Konnte man denn bei der Schneedecke jetzt schon Skaten? Oder blieb es eher beim Skaten, also Skatspielen im stehen?
Du kannst so viele Bilder hochladen wie Du willst.
Video-Upload ist eine exklusive Funktion für Qype Premium Partner.
Tempelhofer Freiheit
Neukölln, Berlin
34 Beiträge
Bewertungen im Detail
- Adresse:
-
Oderstraße 50, Columbiadamm, Tempelhofer Damm, 12049 Berlin
- Kontakt:
-
britzer_garten
- Geöffnet:
-
opens daily from sunrise (6 - 7) to sunset (17 - 22:30)
| Nutzer-Infos |
|
Karl-Liebknecht-Straße 1, direkt an der Spree, gegenüber dem Berliner Dom, 10178 Berlin
Das DDR Museum ist Berlins interaktives Erlebnis-Museum und zeigt das Leben in der DDR. Interaktiv, spielerisch, lebendig, spannend - ein einzigartiges Museumserlebnis durch Geschichte zum Anfassen.
31 Beiträge zum Platz "Tempelhofer Freiheit" auf Deutsch
Aber bitte nicht weiter zumüllen...
9 Beiträge
Mit dem iPhone geschriebener Beitrag Hol Dir die App
Kommentieren Kommentiere diesen Beitrag zu Tempelhofer Freiheit
Kommentieren 4 Kommentare zu diesem Beitrag Alle anzeigen
-
whitewedding, 27 März 2013:
-
fainschmecka, 27 März 2013:
Ich warte immer noch … leider war ich das letzte Mal im Herbst 2012 da.
-
discofuchs, 3 April 2013:
Immer noch saukalt, dennoch stand ich hier diese Jahr bereits auf Rollen.
-
fainschmecka, 19 April 2013:
Biste dann auch bei skate-by-nights oder anderen Skate-Veranstaltungen in Berlin dabei?
Mit einem Android geschriebener Beitrag Hol Dir die App
Kommentieren Kommentiere diesen Beitrag zu Tempelhofer Freiheit
11 Beiträge
Mit dem iPhone geschriebener Beitrag Hol Dir die App
Kommentieren Kommentiere diesen Beitrag zu Tempelhofer Freiheit
Es gibt BBQ Areas, Hundeauslaufgebiete, Platz für Radler, Skater, Fußgänger.
Mittlerweile Segways, Fahrradverleih, Aussichtsplatformen und einiges mehr.
Eine Besonderheit sind sicherlich auch die Hochgärten die schaffen es bestimmt in die Reiseführer.
Riesige Wiesen zum Chillen.
Ein Ort für Jung und Alt, Singels und Paare, Familien und allen anderen die unser Berlin ausmachen.
Es gibt einen Stern Abzug, da der Platz zu wenig Schatten bietet, zwei drei Bäume mehr würden nicht schaden.
Mich persönlich stört, der Krach von diversen ferngesteuerten Fahzeugen, da würde ich mir ein Verbot wünschen.
Ich kann nur hoffen, dass das Feld komplett unbebaut bleibt, dass schafft mitten in der Stadt Lebensqualität!
Preislich ist der Park sehr günstig, der Eintritt ist frei.
Es gibt einen Sicherheitsdienst, der meines Erachtens sehr zurückhaltend agiert und so die Stimmung nicht versaut, prima!
Schade, dass bei Dunkelheit der Park geschlossen wird, vielleicht lässt sich das zukünftig anders regeln.
