Kategorie: Essen & Trinken
Details: Restaurants, Spanisch
Argenteria 62 Ciutat Vella
Reba: "In dieser Ecke der Altstadt hat man die Qual der Wahl, wenn man eine Tapas-Bar sucht. Das Sagardi sticht durch seine offene Architektur und durch d......"
Vor zwei Jahren noch haben wir auf empfehlung des Falk-Reiseführers h hier richtig gut gegessen, aber ich schreibe erst heute aus gegebenem Anlass.
Wegen unserer guter Erfahrung hatte ich Freunden 'Los Caracoles’ empfohlen. Sie kamen gestern zurück und waren sehr enttäuscht. Einhellige Meinung: Reines Touri-Lokal, keine Tapas zum gemütlichen Voabnaschen,die gepfefferten Preise stehen in keinem Verhältnis zur Qualität der Speisen, nicht bestelltes und nicht angerührtes Brot wurde berechnet, dazu das hektische und sehr unfreundliche Benehmen des Kellners. Sehr peinlich für mich, so etwas empfohlen zu haben!
Diese NAchricht werde ich auch an den Falk-Verlag weitergeben.
Auf der Ramblas traut sich der “Entdecker” nicht in eines der zahllosen Restaurants, also versucht er es mit Abbiegen in Seitengassen. Eine solche ist die Carrer de Escadellers. Eine der typischen schmalen Altstadtgassen, bei denen man nicht weiß, ob man wegen des Alters der Häuser und der nostalgischen Stimmung eines Barcelona aus längst vergangenen Zeiten in Schwärmen geraten soll oder wegen der Schmuddeligkeit der Fassaden, den von wenig künstlerischen Graffitis übersäten alten Schutzrolläden an den kleinen Ladengschäften abgestoßen wird. Tagsüber pulsiert das Leben in diesen Gassen, die ihrer Enge wegen nur einseitig befahren werden können und wo es schon mal zu langen Fahrzeugschlangen kommen kann wenn einer zum Be- oder Entladen eine zeitlang halten muss.
In der Escadellers entdeckt entdeckt man das “Los Caracoles” als erstes durch den Geruch von brennendem Holz, mit dem der außen liegende Grill angefeuert wird, in dem die Hähnchen für das Restaurant zubereitet werden. Der Blick hinein verheißt Urigkeit und katalanische Originalität. Bevor man zu den Tischen gelangt, passiert man den großen Holz befeuerten Herd der emsigen Küchenbrigade und entdeckt schon die Fische und andere Köstlichkeiten auf Grills und in Pfannen.
Alle Wände sind mit gerahmten Fotos gepflastert, die wohl die Berühmtheiten darstellen, welche schon hier zu Gast waren. Der freundliche Kellner bringt die 4-sprachige Speisekarte und zum ersten Mal stellt sich das Gefühl ein: Hier hat man es mit einer professionellen, auf den Tourismus der pulsierenden Stadt eingerichteten Gastronomie zu tun. Der Name des Lokales (Schnecken) hat jedenfalls nicht nichts mit der Geschwindigkeit zu tun, mit der Vorspeisen und Hauptgang serviert werden. Das geht “blitzschnell”. Zwei Gitarren- und ein Mandolinenspieler, die länger mit dem Sammeln der Kollekte, als mit dem Musizieren beschäftigt sind oder auch die Tatsache, dass es nur überteuerte Flaschenweine gibt, all das bestärkt einen in der Meinung hier keinen authentischen Platz katalanischer Gastlichkeit gefunden zu haben, sondern ein auf den nur einmal erscheinenden Touristen abgestimmte Verkaufskunst. Die durchaus vorhandenen einheimischen Gäste erscheinen einem im Nachhinein wie bestellte Statisten.
Wie überall in Barcelona begegnet einem auch hier die scheinbare Resistenz gegen das Eingehen auf die Gäste und Kunden. Zum Beispiel gibt es keine “gemischte Vorspeisenplatte”, also eine Art Potpourri aus den einzelnen sowieso angebotenen Tapas. Statt dessen empfiehlt der Kellner drei Vorspeisen aus der Karte und stellt diese dann für rund 40,- € in Windeseile auf den Tisch. Die Suquillo de Pescador”, ein Fischgerricht nach Art des Hauses, wird geschmacklich überdeckt von einer hellen tomatierten Soße, welche dem Gaumen kaum Gelegenheit gibt, die einzelnen Fische zu entdecken. Nach dem Bezahlen der all zu sehr gepfefferten Rechnung an die durchaus aufmerksamen Kellner (vermutlich umsatzbeteiligt) bleibt im Dunkeln der katalanischen Gasse ein eher unangenehmer Nachgeschmack, welcher sich noch verstärkt, wenn man die jetzt hier anzutreffenden Gestalten passiert.
