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Das Ungeheuer von Loch Ness
Inverness
- Adresse:
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Inverness - Fort William, Inverness, Highlands and Islands
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4 Beiträge zum Platz "Das Ungeheuer von Loch Ness" auf Deutsch
Wer dennoch nicht wieder abreisen möchte, ohne vorher einen Blick auf Nessi geworfen zu haben, dem sei dringend ein Besuch im benachbarten Drumnadrochid empfohlen.
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704 Beiträge
Ich habe kein Monster gesehen, aber bin beeindruckt von der Landschaft und den netten Schotten.
Hier kann man die Seele baummeln lassen und in alle Ruhe zelten.
Vielleicht zeigt sich Nessi, wenn nicht dann hat dieser Fleck seinen Reiz nicht verloren.
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Das Ungeheuer von Loch Ness.
Das schottische Weltwunder lebt südlich von Inverness, im legendärsten See der Britischen Inseln. Nach dem irischem Missionar Sankt Columba, der das „Wasser-Monster“ erstmalig im Jahre 565 entdeckte und publik machte, war lange Zeit - bis 1933 - Ruhe, als es erstmalig wieder auftauchte.
Als am 22. Juli 1933 Mr. Spicer nebst Gattin auf der gerade neu erbauten A 82 am Ufer des Loch Ness entlang fuhren, machten sie die Beobachtung einer schwarzgrauen, über 10m langen Gestalt, die mit schlangenähnlichem Hals und kleinem Kopf sich im See tummelte. Nun gab es für Spicers zwei Konsequenzen: entweder man landet in der Psychiatrie oder mit großen Schlagzeilen in der Presse. Letzteres geschah und den Spicers blieben die Gummizellen erspart.
Hunderte von Augenzeugenberichten folgten nun. Respektable Persönlichkeite wie Ärzte, Parlamentsabgeordnete, Rechtsanwälte, Geistliche oder auch spät heimkehrende Pub-Besucher brachten es bislang auf jährlich durchschnittlich 20 protokollierte Sichtungen pro Jahr. Eine Monstermanie brach los und die Erscheinung wurde liebevoll Nessie getauft. 1934 stellte übrigens das Parlament in London Nessie unter gesetzlichen Schutz.
Nessie lies sich sogar fotografieren, und das nicht nur einmal:
Einem Mr. Hugh Gray gelang bei einem Sonntagsspaziergang im Jahr 1933 das erste bekannte und nachweislich nicht manipulierte Foto. (siehe Abbildung hierzu)
Ein Schnappschuss des renommierten Chirurgen Colonel Wilson aus dem Jahr 1934 zeigt - ebenfalls mit viel Korn und Unschärfe - den Kopf und den Hals eines Lebewesens, einem schwimmendem Saurier ähnlich. (siehe Abbildung hierzu)
Der Forstangestellte Mr. Lachlan Stuart traute am 14. Juli des Jahres 1951 seinen Augen nicht, als er aus seinem Cottagefenster blickend ein fremdes Objekt im See erblickte. Geistesgegenwärtig, im Beisein seines Begleiters Mr. Taylor Hay, rannten die beiden mit einer Kamera bewaffnet ans Ufer und machten eine Aufnahme von dem gerade einmal in knapp 50 Meter entfernt schwimmenden Tier. Zumal sind drei Höcker zu sehen, jeder in der Länge von ca. 1,50 Meter, die sich rhythmisch wie einer Seeschlange gleich, durch den See bewegten. Unglücklicherweise klemmte der Verschluss von Mr. Stuarts Kamera, so dass nur ein unscharfes Foto mit dem Hintergrund des gegenüberliegenden Ufers existiert. (siehe Abbildung hierzu)
Mr. P.A. Macnab aus West Kilbride gelang nun endlich am 29. Juli 1955 eine signifikante Fotografie des Monsters, auf dem auch der Turm von Urquhart Castle mit zu sehen ist, sozusagen als Beweis der Lokalität dieser Aufnahme. (siehe Abbildung hierzu)
Die Fotos wurden übrigens zur Überprüfung ihrer Echtheit den Labors von NASA und des britischen Verteidigungsministeriums übergeben. Es wurde festgestellt, dass keine der Aufnahmen manipuliert war.
Auch ein Benediktiner, Pater Gregory Brusey vom Kloster Fort Augustus am Südende des Lochs, beobachtete im September 1971 ungewöhnliches: „Es war ein lieblicher, sonniger Morgen, der See war spiegelglatt.“ Plötzlich sah er Bewegung auf dem Gewässer: es erschien ein schwarzer Hals, zwei bis drei Meter lang, gefolgt von einem Höcker. Es erhob sich und tauchte dann dann schräg nach hinten weg. „Es war kein Boot, kein Holz und auch kein Fisch – es war ein anders Tier!“ (Geistliche tragen auch in den Highlands wohl eher selten Kameras bei sich, daher existiert zu diesem Bericht leider kein fotografischer Beweis. )
Tim Dinsdale, ehemals Flugzeugingenieur, ließ sich die Echtheit seiner 1960 und 1970 gemachten Aufnahmen von der britischen Luftaufklärung bestätigen: 1960 filmte er Rücken, 1970 den Hals des Monsters. Als Nessie-Jäger muss man sich also schon in etwas Geduld und Ausdauer üben.