Kommentieren Kommentiere diesen Beitrag zu Tempelhofer Freiheit
Das alte Tempelhofer Flugfeld ist wohl eine der schönsten „natürlichen“ Attraktionen die Berlin zu bieten hat. Vor allem im Sommer kann man hier einen wunderbaren Tag verbringen. Inline-Skaten, Fahrradfahren, Spazieren, Grillen oder einfach in der Sonne liegen und den in der Stadt einmalig weiten und unverbauten Blick genießen, all das und noch viel mehr ist auf dem Tempelhofer Feld möglich. Es gibt sogar eine Minigolfbahn und inzwischen mehr oder weniger wilde Gärten. Außerdem kann man mit ein wenig Glück im Sommer auch mal ein Gratiskonzert erwischen. Am schönsten finde ich aber immer noch die Möglichkeit ohne Verkehr und mitten in der Stadt diese unbebaute Weite bei einem Spaziergang genießen zu können. Da können die Kinder mit ihren Rädern frei herumfahren ohne dass man ständig mit beiden Augen und Händen dabei sein muss. Das genieße ich bei unseren Berlinbesuchen sehr und wir statten dem alten Flughafen immer wieder gerne einen Besuch ab, wenn es Wetter und Jahreszeit gerade erlauben.
Ich persönliche gehöre auch zu dem Menschen die das Feld so wie es ist am liebsten mögen und hoffe daher dass es einfach so belassen wird. Ich finde die brache Fläche und die alten Landebahnen ohne „parkähnliche“ Bemühungen darum herum machen eben gerade den Charme und das Besondere des Feldes aus. Das sollte Berlin sich erhalten.
Kommentieren Kommentiere diesen Beitrag zu Tempelhofer Freiheit
Kommentieren Kommentiere diesen Beitrag zu Tempelhofer Freiheit
39 Beiträge
Das Tempelhofer Feld ist leergefegt. Weit und breit keine Menschenseele.
Man kann es drehen und wenden, wie man will
Sagte ich und legte etwas auf den Grill. Die Zeit stand still.
Der Wind auch. 40 Grad im Schatten. Der wärmste Sommertag seit Jahren. Der Asphalt in den Straßen Berlins glüht, der Wind kommt nicht gegen Betonwände und Mauern an. Die Menschen sind in die Schwimmbäder oder Häuser geflohen. Nur Niels und ich sind hier. Auf der vertrockneten Wiese. Im Schatten unter einem der wenigen Bäume. Sie neigen sich im Wind, der nur hier ungehindert über’s Feld sausen kann. Der einzige Ort in Berlin, an dem diese Hitze auszuhalten ist. Ein Geheimtipp. Wer will schon hier her? Ein alter Flughafen, ein leeres Feld. Die größte unbebaute, innerstädtische Freifläche Europas.
Wir haben gehalten. In der langweiligsten Landschaft der Welt
Wir haben uns unterhalten und festgestellt, dass es uns hier gefällt.
HERBST
Niels vögelt jetzt diese blöde Literaturwissenschaftsstudentin von der FU in Dahlem. Kati ohne H.
Ich jogge. Meine Güte, ICH jogge! Einmal die Landebahn rauf und wieder runter. Weiße Dispersionsfarbstreifen schießen unter meinen Füßen vorbei. Dirk von Lowtzow schreit in mein Ohr. Ich drehe die Musik lauter.
Erschöpft sitze ich schließlich auf kühler Erde. In der Ferne leuchtet der Fernsehturm. Die weißen Türme der benachbarten Şehitlik-Moschee strecken sich in die Dämmerung.
Neben dem kugeligen UFO-Raketen-Radarturmdingens verabschiedet sich die Sonne langsam Richtung Nordwesten, Richtung Nacht.
Ich betrachte den Stadtteilgarten Schillerkiez. Gebaut aus Sperrmüll, altem Holz, Badewannen und allem, woraus man normalerweise eine Hipsterkneipe baut. Zwei letzte Spatzen streiten sich um die Kerne einer verwelkten Sonnenblume. Eine Feldmaus huscht an mir vorbei.
Und wie man allerorten hört
Wird die Gartenbaukunst hier noch gerne gepflegt
Ich höre Dich sagen, mehr leise als laut
Das haben sich die Jugendlichen selbst aufgebaut.
WINTER
Die Wege die wir gehen, sind menschenleer. Das ist nicht zu übersehen.
Die Wege, die ich gehe, sind menschenleer und verschneit. Weiter hinten, wo die Ringbahn vorbei tuckert, erkennt man den hässlich stolzen Bahlsenbau jenseits der A 10.
