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Qype Advanced Insider 1909
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RausAusKL

RausAusKL (16.05.2008) 4

Der alte Tunnel! Einer der coolsten Plätze in Hamburg - und dass im wahrsten Sinne! Also wenns mal wieder zu heiss ist - einfach in den Tunnel flüchten!

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rikschadriver (30.04.2008) 4

Stellt Euch einmal vor, Ihr fahrt mit dem Auto durch den „Hamburger Elbtunnel“, Richtung Norden oder Richtung Süden…. Und statt Kacheln seht Ihr durch eine „Gläserne Röhre“ was so in der Elbe schwimmt. Diverse Fischarten, oder den Schiffsrumpf der „QM2“. Das geht natürlich nicht, weil sonst „alle“ nach oben gucken würden, und dann noch mehr Unfälle passieren würden.
Aber im „Alten Elbtunnel“ der von 1907-11 erbaut wurde, und modernster Tunnel seiner Zeit war.
Dort gibt es seit Gestern bis Mitte Mai, einen Werbegag von „Sky Chanel“, der einem vorgaukelt die Elbe von unten zu sehen.
Zwei Röhren von je 450 m Länge verbinden St. Pauli und die Elbinsel Steinwerder. Durchquerbar zu Fuß, mit Fahrrad und Auto.
Der erste Elbtunnel wurde zwischen 1907 und 1911 im Schildvortriebsverfahren in 23 m Tiefe unter der Elbe gebaut. Seine Doppelröhren sind 450 m lang.
Fußgänger, Fahrradfahrer und Kraftfahrzeuge werden in vier riesigen Lastaufzügen zwischen Tunnelniveau und Oberfläche auf- und abtransportiert.
Der Elbtunnel sollte den Hafen- und Werftarbeitern einen schnellen Zugang zu ihren Arbeitsplätzen auf der Elbinsel Steinwerder ermöglichen. Denn die 1889 eingeweihten Elbrücken im Osten waren hierfür zu weit von der City entfernt. Die Hafenarbeiter wurden stattdessen in Barkassen aller Art übergesetzt.
Der herkömmliche Fährbetrieb bewältigte allerdings die wachsende Zahl der Passagiere zwischen Stadtkern und Steinwerder nicht mehr. So entschied man sich 1902 für den Bau des Elbtunnels. Er war mit 10,7 Millionen Goldmark billiger als eine Hochbrücke - diese hätte 25 Millionen Goldmark verschlungen.
Die Erbauer legten den Tunnel so tief, dass nach damaligem Ermessen jedes zukünftige Schiff ungehindert darüber hinwegfahren konnte. Die technische Entwicklung jedoch überholte die Prognosen.
Die Röhren befinden sich etwa 12 m unter dem Pegel des mittleren Hochwassers. Daher können heutige, sehr große Schiffe mit mehr als 12 m Tiefgang den östlichen Teil des Hafens nicht mehr erreichen und legen stattdessen in Waltershof oder Altenwerder an.
Von der anderen Seite, der Werftinsel Steinwerder aus, kann man das unvergleichliche Elbpanorama mit Blick auf die City und den Hafenrand genießen. Für Fußgänger ist der Tunnel immer geöffnet, für Autos ist die Durchfahrt nur Montag bis Freitag von 5:30 bis 20:00 Uhr möglich, am Samstag und Sonntag jedoch ganztägig gesperrt.
Der Alte Elbtunnel kann z.B. im Rahmen der Innenstadtspaziergänge Hafen-Tour, Wall-Tour oder Balkon-Tour besucht werden.

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Qype Insider 727
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sandhya (23.04.2008) 4

Schön war’s, als ca. 2001 ein Künstler sämtliche Lampen bunt verkleidet hat. Hier http://www.bunte-starshots.de/albums/userpics/14708/Alter… gibt’s ein Foto davon. Können sie das nicht als ständige Beleuchtung einrichten? :-)

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TBird56

TBird56 (23.04.2008) 5

Die Ing. Leistung ist immer wieder beeindruckend

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christen (19.04.2008) 5

ein Besuch des alten Elbtunnels ist immer wieder lohnend, beeindruckend die Autofahrstühle, auf jeden Falle ganz durchlaufen

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Qype Insider 613
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Malizia

Malizia (09.04.2008) 5

Nach dem ich eine Eingewanderte bin und halt auch nicht so viel Ahnung hatte, habe ich meinen Bruder, Freund und Freundin an die Ladungsbrücken geschleppt.

Als wir dann mit rauchenden Füßen dann endlich gaanz weit runtergelaufen sind, kamen wir am alten Elbtunnel an und haben uns entscheiden, auf jeden Fall einmal, like Käptian Nemo 10 Trillionen Meter unter dem Meer, trockenen Fusses auf die andere Seite zu wandern.
Sehr cool, also ich kann es als absolut ziemlich klasse einstufen erstens hat es eine gute Atmosphäre und zweitens kann man sehr geile Bilder machen.
Wurde erbaut 1911, 24 Meter tief, 426,5 Meter lang.
Mit 4 großen Fahrkörben wird man runtergehievt, Autos auch.
Boah, sehr gut ich machs wieder weils echt ein Erlebnis ist.
Ist uns auch nicht langweilig geworden weil wir danach, wussten wir gehen in die ich glaub’ das heisst Pupasch - Kneipe und gönnen uns 2- 14 Bierchen…
Wir wollten den Elbtunnel schon als Party-Zone mieten, und ein Mords-Konzert starten mit unseren Lieblingsbands.
Zu hören unter www.Hoehnrausch.de die Diplomarbeit von meinem tollen Bruder Harry und seinem Kollegen Nico.
Ausserdem habe ich die vor einzuladen um einen Erholungsspaziergang unter der Elbe zu machen, nach all`den Strapazen.
Im übrigen finde ich Formulierungen wie kühl und langweilig total falsch denn diese wunderschönen alten Fliesen und der Eindruck
unter Tonnen von Wasser spazieren zu können ist geradezu ein Muss…

Das wär’s, vorerst mal, bis bald.

