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Pension "La Casa dei Colori" von 6Kraska6
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Pension "La Casa dei Colori"

Weimar

5 2 Beiträge

Adresse:

Am Eisfeld 1a, 99423 Weimar

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Kontakt:
03643 489640

www.casacoli.de

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2 Beiträge zum Platz "Pension "La Casa dei Colori"" auf Deutsch

Benutzerfoto: muxxmaus
muxxmaus
30 Beiträge
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5 Sterne für Pension "La Casa dei Colori"
Beitrag zu Pension "La Casa dei Colori" vom 26 Juni 2012
Sehr schee!

Hatte ein ganzes Weilchen recherchiert, in wessen Kissen wir bei unserem "Weimar-Wochenende" die Köpfchen betten möchten. Auswahl gibt es ja genug. Doch die guten Bewertungen der Casa sowie die ansprechende Webseite mit den noch ansprechenderen Fotos haben mich überzeugt.

Sehr zentral gelegen, alles ist fußläufig erreichbar. Unser Zimmer war die Nummer 4, mittelgroß und fein. Aufeinander perfekt abgestimmte Farben, Fußbodenheizung (die wir dank Sonnenscheinwetterchens im Juni nicht brauchten), saubere Armaturen im Bad und ein kleiner Fernseher sowie W-Lan zur freien Benutzung. Leiiiiiider spuckte die Dusche am zweiten Morgen nur sehr lauwarmes Wasser aus. Womöglich duschte das gesamte Haus zur gleichen Zeit? Wir waren danach jedenfalls sehr wach. ;-)

Das Frühstück ist klein aber fein. Es gibt alles, was das Herz begehrt, ist aber (und das ist gut so), keine Massenware wie in großen Hotels. Logo. Gekochte Eier nach Wunsch weich, mittel oder hart (oder mittelweich oder mittelhart), Lachs, Aal, Schinken, Salami, Käse, Camembert (jeweils verschiedene Sorten), selbstgemachte (?) Marmelade, Tomate mit Mozzarella, frischer Obstsalat (toll!), Joghurt, Müsli, Säfte, verschiedene Kaffeesorten,.... 2 Brötchensorten und Croissants. Diese sind wohl aufgebacken (zumindest las ich das hier auch irgendwo), aber schmecken trotzdem prima.

Das Personal / die Inhaberin ist sehr freundlich.

Eine Tiefgarage gibt es, ich vermute, mit 8 Stellplätzen. Kostenpunkt 8 Euro pro Tag. Wir durfen am Abreisetag noch ein paar Stunden länger dort stehen, was wirklich toll war. :-)

Wer also in Weimar übernachten möchte, sollte dies hier tun. Und man beachte auch die Katzenpfötchen, die in einer der Terracottafliesen im Eingangsbereich eingedrückt sind. Wie die dort hingekommen sind, ist mir ein Rätsel. ;-)

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Benutzerfoto: 6Kraska6
6Kraska6
Duisburg
522 Beiträge
Bedenklicher Inhalt?
5 Sterne für Pension "La Casa dei Colori"
Beitrag zu Pension "La Casa dei Colori" vom 18 Oktober 2010

DAHAAAM

Für den Marsch nach Osten hatten wir uns eigens einen Herren aus Österreich als Führer auserkoren. – Nein, bitte nicht reflexartig nach der Antifa-Keule greifen! Es war nur so, dass die Gattin die Grille hatte, fürs Navi eine österreichische Herrenstimme downzuloaden. (Die alte Hochdeutsch-Zicke war uns zu schnippisch und schnepfenhaft.) Der neue Herr schmalzt nun zum Verlieben charmant : „Wenns bittschön die Ausfoahrt nähmen täten, des wär seehr freundlich“, „Jetzt noch an Stückerl, dann foahrns rechts umi – des is ssuuper!“, „Wenns geht, ruckiz’rucki!“, „Joa, hier samma dahaam!“ – Herrlich. Leider versagte der liebenswürdige Herr Navigationsrat exakt dort, wo ein anderer Führer aus Österreich gern mal meilenweit das Maul aufriss: Im Zentrum von Weimar. Die Weimarer (Weimaraner?) Verkehrsplaner haben Hummeln im Hintern. Ihre Lieblingsdisziplin ist das Sackgassenhüpfen bzw. Einbahnstraßen-Umkrempeln. Mit einer an den Vorgänger gemahnenden Verbohrtheit schickte unser geliebter Führer uns deshalb gnadenlos im Kreis herum bzw. in den Onntergang vulgo röcksichtslos verpollerte Sackgassen. Eine entzückende junge Hausdame – noch eine Spur charmanter als Tom von tomtom – musste uns dann mit dem Handy herlotsen, aber dann „warn wer dahaam“: In der „Casa dei Colori“.

Dabei handelt es sich um ein als Pension firmierendes, aber durchaus nahezu vollen Hotel-Komfort bietendes Haus unweit des Nationaltheaters, also mitten in der mit Niedlichkeit, Übersichtlichkeit und historischem Flair punktenden Innenstadt von Weimar. Man residiert bei Goethen, Schillern, Herdern & Co. quasi um die Ecke und saugt sich mühelos mit Bildungsgut voll. Wenn man denn will oder noch muß. Wer thüringischen Wein, Klöße und Wurst bevorzugt, hat hier ebenfalls ein privilegiertes Plätzchen gefunden.

Das Haus ist mit sichtbar viel Geld totalsaniert und ultramodernisiert, hoch komfortabel, solide und geschmackvoll eingerichtet, jedes Zimmer in einer anderen Farbe, was den Namen erklärt und irgendwas mit Goethes (ein wenig spinnerter) Farbenlehre zu tun hat. Das gebuchte Zimmer war, zu meiner Erleichterung, nicht das violette; uns umschmeichelte ein augentröstendes Chamois-Crème-Sahne-Gelblich, das der Geheimrat bestimmt gebilligt hätte. Gestaunt hätte er über Parkettboden, Fußbodenheizung, Flachbild-TV und ein geradezu traumhaftes, terakotta-gefließtes riesiges Bad; auch dass allüberall jeweilen vollautomatisch an- und ausgehende Licht oder die coole Ein-Hand-Chipkarten-Universal-Beschlüsselung sowie die ins Haus integrierte motorgesteuerte Etagen-Garage hätte ihn unweigerlich zu modernitätsbeflissenen Lob-Dichtungen inspiriert, schätz ich.

Die Betten befinden sich auf dem neuesten Stand avanzierter Matratzenforschung und schmeicheln dem von Weimars Kopfsteinpflaster malträtierten Bewegungapparat; das gebotene Frühstücksbuffett ist zwar vielleicht nicht fürstlich, aber frisch, ansprechend und absolut hinreichend. Wenn man statt industrieller Aufbackbrötchen knackbackfrisches Original-Gebäck kredenzen würde, wär es schon beinahe sehr gut („ssuper“)! Auch die bereits erwähnte, wie aufgezogen oder vollautomatisch herumschnurrende, flinke junge Hausdame trug zur Abrundung einer rundum positiven Erfahrung bei.

Kurzum: Verschlüge mich der Germanisten-Gott ein weiteres Mal in die putzige kleine Kultur-Hochburg Weimar, ich tät wieder im Farben-Haus im Eisfeld Quartier nehmen, denn, wie unser Führer richtig bemerkte: Hier samma dahaaam!

Kommentieren 1 Kommentar zu diesem Beitrag

  • jurgenehre, 24 Oktober 2010:

    Nachdem Goethefarben- Hotel..ein Schoppenschauriges- Hotel ?Alles nur eine MutFrage...!

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