Anhalter Bistro - Cocktailbar, Kreuzberg, Berlin
- Kategorie:
- Cocktailbar Kreuzberg | Cocktailbar Berlin
- Adresse:
-
Stresemannstraße 72, 10963 Berlin
0176 64146116
- Geöffnet:
- 12.00 - 24.00 Uhr
- Mehr Details:
-
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Chelany - Indisches Restaurant
Friedelstrasse 41, Neukölln, 12043 Berlin
Kundenzitat:“Sehr leckeres & preiswertes Essen. Ich war mittlerweile schon drei Mal im Chelany und fand das Essen jedes Mal superlecker.Die Portionen sind mir oft zu groß und es ist ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Mein Stammlokal im Reuterkiez!“
3 Beiträge zu Anhalter Bistro - Cocktailbar auf Deutsch
Per Anhalter Bistro durch einen Teil der (historischen) Galaxis der Stresemannstrasse.
Es war mal für mich schade, dass im Anhalter Bistro Warsteiner Bier ausgeschenkt wurde. Warsteiner schmeckt mir nicht. Ich bin für herbere Biersorten, wie Jever zum Beispiel. Ich hab da nun ewig herum gemosert, bis die Sorte ersetzt wurde. Nun gibt es Berliner Pilsner.
Ein Zentner Kaffeebohnen lagen mal in einem Seitenfenster 10 Jahre lang. Der Kaffee im Seitenfenster stammte noch von einem Vorbesitzer. Ich habe so lange herum gelästert, bis der Kaffee verschwunden war. Ein Vorbesitzer liegt auf dem Friedhof, wo er, wie gehört per Mord oder Totschlag hingelangt ist. Ein anderer hat im Januar 2009 das Handtuch geworfen. Möglich, ich hab zuviel gemeckert. Am 2. September 2009 wurde das Bistro wieder eröffnet. Seidem gibt es nix zu meckern.
Was auf der Speisekarte steht interessiert mich weniger. Trink da eh fast nur Kaffee und denke, den einen Zentner da habe ich weg getrunken. Mich interessieren ganz andere Sachen. Es ist der Wandel, es ist der Wechsel der Atmosphäre an unterschiedlichen Tagen. Ein Wandel ist schon vorhanden, weil die Gegend um den Anhalter Bahnhof immer öfter von Touristen frequentiert wird, auch im Fall des Bistros wegen der Hotels, die in den letzten Jahren entstanden sind und entstehen.
Es gibt ein nettes Säuferbänkchen wie auf einer Bühne, auf denen aber keine Säufer sitzen, sondern unterschiedlichste Stammgäste. Wie von einer Theaterloge kann man hier das Geschehen überblicken. Die Bar, den Gastraum, die Plätze vor dem Bistro, den Aldi Parkplatz, die Stresemannstrasse. Idyllisch und gleichzeitig makaber ist der Blick bei Dunkelheit zur beleuchteten Ruine des Anhalter Bahnhofs. Je nach Tageszeit gibt es ein babylonisches Stimmengewirr mit stetigem Wechsel. Französische Schüler probieren die Cola, Dänische Senioren löffeln ein Süppchen, Holländische Touristen wühlen sich durch den Berliner Stadtplan. Seniorenkegler der Bundeskegelbahn, die sich einige Meter unter dem Fußboden des Anhalter Bistro befindet, trinken hier manchmal ihre Ratten ab, da die Luft hier frischer ist, als im Kegelkeller.
Das Anhalter Bistro steht auf historischem Boden. Hier stand bis zum Ende des zweiten Weltkrieges das Hotel Excelsior mit rund 5 000 gastronomischen Plätzen. Es war das größte Hotel Europas mit eigenem Kraft- und Wasserwerk! 1,2 Millionen Litern Bier wurde hier im Jahr getrunken. Das Excelsior hatte 1919 mit 60 Angestellten einen Umsatz von 450 000 RM. Mit 700 Angestellten erreichte es 1939 runde acht Millionen.Weitere Infos: http://www.luise-berlin.de/bms/bmstxt99/9905proe.htm
Im Exelsior stiegen neben “Adolf dem Verbrannten” auch illustre Gäste ab, wie z.B. der “Seewolf” Felix Graf von Luckner. (http://de.wikipedia.org/wiki/Felix_Graf_von_Luckner) Was er im Exelsior getrieben hatte, wurde ihm im Verlaufe seiner Karriere zum Verhängnis. Er vergriff sich im Hotel Exelsior an seiner Tochter. (http://www.halle.de/DownLoads/29/luckner_gutachten.pdf)
Neben der Berliner Mauer gab es noch eine wesentlich unberühmtere Berliner Mauer in der Stresemannstrasse. Die Akzisemauer. Reste der Akzisemauer sind 200 Meter vom Bistro in der Stresemannstraße zu bestaunen. Dort überdauerte unter dem Mittelstreifen der Stresemannstrasse das Fundament. Friedrich Wilhelm I. ließ die Akzisemauer (eine Zollmauer) 1734 bis 1737 bauen, und war mit 4,20 Meter sogar 60 Zentimeter höher als die Berliner Mauer.
Ins Anhalter Bistro gehe ich gerne zum qasseln und tratschen über Gott und die Welt, über den Kiez. Das Bistro ist relativ klein. So maximal zwanzig Gäste gehen da rein.
05.11.2011:
So manches hat sich geändert. An der Stelle des “Säuferbänkchens” steht ein Pizzaofen. Das Bistro ist nun auch eine Pizzeria. Die “Ratten” Abtrinker sind verschwunden. Die Bundeskegelbahn ist geschlossen, die Kegelbahnen sind ausgeräumt, die Kegeltechnik ist verschrottet. Manche munkeln, im Keller wird jetzt eine neue Zentrale der Terrorabwehr eingerichtet, weil daneben ein noch intakter Bunker vorhanden ist. Entsprechende Action gab es schon mal heute. RTL drehte am 05.11. einen Film zur TV-Serie “Die Draufgänger” mit Dominic Boer und Jörg Schüttauf. Eine Spielothek hat um die Ecke eröffnet. Man sieht nie Kunden in die Spielothek gehen. Auf dem Hof am Hintereingang der Spielothek und am Vordereingang in der Stresemannstraße hängt über der Türe eine drehbare Videokamera. Ein Backpackerhotel wurde eingerichtet und wer den Loginnamen des Backpacker wlan Netz weis, kann im Anhalter Bistro gratis im Internet surfen.
25 Juni 2011
Dieses nette Bistro hat zu, 01.05.2009 zugemacht und steht nun zur Vermietung zur Verfügung.
Wer also Lust hat sich an einem n icht ganz unspannenden Ort ein (halbes?)Standbein aufzubauen, ist hier ganz vorne!
Es ist wahr: Der Kaffee ist dünn und die Speisekarte nicht besonders. Dennoch ist es ruhig und nett. Die zwei älteren Damen, die irgendwie immer hinter dem Tresen oder bei ihrer Stammkundschaft anzutreffen sind, sind stets freundlich. Die Touristen verweilen hier nicht lange, eher sind es die Bewohner des riesigen vielstöckigen Gebäudes mit vielen Einzimmerwohnungen, die hier einkehren. Es ist eher eine kleine Kantine mit interessanten Gesprächen, denn die Ohren lassen sich nicht immer ausschalten. Ich lobe mir diese kleine Oase in zwischen dem “Feinen”.