Und ich hörte leise, wie aus weiter Ferne, Verkehrsgeräusche.
Ein weinrotes Schild warnt mich, ein leeres Feld zu betreten: „Hier brütet die Feldlerche von April bis Juli“. Zum Glück haben wir Dezember! Die Feldlerche hängt jetzt mit Steinschmätzer, Braunkehlchen und Neuntöter in Afrika auf einer Palme ab und zwitschert dort ein paar derbe Beats vor sich hin.
In den Bäumen und in den Sträuchern
Regt sich ein Windhauch und bläst in mein Ohr
Heute bin ich glücklich wie niemals zuvor.
FRÜHLING
Die Zweige der Bäume sind jetzt schon erblüht. Sie verästeln sich ständig und kreuzen sich dann.
Ich hole mir Club Mate im Okermarkt. Weil, ich bin ja voll cool und so. Ich stecke mir die In-Ear-Kopfhörer ins Ear und laufe los.
Ich treffe mich mit Alex aus diesem Internetdingens am Eingang Tor 6c. Wir laufen über endlos grünes Gras bis zum Biergarten „Lustgarten“. Er stellt mir drei seltsame Fragen, die ihm wiederum bei einem WG-Casting gestellt wurden. Darunter: „Welcher Teil einer Katze gefällt Dir am besten?“
„Die Pfötchen“, ist meine Antwort. Unser Weg führt ziellos über die ewige Rollbahn. Alex starrt in den Himmel und lauscht. Weiße Puffwölkchen durchkreisen das Gletscherblau.
„Man kann quasi noch die Flugzeuge hören. Ich war noch nie hier. Ein faszinierender Ort…“
Ich war in Gedanken fort,
Dies schien ein nahezu perfekter Ort
Für derlei Plauderei zu sein.
Wir stehen vor der Aérospatiale Nord 262. Ein Übungsflugzeug der Flughafen-Feuerwehr, mitten auf dem Feld. Alex überlegt.
„Sag mal: haben die hier nicht Walküre gedreht?“
„Ja, kann sein, keine Ahnung. Ich schaue keine Filme mit Tom Cruise.“
Als ich Tage später „Alexander N. Schauspieler“ google, finde ich folgenden Eintrag:
Operation Walküre – Das Stauffenberg Attentat. Nebenrolle: Officer.
Ein wirklich guter Schauspieler, dieser Alex.
Wie man vielleicht bemerken kann
Ich schweife ab so dann und wann.
SOMMER
Der Okermarkt hat für drei Wochen geschlossen. „Gentrifizierung macht müde“, steht auf dem Zettel hinter der Glastür. Der Bürgersteig ist frei von Dreck und Hundescheiße.
An einem Sonntagmorgen gehen wir ohne Sorgen in die Stadtrandsiedlung rein. Die Menschenmengen strömen durch die Okerstraße Richtung Tempelhofer Feld. Fahrradfahrer. Griller. Skater. Inliner. Jogger. Drachenflieger. Bio-Muttis. Armeen von Hipstern.
Und die schlimmsten: Touristenführer in der Hand.
Ich zitiere an dieser Stelle gerne einen meiner absoluten Lieblingsqyper:
„Berlin muss wachsen, urbaner werden ! Berlin muss sein assig- Ruf loswerden und wie Stuttgart werden: keine Menschen die nur motzen auf besserverdiener, die ihr leben anpacken und nur neidisch sind! Berlin muss mehr sein als nur die linken Deppen! Deshalb: weiter so mit dem bauen und aufräumen der Schmuddel Ecken !!! Gruß aus stuttgart !“
Ja. Recht hat er! Berlin muss wie Stuttgart werden. Unbedingt!
Ich betrete die Landebahn, die heute einer Rennbahn gleicht.
Ganze SEGWAY-Schwärme rasen an mir vorbei. Sieht schon ganz schön blöd aus, wie die Menschen starr auf diesen Dingern stehen. Allen voran die behelmte Touristenführerin, die irgendwas über die Luftbrücke quatscht.
