Kategorie: Freizeit & Ausflüge
Details: Naturschutzparks , Seen
18.09.2008
Diesen Nationalpark muss man gesehen haben.
Die Seen und die Wasserfarbe (bestes Türkis) sind eine Wucht.
Es empfiehlt sich gemütliches und festes Schuhwerk anzuziehen, um eine der drei Routen zu laufen (kurz, mittel, sehr lang)
Die gastronomische Verpflegung in diesem Park ist sehr touristisch angelegt.
Bei Anfahrt mit dem Auto empfiehlt sich ein frühes kommen um nicht mitten im Wald zwischen zwei Bäumen parken zu müssen :-)
15.09.2008
Hallo liebe Leser, Freunde und Bewerter,
lange Zeit war ich nicht on, da mir ein Computer-Virus alles zerstörte. Aber nun ist mein Laptop wieder geheilt und es geht weiter mit meinen Reise-Berichten unseres diesjährigen Sommerurlaubs. Stehen geblieben waren wir beim Hotel Korana in Kroatien, das unsere Übernachtungsmöglichkeit auf unserem Weg nach Plitvicka Jezera ( Plitvicer Seen) war. Daher schreibe ich euch über unsere wunderbaren Erlebnisse im
~ ~ ~ PLITVICER NATIONALPARK ~ ~ ~
Die Hinfahrt:
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Als wir also unser Hotel verließen, ging es einfach immer gerade aus Richtung Plitvicka Jezera. Allerdings sind das keine Autobahnen, sondern eher Landstraßen. Noch werden Reisende, die sich von der kroatischen Hauptstadt Zagreb auf der E 71 den Plitvicer Seen nähern, ab Karlovac ( da, wo wir nächtigten) der einen oder anderen Hinterlassenschaft dieses letzten Krieges konfrontiert. Vor allem Warnungen vor abseits der Straße verminten Gebieten sprechen eine deutliche Sprache. Das ist bei den Plitvicer Seen, von der UNESCO als Welterbe angesehen, gottlob anders. Zwar waren auch sie 5 Jahre lang besetzt, aber hier wurde nach Kriegsende schnell und unbürokratisch für einen normalen Tourismusbetrieb gesorgt. Als allgemeine Vorsichtsmaßregel und zur Schutz der sensiblen Natur gilt aber auch hier, dass man sich nur auf den ausgeschilderten Wegen bewegen darf. Ich sage euch der Weg dahin war nicht nur beschwerlich ( Baustellen, provisorische Ampeln, an denen man Ewigkeiten warten musste, bis der Gegenverkehr vorüber war und Häuser, die wie Käsestücke aussahen, so verlöchert. )
Die Ankunft:
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Als wir dann nach ca. 2 Stunden Fahrt ( gefühlte 5 Stunden ) endlich ankamen, fuhr mein bleifüßiger Ehemann, tststst vorbei an “Ulaz 1”. Als ich ihn darauf hinwies, dass wir gerade den Eingang verpasst haben, meinte er nur: “Wo es einen Eingang 1 gibt, da gibt es dann auch bald einen Eingang 2!” Wo er recht hat, hat er recht. Aberrrrr: Der Eingang 2 erwies sich als absolutes Touristenmagnet. Mindestens (unübertrieben!) 1000 Leute tummelten sich davor. Ich sagte noch: ” Ich stell mich schon einmal an, suche du einen Parkplatz!” Vor mir stand eine grünpullovrige Dame, ich klopfte auf deren Schultern und fragte - vorsichtshalber in englisch - ob man hier füt die Eintritts-Tickets ansteht. Deren Antwort war ernüchternd: Sie wüsste nicht wofür man hier ansteht, sie hofft auf Tickets, sie habe sich halt angestellt, weil alle da anstehen. Also klopfte ich abermals auf eine Schulter, auf die der vor der Grünpullovrigen Stehenden. Aber auch die stand nur da, wiel alle anstehen…. Da kam mein Mann. Ich sagte, dass wir in 10 Tagen noch hier stünden, wenn wir warten bis wir an der Reihe wären, zumal wir nicht einmal wussten, wofür man hier ansteht.
Ich kann mit großer Geduld Kinder hüten- wenn ich mag. Ich kann stundenlange e-mails lesen und beantworten- wenn ich mag. Ich kann auch Reisen auf mich nehmen, die tagelang dauern und vielleicht kann ich auch Berge erklimmen, aber ich kann mich n i e m a l s stundenlang in einer Menschenschlange anstellen. NIEMALS! Auch wenn wir den Umweg umsonst gefahren wären, ich musste raus aus dieser Menschenschlange. Ich bat die Grünpullovrige mi meinen Platz frei zu halten und ging zur Parkplatzkasse, um zu fragen, wo man noch Tickets für den Eintritt bekam. “Direkt an der Eingangskasse”, hieß es…. Na, also! Wenige Gehminuten entfernt, nur wenige folgten unserem Vormarsch, lag die Eingangskasse, an der wir dann 110,-- Kuna ( ca. 15 Euro ) pro Erwachsener bezahlten, unser 4-jähriger Felipe war frei. Im übrigen wurden Kreditkarte akzeptiert.