Mali

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Qype Advanced Insider 2074
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cheinema (05.04.2008) 3

Kalter Tunnel unter der Elbe. Mit Autos über große Lastenaufzüge runter, für Personen und Fahrräder gibt’s etwas kleinere. Für Technik-Interessierte und Ingenieure sicherlich spannender als für mich. Gilt aufgrund eben dieser Technik, seines Alters und seiner Architektur daher als Sehenswürdigkeit in Hamburg.

Unten ist großes Echo, es ist kalt und man hört viel Lärm von den fahrenden Autos. Der Bürgersteig ist recht klein und schmal und Fußgänger sollten lieber am Wochenende (wenn der Tunnel für Autos gesperrt ist) durchwandern.

Für einen lauschigen Spaziergang find ich den Tunnel übrigens eh zu … - langweilig, kalt und unspektakulär. Dann lieber schnell mit dem Fahrrad durchfahren - am besten im Rahmen einer Hafen-Fahrradtour.

Für Autofahrer eine kostenpflichtige Alternative zum großen Umweg durch Speicherstadt und Elbbrücken. Gerade für Bloom und Vosser wohl eine dankbare Alternative.

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Qype Advanced Insider 6322
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franzhavel

franzhavel (27.03.2008) 4

Nun ist es ja so, dass mir von verschiedenen Seiten vorgeworfen wird, ich höre zu genau hin. Oder verständlicher formuliert: Ich missverstehe, ich übertreibe, ich bin überhellhörig.

Das liegt vielleicht daran, dass ich in einer bestimmten Phase meines Lebens (genauer gesagt, an einem bestimmten Tag meines Lebens) ein Gedicht von Stefan George las. Ich bekenne, ich las in meinem ganzen Leben nur dieses eine Gedicht von Stefan George und davor und danach kein zweites. Aber dieses eine hat mich geprägt, meine Nerven sind seit diesem Ereignis leicht überspannt, gereizt, angegriffen (wie man damals so schön zu sagen pflegte).

Klar, seit diesem Lebensblitz ist alles aus der Zeit der Jahrhundertwende für mich von besonderem Reiz - ein Besuch des Hamburger Elbtunnels darf aus zwangsneurotischen Gründen nicht fehlen. Ich sage mit Absicht nicht „alter“ Tunnel, denn das würde bedeuten, dass die lieblose Variante des zweiten Elbtunnels die richtige wäre, gegen die sich dieser durch genauere Adjektivbestimmung abzusetzen hätte. Nein, natürlich ist es andersherum: An den Landungsbrücken startet der Elbtunnel und dann gibt es außerdem noch den Autobahntunnel.

Großartig schon die Idee, den Tunnel sichtbar zu machen, indem er nicht nur zugehörig zu den Landungsbrücken gebaut wurde, sondern zusätzlich unter dem wachsamen Auge des Stämme und Länder vereinigenden preußischen Kanzlers angelegt wurde.

Technisch sicher interessant ist so dies und das an dem Werke; ich persönlich bin hingerissen von den vier Fahrstühlen pro Seite, die zu vormusealen Zeiten ein unaufhörliches Queren des Tunnels erlaubten.

Jede Richtung hat eine eigene Röhre und wer langsam fuhr oder in heutigen Tagen aufmerksam spaziert, findet die zwei Steigungswechsel pro Richtung. 1 Meter auf 100 Meter auf einer Strecke von einmal 150 Meter und einmal auf 50 Meter lassen die Röhren ein klein wenig durchhängen. Ob diese zusätzliche Vertiefung für die nie endenden Wünsche nach Elbausbaggerungen genügen, wird die Zukunft zeigen.

Vielleicht kommt ja in dieser vor uns liegenden Zukunft noch einmal ein Zeitalter der „Jugend“; dann wird man die „Herrlichkeit und Männlichkeit“ des Elbtunnelbaus wieder so richtig preisen, wie man zur Bauzeit erwartete.

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Benutzerfoto: kante23

kante23

kante23 (27.03.2008) 5

Ein tolles Bauwerk!

Mir gefällt besonders gut die geflieste Tunnelröhre im Kunstlicht. Menschenleer ergibt das tolle Bilder.

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Qype Insider 284
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mafioso

mafioso (18.03.2008) 3

Der markante quadratische Kuppelbau an den St. Pauli-Landungsbrücken beherbergt die Maschinerie und die vier großen Fahrkörbe, die Menschen und Fahrzeuge seit 1911 in fast 24 Meter Tiefe transportieren. Nach 426,5 Metern unter der Elbe und durch zwei gekachelte Röhren mit 6 m Durchmesser geht es in Steinwerder wieder ans Tageslicht.

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Portree_Kid (18.03.2008) 5

Es ist echt cool durch den Tunnel zu latschen. Auf der anderen Seite kann man dann abends auch den Blick über die Elbe geniessen. Ich würds gerne mal mit dem Auto probieren aber ich hab nie eins mit wenn ich in HH bin.