An einer asphaltierten Kreuzung übt ein Rollschuhfahrer in Achtzigerjahreregenbogenvierrollenrollschuhen von FAN FAIR seine Künste. Seine Frau übt auch. Sie sind wirklich gut. Ihr Kind spielt nebenan im Gras. Aus dem Ghettoblaster ertönt laute Musik.
Ich flüchte weiter zur Mitte, zum Bereich, wo das vertrocknete Gras hoch wächst, die Grillen zirpen und sich höchstens ein paar Pärchen zum Fummeln im Gestrüpp versteckt haben. Sonst ist hier nüscht.
Die Kieselsteine unter meinen Schuhen knirschen. Ich frage drei Hippies, die im Schneidersitz mitten auf dem Weg sitzen, nach einer Zigarette. Sie drehen sich gerade einen Joint.
„Willste nicht gleich mitrauchen?“
Aha. Es duzt mich.
Hm. Mittags um 12 Uhr, bei dieser Hitze?
„Nein, Danke!“
Ich bekomme eine Selbstgedrehte und ekel mich ein wenig vor der Spucke eines Fremden. Aber gut, Hippies eben. Wenigstens wollen die nicht, dass Berlin wie Stuttgart wird.
Ich setze mich auf eine kleine Erhöhung in Form eines grasbewachsenen Butterhörnchens. Dieser Ort gehört mir. Die 87 Mückenstiche stören mich nicht. Hier bin ich frei. Hier ist mir egal, was mit diesem Ort noch passieren soll. Hier ist Berlin noch Berlin. Ein altes Stück Geschichte. Ein neues Stück Zukunft. Meine Zukunft. Deine Zukunft.
Drüben auf dem Hügel möcht ich sein
Im letzten Abendsonnenschein
Ich warte dort auf dich weil ich dich mag
An unserm letzten Sommerferientag.
Kommentieren 3 Kommentare zu diesem Beitrag Alle anzeigen
Der
Flughafen Tempelhof … Ich betitel ihn auch weiter so, da ich den
Namen „Tepelhofer Freiheit“ für eine Farce halte … Der
Verdienst dessen, dass Tempelhof frei war, wie der Rest Westberlins
damals, beruht nämlich einzig aufgrund der Existenz des Flughafens.
Lange her – ich weiß, aber ich finde, es muss im Gedächtnis
bleiben. So wie es jetzt ist, kann man auch locker noch das
Luftbrückenmahnmal – die Hungerkralle abreißen. Denn es ist ohne
jegliche Bedeutung geworden für diesen Ort …
Statt dessen –
eine planlose Grünbrache mit Asphaltbahnen.
Leute rennen wild
umher, Nordic Walker belästigen mich mit ihrem „Wir
bewegen uns so gesund“
Gehabe und merken nicht, dass sie wie die letzten Lappen aussehen,
denen man die Skis geklaut hat, Inlineskater umkurven auf den Bahnen
die Spaziergänger – wie auf öffentlichem Straßenland, zumeist
ohne jegliche Rücksicht.auf Verluste und Jogger ziehen einsam ihre
Runden …
Kitesurfer – Leutz, die scheinbar jeden Trend
nachäffen, lassen sich mitm Drachen aufm Skateboard über den Acker
schleifen, andere latschen einfach so als Spaziergänger so herum und
lassen sich berieseln. „Gell, des hat Berlin gebraucht. Endlich mal
einen Park.“
Ja logisch, BuGa, Schloßpark, Hasenheide,
Rieselfelder, Grunewald Tiergarten und Co … wir haben wenige
Grünflächen – schon echt übel, der Betonmoloch Berlin …
Im
Sommer hats die Großsippschaften aus S/O Europa nun vom Park im
Tiergarten hierher zum Feld verschlagen, wo man stilecht ganze Hammel
in Badewannen grillen kann und es danach auch dementsprechend
aussieht – was nen Pluspunkt.
