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22 Beiträge

Top Empfehlung:

Bangaluu

Invalidenstrasse 30, 10115 Berlin

Super-styliger Dinner- & Danceclub in Mitte. Kundenzitat: "Dort herrscht eine Aura, die vielleicht unseren Geist anregt und einfach den Wusch schürrt nach mehr Party – modern und extravagant."

Kompliment prosecco1955 (16.06.2008) 3

OKay: wenn Berlinale ist, lohnt es sich vielleicht, darinnen einen Blick auf die Schein- und Halbwelt zu werfen, wenn man denn reinkommt…?
Die Preise sind unverschämt, nicht alles, was auf der Karte steht, haben wir bekommen, und die Bedienung ist etwas gewöhnungsbedürftig…

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Qype Advanced Insider 12K
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Wolfram

Kompliment Wolfram (07.05.2008) 5

I love this place…! Auch wenn es nun leider schon lange keinen Entre-deux-Mers mehr gibt. Der Pleite ist man umsichtig und nach einem geschäftlichen Relaunch entsprungen, Gratulation!
Die fabelhaften Bilder und Ed Kienholz`unvergängliche Installationen zeigen allen, die es bisher nicht glauben wollten, daß auch West-Berlin vor dreißig Jahren auf seine Weise “Weltniveau” hatte.
Ebenso wie das nahe gelegene Florian gehört die “Paris-Bar” zum ehrwürdigen Inventar der einstigen Mauerstadt. Mein erster Wein vor dreißig Jahren hier war jener weiße Bordeaux, dern nun nicht mehr im Trend liegt. Die Bar dagegen hat sich behauptet trotz aller Wandlungen. Die neue Nachbarschaft, Jo Laggner “Vienna Bar” muß erst noch diese Traditionsbeständigkeit beweisen. Hier konkurriert ein Mitte-Betrieb mit dem Charlottenburger Orginal, man darf zu recht gespannt sein.

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Qype Advanced Insider 1953
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Labude

Kompliment Labude (25.04.2008) 4

Männer lassen sich gerne betrügen. Die Kunst ist einfach, sie nicht merken zu lassen, dass sie betrogen werden. Sie können das als allgemeine Regel notieren, fünfzigmal aufschreiben, auswendig lernen und endlich im Traum aufsagen: „Männer wollen betrogen werden, aber es nicht merken.“ Ein Mann kann eine gefälschte Breitling als sein Lieblingserbstück verehren, solange er nicht weiß, dass sie falsch ist. Er kann einen 20 Jahre Grand Cru als unvergessliches Sinneserlebnis feiern, wenn er nicht weiß, dass die Flasche in Südafrika nachgefüllt wurde. Er kann einen fettleibigen Geländewagen von VW fahren, solange er das Gefühl hat, der Chayenne sei ein Porsche. Er kann diese einmalige Nacht hundertmal glücklich im Traum wiederholen, solange er nicht weiß, dass sie diesen unglaublichen Orgasmus nur gespielt hat. All dies können Männer und viel mehr braucht man im Grunde nicht, um sie zu verstehen. Männer sind ganz einfach. Deshalb freuen wir uns auch auf das nächste Tom-Waits-Album, obwohl wir wissen, dass er seit 5 Jahren nichts wirklich Anständiges mehr produziert hat und wahrscheinlich auch nie wieder etwas Gutes produzieren wird.

Tom Waits hat uns immer betrogen. Nehmen wir das Picture in a Frame auf der CD Mule Variations. Da erzählt ein einfacher Mann, der in seinem Leben außer einer nennenswerten Schulbildung so ziemlich alles erlebt hat von seiner großen, zärtlichen Liebe. Ich liebe dich, Baby, und ich werde es immer tun. Ever since I put your picture in a frame. Da läuft es heiß den Rücken herunter und wir stehen fassungslos davor, wie in so einem schlichten Herz eine so große Liebe stecken kann.

Alles Fake. Berechnender, kalter Gefühlsfake.

Tom Waits ist ein begnadeter Zyniker und er betrügt uns hemmungslos. Weil wir es so wollen. Und weil wir es gar nicht so genau wissen wollen. Was stört es uns, wenn es Fake ist, solange es ein guter Fake ist.

Und so ist das auch mit der Paris Bar in der Berliner Kantstraße. Schon lange treffen wir da keinen Bruno Ganz mehr beim Abstürzen. Auf einen einzigen Schauspieler kommen 27.453 Touristen von hinter den sieben Bergen, die hingehen, um zu sehen, ob vielleicht doch ein Schauspieler oder wenigstens ein Schriftsteller da ist. Sie alle werden nach Hause gehen und sagen, dass sie zwar Bruno Ganz nicht gesehen haben, aber dass es doch irgendwie ganz besonders war. Ja, die alten Besitzer sind längst pleite und eigentlich spricht nicht viel für das Lokal. Aber – es tut gut. Und dass das alles nur Fassade ist, tja, das wollen wir gar nicht so genau wissen.

