Adresse: Naturschutzgebiet Langfigtal, Altenahr
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Kompliment
Karde (07.04.2008)
Eine Wanderung durch das Naturschutzgebiet bei Altenahr ist immer wieder interessant. So machte ich mich letzte Woche per Bahn von Köln über Remagen (umsteigen) bis Altenahr auf den Weg. Kurz vor 11 h traf ich ein, ging hinunter zur Ahr. Mein Wunsch: hoffentlich bekomme ich eine Wasseramsel zu sehen.
Ich betrachte die schnelle Strömung des Wassers. Kanuten machen sich am Ufer startklar, sie werden sehr vorsichtig sein müssen wegen der entwurzelten Bäume, die im Wasser treiben oder sich verhakt haben.
Am Ende des Ortes/Parkplatzes beginnt mein Wanderweg durch das Naturschutzgebiet Langfigtal. Die Kelten haben wohl einen langen Bergrücken als „Langfig“ bezeichnet. Genau weiß ich das aber nicht (wenn Du mehr darüber weißt, bitte kommentieren). Es ist ein seltsamer Name, die Einheimnischen sprechen es rheinländisch als „Langfichtal“ aus, ich auch! Die Ahr umrundet hier einen felsigen Bergrücken und wird wiederum von einer äußeren Felsenwand eingerahmt. In dieser Naturoase können sich Pflanzen, Tiere und Spaziergänger wohl fühlen. Keine Straße stört die Idylle.
Am Ufer stehen die Weiden im Wasser – sie sind es gewohnt; mindestens einmal im Jahr ist das gesamte Bachbett ausgefüllt. Ob die Bäume hier wirklich uralt sind oder ob sie durch die viele Feuchtigkeit und vielmaliges im Wasser stehen, vorzeitig gealtert sind, weiß ich nicht. Die Rinde ist auf jeden Fall moosbedeckt, aufgeworfen, borkig, dicke Äste sind abgebrochen, Stämme oft abgespalten . . ein eindrucksvoller Anblick. Viele Vogelarten –vorrangig Kleiber- toben durch das Geäst.
Komme am Wehr vorbei. Die Ahr nutzt die gesamte Bachbreite, schießt die glatte Fläche herab, überschlägt sich unten zu einer tollen Rückrolle und braust in vielen Schaumkrönchen weiter – das ist beeindruckend.
Das Tal öffnet sich ein wenig – hier blühen der Lerchensporn, das Scharbockskraut und das Buschwindröschen um die Wette. Über die Ahr hinweg, entdecke ich mit dem Fernglas auf einer Schwarzerle viele Distelfinken, auch Stieglitze genannt, sie können fressen und zwitschern zu gleich!! Am Ende der Wiese steht schemenhaft im Schatten der Ruhebaum vieler Kormorane. Heute sind sie alle unterwegs, manchmal sitzen hier gut 20 Tiere auf den Ästen. Der Baum ist nicht zu übersehen, er ist weiß vom Kot der Vögel.
Nach einer knappen Stunde ist diese Ahrschleife durchlaufen. Wer nun durch den Tunnel geht, ist wieder am Parkplatz in Altenahr.
Ich gehe den schmalen Ahruferweg weiter. Auf meiner Seite ist Wald, auf der anderen Ahrseite befinden sich die Weinberge in steiler Hanglage. Für die Winzer eine schwere Arbeit. Es ist kaum möglich, maschinelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Bei Laach wurde eine kleine Fußgängerbrücke erneuert. Jetzt ist es eine wuchtige, überdachte Holzbrücke?!
Der Weg führt mich an Mayschoß vorbei, ich sehe das bekannte Restaurant ‚Lochmühle’, den ‚berüchtigten’ Mayschoßer Weinkeller, der schon manchem Biertrinker aus dem Ruhrpott zum Verhängnis wurde.
Der Anstieg zum Saffenburger Sattel muss noch bewältigt werden. Die Ahr macht hier einen Knick, ich sehe Rech erst im Tal liegen, nachdem ich den Sattel bewältigt habe.
Es gibt viele Lokale in Rech, ich freue mich auf ein Glas Wein in meinem Lieblingslokal „Altes Pfarrhaus“. Der kleine Tisch am Fenster ist frei und bietet mir eine herrliche Aussicht auf die Saffenburg und die Weinberge rund herum.
Die weite Bahnfahrt hat sich für mich gelohnt, es war ein schöner Tag.
Stichworte weinlokal, natur, wanderung, ahr
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