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Der Münzwurf bei der EM 1968, Neapel
- Kategorie:
- Veranstaltungen Neapel
- Adresse:
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Halbfinale UDSSR vs. Italien, Napoli
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von berlingazza
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1 Beitrag zu Der Münzwurf bei der EM 1968 auf Deutsch
1968 waren die Fußballspiele eh nicht so spannend.
Ball stoppen, rechts und links schauen, und den Ball dann mit einem bequemen Innenseitenkick zum nächsten freistehenden Mitspieler passen.
Das war nicht allzu schwer, standen doch in diesen Zeiten die Spieler immer ” frei ”
Terrier und Wadelbeißer gab es noch nicht.
Manndeckung wurde erst erfunden, als Berti Vogts geboren wurde.
Noch weniger spannend waren torlose Spiele.
Torlose Spiele sind nicht etwa Spiele ohne Tore, sondern Spiele ohne Tore.
Trotz allem gab es schon Europameisterschaften.
1968 eben in Italien.
Die Defensivspezialisten des Gastgeberlandes und die Sbornaja der sozialistischen Sowjetrepubliken, kurz UDSSR genannt, spielten sich bis ins Halbfinale.
Gegenseitiger Respekt sorgte dafür, dass keine Tore fielen. ( und auch keine Tore, anders als später in Madrid, fielen )
Der Weltfußballverband sah für diesen Fall eine Verlängerung des unwürdigen Gekicke von 2×15 Minuten vor.
Weder Dino Zoff, noch Lew Jaschin ließen sich in dieser Overtime überwinden.
Elfmeterschießen, würde einem nun einfallen.
Gab es aber damals noch nicht.
Nicht etwa unter den Augen von zigtausend Zuschauern, sondern exclusiv in der Schiedsrichterkabine wurde vom Deutschen Schiedsrichter Kurt Tschenscher, unter Zeugnis seiner beiden Linienrichter, und unter Aufsicht der beiden beteiligten Fußball-Verbandspräsidenten, die Münze geworfen.
Den ” Probedurchgang ”, der auf Antrag vom Russen Granatkin durchgeführt wurde, gewann noch die UDSSR.
Als es Ernst wurde wählte Kollege Francchi die richtige Münzseite.
Somit Italien im Endspiel.
Erst 1972 wurde auf weitere Münzentscheidungen verzichtet, und das Elfmeterschießen eingeführt.
Dem Deutsche Schiedsrichter Karl Wald war es zu verdanken, hatte er sich doch vehement dafür eingesetzt.
Er hatte bei der FiFa einen Fürsprecher. Der 1968 unterlegene damalige UDSSR-Fußballpräsident Granatkin war schließlich inzwischen zum Vize-Präsidenten der FiFa aufgerückt.
connysoft nicht vorzustellen was die veranstaltet hätten wenn die Münze auf dem Rand stegen geblieben wäre.
geile Info - ich hab gut gelacht
Schöne Grüße
Conny
10 Juni 2008