An einem ganz normalen Donnerstagabend ist der Laden rappelvoll, vor der Tür warten Taxis. Drinnen ist es laut, obwohl die meisten Gäste eigentlich ganz brav aussehen. Ich esse ein Entrecôte mit Pommes und Sauce Béarnaise für 22 € und finde das eigentlich eine Unverschämtheit. Aber dann denke ich, dass das Fleisch eigentlich wirklich großartig und die Pommes wirklich außergewöhnlich sind. Dass sogar das Bier frischer schmeckt als anderswo. Ich finde, dass der Kellner wirklich ein ziemlich cooler Typ ist („Den Aschenbecher muss ich Ihnen aber ganz heimlich bringen“) und das verstohlene Lächeln vom Nachbartisch, das der Begleiter nicht ahnt, eigentlich bezaubernd.

Und so verlasse ich das Lokal. Betrogen und zufrieden.

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Kompliment Niclas Grabowski (20.04.2008) 4

Dass man hier in einem Museum ist und isst, dass merkt man nicht nur an der Kunst an den Wänden. Das ganze Konzept des Ladens entstammt einer fernen Vergangenheit. Hier drinnen ist es dunkel wie sonst nirgends, und selbstverständlich wird geraucht. Auf der Karte praktisch nur altbekannte, französische Klassiker, Neues oder gar Kreatives sucht man hier völlig umsonst. Selbst der Hauswein scheint sich seit zwei Jahrzehnten nicht verändert zu haben. Die Trockenheit der achtziger Jahre habe ich so schon lange nicht mehr im Glas gehabt. Und selbst das Weinglas habe ich in den 80ern zum letzten Mal gesehen. Allerdings gibt es die Kopie des damaligen Designs ja auch schon seit mindestens zehn Jahren bei Ikea.

Auch die Art der Bedienung ist mittlerweile völlig out. Den anderen Berichten kann ich, was den Service angeht, nur in einer Hinsicht widersprechen: Auch die Prominenz wird hier nicht besser behandelt. Arroganz gehört hier einfach zum guten Ton. Was macht es schon aus, wenn jemand Schauspieler, Regisseur, Friseur oder gar Manager ist, hier wird immerhin ein Restaurantbetrieb geführt, das ist etwas Ernstes, und daher stören die Gäste doch eher, oder? Und man muss sagen, dass in den fernen 80ern selbst das geklappt hat und kein Hindernis für den Erfolg eines Restaurants war sondern eine Voraussetzung. Na gut, dann soll es halt so sein.

Warum soll man hier essen gehen? Das, was wir auf unseren Tellern nach langer Wartezeit erhielten, war auch irgendwie veraltet, aber sehr lecker. Ein hervorragendes Filesteak mit Salat. Lammkottelets mit Kartoffeln, perfekt gebraten und wunderbar aromatisch. Eine Kartoffel-Lauch-Suppe, schon tausend mal gegessen und dennoch gut. Die Pate hätte man sich allerdings auch schenken können. Über die Preise des ganzen möchte ich hier allerdings kein Wort verlieren. Wenn man auf diese achtet, wird einem der Spaß an dem Laden eher vergehen.

Und dennoch, trotzdem man heute ein Restaurant wohl kaum noch so einrichten würde, der Laden hat Atmosphäre. Es heißt, hier hätten viele Künstler in der Vergangenheit die Rechnung durch Kunst bezahlt. Und so finden sich tatsächlich viele Highlights an den Wänden, die mit Kunst nur so voll gehangen sind. Sehr witzig ist zum Beispiel die Rakete über der Bar.

So richtig habe ich nicht verstanden, wem die Parisbar nach der Insolvenz des letzten Jahres inzwischen gehört. Aber so oder so, ich habe seit dem letzten Besuch vor einigen Jahren keine Veränderung feststellen können.

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Kompliment lokalreporter (29.08.2007) 5

Paris Bar Bon Soir

Die Paris Bar läuft nicht mehr so wie früher, all die freundschaftlich verbundenen Frisöre zeigen dem Michel jetzt jene Seite, die er ihnen jahrzehntelang entgegenstreckte -- das Hinterteil.

Und auch im bunten Blätterwald findet die sinkende Hoppetosse kaum Erwähnung, allenthalben ranken sich Gerüchte über mögliche neue Betreiber, Mutmaßungen bestens informierter Kellner. Mal solls der ehemalige Bhagwahnese von der Französischen übernehmen, dann wieder der Du-weißt-schon-wer vom Gendarmenmarkt, jede Woche wird eine andere Sau durch die bescheidenen Köpfe prestige-süchtiger Tellerträger gejagt.

Hol doch den alten Tiroler zurück der zuletzt beim Sekterfinder im Restaurant rumstand, alte Besen kehren ja bekanntlich besonders gut. Oder den Kaffee-Röster von der Donau-Insel, wie heißt er noch gleich: Androsch? Andrak? Andromendar? -- irgendwas mit Illi, der knallharte Sanierer und Excel-Experte. Ja, den, was ist mit ihm? Der ist schon da, kümmert sich befließenen Stils um die fünfzehnflaschenstarke Weinkarte hab ick jehört, ist aber zu servil am Gast, das will doch keiner.

