Kannst noch nach dem 25.3. dahin gehen, denn das “Cafe Weiß” macht mit neuem Pächter weiter.
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Cafe Weiss
Mitte, Stuttgart
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31 Beiträge zum Platz "Cafe Weiss" auf Deutsch
98 Beiträge
Nun ist es soweit, das Café Weiß schließt. Heute ist Austrinken, danach wird die Lokalität renoviert. Ein neues Café Weiß wird es allerdings nicht mehr geben, Ranko geht in den wohlverdienten Ruhestand. Danke Ranko, für viele schöne Nächte im Café Weiß, lass es Dir gut gehen!
Ursprünglicher Beitrag:
Vor etlichen Jahren, als es in Stuttgart kaum etwas gab, das nach Mitternacht noch offen hatte und man fast überall nur Bier von Dinkelacker oder Hofbräu bekam, war das Cafe Weiss eine gemütliche Eckkneipe, für die sich kaum jemand interessierte. Wenn man mitten in der Nacht dort aufschlug und sich durch die Nebelschwaden der Raucher gekämpft hatte, stand wie immer Heinz hinter dem Zapfhahn und Ranko bediente.
Im Laden selbst war es selten voll. Auf der einen Seite saßen die Kumpels von der Straßenreinigung, die den Dreck vom Tag weggeräumt haben. Auf der anderen ein paar breite Jungs aus dem Rotlichtmillieu. Zwischendrin ein paar wenige “Normalos” und oft auch zwei Freundinnen oder Freunde, die einfach ihre Ruhe haben und sich unterhalten wollten. Die Musik tönte leise aus einer Jukebox, in der man sich Lieder vergangener Zeiten auswählen konnte.
Was ich im Cafe Weiss gemacht habe? Naja, ein Bier getrunken, mir von Ranko den “besten Wodka von Welt” aufschwatzen lassen und mit dem ein oder anderen Fremden ein Schwätzchen gehalten, mit dem man außerhalb der Kneipe wahrscheinlich nie geredet hätte. Alles war entspannt und locker.
Wer dann irgendwann auf die Idee gekommen ist, dass das Cafe Weiss “Kult” oder vielleicht “in” sei, kann ich nicht sagen. Ich weiß nur, es ist eine doofe Idee. Das Cafe Weiss war eine Eckkneipe, nichts weiter. Dort geht man nach Feierabend hin oder wenn man von all dem Trubel um In-Lokale die Schnauze voll hat. Mit Liebeskummer setzt man sich in die Ecke und hält sich an seinem Glas fest. Keine Handys, keine pubertierenden Teenager, die nach dem In-Faktor suchen, nur weil’s Cafe Weiss am Hans-im-Glück-Brunnen ist. Wenn man Reden will, redet man, wenn nicht, dann nicht.
Die Zeiten sind vorbei.
Jetzt quillt die Kneipe vor Teenies und Möchtergern-Szenegängern über, genauso wie die In-Lokale der direkten Nachbarschaft. Von entspannter Eckkneipe keine Spur mehr. Und wer Ranko vorwirft, er sei nicht freundlich, der kennt diesen Menschenschlag nicht oder ist schlichtweg im falschen Lokal. Ranko ist so, wie ich das Cafe Weiss von früher beschrieben habe – entspannt und unkompliziert.
Leider haben wir “früher” nicht mehr.
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lillyvdb, 12 März 2013:
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Das Cafe Weiß ist ein Relikt der längst verblassten Stuttgarter Rotlicht-Ära. Es ist kein gewöhnliches Lokal sondern ein Ort an dem Mythen und Legenden entstanden. Die puffige Einrichtung, Brokat-Volants, Samttapeten und Kronleuchter, erzählt die gelebten 50 Jahre mit verirrten Revolverkugeln, Luden und Mietmiezen. Verändert wurde in dieser Bar nicht viel und hoffentlich bleibt es auch so. Das „Weiß“ hat all die Jahre sein „Gesicht“ nicht verändert, im Gegensatz zu den Gästen, die neuerdings dort aufschlagen. Aber trotz alledem, man hat den Eindruck, dass der Charme der alten Zeit in dem verrauchten Brokat der Wände und in dem schweren Samt der Vorhänge konserviert wurde. Irgendwo habe ich gelesen, dass das Cafe Weiß das Originellste ist, was Stuttgart zu bieten hat, und zwar nicht das originellste Lokal, sondern das Originellste überhaupt…. ! Könnte stimmen.
