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User_star_grey 36
Benutzerfoto: loom

loom

Kompliment loom (13.06.2008) •••••

Hier gibt es einfach die besten Kaffe-Stückchen der Stadt!
Preise sind gut, vor allem für die größe!

Man sollte nicht zu spät kommen, da die leckersten Sachen
mittags oft ausverkauft sind!

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Qype Advanced Insider 1100
Benutzerfoto: Biba

Biba

Kompliment Biba (13.06.2008) ••••

Mh, so weit wie Lakritze bin ich da noch nie vor gedrungen. Ich kenne die Bäckerei Heil schon seit vielen, vielen Jahren, kaufe dort jedoch “nur” Brot. Wobei “nur” Brot stimmt auch nicht. Irgendwann, vor langer, langer Zeit, habe ich dort einmal ein Kommisbrot gekauft. Dazu muss ich sagen, dass ich ein Brotliebhaber bin. Ich lasse mitunder ein warmes Essen für ein gutes Brot stehen. Kommen wir zu besagtem Kommisbrot zurück. Man bitte um ein Mittelstück, außer man mag viel “Rand”. Man hat vielleicht Glück und das Brot kommt grad aus dem Ofen; krosse Kruste, herrlicher Duft und schnell nach hause, Butter drauf und genießen.
Genaugenommen mache ich hier nicht Reklame für die Bäckerei, sondern für das Kommisbrot, denn etwas anderes habe ich dort noch nie gekauft.

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Qype Advanced Insider 2987
Benutzerfoto: Lakritze

Lakritze

Kompliment Lakritze (07.05.2008) ••••

Die Dudweilerstraße ist, freundlich ausgedrückt, eine belebte Einkaufsstraße. Unfreundlich gesagt, ist sie eine lärmende Hauptverkehrsader, gesäumt von schnell wechselnden Billig-Läden, wenige Meter von der schickeren City entfernt, aber ihr genaues Gegenteil.

Hier versteckt sich das Café Heil hinter der gleichnamigen Bäckerei. Das funktioniert so: Der Verkaufsraum, hoch wie eine Halle (vier Meter?), ist in der Mitte durch eine halbhohe Einbauwand (mit Glasvitrine und Vorhang) geteilt. Im hinteren Teil stehen zwölf Tische ohne Aschenbecher, ohne Blumenväschen; ein Fenster weist auf den Parkplatz hinter dem Block, zwei graue Türen zu den Toiletten. Und das ist es auch schon.

Sehen und gesehen werden geht anders. Damen mit Hündchen wird man hier nicht finden. Das Café Heil ist so pragmatisch wie eine Kantine: die Tische weiß, Resopal mit robusten Metallstempeln; dunkle Polsterstühle, aus dem Barock irgendwo um Gelsenkirchen entlaufen. Weiße Schaumstoffstrukturtapeten bis unter die Decke; der Boden, die Theke: seit 1950 nur die allernötigsten Veränderungen.

Das Café ist die morgendliche Entsprechung der traditionellen Eckkneipe. Hier trinken die Arbeiter vor Schichtbeginn Kaffee und wechseln ein freundliches Wort mit den Verkäuferinnen. Die Gebäckstücke sind entsprechend: riesengroß, sättigend, günstig. Milchkaffee plus Kuchen unter vier Euro. Raffiniert gibt’s hier nicht, aber nahrhaft und von Herzen lecker (die Apfelkrapfen!).

In der Ecke sitzt ein gestandener Herr und liest ausführlich die Bildzeitung; zwei Tische weiter verzehren zwei Frauen über Fünfzig, vermutlich Mutter und Tochter, in Zeitlupe ihren Kuchen. Dazwischen ich mit meinem Buch -- das paßt eigentlich nicht hierher. Laptop wäre völlig undenkbar.

Im Laden spielen sich derweil deutsch-französische Szenen ab von großer Lebhaftigkeit und nachbarschaftlicher Gutmütigkeit. Anrührend. Ein guter Ort zum Stammgastsein, ein idealer Ort zum Alt-und-komisch-Werden.

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