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Lesheba Wilderness
Pietersburg
- Adresse:
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Makhado, Pietersburg
- Kontakt:
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+2711-726 6347
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1 Beitrag zum Platz "Lesheba Wilderness" auf Deutsch
Die Limpopo-Region im Norden Südafrikas ist touristisch noch relativ wenig erschlossen. So wird es oberhalb Johannesburg's recht einsam, je weiter man in den Norden kommt. Wir machten eine Rundreise bis hoch an die Grenze zu Zimbabwe und ich muss sagen, es war mehr als beeindruckend.
Eines unserer Highlights war Lesheba Wilderness, östlich von Makhado, ein wenig in the middle of nowhere...
Nach recht langer Fahrt ist es nicht einfach, den Weg zu Lesheba zu finden, der irgendwo von der asphaltierten Strasse abzweigt. Nachdem ich einmal vorbei gefahren war, konnte das Abenteuer beginnen.
Wir waren vorgewarnt, denn Lesheba liegt auf einem Hochplateau in den Soutpansbergen und ist auf nur auf einer steilen, ausgewaschenen, ausgefahrenen Piste zu erreichen, die immerhin etwa 9 km lang ist.
Meine Adrenalinausschüttung an manchen Steilpassagen war beachtlich. Der Gedanke an eine Reifenpanne liess zusätzliche Schweisstropfen hervortreten.
Nach einer guten halben Stunde war der Aufstieg geschafft, das Tor zur Lodge konnte geöffnet werden.
Es eröffnete sich ein Hochplateau von mehreren Quadratkilometern Ausmass, das in sich abgeschlossen ist. Es wird von Bergen und Wald umsäumt.
Inmitten dieser grandiosen Landschaft haben 2 Familien das Wagnis übernommen, auf einem historischen, verfallenen Dorf der Venda von einer afrikanischen Künstlerin ein neues von ihr gestaltetes wieder aufzubauen.
Es wurden ausschliesslich Naturmaterialien aus der Umgebung verwendet. Ob Holz, Ton, Steine oder Reisig zum decken der Dächer.
Die Künstlerin hat hunderte von Skulpturen in das Minidorf eingearbeitet. Wir fühlten uns sofort wohl in dieser aussergewöhnlichen Umgebung, die nichts mit Kitsch oder etwa aufgesetztem Snobismus zu tun hat.
Im 'Dorf' gibt es 3 oder 4 Rundhütten, mit guter Ausstattung und zwei Suiten, die aus jeweils drei aneinander hängenden Rundhütten bestehen.
Wir bewohnten die Mwedzi-Suite, die ich mein Leben lang in Erinnerung behalten werde. Jeder Raum ist anders gestaltet, wo man hin schaut Details ohne Ende, mit Liebe und grossem Einfühlungsvermögen gemacht.
In der Dusche ist beispielsweise ein Fels mit eingearbeitet, die Innendusche hat 2 nebeneinander liegende Duschköpfe. Es gibt mehrere Terrassen von denen man einen grandiosen Blick auf den gegenüberliegenden Bergrücken oder etwa ein Wasserloch hat an das Giraffen, Warzenschweine oder auch Nashörner kommen.
Das Essen ist fantastisch und wird von einem Schwarzen Chef zubereitet, der seine Arbeit über alles liebt und von einer unglaublichen positiven Ausstrahlung umgeben ist.
Ich hatte das Gefühl, dass der Ort, die Menschen, selbst die Tiere in einer unausgesprochenen Harmonie verbunden sind.
Auch den Inhaberfamilien, die mit ihren Kindern ein paar hundert Meter weiter auf dem Plateau wohnen, merkte man die Freude an, hier sein zu können.
An Tieren gibt es einige Nashörner, Giraffen, Zebras, natürlich Springböcke und viele Vogelarten.
Bei einer Wanderung konnten wir Steinritzungen der Ureinwohner sehen, die an versteckten Felsstellen angebracht sind.
Es waren drei wunderbare Tage, die im Flug vergingen und die sich unauslöschlich in meine Seele eingeprägt haben.
Wenn ich kann, werde ich noch einmal zurück kommen.
Deutsch

Kommentieren 15 Kommentare zu diesem Beitrag Alle anzeigen
Das ist aber ein Luxus inmitten der Wildnis. Wow. Hat auch ihren Preis, wie ich gerade nachgeschlagen hab. :o) Tolle Bilder.
@Humming:
Ja schon, aber es war den Preis wert. Wenn das hochladen der Bilder nicht so lange dauern würde, hätte ich da noch einiges im Köcher ;-)
der beitrag ist echte sechs sterne wert! sehr schön. hab grad fernweh...
Woah, was für ein Beitrag! Gibts eigentlich die Medaille "Reiseführer"?
Das ist wirklich beindruckend!
Wunderschöne Bilder!
Da will ich auch mal hin!
freut mich, dass es Euch gefällt. Habe oben in den Bilderpool noch ein paar Aufnahmen reingeladen. Viel Spass beim gucken, wen es interessiert.
Ein toller Beitrag...
Das ist keine Lewwerworscht mehr, das geht eher zu Gänsestopfleber.
Tarnung ist alles - und dafür ist Lewwerworscht gut geeignet - man nennt sie in Hessen übrigens 'grau' Geheimnis'... da ich mittlerweile auch etwas grau geworden bin, passt das doch hervorragend.
Stolzes Nashorn greift Lewwerworscht an.....stand in der Tageszeitung!!
Aber schön gebracht, der Nahkampf mit alldem in Afrika! Ein einladender Bericht!
Klingt herrlich (und sieht auch so aus)!
Wow. Und was ich noch sagen wollte: Wow! ;-)
Kann ich auch nur Wow! sagen. Einzigartig und wunderschön mit viel Stil und Herzblut.
Frage mich, wie das alles dorthin transportiert wurde und wird, wenn sich die Anfahrt so schwierig gestaltet. Respekt.
Viele der Materialien stammen vom Plateau. Die anderen Sachen wurden wohl recht halsbrecherisch mit Trucks hoch getuckert. Sie transportieren selbst Nashörner, wenn mal eins verkauft wird.
Hammer!