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Kompliment Niclas Grabowski (05.08.2008) 3

Von einem immerhin zweiwöchigen Ausflug auf die Insel Zypern sind mir nur wenige Dinge in Erinnerung geblieben. Der Spaziergang um den Hafen herum gehört dabei zu den positiven Erinnerungen. Es ist ein kleiner Hafen mit einer Mole, an deren Spitze sich eine kleine, romantische Befestigungsanlage befindet. Diese wurde von den Osmanen erbaut, als sie sich mit den christlichen Staaten des Mittelmeerraums im 16. Jahrhundert blutige Auseinandersetzungen lieferten. Zyperns Geschichte ist ein Beispiel, wie sehr es für viele der Inseln im Mittelmeerraum in diesen Zeiten hin und her ging, wie Kulturen und Regierungen wechselten und nichts wirlich sicher oder gar beständig war.

Wirklich prosperierend ist der Hafen allerdings nicht. Und auch die sonst im Mittelmeerraum übliche Chickeria auf ihren Yachten wird man in Paphos eher nicht finden. Es wirkt hier alles etwas verschlafen. In der Umgebung des Hafens finden sich Läden und Gastronomie, die ich hier mal als soliden Durchschnitt für die Insel bezeichnen möchte. Dem vielreisenden Besucher wird das alles jedoch als zu standardisiert vorkommen. Zu touristisch, daher wenig inspirierend. Mehr als einen Nachmittag lohnt sich Paphos nicht, wobei man an diesem Nachmittag dann auch gleich die Ausgrabungen von römischen Mosaiken in unmittelbarer Nähe des Hafens besuchen kann.

Vielleicht liegt das Problem aber auch darin, dass meine Begleiterin und ich hier außerhalb der Saison waren. So wirkte alles ein bisschen leer und verlassen. Zumindest dieser Teil von Zypern ist uns aber als nicht sehr spannend in Erinnerung geblieben. Nicht zuletzt haben wir über großformatig beworbene Angebote im Hotel lachen müssen, in denen mehrtägige Reisen nach Ägypten und Libanon angeboten wurden. Wir konnten nicht anders, als uns die Frage zu stellen, ob man hier, auf Zypern, Urlaub vom Urlaub braucht, wenn man sich nicht zu lange langweilen will. Denn wie sollte man sonst den Erfolg solcher Megaausflüge von der Insel weg erklären?

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Benutzerfoto: wanoeth

wanoeth

Kompliment wanoeth (30.07.2008) 4

Der Hafen von Pafos mit seinem byzantinischen Kastell ist eine Augenweite und liegt sehr schön ruhig und geschützt in der kleinen Bucht. Der Hafen mit seinem wunderbaren südländischen, mediterranen Flair, mit den bunten alten Fischerbooten, schönen Lokalen und netten Läden. In der Antike war Paphos ein Stadt-Königreich mit einem bedeutenden Pilgerheiligtum der Aphrodite. Insbesondere die Fischgerichte sollte man sich nicht entgehen lassen, die in den unzähligen Tavernen und Restaurants angeboten werden. Hier kann man sich den ganzen Tag bei einem bunten Treiben von Einheimischen und Urlaubern die Zeit vertreiben. Das Markenzeichen von Paphos ist das 1592 von Türken erbaute mittelalterliche Kastell direkt am Hafen. Dieses kann man besteigen und hat einen herrlichen Blick über den Hafen in Paphos. An der Mole legen auch die Fähren von Athen-Piräus kommend an, hier werden auch Bootsfahrten und Ausflüge angeboten. Den malerischen Hafen der 1993 neu gestaltet wurde ist sehr empfehlenswert anzusehen…

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