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Qype Advanced Insider 1920
Benutzerfoto: propertee

propertee

Kompliment propertee (25.08.2008) 5

Größenwahn wurde dem Architekten Elsaesser 1928 vorgeworfen, die gleiche Kritik muss sich 2008 der jetzige Eigentümer der Großmarkthalle, die Europäische Zentralbank, anhören. Denn hier soll eine beeindruckende und international beachtete Immobilie als Hauptsitz der EZB geschaffen werden. Insider sprechen von einer Investitionssumme von mehr als einer Milliarde Euro.

Zwischen 1926-1928 wurde die Halle gebaut und galt als ingenieurtechnisches Meisterwerk: Die 220 Meter lange Halle kühlt sich durch ihre Größe selbst. Das bis zu 23 Meter hohe Dach tragen 15 Tonnengewölbe, deren Betonschicht nur rund 7 Zentimeter dick ist. Die als Stahlbetonskelett erbauten Außenwände sind an den Längsseiten der Halle verglast, an den Kopfbauten mit Ziegeln ausgefacht. Es gelang durch raffinierte Konstruktion und Berechnung, größte Kuppeln mit sehr geringem Eigengewicht bei hoher Belastbarkeit herzustellen. Diese Technik wurde auch kurzzeitig für den Bau von Schiffsrümpfen für Hochseeschiffe eingesetzt.

Das damals von der Bahn und vom Hafen direkt belieferbare Bauwerk ist 250 Meter lang. Die Fläche wird ohne Stützen von 15 Schalengewölben mit 7,5 Zentimeter Stärke bei 50 Metern Spannweite überdeckt. Die beiden Kopfbauten, in denen die Verwaltung und das Kühlhaus untergebracht waren, dienen der Aussteifung. Zum Richtfest war die über 50 Meter frei gespannte Halle einzigartig und wurde von den Frankfurtern bald als “Gemüsedom” bezeichnet.

Die Großmarkthalle wurde in den vergangenen acht Jahrzehnten schon sehr unterschiedlich genutzt, z.B. durch die Amerikaner nach dem zweiten Weltkrieg. Diese nutzten die Halle als Eisproduktionsstätte für ihre Truppen. Später wurde das Gebäude bis zur Stilllegung im Sommer 2004 wieder der Frankfurter “Gemüsedom”.

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Kompliment alexandra_berlin (16.05.2008) 4

Die Erben des Architekten der Großmarkthalle (die Erbengemeinschaft Elsässer) wollen ihr Kriegsbeil begraben. Sie hatten gegen den Entwurf des Architekturbüros Coop Himmelb(l)au geklagt. Grund war, dass die Erbengemeinschaft das Urheberrecht ihres Ahnen verletzt sah. Ein Gebäuderiegel, der vom Dach bis zum Keller durch das denkmalgeschützte Gebäude verlaufen soll und es mit den neu zu bauenden Hochhäuser verbindet, war Stein des Anstoßes.

Nun soll der Streit beigelegt werden. Eine Einigung ist zwischen EZB und der Erbengemeinschaft in Sicht. Die Stadt Frankfurt und die EZB wollen das Gedenken an den Schöpfer der Großmarkthalle fördern und stellen dafür rund 200.000 Euro zur Verfügung. Damit soll eine Martin-Elsässer-Stiftung gegründet werden. Außerdem soll es eine Ausstellung über das Leben des Architekten geben.

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Qype Advanced Insider 1080
Benutzerfoto: 1thomas

1thomas

Kompliment 1thomas (08.05.2008) 5

Am 6.5.2008 wurde durch die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth die Baugenehmigung an den EZB-Präsidenten Trichet überreicht. Trichet sagte, dass die Markthalle als Bestandteil des EZB-Komplexes mit neuem Leben gefüllt werde und sie dadurch nach Einzug der EZB in Europa und darüber hinaus bekannt sein werde. In der ehemaligen Großmarkthalle werden ein Besucherzentrum, ein Café, eine Kantine und Konferenzräume untergebracht.

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Qype Advanced Insider 1562
Benutzerfoto: cracker

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Kompliment cracker (06.05.2008) 5

Die Frankfurter Großmarkthalle ist eines der architektonischen Highlights in der Bankenstadt. Der Bau wurde von Martin Elsaesser entworfen und befindet sich am Mainufer nahe Osthafen. Das Gebäude ist 220 m lang und 50 m breit. Die Höhe variiert zwischen 17 und 23 m. Von 1928 bis 2004 wurde in dem Gebäude mit Obst und Gemüse gehandelt.

2004 wurde die Großmarkthalle geschlossen. Sie wird (wahrscheinlich ab 2011) in einen neuen Gebäudekomplex integriert sein. Nutzer wird dann die Europäische Zentralbank EZB. Verantwortlich für das zukünftige Erscheinungsbild des Areals ist das Wiener Architekturbüro Coop Himmelb(l)au.

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