Der
zweite Pluspunkt sind die ja ach so tollen Arbeitsplätze, welche ja
neu entstanden sind. Eurojobber Parkwächter, die sich scheinbar
selbst für Gunny Hartman aus Full Metal Jacket halten aber auch
lieber mal wegschauen, wenns dann doch mal von Nöten wäre, mal
einzugreifen …
Dann nen Monopolgriller, der nach Lust und
Laune Scheiße grillt und seine Getränke für teuer Geld vertickt,
nen Softballfeld – sowas hat Berlin auch schon immer gebraucht, und
sonst noch?! …
Nichts! Was für ein trauriger Abgesang auf
den Flughafen Tempelhof. Dafür ist er also gewichen … Für szenige
Prenzelmütter und die zugezogenen Kreuzbergschwaben, die ihre
Rotzblagen hier durch die Pampa schieben und die kleinen Tilmanns und
Emmas endlich ohne Fluglärm und Chemtrails aufwachsen lassen können.
„Des
war ja fei net a mehr zum aushalte mit dem Lärm damals.“
Klar – deshalb zieh ich ja auch an nen Flughafen – um dann
rumjammern zu können, wie laut es doch ist!
Nichts Halbes
und nichts Ganzes eben. Und das alles im Schatten des Runds des
Hangars und dieses stolzen Gebäudekomplexes …
Und leider total
unwirtschaftlich – und das in Berlin … oh Wunder!
Mein
wunderbarer Vorschlag beim SenInn, den Flughafen doch als KFZ
Zammelstelle für Falschparker zu nutzen, wie es jede andere Stadt
auch hat und damit gut den Reibach macht, wurde leider noch nicht zur
Sprache gebracht.
Ansonsten wäre eine Wohnungsbebauung auch eine
Alternative, über die es sich nachzudenken lohnen würde beim
derzeitigen Wohnungsmarkt.
Aber so?! Nee …
Kommentieren 1 Kommentar zu diesem Beitrag
-
Warschauer, 28 Oktober 2012:
Wann bauen sie da endlich eine große Halle für Badminton, Volleyball und Tischtennis?!
Ein Sonntag im September auf der Tempelhofer Freiheit
Der Sommer geht zu Ende. Das merkt man an den kühler werdenden Temperaturen und der tiefer stehenden Sonne. Das warme, gelbe Licht des Frühherbstes oder „Altweibersommers“, wie man so schön sagt, wärmt nun die Luft und unsere Herzen. Die Aussicht auf den nahenden Herbst lässt die Berliner noch einmal die letzten Sonnenstrahlen auskosten und sie suchen in Scharen die viel zu wenigen Grünflächen der Stadt auf. Die Tempelhofer Freiheit ist eine solche Grünfläche. Doch sie ist noch viel mehr: Sie ist Erholung, Sportplatz, Freizeitpark, Spielplatz, Schule, Küche, Garten, Treffpunkt, Flaniermeile, Sonnenstudio, Hundespielplatz, Surferparadies und vieles mehr. Vor allem ist sie aber Weite. Eine Weite, die der Stadtbewohner in den eng bebauten Straßen Berlins vergeblich sucht. Für mich hat der Moment, in dem ich das Tempelhofer Feld betrete immer etwa Heilsames. Über zwei Kilometer völlig freie Sicht erwartet mich hier und öffnet meinen Geist.
Grillen und chillen
Bei gutem Wetter steigen von den Grillplätzen des Flugfeldes kulinarisch duftende Rauchschwaden auf. Würstchen, Fleisch, Spieße und Gemüse finden ihren Weg von Grillrost in den Mund ihrer zufriedenen Köche.
Die türkischen Großfamilien reisen mit ihrem halben Hausstand an und zelebrieren das sonntägliche Barbecue mit allen Sinnen. Türken, Deutsche, Amerikaner, Franzosen, Italiener, Spanier, die ganze Welt versammelt sich bei gutem Wetter auf dem Flugfeld, um zusammen zu grillen, zu essen und zu chillen. Ein buntes Fressgelage ist das, bei dem sich schnell neue lustige Kontakte ergeben.