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Jaghen

Jaghen (14.03.2008) 3

Der alte Elbstunnel ist ein ganz eigener Schnack. Die einen sind dafür, die anderen dagegen. Wer noch nie im alten Elbtunnel war, sollte sich dieses Etablissement auf jeden Fall einmal ansehen und sich auf ein Erlebnis der ganz besonderen Art gefasst machen. Wer Wert auf ein angenehms Ambiente und Live-Musik legt, ist hier aber sicher fehl am Platze, denn der DJ spielt fast ausnahmslos Motorengeräusche und ähnliches.

Ansonsten ein echtes Happening und eine großartige Location wenn man am Wochenende einfach mal ausspannen und abhängen möchte.

Im Großen und ganzen lässt sich sagen, dass der alte Elbtunnel seinem Namen alle Ehre macht.

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steffchen3010 (14.03.2008) 5

Der alte Elbtunnel ist allemal eine Begehung wert. Ein uriges, beeindruckendes Bauwerk, der auf Höhe der Landungsbrücken unterirdisch einen Weg zur anderen Elbseite schafft.
Man kann ihn unter der Woche mit dem Auto befahren - was allerdings ein paar Euros kostet oder jederzeit kostenlos zu Fuß begehen. Wenn man auf der anderen Elbseite arbeitet, nutzt man diese Möglichkeit desöfteren mal. ;o)
Man fährt mit dem Aufzug einmal nach unten und kann von dort aus auf die andere Seite fahren/gehen. Von dort nutzt man ebenfalls wieder den Aufzug nach oben oder den Weg der Treppe.
In unregelmäßigen Abständen findet man den Elbtunnel auch als kreativen Ort von Künstlern vor, die ihre Bilder von Zeit zu Zeit ausstellen. Diese hängen dann von der röhrenförmigen Decke herunter.
Da das Licht im Elbtunnel sehr schwummrig ist und der röhrenförmige Gang schier endlos scheint, ist er auch ein gerngesehenes Objekt von Shootings oder privaten Schnappschüssen.
Also auf, geht hinab in den Untergrund. Vlg

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stpauli2004 (13.03.2008) 4

Ich finde ihn beeindruckend aber sicher auch nicht jedermanns/jederfraus Sache…

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Stephan Uhrenbacher (12.03.2008) 5

Meine wichtigste Attraktion für alle Hamburg-Besucher. Ich weiss nicht, woran es liegt:

An der Mechanik? - Die Fahrzeug-Aufzüge sind beeindruckend!

Am alten Eingang auf der Seite der Landungsbrücken?

An dem Gefühl, unter der Elbe durchzugehen?

Oder daran, auf der anderen Seite einen völlig ungewohnten Blick auf Hamburg zu haben?

Und dann ist es noch kostenlos.
Wunderbar.

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stoppelhopser (08.03.2008) 5

Gehört immer wieder dazu bei einer Stadtführung für Hamburg-Besucher. Einer der schönsten Plätze in Hamburg. Unbedingt durchgehen (oder mit dem Fahrrad durchsausen, auch ein Erlebnis!) und von der anderen Seite einen ungewohnten Blick auf Hamburg genießen!

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Qype Advanced Insider 2179
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Shusui

Shusui (08.01.2008) 5

Ich bin durch Zufall bei meiner Wohnungssuche auf den alten Elbtunnel gestoßen und seitdem ein großer Fan.

Um Silvester war der Tunnel geschlossen. Viele Hamburger Autofahrer standen davor und wollten durchfahren. Leider war vielen n icht klar, dass sie per pedes den Tunnel hätten besichtigen können. Auch das Durchlaufen ist fantastisch!

Dies ist für jeden Hamburg Besucher mein Nr. 1 Tipp!

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Qype Insider 546
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Ebrev

Ebrev (13.12.2007) 4

Der alte Elbtunnel ist nicht nur eine architektonische Sehenswürdigkeit ersten Ranges in Hamburg, den sich auch Hamburger (und nicht nur Touristen) ansehen sollten, sondern kann auch als romantische Location sehr gut geeignet sein. Ich habe mal von einer bekannten gehört, die zusammen mit ihrer Freundin zu einem Überraschungsmenü eingeladen wurde, von den jeweiligen Freunden versteht sich. Also rasch zusammenklappbare Möbel und Picknickkorb, ein paar Kerzen und eine Flasche guten Wein und sich zu abendlicher Stunde in den Tunnel gesetzt. Da ist man zwar selten alleine aber eine solche Location hat wirklich nicht jeder zu bieten. Die beiden Mädels waren jedenfalls total begeistert und hörten nicht auf davon zu erzählen. Eine Decke zum über die Beine legen war mit dabei, so dass auch niemand frieren musste. Also wer mal wirklich überraschen will und genug hat von erst ins Kino und dann zum Italiener um die Ecke Abenden, dem sei der romantische Tunnel wärmstens empfohlen.

