Adresse: Daun
Stichworte gemündener maar maare naturschutzgebiet nordic walking radfahren schalkenmehrener maar sonntagsausflug totenmaar vulkane wandern weinfelder maar
Website Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten anzeigen
Werben Sie hier mit einer Qype Premium Anzeige (mehr...)
Kompliment
Lakritze (10.06.2008)
Bei schönstem Sonntagssonnenschein wollten wir die Maare sehen, die Augen der Eifel, wie sie auch genannt werden (und was mich schon als Kind immer ein bißchen gegruselt hat).
Daun findet man leicht von der Autobahn aus, und von Daun aus findet man leicht zu den Maaren: das Gemündener, das Weinfelder, das Schalkenmehrener Maar. Beim Weinfelder Maar (oder Totenmaar, wie es schöner heißt) gibt es einen Parkplatz. Da geht es los.
Maare sind Seen im Inneren von Vulkankratern. Sie sind kreisrund; gespeist werden sie von Regenwasser. Die meisten stehen unter Naturschutz. In den letzten Jahrzehnten hat die Region sich dem Tourismus verschrieben; entsprechend gut ist das Wanderwegenetz. Trotzdem tritt man sich auch an einem Sommersonntag noch nicht auf die Füße, wenn man hier unterwegs ist.
Unser erster Weg führt uns um das Totenmaar herum. Grünblau leuchtend liegt es im Sonnenlicht; Laubbäume säumen das Ufer, und die Kraterwand bedeckt eine herrliche Trockenwiese. Der Pfad ist schmal, so daß man nur hintereinander gehen kann; man geht, schweigt und genießt. Totenmaar heißt der kleine See wohl, weil an seinem Ufer ein Kirchlein mit einem Friedhof liegt; es gibt aber auch schaurige Geschichten von einem Schloß oder vom Ort Weinfelden, der zur Strafe für den Hochmut seiner Bewohner in den Fluten versank -- und nur die Kirche blieb verschont, natürlich.
Vom Totenmaar aus gehen wir weiter zum Schalkenmehrener Maar, das etwas tiefer liegt. Der weite Kessel enthält den blauen See und das Dorf Schalkenmehren; ein Campingplatz, ein Schwimmbad und ein Bootsverleih bieten Abwechslung für Feriengäste, die sich hier in zahlreichen Pensionen einmieten können.
Auf drei verschiedenen Ebenen führen Wege um Maar und Ort herum; die beiden unteren führen durch Wiesen, der oberste bietet Schatten und einen herrlichen Ausblick über das gesamte Tal. Wir entscheiden uns, unten zum Ort zu laufen -- was uns praktischerweise am Kiosk des Schwimmbades vorbeiführt -- und später oben im Kühlen zurückzugehen.
Das grüne Gemündener Maar, das tief unten in seinem bewaldeten Tal liegt, schauen wir uns nur noch von weitem an. Dazu besteigen wir den Dronketurm, den Anfang des letzten Jahrhunderts dankbare Bürger dem “Eifel-Vater” Dr. Adolf Dronke gewidmet haben; außen ist er ganz zinnenbewehrte Romantik, innen ganz Beton. Von oben hat man einen herrlichen Rundblick auf das umliegende Land.
Der beste Platz, um das Gemündener Maar zu genießen, befindet sich jedoch am Fuße des Turmes, quasi direkt auf der Kraterkante: Dort steht eine hölzerne Bank, wie eine Hollywoodschaukel an Ketten aufgehängt. Von dieser Stelle aus ist eine Schneise in den Wald geschlagen, die den Blick auf das tief unten liegende Wasser freigibt. Und wenn man energisch schaukelte und abspränge… Für Menschen mit Höhenangst ist das kein guter Ort -- ich find’s herrlich.
Nach ausgiebiger Rast gehen wir am Rande des Totenmaars zurück zum Parkplatz. Das Café, das irgendwo hier sein soll, haben wir nicht gefunden; dafür stehen am Parkplatz mehrere Bauern, die Obst, Wein und frische Kleinigkeiten an die müden, sonnenverbrannten Touristen verkaufen.
Stichworte radfahren, wandern, naturschutzgebiet, sonntagsausflug, nordic walking, vulkane, maare, schalkenmehrener maar, gemündener maar, weinfelder maar, totenmaar
Kommentare (3) Bedenklicher Inhalt?Verzeichnis: # A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z