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lollo123, 1 Oktober 2012:
Eine Aktualisierung meines eigenen Beitrags. Das Gesicht des “Weiß” wird sich wahrscheinlich doch, mehr oder weniger, im nächsten Jahr ändern. Grund dafür ist, dass Ranko nicht mehr länger der Pächter dieser Szene-Bar sein wird.
Es gibt sie noch, die Kneipen mit Ecken und Kanten, mit eigenem Charme, nicht weichgespült oder beliebig austauschbar, herausragend aus der grauen Masse, bei denen die Verpackung deutlich weniger zählt als der Inhalt. Und das Cafe Weiss gehört in Stuttgart unzweifelhaft dazu.
Ich mag im Zusammenhang mit dem Cafe Weiss das Wort “Kult” – hier mehrfach zu lesen – nicht. Auf diese Institution mit ihrer derart facettenreichen und ungewöhnlichen Geschichte mag dieses Unwort nicht passen. “Kult” passt meinem Sprachgefühl nach eher zu irgendwelchen gesichtslosen In-Clubs oder vermeintlich angesagten Kneipen, zu denen nahezu jeder meint, lemminggleich hinpilgern zu müssen, und nach denen nach relativ kurzer Zeit kein Hahn mehr kräht.
Diesen Lemmingen sei gesagt: Es gibt gute Gründe, warum nach dem Cafe Weiss schon seit Jahrzehnten die Hähne krähen und das nach wie vor tun, um im sprachlichen Bild zu bleiben.
Klar, Ranko kann ein echter Kotzbrocken sein. Und wenn er jemanden nicht mag, dann macht er daraus kein allzu großes Geheimnis. Und auch die Knabberteller mit weißer Gummi-Kuh obendrauf oder seine Spielchen mit den kleinen Ritter-Sport-Tafeln beim Bezahlen mögen nicht jedem gefallen.
Aber: Ranko hält sein Konzept – das bewusst gar nicht darauf angelegt ist, jedem zu gefallen – eisern durch. Wofür ihm Leute wie ich dankbar sind, weil solche Gastronomen das Salz in der Suppe sind.
Im Cafe Weiss trifft man Leute jeglicher Couleur: ältere, jüngere, erfolgreiche, gescheiterte, gestrandete, Studenten, Künstler, Musiker, Ingenieure und, und, und. Wo gibt es heute noch solch ein farbenprächtiges Publikum!?
Das Cafe Weiss ist keine der Kneipen, in denen man einen Prosecco bestellt und den Stiel des Glases nur mit Daumen und Zeigefingerchen berührt, oder in denen man einen “Hugo” bestellt. Nein, hier greifen die Gäste noch zum schnöden Proleten-Bier oder härterem Zeug und schloten dazu ihre Selbstgedrehte. Letzteres zumindest in einem der beiden Räume.
Kein Schaden wäre es allerdings, die Handwerker mal in die Toiletten zu schicken. Denn selbst mit benebelter Nase und ebensolchem Geist ist es ein schwerer Gang dorthin.
Übrigens, um Missverständnissen vorzubeugen: Ich mag die Knabberteller mit den weißen Gummi-Kühen oben drauf und ich mag die Spielchen mit den Ritter-Sport-Täfelchen. Und ich mag vor allem das Cafe Weiss!
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3 Beiträge
In Stuttgart und Umland kennt wirklich jeder das Café Weiß. VfB-Fans singen im Stadion den Liedtext “Wir lieben Stuttgart-Bad Cannstatt, die Altstadt, den Puff und ’s Café Weiß” . Sagt doch schon alles. Das Cafe Weiß ist absoluter Kult.
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Eine recht eigenwillige Kneipe mit Charme. Rustikal eingerichtet, mit riesiger Weihnachtsdekoration selbst noch Ende Januar.
Es gibt zwei Räume mit Schiebetür dazwischen und einem Schild “Raucher” darauf, aber geraucht wird in beiden Räumen. Vielleicht wurden nur die Ketten- von den Gelegenheitsrauchern getrennt, wir setzten uns also in den geringer kontaminierten Raum.
Der Kellner schlurfte sofort heran und stellte eine Schüssel mit Gummibärchen und Chips in Form von Drachen auf den Tisch (das Feuer war innendrin und entfaltete sich erst im Gaumen). Sonst gibt es hier offensichtlich nichts zu essen. Das Cafe Weiss hat eine nette Atmosphäre aber für mich leider eine zu dicke Luft.
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War mal Kult aber jetzt geh ich im Ländle lieber in trendigere Cafés. Traditionell ist es dennoch.