Die Plitvicer Seen:
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Bereits seit 1949 stehen die 16 terrassenartig übereinander liegenden Plitvicer Seen, die sich knapp 150 km südwestlich von Zagreb mitten im dichten Nadel- und Laubwald verstecken, unter Naturschutz. Diese phantastische Landschaft aus grün schimmernden Seen und gurgelnden Bächen, aus kleinen Stromschnellen und großen rauschenden Wasserfällen ist einzigartig: Hier recht ein bemooster Ast seine Zweige in den Himmel,, dort zeichnet sich im kristallklaren Wasser ein Baumskelett ab, einige Meter weiter spiegeln sich die Baumwipfel im kräftigen Kobaltblau eines Sees und an jeder Stelle des Ufers kann man bis auf den Grund sehen, samt Fische, Baumwurzeln und alles, was das Wasser beherbergt. Gut befestigte Wege und hölzerne Brücken führen hinein in die Zauberwelt, die sich das Flüsschen Korana auf über 7 km in einem scharf eingeschnittenem Tal geschaffen hat. Dabei überwindet es zwischen dem obersten See, dem Prosce, und dem untersten, Novakovica Brod genannt, fast 150 Höhenmeter. Von Galovac beispielsweise stürzt das Wasser 25 m in die Tiefe und kommt erst wieder im waldumfangenen Gradinsko jezero zur Ruhe. Wer will kann in diesem, alles in allem 20 000 ha großen Nationalpark, in dem heute noch Bären, Wölfe und Fischotter zu Hause sind, auf die für die Öffentlichkeit freigegebenen Wege unendlich wandern.
Wissenschaftler haben eine recht einleuchtende Erklärung für das Entstehen der Plitvicer Seen gefunden. Für die ist dieses sich ständig veränderten Phänomen von Seen, Flüssen und Bächen eine typische Karstenerscheinung. Durch Ablagerungen, die in Moosen hängen bleiben, bildet sich Travertin, ein leichter Stein, der im Laufe der Zeit zu einer natürlichen Barriere aufwächst. Damit entstehen Seen, die sich jedoch permanent verändern: Denn versperrt irgendwo ein neuer Travertindamm den bisherigen Weg, sucht sich das Wasser an einer anderen Stelle einen neuen Durchlass. So kommt es zu unzähligen Kaskaden und kleinen Wasserfällen, die im nächsten Jahr allerdings schon wieder ganz anders verlaufen können. Ein derartig ökologisches Perpetuum mobile ist natürlich für Urlauber an der Küste das ideale Ziel für einen Tagesausflug.
(quelle: ADAC Führer)
Unser Erlebnis:
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Kommt man in den Nationalpark, kann man zwischen unterschiedlichen Routen wählen. Je nach körperlicher Konstitution, Wanderbereitschaft und -lust, lauten dann die Routen A oder B oder C usw. Wir hatten die Route F. Die kürzeste mit 3-4 Stunden Wanderung angegeben, die eben für Familien mit Kleinkindern gedacht ist. Nach Betreten des Eingangs setzten wir erst einmal mit einem Art Floßschiff ans andere Ende über. Wir waren nur ca. 20 Touristen, da der Rest, einschließlich der armen Grünpullovrigen, wohl noch anstanden. Am anderen Ende des Flußes setzten einige ihre Wanderung fort, bzw. begannen sie, wir fuhren mit einem weiteren Elektro-Schiff ( wegen der Umwelt ) weiter, quer über den gesamten See. Beim Verlassen des Elektro-Schiffes tarfen wir erst einmal auf Restaurants, Imbissbuden, Toiletten und Souvenirständen. Achtung: Einige WCs in und um Plitvice sind Toiletten, die nur Löcher im Boden sind, also auch für Damen. Nachdem wir uns gestärkt hatten sollte es weiter gehen. Die Restaurants waren Selbstbedienungs- und Schnellrestaurants. Alles schon vorgebraten und gekocht und schnell wurde man abgefertigt. Dafür betrug ein halbes Hähnchen mit Pommes, Brot, Ayvar ( gibt es überall zu Fleisch in Kroatien ) und Getränken nur ca. 10 Euro.
Die Strecke F war weder beschwerlich, noch zu verfehlen. Deutliche Hinweisschilder zeigen einem stets den rechten Weg an. Es geht bergauf, bergab. Treppauf, trepprunter. Brückauf, brückab. Ab und an wird es sehr sehr eng. Gerade wenn einem Familien mit Kinderwägen entgegen kamen ( die, die von Eingang 1 kamen und zu Eingang 2 (= Ausgang 2 ) wanderten. Wir hatten ja die umgekehrte Variante gewählt. Also der Gegenverkehr war manchmal ganz schön haarig, gerade eben auf sehr engen Brücken, da keiner von uns Lust hatte ins Wasser zu plumpsen. Wie ihr merkt: Kinderwagen ist möglich, allerdings eher beschwerlich, treppauf oder treppab zu tragen. Meinereiner hatte natürlich wieder das passendste aller Schuhwerke an: ESPRIT-Stöckelsandalettchen. Es ging, aber Turnschuhe oder Sneakers wären ein bisserl passender gewesen, aber - wie gesagt - es ging auch so. Unterweg auf eurer Route gibt es KEINE Getränkebuden oder ähnliches, also unbedingt etwas zum Trinken für unterwegs mitnehmen.
