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Peterstraße
Neustadt, Hamburg
- Adresse:
-
Peterstraße, Hamburg
| Nutzer-Infos |
|
Kirchdorfer Str. 114, Landungsbrücken 3a, 21109 Hamburg
Kundenzitat: Wir haben mit 5 Leuten am Montag eine Stadtrundfahrt mit der blauen Linie gemacht . Selten so herzhaft gelacht und ganz im Nebenbei soviel über die Stadt und deren Geschichte erfahren . Super ! Ausserdem bekamen wir noch Tipps...
4 Beiträge zum Platz "Peterstraße" auf Deutsch
“Verlogene Rekonstruktion” war das Urteil eines Fremdenführers, die ich zufällig mitbekam. Und ich muss ihm Recht geben. Es handelt sich um ein Disneyland alter Bauten, das nur zu laut von dem schlechten Gewissen spricht, das der Senat bekommen hat, als der Wandel eintrat vom unkritischen Verdammen alles Alten zur neuen Behutsamkeit. Vielleicht ist es aber auch nur das materielle Kalkül angesichts der Gelder, die der Tourismus in die Kassen spült, und die Besucherzahlen in der Deichstraße oder den Kramer Amtstuben sprechen davon, dass es nicht nur die ultramoderne Hafencity ist, die die Neugier weckt.
Die Peterstraße sieht aus, wie sie früher nie ausgesehen haben kann, denn sie war eine Straße der armen Leute und war nicht mit den verzierten Portalen versehen, die man als Versatzstücke des Musealen dorthin geschleppt hat. Was dem Ganzen die Krone aufsetzt, ist die Kopie des Paradieshofes aus dem Neuen Steinweg, die geschaffen wurde, während das Vorbild mit verstümmeltem Giebel im Dornröschenschlaf stand. Wenigstens ist dieses barocke Wohnhaus inzwischen restauriert, und so haben wir zwei Paradieshöfe in Hamburg, Original und Fälschung.
Sehr sehr schön .. auf jeden Fall ein Besuch wert.
Super schöne alte Häuser =)
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toller Tipp, danke Mostro!
Ein paar alte Häuser erhalten, renoviert oder liebevoll neu aufgebaut. Ein paar andere umgesiedelt und man kann wenigstens in Ansätzen erahnen, wie es früher in der Neustadt ausgesehen haben mag.
Ok, die Gebäude gehören so nicht zusammen, die Strassen waren früher bestimmt schmaler und winkliger und garantiert schmutziger. Ich finde aber sowohl diese kleinen Elemente an geschichtlicher Bebauung für Normalbürger und besonders das Engagement einzelner Bürger zum Erhalt dieser Geschichte bemerkenswert.
Was ein bisschen schade ist, daß in der Peterstrasse PKWs geparkt waren. Ohne wäre der Eindruck bestimmt noch intensiver gewesen.
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Wie schon oft beklagt, ist vom mittelalterlichen Hamburg durch die Schäden des großen Brandes 1842 und der Kriege nicht viel übrig geblieben. Ein durchschnittlicher Hamburger freut sich daher überdurchschnittlich über das Vorhandenseins von Häusern des 17. oder 18.Jahrhunderts, wie in der Deichstraße oder an den Krameramtsstuben. Und jeder, der sich mit Hamburger Geschichte beschäftigt, staunt mit Grauen darüber, wie die Hamburger „Pfeffersäcke“ zu jeder Zeit kulturell wichtige und wertvolle Gebäude aus monetären Beweggründen abreißen ließen, das irrwitzigste Beispiel ist der Hamburger Dom.
In der Peterstraße findet sich hier aber genau das historische Gegenteil – und zwar in einer Zeit, die eigentlich für ihren rücksichtslosen Umgang mit historischem Gut bekannt war, den 1960ern. Hier dachte man nämlich wieder einmal über den Abriß des historischen Beyling-Stiftes nach. Der Stiftungsbau entstand zwischen 1751 und 1770, wurde 1824 von J. Beyling erworben und 1899 einer Stiftung für Altenwohnungen übereignet. In diesem Fall jedoch wurde ein Projekt zum Erhalt unter Federführung der Alfred Toepfer Stiftung begründet, die die verwinkelten Gebäude mit ihren alten Ziegelfassaden und kleinen Hinterhöfen von 1966 bis 1982 in den historischen Formen restaurieren ließ.
Das war aber kurioserweise nicht alles, offenbar hatte man Gefallen am Historismus gefunden: Alfred Töpfer ließ gegenüber des Stiftes Ende der 1960er Jahre nach alten Plänen Bürger- und Kaufmannshäuser aus anderen, zerstörten Stadtteilen aus den Jahren 1610 bis 1780, neu errichten. Die historische Neustadt, deren Bebauung durch Fachwerkhäuser und schmale Gassen charakterisiert war, hat nie so ausgesehen, daher gab es wie immer viel Kritik von Historikern.
Dennoch ist der Anblick der historischen und nachgebauten Häuser wahrlich eine Wohltat für das Auge des Besuchers, der zuvor durch all die potthässliche Neubauten der Nachkriegszeit und die angeblichen Perlen der neueren Architektur am Hafen geplagt worden ist. Und besonders schön ist ein Gang durch die alten engen Hinterhöfe mit ihren ruhigen Gärten und das Bewusstsein, daß in der Tradition des Beyling-Stifts fast alle Wohnungen der Peterstraße preisgünstig an Senioren vermietet sind. Meiner Meinung sollten die Historiker angesichts all der Scheußlichkeiten, die uns zeitgenössische Architekten in die Stadt klotzen, wirklich ihre Kritik in geeignetere Kanäle lenken - so eine Gestaltung wie hier ist mir tausend mal lieber als jede angebliche “Architektonische Sensation” der Hafen-City!
P.S.: In der Peterstraße Nr. 39 befindet sich übrigens heute das Johannes Brahms-Museum. Unter anderem findet man hier sämtliche Werke von Brahms auf CD und eine Präsenzbibliothek von 300 Bänden.
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sehr interessant! mehr davon!
Danke! Gern! Ich arbeite dran. Einstweilen das Link zur alten Website über Baustile:
http://www.immometer.de/stilmusterbuch/index.html