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polly_the_greek (13.05.2008) 5

Das Bucerius Kunstforum ist nach der Kunsthalle in Hamburg die Adresse für Ausstellungen.

Das Kunst Forum bietet zu den jeweiligen Ausstellungen auch Führung an.
Diese sind sehr zu empfehlen man bekommt eine Menge Hintergrundsinformationen.

Die Frida Kahlo Ausstellung war ein muss, denn dort wurden Stücke gezeigt die sonst nur in Mexiko ausgestellt werden.

Die Bilder von Frida waren sehr Farbenfroh und einige waren auch sehr brutal und real, halt so wie Frida fühlte. Frida eine sehr starke Frau zu einer sehr harten Zeit. Eine Frau wie Frida wird es wohl so schnell nicht wieder geben. Die Bilder sind wie ein Tagebuch aus Ihrem Leben, und für ein paar Minuten ist man mittendrin.

Die Versuchung des Antonius, hat die Phantasie der Künstler sehr angeregt, die Botschaft der Bilder brutal und grausam.
Der künstlerische Aspekt jedoch ist genial es gab einige Figuren (Kobolde und Horrorgestalten) die sehen aus wie einige Hollywood Kreationen aus, tja die Macher in Hollywood lassen sich auch gerne von der Vergangenheit inspierieren.

Antonius hat sich wie Jesus in die Wüste zurückgezogen und hat sich von allem irdischen abgewandt, so wie Jesus wird er natürlich heimgesucht von den Gelüsten und den Gedanken sowie vom Bösen.

Die Künstler haben hier versucht den einzelnen Sünden ein Gesicht und Körper zu verleihen.

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Qype Advanced Insider 1549
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Goldammer

Goldammer (12.05.2008) 5

Noch bis zum 18.05.2008 läuft die Ausstellung “Schrecken und Lust” - Die Versuchung des heiligen Antonius.
Was der Titel verspricht, hält die Ausstellung voll und ganz. Der heilige Antonius hat sich als Eremit zurückgezogen, um den weltlichen Gelüsten zu entkommen. Zahlreiche Künstler, darunter Max Ernst, Hieronimus Bosch und Cranach d.Ä. haben seine Qualen bildlich dargestellt. Besonders schreckensvoll scheint den Malern die Frau zu sein, die daher häufig nackt und als Versuchung pur dargestellt wird.
Ich fand die Ausstellung sehr ansprechend, aber auch intensiv. Will heißen: Danach war ich platt… ;-)

Also, wer es bis nächste Woche noch schafft, sich die Ausstellung anzusehen, gewinnt Eindrücke, die er wohl über längere Zeit nicht vergessen wird.

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Qype Advanced Insider 1579
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Scipio

Scipio (20.04.2008) 2

Das Bucerius Kunst Forum zeigt jene Kunst, die zum Bildungskanon pensionierter Studienräte mit langjährigem „Zeit“-Abonnement passt. Sie verschafft liberalen Kaufleuten, die neben „Capital“ auch mal die „Art“ durchblättern, kleine Aha-Erlebnisse. Und das Ausstellungsgebäude wird auch die Brigitte-Leserin nicht enttäuschen, für die Selbstfindung, Wellness und Kunst irgendwie dasselbe sind.

Kurz: Die GmbH, die das Bucerius Kunst Forum unterhält, hat verstanden, wie man eine öffentliche Galerie im 21. Jahrhundert führen muss, ohne dem Publikum vor den Kopf zu stoßen. Man betreibt sie wie eine nette Illustrierte: Vorgestern: „Frida Kahlo“, gestern „Cleopatra und die Cäsaren“, heute: „Hieronymus Bosch: Die Versuchung des heiligen Antonius“, morgen „High Society - Amerikanische Portraits“. Hauptsache, etwas mit Frauen, mit Sünde, mit Glamour. Jeder Kunstgeschichtsstudent hat das Gezeigte zwar schon tausendmal gesehen und fühlt sich bei Bucerius wie in einer Schlagerparade der Maler und Bildhauer, doch das große Publikum, das hier angesprochen werden soll, klatscht Beifall, weil es hier nur gekitzelt, aber nie erschreckt wird.

