Mitte September wollten wir uns das Amida mal näher begucken und fanden auch ohne Reservierung an einem Freitag abend mit 6 Leuten einen gemütlichen Platz. Die Einrichtung ist hell und freundlich, leicht mediterrant gestaltet. Die Bedienung war sehr freundlich, aufmerksam (und hübsch lach), beantwortete alle Fragen und beriet bei Portionsgrößen.
Die Kleinigkeiten, die wir uns bestellten waren alle schmackhaft, der Dönerteller vielleicht eine etwas zu kleine Portion. Das Brot zum Tzaziki war frisch und lecker.
Auf die Nachfrage nach den Cocktails aus der Online-Karte erklärte sie uns, dass ab 22 Uhr die Lounge im Obergeschoß geöffnet sei und man diese dort trinken könnte. Nach zehn erinnerte sie uns lächelnd, dass wir gern auch nun nach oben gehen könnten, (sie uns aber keinesfalls vertreiben wolle!), notierte sich für getrennte Rechnungen unsere Bestellungen nocheinmal und brachte korrekte Rechnungen. Danach wünschte sie uns lächelnd einen schönen Abend und viel Spaß im Obergeschoss.
Wir gingen die Treppe hoch und das Dekor der Einrichtung setzte sich fort. Hier war das Licht jedoch etwas gedimmt und die Musik halblaut. Mitten im Raum stand ein Laptop (von dem wohl die Musik kam, zu gefühlten 65% Michael Jackson-Songs). Ein Teil war als eine Art Tanzfläche eingerichtet, an den Fenstern dahinter war mit weißem Stift irgendetwas von Happy Hour an die Fenster geschrieben.
Die Bedienung fragte uns, ob wir zuvor unten gewesen seien und wurde nach unserem Nicken leicht panisch, stammelte irgendetwas von "das müssten sie dann alles unten an der Treppe zusammen bezahlen" o.ä. Wir konnten sie beruhigen, dass wir unsere Essensrechnung bereits beglichen hatten und völlig altlastenlos nun ein Getränk wollten.
Wir bestellten die Cocktails von der Karte und niemand war wirklich zufrieden mit dem Geschmack. Noch weniger zufrieden waren wir damit, dass die Bedienung schnell wieder auftauchte und verlangte, dass wir unsere Getränke nun sofort zahlen sollten. Leider stimmte kein einziger von ihr genannter Preis mit den Preisen von der Karte überein, und unser Hinweis auf die Karte wurde zunächst mit einem "das steht aber so in der Kasse" quittiert.
Da die Musik inzwischen eine Lautstärke erreichte, in der sich ein lockeres unterhalten fast unmöglich war, leerten rasch unsere Getränke und wechselten für das nächste Getränk lieber ins "Hill Street" auf der anderen Straßenseite.
Fazit: Ich werde gern noch das eine oder andere Gericht von der Karte probieren, aber die "Lounge" wird uns so schnell nicht wieder sehen. Daher gibts für beide Teile des Amida zusammen nur drei Sterne.
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