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Kultkneipe oder Scheißladen – das ist hier die Frage. Ok, ich geb zu, viele Sachen sind im Café Weiß witzig: der Gabentisch, das Spiel mit dem Ritter Sport Täfelchen für die Mädels, die überwürzten Knabbereien mit Fruchtgummikuh (damit man mehr trinkt), die zig Bilder von Marcel Proust, das extrem hässliche Riesengemälde und nicht zuletzt das gut durchmischte Publikum. Klingt toll, oder?! Ist es aber nicht, weil die Preise überzogen sind und vor allem, weil Ranko der unfreundlichste Mensch auf der Welt ist. Gut, wenn ihr ihm sehr viel Trinkgeld gebt, bedankt er sich mit ein bisschen Glück sogar. Wenn nicht, schaut er sich das Geld nur an, wirft es kommentarlos in sein Portmonnaie und dreht ab. Kann man cool finden, muss man aber nicht. Anfangs fand ich das auch irgendwie witzig, mittlerweile kotzt es mich einfach nur an. Ich geh jedenfalls nicht mehr hin. Nie mehr. Aber Ranko ist das eh scheissegal.
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7 Beiträge
Das Ambiente hat mir nicht so zugesagt. Es hat schon etwas, dass muss ich zugeben aber ich denke, dass ist wohl Geschmackssache.
Der Rest (Speisen, Getränke und Preise) sind aber in Ordnung. Kann man mal vorbeischauen, wird aber sicher kein Stammplatz für mich.
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Nette Kneipe um locker beim Bierchen zu schwätzen........
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Einfach DIE Kultkneipe schlechthin. Sieht auf den ersten Blick etwas runtergerockt aus was aber bei genauerem hinsehn auch so ist ;)
Der Wirt und dessen Service ist wie die Kneipe an sich ein echtes Unikat.
Fürs Erholungsbier vor der Kneipentour genau richtig.
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Das Cafe Weiß ist ein Unikat! Noch kurz vor der Tour auf der Theo etwas trinken gehen und gemütlich Quatschen geht nirgends besser.
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UPDATE 2010:
Die Tage des legendären Café Weiss sind gezählt: der gute, alte Chef Heinz ist nicht mehr präsent, dafür Ranko in gewohnter Manier umso mehr, er schmeißt den Laden jetzt am WE nur mit Hilfe der lieben Annemarie (Ausschank) und einem treuen Helfer. Unter der Woche versorgt er die Gäste alleine! Wie lange das so noch geht, kann keiner sagen, aber Ranko droht hin und wieder mit seinem baldigen Ausstieg. Schätzungen nach wird es frühestens 2011 so weit sein.
Also Leute, wenn Ihr diese Rarität an Lokalität in Stuttgart nochmals oder überhaupt erleben wollt, dann nichts wie hin. Allerdings: dieses Jahr gibt es zum ersten Mal eine Sommerschließung von 25. Juli - 8. August. Das gab's in den vergangenen 40 Jahren wahrscheinlich noch nie. Ansonsten hat sich nichts verändert, man kann sich also auf das liebgewonnene Ambiente und die gemischten Gäste verlassen. Ach ja, Lesungen gibt es auch schon längst nicht mehr. Dafür, wenn man Glück hat, tiefsinnige Gespräche mit interessanten Gästen.
Herzliche Grüße
Die Weltenfrau
11.11.10: Aktuelle Ergänzung siehe 4. Kommentar!!!
24.11.10: Noch aktueller: siehe 6. Kommentar!
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Weltenfrau, 22 Juli 2010:
Ich wurde eines Besseren belehrt: das Café Weiss habe jedes Jahr eine 2-wöchige Sommerschließung gehabt!
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gassenengel, 27 Juli 2010:
Wär ja endlos schade, wenn nun auch diese Alt-Institution wegbrechen würde!! Immerhin: vielen Dank für Info über deren Betriebsferien.
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Weltenfrau, 27 Juli 2010:
Nun ja, schade hin oder her, das ist die Realität, die Leute werden älter und bei speziell dieser Lokalität ist auch mit Besitzer- oder Personalwechsel nichts zu machen. Ein Original ist eben nur so lange eines, solange alles original ist, oder.
Ich kann nur jedem Menschen, der diesen Ort mag, empfehlen, in der verbleibenden Zeit öfters hinzugehen.
Wer es nicht so überfüllt mag wie immer am WE, geht an heißen Sommerabenden, wenn alle draußen schwitzen, dort hin, denn da ist es innen dann etwas kühler und ruhiger.
