Zufallsfunde angewiesen wie z.B. vor kurzem in Oberursel-Bommersheim: Dort wurde bei Bauarbeiten das Grab eines Keltenfürsten entdeckt, das in seiner Bedeutung dem Keltenfürsten in Glauberg gleichzustellen ist.
Man sollte beim Wandern auf dem Keltenweg keine Sensationen erwarten: an zwei, drei Stellen lassen sich Reste eine Walles erkennen, mehr ist leider nicht erhalten. Die Funde von früheren Ausgrabungen (Schmuck, Alltagsgegenstände) sind im Vortaunus-Museum in Oberursel ausgestellt.
So braucht man für den Wanderweg durch die wunderschöne Mischwald-Landschaft ein wenig Vorstellungskraft….Man hat das Gefühl, an einem mystischen Ort zu sein, wenn man durch (wenn auch kaum noch sichtbare) Reste der keltischen Großstadt wandert….Und wenn man dann ganz fest daran glaubt ;-)) ....und nur richtig hinhört auf das Rauschen der alten Baumriesen…..Hört es sich dann nicht an wie das Wispern von Menschen, die dort vor vielen Jahrhunderten lebten????

;-)))

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Kompliment Bernd @LOKKI (10.07.2007) 5

Im Norden Oberursels gibt es Reste einer 130 Hektar grosssen keltischen Siedlung, die im ersten Jahrhundert vor Christus sogar eines der wichtigsten Zentren in Hessen gewesen sein soll: das Heidtränk-Oppidum.
Die Kernanlagen auf den Anhöhen Altenhöfe (Luftbild links) und Goldgrube (Luftbild rechts) waren von einer sechseinhalb Kilometer langen Umfassungsmauer umgeben.
Auf bequemen Wegen kann man (mit oder ohne Hund) diese Reste wunderbar erwandern. Informationstafeln helfen einem bei der Orientierung und bieten neben Bildern tiefergehende Informationen.
Ein Museum wie im Neanderthal gibt es dort (noch) nicht. Auch sonst ist der Norden Oberursels touristisch nicht wirklich erschlossen.
Der Rundgang beginnt direkt an der Endstation der aus Frankfurt/Main kommenden U-Bahn U3.


PS:
Seit 2006 hat die Keltengruppe "Teutates" ihr etwa 600 qm grosses Lager im Oberurseler Stadtwald aufgeschlagen
...unmittelbar neben der "Häschenschule" am Ende des Maasgrund

Hier soll im Laufe der Zeit ein in den Wald integriertes Areal für Lager, Handwerk und Experimentalarchäologie entstehen.

An verschiedene Kulturinstitute hätte sich die Gruppe gewandt, um endlich einen eigenen Lagerplatz zu bekommen – und die Oberurseler seien die ersten gewesen, die ihnen mit einem Gelände neben dem Waldmuseum ("Häschenschule") ein Angebot machten.

Sie tun alles, um die keltische Kultur wieder zu beleben und auch der Öffentlichkeit näher zu bringen.
....mehr unter www.teutatesnet.de

Am Samstag, 26.08.06 kann man die Gruppe während des Waldschulfestes auf ihrem Gelände erleben.
...und am Sonntag, 27.08.06 im Hof des Vortaunusmuseums.

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