Die michelverwöhnten Peitschenliebhaber brauchen die Rute, sonst kriegen die doch keinen mehr hoch. Also wie jetzt, doch den Gastro-König aus dem Salzburger Land?

Weiß nicht, ich würd die Finger davon lassen, allenfalls mit Senatsgeldern [die Kohle kann auch aus dem Topf der Österreichwerbung kommen] ein Museum draus machen und vergangenheitsverliebte Masochisten durchschleusen.

Sämtliche nordafrikanischen Buckelwale der letzten Dekadenz könnten für ein kleines Trinkgeld ihre abgekauten Stories kundtun und endlich ihren janusköpfigen Ex-Chef bloßstellen und Icke --> ick heuer bei der BZ als Lokalreporter an und berichte täglich aus den Innereien runtergewirtschafteter Promi-Klausen.

Heyheyhey -> darauf einen Düschardäng!

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Qype Advanced Insider 3286
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Bemo

Kompliment Bemo (25.07.2007) 1

Wenn man sich mal richtig schlecht und wertlos fühlen will, dann geht man am besten als Nichtpromi in die Paris Bar. Ich gebe zu, mein letzter Besuch liegt schon ein Jahr zurück, das Erlebnis hat sich aber sehr detailiert in mein Gedächtnis gebrannt:
Mea culpa - ich habe die Getränkekarte nicht gelesen und mittags - oh wie stillos - eine große Apfelschorle bestellt. Die Rüge des versnobten Kellners folgte gleich. In gebrochenem Deutsch wies er mich drauf hin, dass alles was es gibt auf der Getränkekarte steht ("hier steht in Karte"). Zum Glück waren die Wünsche der anderen nicht ganz so exotisch. Mineralwasser gab es zum Glück. Das Spargelgericht, das ich bestellte, kannte er nicht. "eine Spargelsuppe" sagte er. "Nein, ein Spargelsalat" erwiderte ich. "Haben nur Spargelsuppe", so der Tellertransporteur (ich will nicht Kellner sagen, zu viel Respekt vor dem Beruf). "Nein" erwiderte ich, "Spargelsalat - hier steht in Karte". Endlich war er überzeugt. Wortlos wurden die Teller gebracht und ebens wortlos wieder abgeräumt. Das Essen war langweilig. Das bekommt fast überall in Berlin zum halben Preis besser. Aber zum Glück spart man sich bei so viel Unverschämtheit ja das Trinkgeld. In dieser Stadt sind schon deutlich bessere uns sympathischere Lokale untergegangen. Werd hier auf qype die Entwicklung weiterverfolgen und vielleicht mal wieder hingehen, wenn es besser geworden ist... mal sehen.

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Kompliment GuideAndCompany (04.03.2007) 4

Zur Zeit, hat man manchmal den Eindruck, singt die "Paris Bar" ihren Schwanengesang... Wer weiß... So sei doch wenigstens festgehalten, dass es sich um DAS in-Lokal unter den Bar-Restaurants mit Künstler-, Intellektuellen-, Bohème- und Snob-Appeal in Berlin handelt. Dicht bepackt die Wände mit allerlei Kunst, geschmackvoll in schwarz-weiß gefliest der Boden, nobles Understatement bei den Tischgedecken. Vorne dran gleich die Bar und immer (noch?) ein Cerberus am Eingang, der, das muss gesagt werden, mit seiner arroganten Art meinen ober-coolen Vetter dazu veranlasste, auf dem Absatz kehrt zu machen und den Laden wortlos wieder zu verlassen (Es gibt eine Sorte von Kellnern, die wohl nur existiert, weil sie Publikum mit sado-masochistischen Neigungen anzieht, denke ich manchmal in meiner Erklärungsnot...). Nun ja...
Lange Nächte bin ich da schon gesessen in Studentenzeiten, Teil der Runde des Berliner Grandseigneurs Nicolaus Sombart. Man traf sich gerne dort, z.B. wenn der große Kenner der Berliner Gesellschaftsgeschichte und nicht minder große Connaisseur der Kulturgeschichte der Erotik dem Dahlemer Professor Jakob Taubes in seinen Seminaren zur Seite gestanden hatte (Heute würde wohl Ariadne von Schirach in diesem Kreis zu treffen sein...).
Möge diese traditionsreiche Berliner Edel-Institution verjüngt (und vielleicht ein wenig demütiger und freundlicher) in eine lange Zukunft schreiten!

GuideAndCompany alias
Hilmar Hans Werner

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Qype Advanced Insider 4545
Benutzerfoto: chef40

chef40

Kompliment chef40 (27.10.2006) 4

Die Bar- und Restaurant-Legende in Berlin. Tatsächliches Paris-Flair. Viele Prominente und solche, die sich dafür halten, daher "Sehen und gesehen werden". Meist sehr voll und meist sehr verraucht. Mittlerweile offiziell insolvent, besteht aber wohl trotzdem weiter, Legenden sterben nicht.
Essen eher Durchschnitt.

Nebenan befindet sich Le Bar du Paris Bar.

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