Adresse: Jerusalem
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hcii (05.08.2008)
Der Eintritt in den Felsendom ist seit Beginn der zweiten Intefada für Nicht-Muslime nicht mehr möglich. Ich bin mir nicht sicher was die Gründe dafür waren, “Sicherheitsbedenken” üblicherweise, vielleicht auch ein wenig “Bestrafung”. Ich habe das Glück gehabt, 1999 noch ins Innere zu kommen. Bilder aus dem Inneren findet man ja noch genügend im Internet.
Von aussen betrachtet ist der Felsendom mit seiner Symetrie, der goldenen Kuppel und den blauen Kachel aussen meiner Meinung nach sicher eines der schönsten Gebäude weltweit.
Ich mag auch die Ruhe die der Platz trotz lauten Touristen, fussballspielenden Kindern und vielen Pilgern ausstrahlt.
Was ich nicht mag ist der religiöse Alleinvertretungsanspruch den die Vertreter aller Religionen insbesonder in Jerusalem an den Tag legen. Es ist doch der Selbe Abraham um den es eigentlich allen geht
Stichworte altstadt, moschee, jerusalem, abraham, felsendom
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Niclas Grabowski (25.06.2008)
Hier haben sie mich nicht reingelassen. So wie in der deutschen Provinz mittlerweise vollbärtige Koranschüler schief angesehen werden, so blickte der Wächter am Eingang mich an, als ich erst naiv auf Deutsch, dann zur Sicherheit auf Englisch um Einlass bat. Dabei hätte ich auch das Innere dieses schönen Gebäudes wahnsinnig gern gesehen. Denn der Felsen im Gebäude soll nicht nur Mohammed als Ausgangspunkt seines Aufstiegs in den Himmel gedient haben, sondern hier soll auch der Schauplatz von Abrahams berühmten Beinaheopfer seines Sohnes gewesen sein. Und so ganz nebenbei wird hier auch noch der Standort des Salomonischen Tempels des jüdischen Jerusalems vermutet. Und da zumindest die Plattform, auf der der Felsendom steht, wohl noch heute den von Herodes gebauten Anlagen entspricht, hat der Hobbyarchäologe hier viel zu sehen.
Aber ich sehe nicht besonders moslemisch aus, und ich bin ja auch kein Moslem. Zwar würde ich auch jedem Anhänger des Islams den Besuch der wunderschönen, katholischen Kirchen in Italien gönnen. Auf der anderen Seite: Nicht immer haben sich die Ungläubigen an diesem Ort mit Würde verhalten. Schließlich haben bereits im 19. Jahrhundert britische Archäologen sich hier gegen den Willen der Verwaltung zutritt zu Räumen unter dem Felsen verschafft. Vielleicht der berühmtste war der Freimaurer Charles Warren, der später dann noch Chef von Scottland Yard wurde (und erfolglos Jack the Ripper jagte) und dann auch noch General im Burenkrieg (ebenfalls völlig erfolglos). Man vermutet, dass dieser die Bundeslade unter dem Felsendom finden wollte. Auch in jüngerer Vergangenheit haben immer wieder Grabungen in der Umgebung stattgefunden, meistens haben sie blutige Ausschreitungen provoziert. Also gut, dass sie mich nicht reingelassen haben.
Dass die Atmosphäre hier alles andere als entspannt ist, kann dem Besucher kaum entgehen. Betreten kann man den Tempelberg nur zu bestimmten Zeiten und auch nur, nachdem man eine Personenkontrolle wie am Flughafen passiert hat. Während an den Eingängen die israelische Armee das Sagen hat, wird der Tempelberg selbst mit den dazugehörigen Gebäuden arabisch verwaltet, ein in dieser Region eigentlich ungewöhnliches Zugeständnis an so umstrittener Stelle, was historisch in der Euphorie nach Israels Sieg im Sechs-Tage-Krieg erfolgt ist. Der heutige Tourist wird jedenfalls von allen Seiten mit Misstrauen betrachtet.
Den Besuch des Tempelberges würde ich dennoch jedem Besucher von Jerusalem empfehlen. Mit der Klagemauer am Rande des Berges, dem Felsendom und der Al-Aksa-Moschee gibt es gleich drei bedeutende Orte, die im religiösen Leben der Menschen eine wichtige Rolle spielen. Und so ganz nebenbei ist der Felsendom auch noch ein wunderschönes Gebäude, selbst wenn man ihn nur von außen besichtigen kann. Für mich wirkt das Gebäude aus der Frühzeit des Islams überraschend byzantinisch, es könnte notfalls auch als eine Kirche mit zentraler Kuppel dienen, wie sie dann wieder in der Renaissance in Mode kam. Gewisse Dinge bleiben also offenbar dauerhaft schön jenseits aller Moden und politischen Wirren.
Stichworte architektur, tempel, israel, felsendom, tempelberg
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Verfassungsschützer (21.04.2008)
Das berühmte Gebäude mit der goldenen Kuppel ist einer der ältesten Sakralbauten des Islam - und einer der allerschönsten. Von hier aus soll der Prophet Mohammed mit dem Pferd al-Buraq gen Himmel gestiegen sein. Die Atmosphäre in Jerusalem ist dermaßen religiös aufgeladen, dass man diese Geschichte bedenkenlos für wahr hält, insbesondere, wenn man sich den gewaltigen Hufabdruck anschaut, der entstand, als al-Buraq sich abstieß. Schade, dass es keine Spiritualitäts-Sterne bei qype gibt, sonst gäbe es hier die Höchstzahl noch einmal extra.
Stichworte sakralbauten, al-buraq
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