Pflanzen und ernten
Auf den vielen kleinen Beeten, die sich an der Neuköllner Seite des Flugfelds befinden, blüht es wie verrückt. Ein Meer aus verschiedenen Gemüsesorten und bunten Feld- und Wiesenblumen erwartet einen derzeit. Holzlatten begrenzen die Beete auf verschiedenen Ebenen. In Regalen stehen Kübel, Blumenampeln hängen von gewollt schief zusammengezimmerten Gestellen und sogar alte Schuhe dienen den Pflanzen als Heimat. Chaotisch mag der erste Eindruck sein, doch das Chaos hat Prinzip. Man sieht, dass hier viele Grüne Daumen am Werk sind.
Minigolf als Kunstprojekt
Unweit des alten Flughafens befindet sich eine kleine Minigolfanlage. Die merkwürdig anmutenden Bahnen mit ihren eigentümlichen Apparaten aus alten Trimm-Dich-Rädern, Haushaltsgegenständen, wie Besen oder Löffeln, und kreativen Skulpturen wurden von verschiedenen Künstlern zusammengehämmert und -geschweißt. Die meisten Bahnen sind interaktiv. So muss man z.B. kräftig in die Pedale treten, um die Apparatur der ersten Bahn in Bewegung zu setzen. Fünf Euro kostet das Vergnügen pro Erwachsenem, Kinder dürfen ermäßigt für 3,50 Euro zuschlagen. Man sollte auf jeden Fall Zeit mitbringen, denn die Bahnen haben es in sich. Auch erfahrene Minigolfer dürften sich an einigen Bahnen die Zähne ausbeißen.
Joggen, Skaten und (fast) fliegen
Die ehemaligen Start- und Landebahnen des Flugfeldes sind prädestiniert für die körperliche Ertüchtigung. Fahrradfahrer, Sketeboarder, Rollerblader und Kiteboarder nutzen die Freiheit für besinnliche Touren und sportliche Höchstleistungen. Besonders den Kitern bietet das offene Feld optimale Bedingungen. Hier kann der Wind ungehindert seine Kräfte entfalten und ihre Schirme in die Luft befördern.
Neben den großen Schirmen der Kiter ist der Himmel besonder zu dieser Jahreszeit von vielen merkwürdigen Wesen bevölkert, die an langen Schnüren Kontakt zu den Erdenbewohnern suchen. Riesenkraken, deren Tentakeln sich im Wind winden, fliegende rosa Schweinchen und sportlich anmutende Rautenwesen teilen sich den Luftraum über dem ehemaligen Flugplatz.
Geschichte und Gegenwart
Der Flughafen Berlin Tempelhof hat eine bewegte Geschichte hinter sich. In den 20er Jahren als Zentralflughafen errichtet, wurde er unter den Nationalsozialisten zum Propagandaobjekt. Nach dem Krieg wurde der Flughafen zur Berliner Luftbrücke. Ein Jahr lang versorgten die Rosinenbomber die Berliner Bevölkerung des amerikanischen, englischen und französischen Sektors mit Nahrungsmitteln und Medikamenten. Heute erinnern einige auf dem Feld befindliche Informationstafeln an die Geschichte des Flughafens.
Wer die Tempelhofer Freiheit heute aufsucht sollte hin und wieder einen kurzen Moment innehalten und sich der Bedeutung des Areals in der Geschichte vergegenwärtigen. Denn der Park ist mehr als nur ein Park, er ist ein stummer Zeitzeuge und riesiges Denkmal.Kommentieren Kommentiere diesen Beitrag zu Tempelhofer Freiheit
Mit einem Android geschriebener Beitrag Hol Dir die App
Kommentieren Kommentiere diesen Beitrag zu Tempelhofer Freiheit
35 Beiträge
Mit dem iPhone geschriebener Beitrag Hol Dir die App
Kommentieren 4 Kommentare zu diesem Beitrag Alle anzeigen
-
Tomo151, 16 August 2012:
Bin ja auch dafür. Stuttgart 21. Alles weg und alles asphaltiren. -((.
-
cornflakey, 20 April 2013:
stimmt, Berlin is ja so a Dörfle, des muss ungrüner werde….