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Qype Advanced Insider 1843
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beedgee (07.12.2007) 5

Eine der kostenlosen Sehenswürdigkeiten und doch eine ganz besondere, man sollte schon mal die Vergangenheit schnuppern und ausserdem ist es spannend zu sehen wie die Autos einzeln unten ankommen und auch heute noch den Tunnel benutzen. Und bloss nicht in die falsche Laufrichtung laufen dann gibt s Schimpfe. Und drüben? Eine ander Welt. 60er Jahre Industriehafen, dass die Stadt noch nicht darauf gekommen ist hier eine Fischbudenmeile für Touristen anzulegen *kopfschüttel*

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Novadragon (02.12.2007) 5

Hoch Treppen und ein lager Tunnel, das ist der alte Elbtunnel.
Es ist wirklich´eine Sehnswürdikeit, es lohnt sich auf jede fall einmal zu Fuß duch den Elbtunnel zu gehen. Am besten nimmt man nicht den Fahrstuhl sonder die Treppen.

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Qype Advanced Insider 6826
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Towermän

Towermän (29.11.2007) 5

Sorry, nach sechzehn exzellenten Beiträgen zum Alten Elbtunnel möchte ich nicht in Wiederholungen verfallen und verkneife mir einen Bericht. Stattdessen lade ich Euch lieber noch einige Bilder hoch, die bislang noch nicht gezeigt wurden. The Towermän.

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Qype Advanced Insider 3362
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manue (19.11.2007) 5

Was wäre der Hamburger Hafen ohne unseren schönen alten Elbtunnel??

Vor oder nach einer Hafenrundfahrt,Fischmarktbesuch ist es lohnenswert, noch einen kurzen Abstecher zum Alten Elbtunnel zu machen.

Der Alte Elbtunnel wurde 1911 in Hamburg eröffnet und galt zu der Zeit als technisches Wunderwerk. Unter der Elbe führt der Tunnel nach Steinwerder.
Heute nur Werktags Mo-Fr. für Autos frei und am We haben Fußgänger und Radfahrer die beiden Röhren für sich... Gelegentlich befinden sich auch einige Dreharbeiten im alten Ebtunnel... vor etwas über 2 Jahren drehte Scooter einen Musikvideo da unten(fragt mich bitte jetzt nicht nach dem Song)
;-)

Aber auch sonst werden die beiden Röhren gerne für verschiedene Sendungen/Filme mal benutzt..

Der Besuch des "alten Elbtunnels" lohnt sich immer egal ob Morgens,Mittags,Abends oder in der Nacht...

Ich empfehle eh den Hafen bei Nacht/Abends.. Alles ist so schön beleuchtet,herliche Ruhe und der Wind um die Nase tut richtig gut... Der Blick zu den Schiffs-DOCKs,König der Löwen oder in den Container-Hafen ist einfach gigantisch...

Am We ist der alte elbtunnel auch für Kinder sehr schön zu gehen.. Da keine Autos fahren,kann man auch auf dem Fahrbereich gehen und alle paar Meter kommt ein Gullideckel... Anlauf........... draufspringen ....und mit den Kindern,über das Klappern der Gullis freuen.... ;-) ;-) die haben jedenfalls ihren Spass.. pssst:ein Tip für uns Erwachsene,macht es einfach mit...
;-)

So dann frohes Springen ;-) und viel Spass beim Besuch unseres alten Elbtunnels!!!

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Qype Advanced Insider 1999
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naiart (23.10.2007) 5

Den alten Elbtunnel kann man aus mindestens 3 Seiten angehen:

1. Das historische Baudenkmal mit Geschichte.
1911 in Betrieb genommen, besondere Bautechnik in Handarbeit errichtet (!), wichtige Verkehrsverbindung, etc. Ich will mich hier als Nicht-Experte gar nicht groß auslassen, Mostro und die anderen haben das schon für mich gemacht.

2. Das besondere Elebnis für Nachtschwärmer
Egal ob unwissende Hamburger oder Besuch von Auswärts ... wenn man z.B. zwischen durchzechter Nacht und vor Fischmarkt - sozusagen zum nüchtern werden - die Hamburger Skyline zum Sonnenaufgang von der anderen Seite sehen möchte - dann kann man mit einen Gang durch den alten Elbtunnel punkten. Die Athmosphäre, das Gebäude, die Technik, die Materialien, der Tunnel an sich kommen zu dieser Tageszeit und geistigem Zustand ganz anders zur geltung. Ein bisschen wir ein Zeitreise. Und plötzlich steht man im Industiehafen auf der anderen Seite mit Blick auf die Landungsbrücken und Hamburger Skyline. Wer das nicht gut findet, muss ins Bett ;)

3. Interessanter Veranstaltungsort für Kunst & Kultur,
Der Elbtunnel - selbst ein technisches Kunstwerk - wird auch regelmäßig für Veranstaltungen genutzt. Zum einen für künstlerische (insbeondere ist hier die ElbArt - www.elbart.de - mit unbekannten Künstlern zu nennen), aber auch für andere, meist Musikveranstaltung. Leider gibt es soweit ich weiss keine Verzeichnis mit allen Verantstaltungen dort.

Tagsüber kann man gegen Gebühr auch mit dem Auto fahren, aber das macht man dann meist aus melancholischen Gründen, wenn man nicht gerade in der Innenstadt wohnt und im Industriehafen direkt gegenüber arbeitet ;)

Toller Platz - unbedingt besuchen ...

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Timo Heuer (25.08.2007) 5

Sehr interessante Erfahrung, durch den alten Elbtunnel, 1911 eröffnet (Baubeginn 1907) zu spazieren. Ab und zu muss man Fahrradfahrern ausweichen. Man kann zwar auch mit dem Auto noch durchfahren - das ist aber kostenpflichtig.