Für 5 € erhalten Besucher Eintritt in den achteckigen Schauraum, der anders als staatliche Museen auch am Montag geöffnet ist. Gut! Die Beleuchtung variiert von Ausstellung zu Ausstellung, manchen erscheint sie zu dunkel, wie man im Gästebuch nachlesen kann. Wahrscheinlich wollen die Kuratoren mit dem Lichtkonzept die Wirkung der Exponate ins Dramatische steigern, weil sie meinen, dass sich diese nicht von allein ergibt, oder sie nehmen damit Rücksicht auf konservatorische Notwendigkeiten. Möglich ist beides. Mich stört weniger dieses merkwürdige Hell-Dunkel im Raum als vielmehr die sonderbare Innenarchitektur: Ein Mix aus Postmoderne und Neo-Byzantinismus.

Und natürlich der omnipräsente Lärm! Obwohl ich an einem Freitag Nachmittag durch das Bucerius-Kunstforum schlenderte, zu einer Zeit in der der normale Hamburger lieber noch Geld macht oder bereits shoppt, wurden vom Haus zwei Führungen organisiert: Nach meiner Einschätzung eine für Studienräte, die Andere für Brigitte-Leserinnen. Hinzu kam das frei flottierende Museumspublikum. Angesichts des allgemeinen Gemurmels, übersteuerter Kopfhörer, ohne die offenbar kaum jemand auskommt, und alle dreißig Sekunden lospiepsender Abstandmelder war viel Phantasie erforderlich, um sich für Minuten in die Höllen des Hieronymus Bosch zu retten.

Nach einer Stunde hatte ich genug von all dem Gewirr und wollte mich im angeschlossenen Bistro noch zu Kaffee und Kuchen einladen. Minuspunkt Nummer 1 dort: Das schön möblierte Café befindet sich im Souterrain. Man kann dort zwar ruhig sitzen und eine Zeitung lesen (Z.B. “Die Zeit”). Preise von 3 € für einen Milchkaffee und 4,50 € (= 9 D-Mark!) für ein Tortenstück erscheinen mir allerdings als sehr unverschämt. Davon könnte ich mir theoretisch mehr als einmal die “Brigitte” kaufen. Ich zog also zunächst einen Gratisbesuch des hübschen Buchladens im Erdgeschoß vor und machte das Päuschen später an einem anderen Ort: Wo niemand Stiefel über der Jeans oder dunkelbraune Cordanzüge trägt.

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mhl (19.04.2008) 5

Absolut hochwertige Ausstellungen in zentraler Lage gleich an der Binnenalster.

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PaulMoll (28.11.2007) 4

Ich bin durch Zufall in die Ausstellung geraten. Paestum kannte ich nur als Tempellandschaft.
Jetzt habe ich was neues gelernt. Eine gut gemachte, rundherum gelungene Ausstellung. Ich habe auch Online was gefunden. Wer sich informieren will,findet hier weitere Berichte und Bilder.
Paul Moll

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Qype Insider 759
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tata (05.09.2007) 5

Diese Adresse muss man sich merken!
Die klare, hilfreiche Darstellung von "Böses Mädchen" lädt geradezu ein zum kennenlernen, und "Kunstorte" dieses Kalibers sind selten.

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beth (11.02.2007) 5

Mein persönliches Lieblimngsmuseum in Hamburg. Klein, übersichtlich. Zentral. Aber immer auf Qualität bedacht. Tolle Ausstellungen, überhaupt nicht dogmatich irgendwie an bestimmte Themen gebunden. Mal Mittelalter, mal Modern. Kleopatra und Cäsar. Spanischen Inquisition. Impressionisten. Hübsche Räume, mit Säulen und Mosaiken. Und am Schluß noch ein guter Snack im Cafe unten drunter. Blick auf den Kanal. Ideal für die Zeit im Winter. Warm und gemütlich.