-
ironson, 20 April 2013:
Berlin ist Grün genug! Es kann nicht sein dass Linke Leute die nur gammeln , dafür gibt es genügend andere Plätze in Berlin, immer gegen alles neue sind!
Auch die Bauten an der mediaspree müssen her! Berlin muss massiv bebaut werden, schöner als brachflächen!
Die fatale Linke Regierung in Berlin und die grünen Schaden Berlin massiv. Sie sollten auch mehr Linke Chaoten protestler offen kritisieren!
Berlin entwickelt sich zum Glück zu einer mehr und mehr Luxus Stadt! -
e2524304, 30 April 2013:
obvious troll is obvious
Sonntags spiele ich hier immer Fußball, da hier wirklich jeder mitmachen darf. An sonnigen Tagen wird hier gegrillt. Die Parkaufsicht hilft sogar freundlich dabei, eine geeignete Stelle für den Grill zu finden falls er die Rasenfläche gefährdet ;-) Und an windigen Tagen wird hier gekitet! Ja, richtig gelesen: Das Tempelhofer Feld ist DAS Kite-Mekka (für Landboarder natürlich) mitten in einer Großstadt! Der Wahnsinn! Wer hat das schon?
Im Sommer gibt es hier sogar kleinere Open-Airs. Zwar überwiegend mit Ich-bin-jetzt-Berliner-und-höre-nur-noch-Elektro-Hipstern, aber scheiß egal ;-) Außerdem gibt es hier noch zahlreiche andere Events wie Kunstaustellungen, quer über das Feld verteilt, eine Minigolf-Installation, Urban-Gardening-Projekte oder aktuell das Olympische Dorf mit Public Viewing :-)
Und das Beste: Das Feld ist nie überfüllt! Dafür ist es einfach vieeeel zu weitläufig. Hier findet jeder sein ruhiges Plätzchen.
Investoren sehen die Tempelhofer Freiheit im Übrigen genauso euphorisch wie ich. Jedoch fallen in den Lobeshymnen eher Begriffe wie 'zentrales Bauland in bester Lage', 'Kapitalfläche', 'hohe potentielle Mieterträge/Rendite', weshalb ich jedem nur empfehlen kann: Hingehen und genießen solange es noch geht! Die Freiheit ist leider nicht für die Ewigkeit!
Kommentieren 1 Kommentar zu diesem Beitrag
-
janette_berlin, 22 Oktober 2012:
geil da, wat!
Mit einem Blackberry geschriebener Beitrag Hol Dir die App
Kommentieren Kommentiere diesen Beitrag zu Tempelhofer Freiheit

Sowas hat keine andere Stadt. Den Park genau so zu lassen wie er jetzt ist, würde Berlin sich endlich mal ein bisschen Individualität zugestehen. Statt wie sonst immer anderen Städten nachzueifern. :)
Das Feld ist herrlich riesig und weitläufig. Ob Spazieren, Radfahren, Grillen, Sport, Drachenfliegen, Chillen: Jeder kommt hier auf seine Kosten und keiner sich ins Gehege. Am besten sind ja diese Kitesurfer auf Rollen, wenn die über die ehemaligen Landebahnen sausen, im Hintergrund das imposante Flughafengebäude. Surreal.
Mir gefallen auch die kleinen Beete am Rande. Jeder der mag kann hier was anpflanzen: Urban Gardening! Durch die kuriosen Holzkonstruktionen teils bunt und mit Flaggen verziert, sieht es da ein wenig aus wie Flohmarkt oder eine autonome Republik. ;)


Einer meiner liebsten Parks in Berlin!
Kommentieren 1 Kommentar zu diesem Beitrag
-
Tomo151, 17 Juni 2012:
Ein schönes Gelände, ohne Zweifel – aber diesen als Park zu bezeichne? Ein Park hat aus meiner persönlichen Sicht auch Bäume.
Alles was lärm machen möchte mit seiner Fortbewegungsart verschwindet aus den Strasse und landet auf dem ehemaligen Flugfeld.
