Wikinger Museum Haithabu, Schleswig

Öffnungszeiten:

April - Oktober
täglich 9 - 17 Uhr

November - März
Dienstag - Sonntag 10 - 16 Uhr
(Wikinger Häuser geschlossen!)

Adresse: Am Haddebyer Noor, 24866 Schleswig

Tel: +49 4621 813-222

Website: www.schloss-gottorf.de/wmh/ans...

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Qype Advanced Insider 12K
Benutzerfoto: Aldituete

Aldituete

Kompliment Aldituete (25.09.2008) •••••

Wer einmal sehen möchte, wie die Wikinker früher gelebt und überlebt haben ist dort genau richtig. Auch Kinde haben dort die Chance bei einigen Dingen mitzuwirken.

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Kompliment matzenhuber (25.09.2008) ••••

Ich habe an einem verregnetem Tag das Wikinger Museum Haithabu (nicht das Landesmuseum Schloß Gottorf) und die Außenanlagen (Wikingerhäuser) Haithabu besucht. Ich war enttäuscht. Das Museum hat kaum pädagogischen Wert, für die Außenanlagen wird immerhin eine Führung angeboten. (Vorher über die Zeiten informieren)

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Qype Advanced Insider 4811
Benutzerfoto: 6Kraska6

6Kraska6

Kompliment 6Kraska6 (30.08.2008) ••••

Um es vorweg zu sagen: Das Wikinger-Museum befindet sich an zwei Orten: In Schleswig selbst, in einem Nebengebäude des Schloß Gottorf (Nydam-Halle) liegt ein erstaunlich gut erhaltenes (vom Moor konserviertes) Wikinger-Schiff; vom Moor konserviert sind auch die beiden gruselig-aufregenden Moorleichen, deren Tod (Hinrichtung? Menschenopfer? Ein Mädchen hat die Schlinge aus Haselnuß noch um den Hals!) noch immer nicht restlos geklärt sind. Marx-Freund Friedrich Engels hat sie schon besichtigt und Karl Marx darüber in einem Brief berichtet. Seit den 80ern gibt es dann das zweite, zur Hauptstelle ernannte Wikinger-Museum in Haddeby. Dieses Dorf liegt am Schleswig gegenüber befindlichen Südufer der Schlei. Wie man sich beinahe denken kann, ist “Haddeby” der danisierte Name des alten Haithabu, welches im 6. und 7. Jahrhundert n. Chr. zur mächtigsten befestigten Handesmetropole der Wikinger heranwuchs. Hier lag der Umschlagsplatz für den Fernhandel nach Osten, der bis Kiew und Nischni Novgorod reichte. Übrigens waren die Wikinger ganz anders als ihr heutiger Ruf: Weniger Krieger und Rabauken, mehr Geschäftsleute (Im- und Export! Man fand sogar römische und sarazenische Münzen in Haithabu!) und Handwerker. Darüber kann man sich im Wikinger-Museum, das landschaftlich schön im Schilf am Ufer eines Noores (Noor = Ausbuchtung des Schlei-Fjordes) liegt, wunderbar informieren. Wer in Schleswig ist, sollte die Gelegenheit nutzen, mit dem Dampferchen über die Schlei dorthin zu fahren. Kostet nicht viel und bringt einen den Wikingern irgendwie näher (der Seeweg!). Haithabus Reste wurden im 19. Jahrhundert wieder entdeckt. Seither (!) laufen, mal intensiver, mal zögerlicher, die Ausgrabungen. Das durch Wallanlagen geschützte Siedlungsgebiet war ziemlich groß, Haithabu eine Metropole. Dann kamen im 8. Jh. die Wenden aus der Tiefe des Raumes, berannten die Siedlung und plünderten. Die Pest brach aus. Was von der Wikinger-Bevölkerung übrigblieb, flüchtete über die Schlei und legten am anderen Ufer ein Hüttendorf an: Sliasvig - genau! Das heutige Schleswig. Die Nachkommen dieser Wikinger haben sich am Holm zusammengerottet und die nächsten 800 Jahre, der Christianisierung noch lange widerstehend ( der Missionar St. Ansgar wurde umgebracht), kümmerlich von der Fischerei gelebt; heute bringt der Tourismus etwas mehr. - So, das war der Geschichtsunterricht.

edit 30. 08. 08 / Gegendarstellung:

Von wegen Geschichtsunterricht! Da hab ich den Mund aber erheblich zu voll genommen. Das kommt davon, wenn man aus dem Gedächtnis (Heimatkundeunterricht in der “Volksschule” - ist auch schon ein Weilchen her!) kramt!