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mostro (22.11.2006) 5

Viele Aspekte machen das Bucerius-Kunstforum zu einem hervorragenden Platz in Hamburg. Erstens wurde hier ein vorher "toter" Raum in maximal zentraler Position an die Öffentlichkeit übergegeben - man würde sich wünschen, daß auch das daneben liegende Rathaus ähnlich attraktiv für die Bevölkerung würde, aber hier betreibt man ja eher noch hanseatische Ab- und Ausgrenzung.

Zum Inhalt: Hier gibt es ca. alle 3-4 Monate wechselnde Kunstausstellungen, die maximal gut durch bunte und schöne Plakate beworben werden. Im Gegensatz zu anderen Instituten wie z.B. der Kunsthalle (die dadurch glänzt, oft jeweils die schlechten Werke oder weniger talentierten Techniken sehr bekannter Künstler zu präsentieren) wird hier wirklich eine hochklassige Auswahl des jeweiligen Werkes gezeigt; man ärgert sich hier nicht, daß das schönen Plakat das einzig gute Bild in der Ausstellung ist. Ob spanische Sakralmalereien, Rodinskulpturen oder Picasso - hier wurde stets hervorragend ausgewählt und präsentiert. Klein aber fein. Und das ist auch für eher museumsmüde Besucher attraktiv, denn man sieht hier nie "Füllmaterial", die wenigen Räume werden optimal genutzt.
Danach kann man dann auch sehr schön im Souterrain einen Tee trinken und recht angenehme kleine Speisen verzehren, dazu ein Blick auf den Fleet und die Alsterschleuse - in jedem Fall ist hier ein kultiviert gelungener Nachmittag garantiert.

Und es empfiehlt sich auch den Newsletter von Bucerius zu abonnieren (kostenlos), da werden oft auch Extras wie z.B. Bildhauer-Kurse für Kinder, Spezialführungen, oder Konzerte in den Ausstellungsräumen etc. avisiert!!

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Kagurazaka

Kagurazaka (01.09.2006) 5

Gleich am Rathausmarkt gelegen das Bucerius Kunst Forum. Hier kann man wechselnde Ausstellungen zu wechselnden Themen oder Künstlern (zZt Frida Kahlo > lange Schlangen vor der Tür) bewundern. Da die Räumlichkeiten begrenzt sind, sind die Ausstellungen immer überschaubar. Eintritt € 5,-. Sehr schön: die Ausstellungsführungen (zB Lunchführung am Mo/Mi um 13.00 Uhr, After Work Di/Do 18.00 Uhr oder Brunchführung So 12.00 Uhr - jeweils + € 2,-). Gastronomie wird von Saliba gemacht und man sitzt direkt am Fleet.

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andreas kuhn (06.08.2006) 5

André Breton, der sie partout als Surrealistin etikettieren wollte, beschrieb ihre Kunst als »ein farbiges Band um eine Bombe«. Madonna beteuerte »Frida ist die große Inspiration für mein Leben«. Zu Lebzeiten kannte Frida Kahlo Wassily Kandinsky, Marcel Duchamp und Pablo Picasso. »Weder Derain, noch Du, noch ich, sind in der Lage, einen Kopf so zu malen, wie Frida Kahlo!« gesteht Picasso in einem Brief an Diego Rivera. Dieser wiederum wirbt anläßlich einer geplanten Ausstellung für seine Frau: »Ich empfehle Ihnen diese Künstlerin, nicht als Ehemann, sondern als begeisterter Bewunderer ihres Werks, ätzend und zärtlich, hart wie Stahl und zart und fein wie der Flügel eines Schmetterlings, bewunderswert wie ein schönes Lächeln und tiefgründig und grausam wie die Bitternis des Lebens.«