Aber wahrscheinlich erleben wir in Stuttgart dieses Jahr keine Hitzeperiode mehr. -
Weltenfrau, 11 November 2010:
Die Vergänglichkeit wird sichtbar: Alles geht einmal zu Ende
Meinte man doch immer, im Café Weiß sei die Zeit stehen geblieben, fühlte man sich doch stets wie um Jahrzehnte zurück versetzt, so konnte man gut die Realität der Vergänglichkeit ausblenden. Bis zum Schluss haben wir (Stamm-) Gäste dank des unermüdlichen Oberkellners Ranko, dank seiner treuen Frau Ivanka, die ihm immer, wenn nötig, zu Hilfe kam und dank Annemarie, die am Wochenende gut gelaunt am Zapf stand, geglaubt, es könnte immer so weiter gehen. Wir wussten alle ganz genau, dass dem nicht so sein wird, doch wir haben es gerne verdrängt:
Irgendwann einmal geht die Ära des Café Weiß zu Ende.
Nun ist es so weit. Heinz hat das Zeitliche gesegnet, möge er seinen Frieden gefunden haben, und ohne ihn ist eine Fortführung der unersetzlichen Lokalität kaum vorstellbar.
Wir werden uns neu orientieren müssen im Ausgeh-Angebot dieser Stadt, es gibt nichts vergleichbar Gutes. Angesichts diesen Verlustes und der aktuellen Situation in Stuttgart kann man sich nun schon mal wieder Gedanken darüber machen, wohin man auswandern könnte.Egal wie die Geschichte nun ausgeht, im Herzen werden wir die Erinnerung an viele schöne Stunden in diesem einmaligen Ambiente, mit und ohne Heinz erlebt, niemals vergessen.
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gassenengel, 11 November 2010:
Eine wirklich traurige Nachricht und genauso ein wirklich trauriger Verlust für Stuttgart!!!
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Weltenfrau, 24 November 2010:
GUTE NACHRICHT!
Sollte ich mich einmal im Leben von Herzen gerne getäuscht haben, dann dieses Mal, denn: DAS CAFE WEISS HAT SEIT 1 WOCHE WIEDER GEÖFFNET!
Ranko und Annemarie betreiben das Lokal bis auf weiteres in alter Manier weiter.
Gerettet sind die kommunikativen Nachtschwärmer, die immer gerne neue Menschen kennen lernen und auch außer Haus und unter der Woche tiefsinnige Gespräche führen wollen.
Es lebe das lebendige Wort an diesem Ort! -
lillyvdb, 9 Dezember 2010:
Nicht ganz in alter Manier! Denn Ranko ist jetzt der Chef (Pächter).
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Weltenfrau, 9 Dezember 2010:
so so, seit wann denn das?
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lillyvdb, 9 Dezember 2010:
Wohl ganz frisch, aber frag doch Ranko selber... soviel ich weiß, hat der Erbe mit ihm einen Pachtvertrag gemacht.
1 Beitrag
Schade lieber heinz,daß du viel zuschnell von uns gingst. du warst und bleibst der beste wirt in diesem universum ich vermisse dich, auch wenn ich nicht mehr so oft wie früher anwesend war. wie herrlich war es wenn dein vfb verloren hatte und ich deine verschmitzten worte hörte, war alleim schon ein besuch wert. ich verbeuge mich vor dir, denn du warst immer offen und ehrlich zu einen auch wenn hin und wieder der bacadi dich sorecht inn stimmung gebracht hat und wir viel spass zusammen hatten.
Good by heinz bis wir uns wieder sehen
(Ich denke immer an dich
grüsse für immer vom Gerd
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Im Gastrokiez von Stuttgart-Mitte ist das Café Weiß als bodenständige Kneipe eine angenehme Ausnahmeerscheinung. Ich bin dort bisher immer nur nach Mitternacht gelandet. Um diese Zeit hat man als Nichtraucher den linken Gastraum für sich allein, während sich der Rest der Gäste in der Raucherabteilung nebenan vergnügt.
Mich machte das auf der Getränkekarte als „stärkstes Bier der Welt“ beschriebene EKU 28 neugierig (11% vol., 0,33l für 4 Euro), dessen süßlich-sprittiger Geschmack aber nicht zum Dauerkonsum einlädt. Kellner Ranko stellt dazu stets ein Schälchen Knabberzeug auf den Tisch.
