Teufelsloch, Altenahr
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hoch oben im bizarren Felsen, Nähe Bahnhof Altenahr, Altenahr
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2 Beiträge zu Teufelsloch auf Deutsch
Die Tour zum Teufelsloch ist meine liebste Route an der Ahr. Während sich auf dem Rotweinwanderweg bei schönem Wetter die Leute drängeln, ist dieser Weg wenig begangen und bietet viel Abwechslung, da es hier nicht über Fahrwege, sondern schmale Pfade oder über Felsen geht. Allerdings, wie bereits berichtet wurde, sollte bei Nässe aufpassen, es kann sehr rutschig werden.
Wer noch mehr Abenteuer möchte, geht weiter bis zur Teufelsley, ein Felsgipfel unterhalb des Schrock. Aber die Kletterei über die Felswände wird mit einem überwältigenden Blick ins Ahrtal belohnt. Ein guter Platz, um den Proviant auszupacken!
Wenn man dann mit der Bahn nach Altenahr zurückkehrt, hat man sich den Spätburgunder redlich verdient!
Karde Du kennst die Teufelsley, super!! Auf der schmalen Spitze können ja höchstens zwei Popos Platz nehmen. Da war ich auch schon einige Male oben. Eine Mitwanderin, die beim Abstieg Angst bekam, habe ich herunter gesprochen - Tritt für Tritt.
22 August 2008
Jeder hat so seine Wunschträume, auch ich. Nach vielen Jahren des Verzichtes auf alpines Wandern, wollte ich es heute wissen. Es gibt im Ahrtal eine Stelle, da ist für kurze Zeit alpines Wandern möglich. Klar, der Fels ist nur 320 m hoch, aber von Anbeginn purer spitzer, bizarrer Stein. Die Abgründe gehen senkrecht herunter, nicht immer gnädig von Büschen verdeckt.
An diesem Felspfad wachsen interessante Pflanzen und der Weg ist göttlich. Zwei gute Gründe – also los. Das Wetter war gut, nicht zu warm aber trocken. Bei nassem Fels wäre ich nicht hoch gegangen.
Wie früher habe ich die Wanderstöcke auf Kurz eingestellt, das half mir, die hohen Stufen zu bewältigen. Immer wieder blieb ich stehen. Mal um die Aussicht zur Burgruine Are zu genießen, zu der ich nicht mehr hoch, sondern herüber schauen konnte. Oder herunter in den Ort Altenahr mit seinen schönen Häusern. Von hier oben konnte ich genau sehen, welches Restaurant die schattigste Terrasse hatte.
Der Felsweg schraubte sich nach oben bis zum weithin sichtbaren ‚Schwarzen Kreuz’. Zwei Bänke laden zum Verweilen ein. Auf der anderen Seite des Tales ist die Sesselbahn zu sehen. Sie geht am Hang hinauf bis zu einem Ausflugslokal, das nur mit dem Lift oder zu Fuß zu erreichen ist.
Vom Kreuz zum Teufelsloch führt der Pfad über die spitzen Ahrberge. Hier KANN der Weg nur ganz schmal und sehr felsig sein. Meine Erfahrung am Berg ist wieder da, die Euphorie lässt keine Angst hochkommen. Aber ich gehe äußerst konzentriert. Möchte ich die Kamera einpacken oder ein Blümchen betrachten – bleibe ich stehen . . . den Fuß umzuknicken, kann ich mir hier oben nicht erlauben.
Vom Pfad geht ein Steig zum Teufelsloch hoch. Fast hätte ich gekniffen. Ich sage Euch, ich habe mir in Gedanken in den Po getreten, hat genützt. Nach Jahren oben im Teufelsloch zu stehen, war für mich gigantisch. Die Aussicht ins Langfigtal und herüber zur Burg Are wird von diffusem Licht geschmälert . . . ob das Wetter hält?
Nun musste ich diese verflixt schräge Felsplatte wieder herunter kommen. Ach was, schlimmstenfalls setze ich mich auf den Hosenboden und rutsche herunter . . . aber das war nicht nötig. In Ruhe mit einen Fuß nach dem anderen festen Halt gesucht und gefunden, die auf Lang gestellten Stöcke genutzt – so ging es langsam herunter auf den Pfad. Außer mir war niemand da, ich konnte mir so viel Zeit lassen wie nötig war. Aber wie schon erwähnt, ich war so überglücklich, es kam keine Unsicherheit auf.
Der felsige Pfad ging noch einige Zeit über den Grad (Berggeher bitte ich um Nachsicht, aber wie soll ich diesen Pfad über die Höhe sonst nennen) mal etwas herunter, dann wieder herauf. Irgendwann war dieses Sahnestückchen von Weg leider zu Ende.
Nun kam die nächste Herausforderung. Ein schmaler Zickzackweg führte durch den Wald ins Langfigtal. Der Fels war mit Erde bedeckt, nach dem vielen Regen der letzten Tage war es leicht rutschig. Also Stöcke setzen und vorsichtig aber fest auftreten.
Die unteren 30 Höhenmeter führten über eine alte Holztreppe herab. An etlichen Stufen sprossen Pilze und reckten sich zum Licht.
Ich spürte, meine Knie zitterten etwas von der ungewohnten Anstrengung aber mein Herz hüpfte vor mir her. An der Jugendherberge war der abenteuerliche Weg endgültig zu Ende. Sie liegt übrigens sehr schön und verfügt wohl über einen Verkaufsraum, denn draußen stehen Schilder, die Eis und Getränke anbieten. Gut zu wissen.
Mir ist nicht nach Pause machen, ich möchte weiter laufen. Gut, also eine Runde durch das Naturschutzgebiet Langfigtal. Dann bin ich aber durch den Tunnel zum Bahnhof Altenahr gegangen und mit dem Zug nach Rech gefahren. Hier habe ich mir im „Alten Pfarrhaus“ einen kühlen Weißherbst gegönnt und bei dem Wirt ganz fürchterlich mit meiner Tour angegeben. Er hat es mit Fassung getragen. Es hatte inzwischen zu tröpfeln begonnen.
ps. ich habe einen Tag später keinen Muskelkater!
Lenz Man spürt die Abenteuerlust, die Neugierde, die Freude über den Erfolg. Nun gehe ich immer mit Karde wandern. Da weiß man, was man hat.
3 Juli 2008
Deutsch