Auf Hinweis von Qyperin 'Richensa’ (dankeschön) stelle ich hiermit fest:

1.) Mein Bericht erfüllt nicht die Kriterien und Ansprüche moderner analytischer, hermeneutischer, sozio-ökonomischer, empirie-basierter Geschichtswissenschaft! (Tut mir leid, aber als ich an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel im Fach 'Geschichte’ eingeschrieben war, wurde die Fachschaft gerade von den Maoisten besetzt, zwei Semester lang…)

2. In Sonderheit habe ich mich, was das Ende Haithabus angeht, um ca. 250 Jahre verkaschelt. Ich zitiere aus Wikipedia:

“Obwohl ein neun Meter hoher Wall mit Palisade die Handelsstadt umgab, wurde sie im Jahr 1050 in einer Schlacht zwischen Harald Hardrada von Norwegen und Sweyn II. zerstört; sie wurde danach nur teilweise wiederaufgebaut und dann 1066 von den Westslawen, die damals in den Gebieten östlich der Kieler Förde lebten, geplündert. Die Einwohner verlegten die Siedlung daraufhin nach Schleswig — auf dem anderen Ufer der Schlei — und bauten Haithabu nicht wieder auf.”

3.) Wer sich kurz, aber ernsthaft über Haithabu informieren will, dem empfehle ich den Artikel auf Wikipedia einzusehen, der sich - im Gegensatz zu meinem - durch solide Sachkunde auszeichnet.

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User_star_grey 196
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jet

Kompliment jet (07.03.2008) ••••

Gut gemacht, aber der einstigen Bedeutung des Ortes wird es nicht so ganz gerecht.

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Kompliment le_gourmet (10.01.2008) •••••

Als ich noch jünger war dachte ich lange Jahre dass es die größte Wickingersiedlung auf Deutschem Boden, eben Haithabu, nur virtuell, im Märchen oder der Saga gäbe, doch als ich dann, anläßlich eines Besuches bei den Schnellbooten, in Kappeln an der Schlei, als wir genug Zeit hatten, auch mal dort vorbeikam, konnte ich erstaunt feststellen, dass es dieses virtuelle Zentrum der Wikinger in Deutschland wohl doch wirklich gab, und auch heute noch oder auch wieder gibt.

Auch heute irritiert noch die Standortbeschreibung, da kann ich nur zustimmen, da gibt es als formales Ziel das Schloß Gottorf, mit seinen Ausstellungen und Ausstellungstücken, aber eben auch, etwas abseits, fast einen km weiter, das - nennen wir es - (heute) Museumsdorf, die wieder errichteten Musterhäuser im Wikingerstil, die neuzeitliche Nachbindung des sagenumwobenen frühzeitlichen Zentrums Haitabu.

Eigentlich wurde die Museumsanlage, und damit das Gespenst Haithabu, 1985 wieder lebendig. Da wurde nämlich das Wikinger Museum Haithabu eröffnet. Hier dreht sich alles um die Archälogie und die lange Geschichte der einstmals recht bedeutenden Siedlung.

Noch heute wird der Ort von einem schützenden, mächtigen Halbkreiswall umschlossen, ausgegraben wurde eine ganze Siedlung, Gräberfelder, weitläufige Befestigungsanlagen.

Wie wohl nirgends sonst können wir hier anhand der verschiedensten Gegenstände, auch aus der täglichen Leben der damaligen Zeiten, Originale, Rekonstruktionen, Modelle und Entwürfe zu allen Gegenständen des Alltags, seii es der Haushalt, bekleidung, Ernährung, aber auch Bebauung der Felder, verteiligung der Anlage, sowie Stadtentwicklung allgemein, Religion, Schrift der Runen, Handel und Handwerk erleben.

Wer so etwas liebt, der ist hier absolut richtig. Auch ich werde, wie es scheint, siehe Bericht zu Gelting, wohl demnächst mal wieder vorbeikommen dürfen. freue mich schon drauf.

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Qype Advanced Insider 2952
Benutzerfoto: Balu1803

Balu1803

Kompliment Balu1803 (17.04.2007) •••••

Lieber TimB bitte nimm mir meine Rechthaberei nicht übel, aber ich habe mir fest vorgenommen, in diesem Jahr da mal hinzufahren! - Also die Adresse die Tim angegeben hat ist wohl die der Verwaltung (?)
Ich füge hier mal ne Detailkarte ein aus der Website von Haitabu: siehe Fotos

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Qype Insider 681
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TimB

Kompliment TimB (14.08.2006) ••••

Das Wikinger Museum Haitabu (Schloß Gottdorf, Nähe Schleswig) empfiehlt sich für einen informativen und erlebnisorientierten Familienausflug mit Kindern ab ca. 7 Jahr. Informative im "traditionellen" Museumsstil wird das Alltagsleben der Wikinger mit den Themen Haushalt, Wohnen, Ernährung, Bekleidung und Schmuck, Religon, Bestattungssitten, Runensteine, Handwerk, Rekonstruktion eines Langschiffs etc. dargestellt. Ein Erlebnis ist das ca. 700m vom eigentlichen Museum entfernte Wikingerdorf, das über einen schönen Spazierweg erreicht werden kann. Dort können mehrere in Originalbauweise errichtete Wikingerhütten besichtigt werden inkl Probeliegen auf den Ziegenfelllagern. Das Dorf befindet sich noch im Aufbau und es kommen weitere Hütten hinzu. Auf jeden Fall einen Ausflug wert.

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