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supercookie (07.08.2007) 4

"Als der Elbtunnel 1911 eröffnet wurde, war er eine technische Sensation. Seit dem Bau des neuen Tunnels1975 ist der 426,5 Meter lange Alte Elbtunnel ein nostalgisches Stück Hamburger Geschichte. Der markante quadratische Kuppelbau an den St. Pauli-Landungsbrücken beherbergt die Maschinerie für die vier großen Fahrkörbe, die Menschen und Fahrzeuge seit 1911 in fast 24 Meter Tiefe transportieren, wo zwei gekachelte, 6-m-Durchmesser Tunnelröhren zum südlichen Elbufer nach Steinwerder führen. Spaziere im Alten Elbtunnel unter der Elbe durch: Von der anderen Seite, der Werftinsel Steinwerder aus, kannst du dann das unvergleichliche Elbpanorama mit Blick auf den Hafenrand, den Michel und die Rickmer Rickmers genießen. Für Fußgänger ist der Tunnel immer geöffnet, für Autos ist die Durchfahrt Montag bis Freitag von 5.30 bis 20.00 Uhr möglich.

Öffnungszeiten:
Fußgänger und Radfahrer: täglich ganztägig geöffnet
Autos: Montag - Freitag, 5.30 - 20.00 Uhr

Lage:
St. Pauli Landungsbrücken

U/S-Bahn:
U3, S1, S3 Station Landungsbrücken"

Vor Ort parken ist gut möglich, einfach hinter dem Alten Elbtunnel auf die Parkplätze fahren, da ist eigentlich immer was frei.
Da es im Elbtunnel recht dunkel ist, sollte man beim fotografieren unbedingt ein Dreibein-Stativ mitnehmen.

Ab und an finden auch Events im Alten Elbtunnel statt; Fahrradrennen, "Elbtunnel-Marathon" usw.

Zu beachten ist vielleicht: Man sollte abends und vor allem nachts nicht alleine da runter... gerne trifft sich die eine oder andere Clique dort, das sieht nicht immer ganz so legal und friedlich aus. Daher besser in einer Gruppe vor Ort erscheinen, wenn es denn abends sein muss.

Ansonsten ist der Alte Elbtunnel immer einen Besuch wert.
Mein Foto, welches ich hier hochgeladen habe, wurde mit Tonemapping verstärkt. Vielleicht gefällt es euch ja.

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Lunara fearless Wulf (07.08.2007) 5

Der alte Elbtunnel......
Schon beim Gedanken an dieses Schmuckstück stehen mir die Bilder seiner Architektur & Schönheit geistig vor den Augen.

Es muß ungefähr 1978 oder 1979 gewesen sein, da habe ich fast tgl. an seinem Eingang auf einen besonderen Menschen in meinem Leben gewartet, oder ich bin selbst hindurch, um diesen Menschen südwärts der Elbe abzuholen. Er war einer dieser Werksarbeiter (damals in Ausbildung als Maschinenschlosser im 1. Lehrjahr, als wir uns kennenlernten) für den der Tunnel gebaut wurde.

Alternativ dazu gab es ganz früher (wie weiter unten schon geschrieben) nur die Kähne, später dann die Fähre, die u.a. für die Werksangehörigen von Blohm & Voss an der Kehrwiederspitze am Baumwall anlegte. Aaaaber..... wehe du hattest die letzte verpasst! Dann blieb nur der gute alte Tunnel mit seinen ca. 1,2 Km Länge und den 2 Röhren. Je eine für den Süd- & Nordverkehr. Damals gabs diesen High-Tek-Aufzug noch nicht, es war eine alte "Rumpelkiste", die den Aufenthalt im Tunnel noch romantischer machte, als er sowieso schon für mich war. Wartete doch mein Schatz dort oft auf mich!!! :-))) Manchmal kam ich mir wie eine der Arbeiterfrauen vor (altersmäßig allerdings noch einiges von Frau entfernt.. ), die ihren Schatz von der Arbeit abholt oder ihm sein Mittagessen in einem Metallgeschirr bringt.

Ich weiß nicht genau, wie oft ich ihn durchschritten habe, aber jedesmal ehrfürchtig und stets in einer anderen Welt gefangen. Fasziniert von den Reliefs der heimischen Fluß- & Seebewohner. Seine Kühle war im Sommer stets ein besonderes Goodie und damals mußte ich wirklich noch auf dem schmalen Gehsteig gehen.. es gab noch reichlich Autoverkehr.

Ich liebe ihn auch heut noch, "meinen" Tunnel! Und wenn Besuch von auswärts ansteht gibts selbstverständlich erstmal eine Tour dorthin. ;-) Da fällt mir ein, habe ich einen Insidertipp:
Wer gerne, besonders am Hafengeburtstag, die Prozession ohne Sardinenfeeling genießen möchte oder ungestört gute Fotos machen möchte, hat durch den Tunnel (nach dem Ausgang gleich linksherum bis zum Kai wenden) die beste Möglichkeit dazu!

Mich hat es, als Original-Hamburgerin, immer schon ans Wasser gezogen. Mag daran liegen, dass mein Opa Fischer war. Heute durchquere ich fast tgl. seinen großen Bruder, der etwas über 3 km lang ist und trotz seiner mittlerweile 4 Röhren fast nie ganz offen ist. *grummel* In ihm kenne ich längst jede 2. Kachel und hier ist das Erlebnis der Durchquerung nicht ganz so schön oder gar spektakulär..... jedoch bleibt immer das Gefühl für sehr viel Respekt übrig. Respekt für die Bauweisen, die uns Menschen ermöglichen trockenen UND sicheren! Fußes die Elbe auszutricksen.

