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Beitrag zu MONTOYA vom 3 Juni 2012
Mir bleibt nichts anderes übrig, als diesem tollen Laden von Yves und Erikas die Bestnote zu geben - zu Recht! Auf der 4-jährigen Suche nach einem Friseur wurde ich hier endlich fündig. Zunächst habe ich gar nicht gewusst, dass sich hinter dem neuartigen Look draußen in der mir doch eigentlich bekannten Voigtstraße tatsächlich ein Friseur versteckt, doch gerade das lockte mich. Gedacht - getan, ich also ab in den Laden. Sofort wurde ich herzlichst begrüßt und gefragt, was man für mich tun kann. Sehr locker und kein bisschen aufgesetzt wie es leider oft der Fall ist in "hippen" Berliner Szeneläden. Mich hat zunächst das Konzept sehr fasziniert: Café mit integriertem Friseur. Warum? Ich will keine Haare in meinem Kaffee. Ist auch falsch! Denn das Ganze ist einfach perfekt durchdacht.
Jeder kennt es. Man sitzt beim Friseur und der Profi werkelt an einem herum. Während man Smalltalk führt oder in einer Zeitschrift blättert, schweift der Blick auf andere Kunden. Man schaut unbewusst dem Treiben neben sich zu, weil es einfach interessant ist. (Mich persönlich entspannt dies sogar.) Meistens ergibt sich so etwas aber auch nur, wenn man günstig sitzt . den Kopf kann man schließlich kaum bewegen. Alles was man mit dem Winkel der Augen einfangen kann, wird aber gescannt.
Bei Montoya ist genau dies erwünscht! Der im Retrostil eingerichtete Laden lädt ein zu einem Mirinda (lecker Brause) oder Milchkaffee am Nachmittag ein. (Die Getränkekarte ist genau so geil wie der Laden.) Und wenn Du allein dort bist, schaust Du dem Treiben der excellenten Friseure zu, Jenny, Silvio und Erikas. Alle drei sind wirklich kompetenter als sämtliche angebliche Profiligisten zusammen. Und ich kann es beurteilen, denn ich habe jeden der drei an meine Haare gelassen. Eigentlich finde ich es super, wenn ich eine Person gefunden habe, die meine Haare so perfekt schneidet, dass ich keinen Grund habe, zu wechseln. Hier hat es sich durch Zufall so ergeben und obwohl der Stil der drei völlig untrschiedlich ist, war ich jedes Mal begeistert.
- Du bekommst eine ausführliche Beratung
- Hast eine Auswahl an wunderbaren Getränken (als Kunde for free)
- Super Lesestoff (Erikas ist der Entdecker eines meiner jetzigen Lieblingshefte)
- Und hauptsächlich natürlich einen supergeilen Schopf (wenn Jenny einem die Haare wäscht, verfällt man übrigens in Trance - unfassbar)
Und was ich am Meisten liebe: Sie wissen ganz genau wer Du bist, wenn Du beim nächsten Mal wiederkommst.
Ich komme ursprünglich nicht aus Berlin sondern aus einer Kleinstadt. Zu Beginn meiner Zeit hier, habe ich die Mentalität der Menschen wahrgebommen wie der von Pferden mit Scheuklappen. Ich finds immer toll, wenn man in seinem Kiez ein wenig anti-anonymisiert und auch Anlaufstellen hat, wo Leute Dich kennen.
Und noch was Schönes bei Monoya: Yves und Erikas hängen Werke von angesagten Künstlern an ihre Wände - alle paar Monate kann hier ein anderer Kreativer seinen Bekanntheitsgrad steigern.
Ich könnte noch ewig weiter erzählen, doch testet doch einfach selbst das Erfolgsrezept des Teams.
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