Nicht erst seit der äußerst erfolgreichen Verfilmung ihres Lebens und Wirkens durch Regisseurin Julie Taymor (Hauptrolle Salma Hayek in einer schlicht leidenschaftlichen Verkörperung) ist das Interesse an Frida Kahlo als Kunst-Ikone erneut heftig aufgeflammt. Im Jahr 2006 noch immer »Fridomania« post mortem allerorten. Frida Kahlo ist Malerin und Mythos. Als mexikanische Kultfigur mit unvorhergesehener Popularität liefert sie lange schon und schier unablässig Stoff für Bücher, Theaterstücke und Filme, ist idolisiertes Objekt für Merchandising. Frida auf Handtaschen, Postkarten, Frida als Poster und Schlüsselanhänger. Leben wie Werk der wohl mit Abstand bekanntesten Malerin ganz Lateinamerikas sind von kraftvoll exotischer, schillernd bunter und mythisch umrankter Anmutung.

Als bekennende Marxistin gab die charismatische Rebellin, obwohl geboren am 6. Juli 1907, zeitlebens ihr Geburtsjahr mit 1910 an, dem Jahr der mexikanischen Revolution. Sie verehrte Stalin und hatte als »emanzipierte« Frau, gebeutelt durch die Untreue ihres Mannes Diego, Affären mit prominenten Männern wie Leo Trotzki oder Nickolas Murray und auch Frauen wie der Sängerin Chavela Vargas (»La Llorona«). Nickolas Murray verdanken wir (ebenfalls in der Hamburger Ausstellung in fantastischer Qualität präsentiert) - neben Lola und Manuel Alvarez Bravo, Imogen Cunningham, Fritz Henle oder Gisele Freund - einige der schönsten fotografischen Zeitdokumente: prachtvolles, pathetisches und detailbesessenes In-Szene-setzen; regelrechte Performance-Fotografie. Stets ernst blickende, auf den Betrachter gerichtete Augen, »gekrönt von dichten Brauen, die sich vereinten wie Vogelschwingen«, wie Raquel Tibol attestiert.

Fast zwangsläufig versetzt der Kontakt mit den Originalbildern den Betrachter in eine Art Verzückungszustand. Hierzulande wartete man allerdings eine »halbe Ewigkeit« vergeblich, ihre Gemälde einmal mehr »leibhaftig« in Augenschein nehmen zu dürfen. Dem Bucerius Kunst Forum ist nun - bereits ein Jahr vor dem 100. Geburtstag der wichtigsten Vertreterin mexikanischer Kunst - das Kunststück gelungen, die größte private Kollektion von Werken Frida Kahlos aus dem Museo Dolores Olmedo Patino (Xochimilco, Mexiko) einer deutschen Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die in Hamburg ausgestellten Gemälde beleuchten die zentrales Themen des Lebens und der Kunst Frida Kahlos: Schmerz, Verlust, Unglück und Leiden. Von einer Kinderlähmung im Alter von wohl sechs Jahren behält Frida eine Behinderung des rechts Beins, eben achtzehnjährig erleidet sie jenen fatalen Busunfall. Diesen überlebt sie zwar schwerstverletzt, er markiert aber den Anfangspunkt lebenslänglicher Qualen wie zahlloser Operationen. In deren Auswirkungen schließlich, bereits fast ihr halbes Lebens an Rollstuhl oder Krankenbett gefesselt, stirbt sie mit gerade 47 in ihrem Geburtshaus (»Casa Azul« oder »Blaues Haus«, heute Frida-Pilgern aus aller Welt zugänglich als Frida Kahlo Museum). »Pies para qué los quiero si tengo als pa volar«/»Wozu brauche ich Füße, wenn ich Flügel haben zum Fliegen« hatte sie ein Jahr zuvor ihrem Tagebuch anvertraut.

Ergänzt durch Leihgaben aus gesamtamerikanischen Sammlungen ist die liebevoll inszenierte Ausstellung vom 15.6.-17.9.2006 ein absolutes »Muß« für alle Kahlo-Fans.

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