Gehört unser erster Tunnel zu den Weltkulturgütern? Wenn NICHT! Wird es höchste Zeit!!!

.......................
P.S.: Ich bitt euch herzlich, das Urheberrecht meiner Fotos anzuerkennen und diese nicht ohne meine schriftliche Genehmigung im www zu verbreiten. Für den privaten Gebrauch gebe ich sie gern frei.
Wer diese Fotos gern kommerziell nutzen möchte, wende sich bitte schriftlich an mich.
Danke für euer Verständnis!

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Qype Insider 512
Benutzerfoto: neXter

neXter

neXter (23.07.2007) 4

Den Elbtunnel kennt jeder, den alten hingegen nicht. Mit dem Autofahrstuhl nach unten zu fahren kann alleine schon als Erlebniss für sich stehen. Doch erstmal im Tunnel angekommen erschliesst sich einen eine völlig neue Welt. Bei dem Gedanken x Meter unter der Elbe (womöglich grad mit einen riesigen Containerschiff befahren) hindurch zu gehen wird einen schon etwas anders, aber genau das macht den Reiz aus. Mit dem Charme der Architektur der Industrialisierung ausgestattet läuft man den alten Elbtunnel einmal quer ab.

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timbotania (12.07.2007) 5

Der Durchquerung des Alten Elbtunnels ist immer wieder aufs Neue ein Erlebnis, das seines gleichen sucht. Während man langsam die Treppe hinuntergeht, verschwindet der Lärm des Hafens, es wird kühler und dann steht man neben den Auto-Fahrstühlen und den beiden Röhren, die unter der Elbe durchführen.

Ich verweile dann meistens einen Augenblick in Ehrfurcht beim Gedanken an diese architektonische Meisterleistung, die vor 100 Jahren ihren Anfang nahm. Zu beeindruckend ist der Gedanke daran, was der Mensch damals zu bauen vermochte und das alles ohne den technischen Schnickschnack, der heutzutage eingesetzt wird.

Dann schlendere ich vorwärts und schmunzel und bestaune die Reliefs, die in die Verkachelung des Tunnels eingelassen wurden: Plattfische, Hummer oder Ratten die an einen alten Stiefel nagen geben der Tunnelröhre einen passenden maritimen Touch.

Und ehe man sich versieht, hat man dann schon die Elbe unterquert und wird mit einem Ausblick auf die Landungsbrücken und den Hafen belohnt, wie man ihn sonst nicht kennt.

Es ist friedlich hier und bis auf ein paar einsame Möwen, das Flüstern des Windes und das sanfte Plätschern des Elbwassers angenehm ruhig; eine Ruhe nach der man sich sehnt, sobald man sich zum Rückweg gezwungen hat und dann wieder in die Touristenschwärme und das Schreien der Hafenrundfahrt-Anbieter an den Landungsbrücken ausgespuckt wurde...

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Qype Advanced Insider 1153
Benutzerfoto: tbohlmann

tbohlmann

tbohlmann (01.07.2007) 4

Den alte Elbtunnel sollte man sich unbedingt einmal ansehen. Nach einer sehr langen Treppe (alternativ Aufzug) kommt man in den gekachelten Tunnel. Vor allem die historische Technik und Bauweise ist spannend. Wenn man auf der anderen Seite angekommen ist kann man allerdings nicht besonders viel machen, dort ist ein Industriegebiet.

Um Fotos zu machen sollte man darauf achten nicht unbedingt am Samstag Nachmittag dort zu erscheinen, dann ist nämlich ziemlich etwas los dort.

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Qype Advanced Insider 1190
Benutzerfoto: Melanie

Melanie

Melanie (18.06.2007) 5

Diesen tollen Artikeln, die hier erwähnt werden, möchte ich gar nicht viel hinzufügen....

Ich möchte nur noch mal erwähnen, dass es seit meiner Kindheit zum Standart gehört, meinen auswärtigen Freunden diesen Tunnel zu zeigen und ihn zu durchkehren (mache ich immer wieder gern...) - selbstverständlich zu Fuß, ist einfach das schönste....

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Andreas Donder (18.06.2007) 5

ACHTUNG PREISAUSSCHREIBEN AM ENDE DES ARTIKELS:

Sie können es mir ruhig glauben: Unter dem alten Hamburger Elbtunnel befindet sich ein unterirdischer Hafen. Dort liegen die Archive des Dr. Ghrau gewissermaßen "vor Anker". Sie werden hier jedoch kein Wasser finden. Obwohl der Boden wie klares Wasser schimmert, ist er eine feste Grundlage aus Quarzgestein, auf der man beruhigt gehen kann.

Das erste Mal erfuhr ich von Dr. Ghrau während meines Studiums der Orientalistik. Sein Aufsatz: “Über die Struktur des RIG-VEDA als Formel für Synchronizität“ war damals Ausgangspunkt eigener Forschungen. Nach seinen schon 1620 publizierten Gedanken ist der Rig-Veda eine poetische Strukturformel der gesetzmäßigen Funktionsweise des Universums. Es ist eine abenteuerliche Geschichte, wie ich schließlich die Pforte fand in die Archive des Dr. Ghrau. Unterhalb des alten Elbtunnels.