Kann mich dem Vorbericht nicht wirklich anschließen. Das Lokal wird zwar richtig beschrieben, aber Los Caracoles (heißt übrigens auf deutsch: Die Schnecken) ist kein Lokal für Einheimische, sondern ganz klar auf Touris ausgerichtet, oder Einheimische, die Gäste ausführen.
Fast immer muss man auf einen Tisch warten und es ist uns schon wiederholt passiert, dass uns ziemlich unmissverständlich klar gemacht wurde, gleich nach Beendigung unseres Essens schnellstmöglich zu gehen (da warten ja noch weitere!!). Das ist recht untypisch für Spanien, ist hier aber so. Und wie so vieles in diesem Barrio (Viertel) von Barcelona sind die Preise deutlich höher als ein paar Straßen weiter.
Es gibt in Barcelona so unendlich viele Möglichkeiten, urig, typisch, angenehm, gut und zu vernünftigen Preisen Essen zu gehen, so dass man die “Schnecken” eigentlich nicht braucht.
Und reine Tapas-Bars (mit Serrano und anderen Leckereien, am besten kombiniert mit einem kühlen Sherry) gibt es im direkten Umfeld reichlich. Tapear nennt es der Spanier, wenn man mit Freunden von einer Tapas-Bar in die nächste zieht und so weiter (der Engländer nennt es pub-crawling). Da hat man mehr von als im lauten, hektischen, teuren, immer vollen, engen Los Caracoles zu sitzen.
Hat ic völlig vergessen, diese beiden wunderbaren Ausdrücke “Tapear” und “Pub-crawling” herrlich, wie profan ist dagegen unser Wort “Kneipentour”.
lg
2 Juli 2008 von curacao
Tapear habe ich noch nie gehört - werde das Wort heute Abend gleich mal antesten, mal sehen, ob es jemand kennt grins
5 Juli 2008 von Sonrisa
Ich bin sicher, dass es typischere, weniger touristische Plätze in Barcelona gibt - aber find’ die mal um mit einer Gruppe von 20 Leuten zu essen.
Insgesamt hat es uns wirklich gut gefallen. Erstmal war’s schon witzig, da rein zu kommen, durch die Küche zu laufen (was da wohl unsere Gewerbeaufsicht sagen würder??) und dann von einem Raum zu noch einem, Treppe hoch und immer weiter zu gehen. Fast wie bei Harry Potter, wo die Treppen sich ändern …
Gelandet sind wir dann ganz oben, sehr urig, ausnahmsweise mal in Barcelona keine hochgedrehte aircondition…
Los ging’s mit oberleckerem Sangria a la Cava, sehr erfrischend und süffig. Dann diverse, sehr gute Tapas, mir allerdings ein bischen zu viel Frittiertes.
Ich hatte als Hauptgericht dann gegrillten Fisch (Tausch, eigentlich wollte ich das Huhn). Und der Fisch war auch nicht besonders, den sollte man da lieber lassen. Die Fleischgerichte, vor allem das Huhn und Zicklein waren allerdings sehr gut.
Dessert war traumhaft, das beste, das ich in Barcelona hatte.
Das leidige Thema Wein: Ich weiß nicht, wir hatten echt Mühe, halbwegs trinkbaren Wein aufzutun. Hier war der erste Weißwein dermaßen alkohlhaltig und “fett”, hat niemandem geschmeckt und der rote war auch nix. Der zweite war dann besser, aber da kriegt man in Itallien und auch in Deutschland besseres.
Und hier hatten wir auch das einzige Mal wirklich nette, freunldich Kellner, obwohl die sehr viel arbeiten mussten. Mit family wäre es mir hier zu laut und hektisch, würde ich nicht auswählen. Mit einer Gruppe ist es total in Ordnung, es stört auch nicht, wenn man etwas lauter ist.
Lustig, die Bilder und Autogramme der spanischen Berühmtheiten aus den 50er und 60er Jahren an der Wand.
Preise sind für die Gegend normal, sprich nicht billig.
Sehr uriges spanisches Restaurant in der Nähe der Rambla.
Vor dem Lokal ist ein Hähnchengrill in die Wand eingelassen…die Spezialität hier ist halt auch Hähnchen.
Wenn mann das Lokal betritt stehet mann in einer Tapasbar, wo es sich anbietet erstmal einen Drink zu nehmen und ein bischen Serranoschinken zu essen wenn mann auf den Tisch wartet.Dann gehts zum Tisch direkt durch die Küche durch
( undenkbar bei uns). Das hier ist nix für einen romantische Abend…es ist laut und hektisch, viel kleine Räume zum sitzen über viele Etagen und immer voll, war hier schon ein paar mal und habe immer sehr gut gegessen…spanische Hausmannskost.
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von andybryant
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