Kategorie: Hotels & Unterkünfte
Details: Hotels
15.04.2008
Das Charlesmark liegt sehr schön mitten in der Back Bay Area Bostons - der Prudential Tower ist nur zwei Blocks die Straße runter und direkt um die Ecke liegt die Newbury Street, eine sehr schöne Shopping- und Ausgeh-Meile. Zudem ist das Hotel prima zu erreichen: die U-Bahn-Haltestelle Copley Square (Copley MBTA station) erreicht man quasi durch einmal umfallen und an den Bahnhof “Back Bay” kann man auch gut laufen, das sind knapp 10 Minuten zu Fuß.
Die Rezeption im Eingangsbereich ist recht klein und war tagsüber mit ausgesprochen freundlichem Personal, nachts mit einem eher witzig-verschrobenen Menschen besetzt (indirekte Sprechakte? Was sind das??? ;) ). Direkt neben der Rezeption und dem Aufzug befindet sich die Hotelbar, die sehr zu meinem Erstaunen nicht nur von Hotelgästen, sondern durchaus auch von einigen Leuten aus der näheren Umgebung frequentiert wurde. In dieser Bar hab ich auch gelernt, dass man nicht wie im Italienurlaub überall einfach einen Martini bestellen kann… dass das auch als Überbegriff für Shortdrinks verwendet wird, war mir bis dahin schlicht nicht klar. Hat für einigen Gesprächsstoff mit dem netten Barmann und viele Lacher gesorgt. ;) Das, was wir dort dann an Drinks bekommen haben, war übrigens sehr gut. Nur so nebenbei.
Hinter der Bar geht es ein paar Stufen hoch in eine Art Lounge-Bereich, der abends fürs Cocktail-Schlürfen genutzt wird und morgens als Frühstücksraum dient. An einem kleinen Buffet mit Saft, grad noch so trinkbarem Kaffee, guten Bagels, riesigen Muffins, etwas Obst und furchtbar süßem Instant-Porridge kann man sich bedienen und dann in der Lounge niederlassen. Es liegen sogar ein paar Tageszeitungen aus und während der Vorwahlen wurde auch die Leinwand herunter gelassen und CNN gezeigt. Noch im Lounge-Bereich gibt es zwei Rechner, die man gratis zum Surfen nutzen kann. Überhaupt gibt es im gesamten Hotel ein kostenfreies WLAN.
Aber jetzt zu den Zimmern. Unser Zimmer war klein. Ich glaube, ich war noch nie in einem so kleinen Hotelzimmer. Wir mussten erst einmal überlegen, wo eigentlich das Gepäck hin sollte. Mitten im Raum stand ein Queensize-Bett, nicht zu hart, nicht zu weich, es gab einen Sessel und ein Tischchen und das war’s im Prinzip auch schon an Mobiliar. Es gibt ein kleines Fenster, aber wie in amerikanischen Großstädten nicht unüblich, heißt das noch lange nicht, dass dadurch auch Licht herein kommt. Unser Zimmer hier in Boston war eher dunkel. Ohne das Licht anzuschalten eigentlich sogar tagsüber zu dunkel. Ach, an einer Wand war noch ein Einbauregal, mit dem obligatorischen Fernseher und dazu einem Video-Spieler und einer Stereo-Anlage. Wenn man am Abend keine Lust mehr hat, vor die Tür zu gehen, kann man sich aus einer riesigen Liste einen Videofilm aussuchen und an der Rezeption holen - soweit ich das verstanden habe, für umsonst. Die Anlage macht gut laut und es gibt auch noch ein paar zusätzliche Lautsprecher im Bad. Lieblingsmusik zum Duschen! Das Bad war übrigens ungefähr so groß wie das Zimmer. Ok, ist übertrieben. Aber fast! ;) Das Bad war super: eigentlich komplett in grauem Stein gefliest, alles sah sehr modern aus, war neu und funktionierte sehr gut. Und sauber war auch alles.
Was ich wirklich sehr nett fand und bisher so noch nicht hatte: Im Zimmer lag ein Städteführer zu Boston, den man vom Hotel für die Dauer des Aufenthaltes zur Verfügung gestellt bekommt. Prima Service!
Insgesamt kann ich das Charlesmark trotz des kleinen dunklen Zimmers sehr empfehlen. Ich war erst ein wenig geschockt ob der Größe, aber wirklich viel Zeit haben wir in dem Zimmer am Ende ohnehin nicht verbracht und tagsüber waren wir sowieso quasi nicht da. Und das trotz unwirtlichem Wetter. Für unser Doppelzimmer haben wir 88 € pro Nacht bezahlt, das war inklusive Frühstück, was ja auch nicht selbstverständlich ist. Dafür haben wir höchst angenehm in einer super Lage genächtigt!