Dr. Ghrau begrüßte mich mit der Herzlichkeit eines alten Freundes. Wir unterhielten uns mit der Vertrautheit, die nur aus langer Freundschaft entsteht.

Seine Unterwasser-Archive sind so vielseitig, so verschlungen wie eine Welt für sich. In deckenhohen Regalen stehen alte Folianten, Atlanten, in Leder gebundene Bände in allen lebendigen und toten Sprachen der Welt. Musen-Almanache, Odenzyklen, Mirakel-Sammlungen, seltene Hymnen. Alte Exemplare, die Dr. Ghrau damals vor dem Brand der großen Bibliothek von Alexandria retten konnte.

In endlosen Straßen voller Karteikästen mit Stich- und Schlagwortsystemen laufen hydraulische Kamele, auf denen man reiten kann bis hinauf zu den obersten Schubladen, die von unten nicht zu sehen sind.

Ich erlebte die Reinigungslupen. Riesengroße Glaslinsen, die über ein kompliziertes Rädersystem lautlos und sehr langsam über den illuminierten Quarzboden fahren. Gesteuert von Nephalims, kleinen Wesen mit riesigen Augen, die mich entfernt an Ameisen erinnern.

Ich saß mit ihnen auf dem Linsenwagen. Wir fuhren über den Quarzboden, der unter der Lupe wie eine gigantische Pyramidenlandschaft wirkt. Myriaden kleiner Pyramiden - auf deren Oberflächen sich Buchstaben wie Mikroben bewegen. Alle in ihrem eigenen Rhythmus. Nie zuvor hatte ich wahrgenommen, daß Buchstaben "leben".

Hier auf dem “Boden der Tatsachen“ laufen alle Gedanken zusammen. Alles, was Menschen je auf der Welt gedacht, gesagt, geträumt, verschleiert haben, wird hier unaufhörlich abgebildet und gespeichert. Alles Leben entsteht aus Wort und hier scheint die lebendige Substanz der Worte zu leben, sich aufzuladen für ihre Manifestation in der Oberwelt.

Die Nephalims nahmen mich mit in die Rational-bibliothek. Dies ist ein riesiger Kuppelraum gefüllt mit Kristallschirmen, die kontinuierlich Zahlen wiedergeben, wie die Monitore in der Wall-Street.

Ein alter Bibliothekar, ein Chasside, der Kabbala zugeneigt, sprach: "Nur Erzählwerk zählt. Alles andere ist Blendwerk" und winkte uns raus aus seinem Reich.

Während Sie diese Zeilen lesen, tut sich zugleich etwas in den Archiven. Auf dem Bildschirm sehen Sie erstarrte Buchstaben. Hier unten sehen Sie Ströme lebendigen Wissens.

Zugleich machen Sie selbst erste Erfahrungen über die Synchronizität von Ereignissen. Sie machen den ersten Schritt zur Erforschung der Verbindung zwischen den beiden Seiten der einen Welt. Merken Sie, daß während Sie meinen Gedanken folgen, synchron eigene Gedanken entstehen? Hier unten laufen beide Gedankenspuren als integrierte Einheit und ergeben einen neuen Inhalt.

Kaum vorstellbar, aber wahr. Hier unten sind alle Menschen, die auch in der Oberwelt sind. Jeder hat hier eine Doppelexistenz, die mit einer entspannten Tätigkeit betraut ist. In einem der vielen Räume und Katakomben, den tiefen Schläuchen oder unter rhombischen Kuppeln.

Da sind zum Beispiel die Galerien, die stetig gewartet werden von einem tausendköpfigem Team von Spezialisten. Sie bewachen die "Worthalter". Das ist eine interessante Konstruktion: Auf hohen Stelen sind große kräftige Klammern aus Kupferblech angebracht. Diese Klammern halten kurze Sätze in Marmor gemeißelt, die reine Versprechen sind.

Eine Sektion ist voller Ja-Worte. Es handelt sich um Ehegelübde. Manche Ja-Worte sind vergilbt, andere glühen, sie phosphorisieren fast. Die große, unübersichtliche Masse der Stelen bewegt sich wie reifes Korn im Augustwind. Dabei entsteht ein gemeinsamer Ton, ein langgestrecktes "JAHWE".

Ich will fortfahren, Ihnen einiges über die Archivierungs-Pyramiden zu erläutern, so wie ich es bei Dr. Ghrau gesehen und erlebt habe.

Die Oberflächen muten an wie wässrige Täfelchen auf denen kleinste Obelisken im steten Fluß Bilder, Zeichen und Worte eingravieren, wohl ähnlich einer Schreibvorrichtung auf einer modernen Computer-Speicherplatte. Aber können Sie sich vorstellen, wie groß eine Speicherplatte sein muß, die alle Gedanken der Menschheit synchron aufzeichnet? Nicht so groß. Denn in Wirklichkeit wird gar nicht soviel gedacht, wie man annimmt. Es gibt gedankenfamilien, die durch das kollektive Bewußtsein reisen. Und plötzlich denkt man an den verschiedensten Enden der Welt die gleichen Gedanken. Die Reisetätigkeit der Gedanken hat sich in den letzten Jahrzehnten intensiviert. Die Folge: Man denkt immer schneller dasgleiche überall. Was wird sein, wenn alle Menschen plötzlich gleichzeitig und überall nur noch einen Gedanken haben? Wird die Welt stehenbleiben? Oder das Denken?

