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ripperwoman (24.06.2008)
Bin begeistert von der Untergrundbahn in London. Total übersichtliche Karte. Man kann immer super erkennen wo sich die jeweiligen Linien kreuzen.
An den Bahnsteigen gibt es kein Gedrängel sondern es bildet sich eine Schlange, immer schön der Reihe nach.
Bewundernswert ist auch das Fahrkartensystem. Im Gegensatz zu dieser Stadt benötigt London keine Personenkontrolleure, schwarz fahren kann man dort nicht!
Aber vorsicht: In den endlosen Gängen auf verschiedenen Stationen zwischen den Linien kann man sich schon mal verlaufen.
Und wer Angst vor Rolltreppen hat so wie ich -, der hat viele schreckliche Momente vor sich mit nicht enden wollenden Ausgaben dieser Monster.
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franzhavel (03.05.2008)
Bekannt ist, dass die Londoner U-Bahn eine (zumindest in der sogenannten City) endlose Röhre ist. In diesen Schlauch passt die Bahn wie der Pöppel einer Fahrradpumpe genau hinein. Man nutzt jeden Zentimeter. Dies ist auch notwendig, wie Menschen mit einer Körpergröße über 1,80 m sofort bestätigen werden.
Es gibt noch etwas, das jedem bekannt ist, der einmal mit der Tube gefahren ist. Die Spalte. Eine kleine Lücke zwischen dem Stahl der Bahn und dem Beton des Bahnsteigs. Auf diesen Riss im Verkehrsgeschehen wird man jederzeit hingewiesen.
Auf der Piccadilly Line wurde eine eigens aus dem altgriechischen Chor eine Sirene geraubt, die mit unnachahmlicher Lockstimme “Mind the Gap” raunt. Für den in Heathrow gelandeten Touristen eine Fortsetzung der im Flugpreis enthaltenen Stewardessenfreundlichkeit. Nun ist es aber nicht so, wie es zum Beispiel in Berlin wäre, dass alle Linien die selbe Automatenstimme bekommen haben. Für die Monument Station hat man einen Ausschnitt aus dem Film “1984” tontechnisch kopiert und befiehlt der Masse der U-Bahn-Nutzer unbarmherzig “Mind the Gap”. In wiederum eine andere Stimmung versetzt den Gast die einlullende Stimme der Linie Jubilee. Ihr “Mind the Gap” ist von einer Freundlichkeit, dass man glatt die Station verpassen möchte, um ihr weiter zu lauschen.
Aber es gibt mehr zu sehen und zu erleben. Man kann sich auf der verzweigten District Line verfahren. Man kann Frauenbeine bewundern, die ungeachtet sämtlicher Temperaturen unbestrumpft durch die endlosen Fußgängerröhren rennen (laufen sieht man sie selten).
Zum Beispiel gibt es Touristen zu sehen. Die erkennt man daran, dass sie beim Stop der Bahn nach Öffnungsknöpfen, -hebeln oder -griffen suchen, in Panik, weil sie in ihrem Kopf die Boxenstimme “Clear the Door” übersetzt haben und nun befolgen möchten.
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