Wissenschaftliche Forscherteams schickten sich an mit Echolot und Unterwasserkameras, Monate lang auf der Lauer liegend, Nessie auf den Leib zu rücken: erfolglos. Wissenschaftler wie Zoologen, Paläontologen, Ozeanologen, Mikrobiologen, Gewässerökologen, Spezialisten vom Massachusetts Institute of Technology, der Harvard Universitiy oder der Smithonian Institution of Washington bildeten mehrere Forscherteams und harrten vergeblich am Ufer in der Nähe von Urquhart Castle aus. Im trüben Wasser von Loch Ness scheiterten alle Bemühungen. Nur die hochempfindlichen Sonargeräte orteten „große, sich bewegende Objekte“. Das war 1972 und 1976.
„Nach den Sonarbildern zu urteilen: Irgend etwas lebt im See.“ so der kanadische Paläontologe Dr. Christopher McGowan. (siehe Abbildung hierzu)
Also: die unbekannte Spezies ist ein Wirbeltier, etwa zehn bis fünfzehn Meter lang, Kiemenatmer. Es müsste übrigens immer zwanzig bis fünfzig Exemplare von ihnen geben, um die Population dieser Spezies über Jahrtausende am Leben zu erhalten. Angehörige der Art der Plesiosaurier übrigens. Maximal könnte der sehr reiche Fischbestand des Sees rein rechnerisch dreißig Tiere ernähren.
Die Lebensbedingungen im Loch für einen eventuell dort lebenden Saurier sind also somit ideal. Das Gewässer ist völlig frei von chemischen Verschmutzungen, die Wassertemperatur liegt das ganze über bei optimalen fünf bis sechs Grad, und das Loch friert niemals zu. Ungewöhnlich auch die Beschaffenheit des Seegrundes: mächtige Bergformationen und tiefe Schluchten, mit Sinkstoffen angefüllt, über deren Größe bis heute nicht einmal Spekulationen angestellt werden konnten. Ausserdem tiefe, weit unter das Festland reichende Höhlen, die optimal als Zufluchtstätten dienen können.
Das Rätsel beginnt also mit dem See selbst: Das Wasser, braun wie Bratensauce, da mit Torfpartikeln durchsetzt, lässt keine brauchbaren Unterwasserbeobachtungen optischer Art zu: Taucher sehen bereits nach ein paar Metern nicht mehr die Hand vor Augen.
Selbst bei schönem Wetter mit blauem Himmel wirkt der See immer grau, düster, dunkel und dementsprechend geheimnisvoll. Er ist 36 km lang, nur eineinhalb km breit aber ungewöhnlich tief: 325 Meter betrug die bislang größte gemessene Tiefe. Aber niemand kennt bislang die wirkliche Tiefe dieses Gewässers!
Loch Ness ist Bestandteil des Great Glen, eines großen Grabens, in Urzeiten aufgebrochen und seitdem die Highlands von Südwest nach Nordost durchschneidend. Schätzungsweise vor zwölftausend Jahren war dieser See noch eine fjordartige Meeresbucht. Als sich die Erdkruste vom Gletschereis befreite, sich in der Nähe von Inverness begann anzuheben, wurde die Öffnung zum Meer hin verschüttet und Nessie saß demnach in einer Falle. Das ist die populäre Theorie.
Nessie könnte sich in tausenden von Jahren, im Laufe der Evolution dem Süßwasser angepasst haben, so wie es beispielsweise auch Delphine im Amazonas schafften. Dazu kommen die bereits geschilderten optimalen Lebensbedingungen.
Die wenig existierenden Lebensbeweise eines Plesiosaurus erklären sich vielleicht durch diese Umstände wie auch dadurch, dass dieser See vieles in seinem v-förmigen, tief verschlicktem Graben versinken lässt und somit versteckt. So wundern sich Experten auch nicht, von Nessie noch nie einen Kadaver, ein Ei oder auch nur einen Knochen gefunden zu haben. Auch hat dieser See noch nie Leichen von Ertrunkenen freigegeben.
Weiterhin wird Nessie also die Phantasie Vieler bewegen, ähnlich dem Schneemenschen Yeti im Himalaja.
Ich habe diesen Bericht mit Hilfe meiner eigenen Beobachtungen, Fotos, älteren Berichten deutscher und britischer Text- und Bildquellen zusammengestellt.
Vielleicht wecken Theorien, Beobachtungen, Gerüchte und Geschichten dieser Art bei einigen von euch einmal die Neugier, den Weg dorthin einzuschlagen.
Ich muss sagen, die Gegend ist tagsüber manchmal wirklich schon gespenstisch, zumindest man wählt dazu recht ruhige, verkehrs- und touristenarme Zeiten.
Dann kommt schon garantiert genug „Stimmung“ auf...eindrucksvoll, unvergleichlich und unvergesslich, ob man nun Nessie "sieht" oder nicht
;-)
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