Manchmal laufe ich quer über die Rollflächen, manchmal nutze ich das Fahrrad, doch wenn ich gen Himmel schaue und die vielen bunten Drachen sehe, dann erfreue ich mich daran.
Ein Teil ist für Hunde frei gegeben (laufen ohne Leine), doch im größten Bereich spielen nun kleine Kinder, neben großen Kindern und ein wenig Gemüse wird auch angebaut.
Man trifft sich und auch ältere Menschen kommen aus ihren Wohnungen heraus, um die Sonne zu genießen.
Mal sehen, wie sich der Ort über die Jahre noch verändern wird.
Ich freue mich schon darauf.
Kommentieren Kommentiere diesen Beitrag zu Tempelhofer Freiheit
52 Beiträge
Kommentieren Kommentiere diesen Beitrag zu Tempelhofer Freiheit
Blöd, dass so´n Flughafen so viel Platz braucht. Noch blöder, dass Berlin irgendwann (nicht zu viel Optimismus im Bezug auf die Schließung Tegels und die Eröffnung vom Willy Brandt-Flugahafen - den Fehler macht in Berlin schließlich nur Wowi) zwei solcher toten Landeplätze hat. Und dann? Ja, es gibt Ideen. Teilweise sind die auch gar nicht schlecht, aber natürlich beginnen konkrete Planungen und Aktivitäten erst in geraumer Zukunft - zumindest für die gigantische Wiese.
Na und? Stört ja eigentlich keinen. Die Drachensteiger freuen sich, die Sportler und Grillfreunde ebenfalls. Der Rest war noch nie da. Nur ich finde die Wiese blöd. Dummerweise bin ich nämlich doch mal aus Neugierde dort hingefahren. Mit Wiesen kann ich einfach nichts anfangen. Zumindest nicht, wenn es dort keinen Bier- und Brezelverkauf gibt.
Als Anti-Wiesler (oder provokativer: Anti-Freiheitler?) muss ich mir somit einen Weg suchen mit der monströsen Wiese umgehen zu lernen. So versuche ich mich seit Tagen damit zu trösten, dass Kitesurfen doch wirklich sehr spaßig ist und die Aussicht auf meinen geliebten Fernsehturm doch auch grandios ist.
Innerlich bin ich aber trotzdem wütend - es ist einfach zu viel Gras für einen Stadtmenschen wie mich. Demnach bleibt nur Plan B (radikal, aber gut): Nie wieder dort hinfahren und das gesehene verdrängen, sowie den Hohn meiner Freunde ertragen, die nicht verstehen können, dass eine Wiese einen wütend macht..
Kommentieren 3 Kommentare zu diesem Beitrag Alle anzeigen
Ich nenne es auch gerne das Tempelhofer Watt, da es wie an der Nordsee schön flach ist und windig.
Wunderbar finde ich, in einer Großstadt so viel Himmel sehen zu können.
Wer noch nicht da war, dem empfehle ich unbedingt einen Besuch in diesem Jahr, nächstes Jahr geht es wahrscheinlich mit Bauarbeiten los, und dann verändert sich die Kulisse ordentlich.
Mit dem iPhone geschriebener Beitrag Hol Dir die App
Kommentieren Kommentiere diesen Beitrag zu Tempelhofer Freiheit
Schreibe einen Beitrag zu Tempelhofer Freiheit
Plätze in der Nähe von Tempelhofer Freiheit
Columbiabad (Sommerbad Neukölln) Columbiadamm 160, 10965 Berlin
![]()
Soeinding: “Die Anlage an sich ist schön, keine Frage. Doch sollte man niemals seine Tochter unbeaufsichtigt lassen. Ich war damals erst 12 als ich unter Wasse...” mehr…
Luftartistik am Vertikalseil Petra Lange, Schillerpromenade 40, 12049 Berlin
![]()
kenamaier: “Die letzten Jahre habe ich Petras Shows mit echter Bewunderung zu ihrer Kunst besucht. Ich sitze im Publikum und staune; über ihren Ausdruck, über ...” mehr…
Deutsch







Kommentieren Kommentiere diesen Beitrag zu Tempelhofer Freiheit