Kategorie: Freizeit & Ausflüge
Details: Museum und Ausstellung
27.04.2008 (aktualisiert am 04.08.2008)
Alle Polizeimuseen dieser Welt müssen mit dem Wunsch nach Action rechnen, den ihre Klientel mitbringt. Also werden zerdellte Autos gezeigt, Handschellen und Pistolen. Auch das New Yorker Polziemuseum lässt in dieser Hinsicht keinen Wunsch offen.
Daneben aber ist den Ausstellungsmachern sehr gut gelungen, das Zusammenspiel von gesellschaftlichem Wandel und Polizeistruktur darzulegen. Gerade für Europäer, denen so langsam einleuchtet, dass die meisten ihrer Länder Einwanderer anziehen, ist hier spannend zu sehen, welche Konkflikte durch Migration entstehen und welche Lösungen polizeilicherseits sich entwicklen. Eine ganze Sektion z.B. ist der italienischen Migration nach New York gewidmet, die im 19. Jahrhundert die Stadt an den Rand der öffentlichen Unordnung getrieben hatte. Es wurde Blutrache betrieben, entführt und Lösungsgeld erpresst, so, als sei man noch in Sizilien. Und heute? Man muss sich die Namensliste der im einstürzenden World-Trade-Center verstorbenen Polizisten einmal ansehen: jeder vierte ist Italienisch.
So zeigt das Museum weit mehr als die Geschichte der New Yorker Polizei und ein paar zerdellte Autos.
North Bridge Leisure Centre, bettys cafe tea room, National Trust: Roseberry Topping, Joseph Rowntree Theatre, The Speakeasy
Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag
10-17 Uhr