Die Aussicht war berauschend. Allerdings fehlte mir ein bisschen das I-Tüpfelchen. Da ich zuvor im Internet gestöbert hatte und sagenhafte Bilder sah, habe ich noch ein bisschen auf etwas “Besonderes” gewartet. Aber wahrscheinlich waren die Internet-Bilder aus A-, B-, oder anderen Routen, aber nicht die F-Route. Die war zwar wirklich wunderschön, viele Wasserfälle, türkisblaue und dennoch klare Seen, Sturzbäche, wildwachsende Blumen, Vögel, bunte Falter. Eine Augenweide!
Am Ende der Route F angekommen, befanden wir uns am Eingang 1, wo uns nach ca. 20 Minuten Wartezeit ein riesiger Unimog-Reisebus - das Highlight für meinen Unimog-sammelnden Ehemannes- aufsammelte und uns zu unseren Ausgangspunkt zurück brachte. Am Ausgang angelang ( der dann auch wieder gleichzeit Eingang 2 war), gibt es viele Souvenir-Buden, Getränkeshops, Grillstationen uvm. Aber wir hatten es ja eilig. Aber rein theroretisch, kann man erst einkaufen, schlemmen und dann bezahlen und dann raus fahren.
Adresse:
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Nationalni Park
PLITVICKA JEZERA
HR 53231 Plitvicka Jezera, Croatia
Ulaz/ Eingang: Tel: +385 (0) 53 751 026
Reservacije/ Reservation: Tel +385 (0) 53 751 014, 751 015
Fax: +385 (0) 53 751 013
www.np-plitvicka-jezera.hr
Eintrittspreise:
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110,-- Kuna / Erwachsenen ( ca. 15,-- Euro )
Kinder frei
zzgl. Parkplatzgebühr je nach Zeitaufenthalt
Wissenswertes:
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~ Drehort der weltberühmten Winnetou-Filme
~ Hier leben 321 Schmetterlingsarten, 161 Vogelarten, 21 Fledermausarten
~ Nach Bezahlen des Parkplatzes ( ca. 3 Euro ) muss man innerhalb von 20 Minuten den Parkplatz verlassen, das ist gar nicht so einfach, da unser Auto am Ende der Welt parkte, aber wir schafften es.
~ Vor der Reise nicht nur Vignette für Österreich kaufen ( 10-Tage so um die 7,-- Euro ), sondern auch die für Slowenien ( Halbjahresvignette - kürzere gibt es nicht - für kanpp 30,-- Euro! ) und dann eben noch Autobahngebühren je nach Strecke in Kroatien. Warnwesten dabei haben und der Sprit in Solwenien ist am günstigsten. Bis einschließlich Slowenien wird in Euro bezahlt, ab da in Kuna. 100,-- Kuna entsprechen ca. 14,-- Euro.
Fazit:
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Nicht versäumen, wenn ihr Richtung Meer fahrt, zu besuchen. Gerade ganz oberhalb, also zum Schluß eurer Wanderung ist die Aussicht über den gesamten Nationalpark, der im übrigen direkt neben der Schnellstraße liegt, aber in sich ganz ruhig ist, absolut phänomenal!!
Danke für´s Lesen, Bewerten und Kommentieren!
by esposa1969
2 Leser fanden dies lesenswert
07.08.2008
Der Nationalpark Plitvicka Jezera (Plitvicer Seen) ist auf jeden Fall ein “Must-see” in jedem Kroatien-Urlaub! Die traumhafte Landschaft, die vielen Seen und Wasserfälle, die Möglichkeiten zu Wanderungen und Bootsfahren, alles lädt dazu ein, zwei oder drei Tage hier zu verweilen und den Park zu erkunden.
Direkt am Nationalpark wird alles geboten, was man zum Leben braucht, wie Supermarkt, Restaurants, Hotel, usw. Die Orte um den Park herum bieten viele günstige, private Unterkünfte, die ich persönlich viel lieber mag als Hotels. Zahlreiche gute Restaurants tun ein übriges dazu, dass man sich hier wohl fühlt.
Leider gibt es in der Nähe des Nationalparks wenig andere Sehenswürdigkeiten, daher lohnen sich längere Aufenthalte (> 3 Tage) eigentlich nicht. Andererseits liegen die Seen quasi an der Nord-Süd-Verkehrsachse Kroatiens, so dass ein Stopp sich geradezu anbietet.
Wie gesagt, wer hier noch nie war, hat definitiv was verpasst! :-)