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Beitrag zu Sushi Am Ring vom 10 September 2012
Das Sushi am Ring habe ich per Groupon-Gutschein entdeckt und als Normalzahler (AYCE am Running Sushi) lieben gelernt.
Im Mai war ich das erste Mal in dieser relativ großen, klimatisierten Sushi-Bar, bewaffnet mit zwei Groupon-Gutscheinen für zwei Personen jeweils zu 20 Euro, die aber nicht für All-you-can-eat galten. Eine Reservierung war nicht notwendig, da der Gültigkeitszeitraum auf Werktage bis 18 Uhr ausgewiesen war und die Bar vor 18 Uhr eher dünn besucht ist.
Eine Begrüßung beim Betreten der Bar gab es nicht, habe ich aber in Sushi-Bar bisher auch noch nie erlebt. Nachdem wir aber am Band Platz nahmen, kam sogleich eine sehr freundliche Bedienung, die unsere Fragen freundlich beantwortete und unsere Getränkebestellungen entgegen nahm. Nun also Tellerabrechnung; das ist kein billiges Vergnügen und lohnt sich nur für den Imbiss zwischendurch bzw. für den kleinen Hunger.
Das Band war um 17:00 Uhr noch recht mager bestückt, die drei Sushi-Meister legten allerdings ein ziemliches Tempo vor, um das komplette Band zum Beginn des AYCE-Angebotes um 18 Uhr doppelt zu belegen. Nicht alles von der Karte wurde aufs Band gelegt, aber es war kein Problem, den nächsten Sushi-Meister anzusprechen. Die Bestellung wurde sogleich ausgeführt.
Gut, ich gebe den Vorbesprechern dahingehend Recht: Die Sushi-Meister sind nicht gerade kommunikativ, aber weder unfreundlich noch abweisend. Die Bedienungen waren allesamt sehr hilfsbereit, freundlich und schnell. Allerdings scheint doch eine hohe Fluktuation zu herrschen, da bei jedem meiner Besuche hier mindestens ein Mädchen neu eingewiesen wurde. Böse Worte habe ich aber weder untereinander noch vom Besitzer an sein Personal bemerkt.
Bis 16 Uhr werden drei verschiedene Mittagsmenüs zu 7,90 Euro, 9,90 Euro bzw. 13,90 Euro angeboten, die sich durchaus gegenüber der Tellerabrechnung lohnen (Wert gemäß Tellerabrechnung: 13,20 Euro, 17,20 Euro bzw. 22,20 Euro). Will man den großen Hunger stillen oder sich einmal so richtig unbeschwert durch das ordentliche Angebot durchfuttern, so lohnt eigentlich nur das All-you-can-eat-Angebot ab 18 Uhr zu 22,90 Euro, ein durchaus angemessener Preis.
Das Sushi hat mich begeistert. Der Fisch und die verwendeten Gemüse waren stets frisch und schmackhaft, der Reis würzig und fest gerollt bzw. geformt und fiel nicht auseinander. Die Gunkanmaki-Sushi sind lecker, aber so groß, dass man Maulsperre bekommt. Nicht ganz so groß sind die Ura-Maki und die Nigiri-Sushi, schön mundgerecht die Maki-Sushi. Das Inari kommt recht geschmacksneutral daher, die Temaki und Sashimi dagegen haben Klasse. Die verschiedenen Garnelen- und Hähnchenzubereitungen (paniert, gegrillt, in Frühlingsrollenteig oder Kartoffelnest) waren besserer Durchschnitt, also nicht so der Renner. An jedem Platz sind Töpfchen mit Wasabi, eingelegtem Ingwer und eine Flasche Soja-Sauce vorhanden. Der Ingwer ist ausgesprochen lecker, die Soja-Sauce von guter Qualität und nicht zu salzig, sogar der nicht echte Wasabi ist genießbar. Desserts habe ich keine probiert.
Die Tees sind ausgesprochen gut und werden frisch zubereitet, besonders gut haben mir der Grüne und der Jasmintee geschmeckt. Etwas seltsam ist, dass man den Zucker stets extra bestellen muss. Einen Ingwertee habe ich auf der Karte vermisst.
Geht man zu zweit zum Sushi, ist man am Band ganz gut aufgehoben, obwohl es ab 19 Uhr doch recht eng werden kann. Zu mehreren Leuten sollte man aber das Running Sushi meiden, da man recht beengt nebeneinander an der Sushi-Bar sitzt und eine gepflegte Unterhaltung so nicht wirklich zustande kommt. Tische sind nur in der Räucherkammer (für die unbelehrbaren Raucher) vorhanden. In Gesellschaft gehe ich also lieber zu Kiku-Sushi (man sitzt zu mehreren am Band gegenüber oder am Tisch) oder gleich zu Sushiou IV (nur Tische).
100 % Wiederholungsgefahr ist gegeben.
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