Manche Pyramidentäfelchen sind dunkel, verklebt und verschleiert. Dort läßt sich nicht viel abbilden. Dort bilden sich keine klaren Gedanken. Die Aufgabe der Nephalims ist nun, die Oberflächen dieser verkrusteten Pyramidentäfelchen mit einem Laser-Werkzeug zu reinigen. Wann immer Sie einen Geistesblitz haben, können Sie davon ausgehen, daß an ihren Speicherplatten gearbeitet wird.

Während wir in einer der Pyramiden-Zonen intensiv arbeiten, ruft mich Dr. Ghrau zu einem Gespräch in sein Arbeitszimmer 9, das eine kurze erzählerische Würdigung wert ist. Hier gibt es die merkwürdigsten Gerätschaften, zu denen ich ihn schon wiederholt befragt habe. Er mir aber nur knappste Auskunft gab: Schwerkraft-Verstärker, Hyperraum-Systeme, Gyro-Expander, Biorhythmiker.

Am befremdlichsten ist aber sein Stuhl, der Gedanken verstärken kann. Dies sagte er mir nicht. Aber ich weiß es von den Nomaden des Wortes. Sie haben es mir erzählt.

Ein Denker, der auf diesem Stuhl sitzt, kann schwierigste Gedankenfolgen komplexester Dichte auf einen Punkt konzentrieren. Oder einfach Gedanken zu Materie verdichten. Zur Demonstration erdachte Dr. Ghrau ein Stück Zucker, während er mir ein Glas türkischen Pfefferminz-Tee einschenkte. "Bitte schön. Das Stückchen Zucker arbeitet die vierte Geschmacksdimension des Tees erst richtig heraus. Er wird Dir schmecken."

Wie immer begann er mit einem unverfänglichen Thema. "Wie Du weißt, haben wir hier unten auch klassische Archive, wie man sie in den Bibliotheken der Oberwelt kennt. Nur viel umfassender. Sie sind vollständig. Ihnen kann nichts hinzugefügt werden. Sie waren vollständig am Anfang der Zeit und sie sind vollständig am Ende.

Um diese alten Bände kümmern sich hier unten die Nomaden des Wortes. Sie pilgern auf ihren hydrau-lischen Kamelen durch die langen Korridore des Wissens. Sie sind mit Schlag- und Stichworten bewaffnet und patroullieren Tag und Nacht in Wechselschicht. Der Wortschatz ist bei ihnen in sicherer Hand.

Sie haben darauf zu achten, daß kein Foliant seinen Geist aufgibt oder sich Schriftsteller wie Fallensteller benehmen. Sie beaufsichtigen die Duelle der Paragraphenreiter. Dies sind die Hüter des Gesetzes, die im ewigen gelehrten Streit liegen und unterliegen. Freunde Dich mit den Nomaden an. Es sind einfache Menschen. Ohne Vergangenheit. Ohne Zukunft.

Nun will ich Dir etwas über das Geheimnis des Archivierens berichten." Dr. Ghrau kam zum eigentlichen Thema.

"Das richtige Archivieren ist eine hohe Kunst. Es bedeutet, daß Vergänglichkeit aufgehoben wird. Das Speichern von Ereignissen, von Erfahrungen, von Wissen ist eine Maßnahme gegen das Vergessen. Alles was war, ist hier simultane Gegenwart.

Was wir hier machen, ist also viel mehr als ein Archiv anlegen und verwalten. Wir erzeugen Ewigkeit auf Basis synchroner Gegenwart. Ewigkeit entsteht auf Grundlage von Synchronizität - Chronos, die Zeit, die gleichzeitig ist, gleichgeschaltete Zeit von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Eine Dimension der Synchronizität ist das Phänomen der Doppelerscheinung, das durch Archivieren zwangsläufig gesteuert wird. Du hast es heute erlebt. Auch Du hast hier unten einen Pyramidenbereich, der seit Äonen alle Deine Erfahrungen speichert und zu einem immer komplexeren Muster verfeinert. Alle Deine Gedanken, Gefühle, Dein Wissen und die Konsequenzen Deines Handelns sind hier gespeichert.

Alle quanten-mechanischen Informationen, die dein Leben an der Oberfläche steuern, sind hier codiert. Auch die der vergangenen Leben. Nichts geht verloren. Alles wirkt als ewige Gegenwart. Deine Gegenwart ist somit unendlich multidimensional.

Wie bei einem Radio viele Sender nebeneinander existieren, liegen Zukunft und Vergangenheti gegenwärtig nebeneinander. Dreh etwas am Zeitrad und Du landest in der Vergangenheit und gleich daneben liegt die Zukunft. Zeit ist nur in dem Sinne linear, daß die verschiedenen Zeiträume nebeneinanderliegen. Du kannst jederzeit deine augenblickliche Realität horizontal verschieben. Das mußt Du wissen, für die Aufgabe, die bald kommen wird.

Und noch etwas sei Dir zum Abschluß gesagt. Es dauert nicht mehr lange, dann werden sich meine Archen losreißen und die Welt mit dem Meer des Wissens überfluten. Wir bereiten hier unten alles vor - für diesen Tag, der kommen wird. Bald. Sehr bald."

Damit entschwand Dr. Ghrau auf die ihm übliche Weise. Es war eher ein Ausblenden. Zuerst dachte ich, er würde gehen und dabei schnell kleiner werden. Doch in Wirklicheit blendete er sich aus. So als würde man einen Fernseher ausschalten, und das Bild flimmert nur noch grau, um dann auf einen Punkt zusammenzuschme