Dazu ein bunter Musikmix aus Beatles auf Deutsch („Komm, gib mir deine Hand“), Die Ärzte und Johnny Cash – ein netter Ort nicht nur für Nostalgiker.
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6Kraska6, 22 Juli 2010:
Yeah! "Komm gib mir deine Hand": Mein erstes Popsong-Radio-Erlebnis (NDR)! Damals konnte man mit seinem Haupthaar, einen Zentimeter über den Ohren, noch die Eltern in den Schlaganfall treiben!
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PJebsen, 23 Juli 2010:
Ach ja, damals hatte ich noch Haupthaar ...
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burkey, 23 Juli 2010:
Gastro-Kiez in Stuttgart, das klingt ja fast verrucht :)
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PJebsen, 23 Juli 2010:
@burkey: Manche der Preise sind es auch. ;-)
Das Café Weiß ist und bleibt einmalig.
Hier kommt man sich vor wie in einem Wiener Kaffeehaus in den 20er Jahren.
Die Zeit ist irgendwie stehengeblieben.
Und Ranko, den Oberkellner (nicht der Besitzer!) ist auch schon eine Institution im Stuttgarter Nachtleben. Er verteilt immer Mini Rittersport Täfelchen an die Mädels wenn sie die richtige Hand erraten, in der er es versteckt hat.
Es gibt einen großen Raucherbereich und den “besten Wodka der Welt” (laut Ranko).
Und man trifft Gäste aus allen Schichten der Gesellschaft: Scüler, Studenten, Partypeople, Säufer, Zuhälter, Geschäftsleute, Nutten, Künstler, einfach alles.
Empfehlenswert sind auch die regelmäßigen Proust-Lesungen.
Wers noch nihct kennt, auf jeden Fall einfach mal hingehen, es ist ein Erlebnis!!!
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Ich fand es ungemütlich und fühlte mich unwohl im Cafè Weiß. Der Chef hat eine Art an sich die nicht jeder auf Anhieb mag und mich eher abgestoßen hat. Die Location ist für Leute die darauf stehen bestimmt nett. Ich persönlich konnte nichts damit anfangen. Auf der anderen Seite verstehe ich den “Kultstatus” um dieses Cafè. Der reißt aber eben nicht jeden mit…!
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9 Beiträge
Das Cafe Weiß ist echt der Knaller. Wenn man da zur Tür reinkommt, fühlt man sich in die 60er zurückversetzt. Der Inhaber erinnert mich immer stark an Bata Ilic. Ansonsten ist kann man dort ganz gut Abends sein Bier trinken und Musik aus der Jukebox hören. Das Cafe Weiß ist für mich eher so eine Kneipe in der man sich mit Freunden zum Quatschen und Trinken trifft.
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Man taucht hier in eine andere Welt ein, aber auch ich gehe immer wieder gern ins Cafe Weiß. Es freut mich auch jedesmal, dass der Laden so voll ist wenn man am WE vorbeischaut. Über die Einrichtung vom Cafe Weiß lässt sich streiten aber es ist eben alles ein paar Jährchen älter. Hat man einmal die Möglichkleit im Cafe Weiß zu sein wenn weniger los ist empfiehlt es sich ein gesräch mit Heinz Weiß (Inhaber) oder mit Ranco (sein fleißiger Helfer) zu suchen. Da erfährt man tolle Geschichten, kennt viele Fussballgeschichten, er hat uns einmal erzählt, dass Spieler der italienischen Naltionalmannschaft 1974 zu Gast waren und einer betrunken im Lokal stürzte und dann nicht spielen konnte…... Vom VfB kennt er auch einige Storys, ist auch eingefleischter Fan.
Probieren muss man im Cafe Weiß einmla den Grassschnaps oder was auch immer das ist und außerdem haben sie einen guten Wodka, denn glaube ich Ranco irgendwo her organisiert :-) Obligatorisch werden einem auch immer Knaperreien an den Platz gestellt und meist schaffen sie es dabei keine Miene zu verziehen. Man könnte meinen sie sind unfreundlich, aber nein so sind sie eben.
Witzig ist auch, dass es eine jukebox noch im Cafe Weiß gibt (keine stylische) aber der Inhalt ist zum Teil auch uralt.
Dienstags sind meist Vorlesungen von Künsterln im Cafe.
Das publikum ist echt durch alle Schichten gemischt, also jeder geht rein und passt dadurch rein.
Also mein Fazit, ein Besuch lohnt sich echt und auch die öffnungszeiten am WE bis 4 und unter Woche bis 3 eignen sich geradezu perfekt für einen Absacker
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