1 Stern für die Location reicht eigentlich, finde ich. Ansonsten vielen Dank für deinen Beitrag! Erschütternd, wie auf wenigen Seiten die “Endlösung der Judenfrage” nüchtern beschlossen wurde.
Und zur Rolle der Damen: Frauen als Täterinnen, oder als Mittäterinnen ist ein interessantes Thema.
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Haus der Wannsee-Konferenz
Wannsee, Berlin
13 Beiträge
Bewertungen im Detail
- Adresse:
-
Am Grossen Wannsee 56-58, 14109 Berlin
- Kontakt:
-
030 805001 0
- Geöffnet:
-
täglich 10-18h, Eintritt frei
(an Feiertagen geschlossen)
Bibliothek/Mediothek nur Mo-Fr. geöffnet
| Nutzer-Infos |
|
Karl-Marx-Allee 93a, 10243 Berlin
Eine Zeitreise zurück in eine vergnügte Jugend und vor in die virtuell-reale Welt der Zukunft. Kundenzitat: "Ich fühlte mich wie ein 10-Jähriger und war nach jedem Schritt erneut fasziniert. Ich hab so ziemlich alles ausprobiert."
12 Beiträge zum Platz "Haus der Wannsee-Konferenz" auf Deutsch
Es ist eine sehr informative Ausstellung zu der Konferenz über die Endlösung der Judenfrage die in diesem Hause statt gefunden hat. Mich bedrückt es wie Menschen sowas zulassen konnten! In der 1.Etage ist eine Bücherei mit sehr viel Literatur über diese Zeit. Man kann sich dort in Ruhe hinsetzen und lesen. Bücher Ausleihen kann man leider nicht.
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Heute vor 70 Jahren fand in diesem Gebäude die sog. Wannseekonferenz statt. In dem Konferenzsaal sollten an diesem Tage die Vernichtungsaktionen koordiniert und beschlossen werden. Auch wurde beschlossen wer ab welchem Verwandschaftsgrad zu jüdischen Vorfahren überleben durfte und wer nicht.
Leiter der Veranstaltung war Reinhard Heydrich, ein geschasster Marine-Funker. Eingestellt wurde er unter seltsamen Bedingungen von dem Hühnerzüchter Heinrich Himmler.
Die Herren waren damals in einem Alter, der bei der FDP Boygroup genannt wird.
Das Damenprogramm in den Vorzimmern soll aus Musik hören und Tee trinken bestanden haben.
Drei Sterne: Die Villa kann nichts dafür.
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tikerscherk, 20 Januar 2012:
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hildchen, 21 Januar 2012:
…und unser Wulffi hat geredet (nicht vor 70 Jahren) aber gestern. Und hat gesagt, WIR (WIR waren da noch nicht geboren und er auch nicht)
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Siri, 23 Januar 2012:
Who let the dog out?
Wulff, Wulff, …
der kann (wohl) auch nichts dafür.
aber auch nichts dagegen.
Sehr beieindruckende und zugleich erschreckende Ausstellung mit vielen Zeitzeugenberichten. Auch der schriftl. Beschluss zur sogen. Endlösung der Juden ist hier ausgestellt - man kann sich nur an den Kopf fassen, wenn man so einen Schwachsinn liest.
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Noch heute gruselt es einem, wenn man an die "alte" Zeit denkt. Leider ist das Museum teilweise sehr heruntergekommen. Aber es wirkt ziemlich authentisch.
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Eine wirklich gelungene Gedenkstätte mit einer sehr guten Ausstellung. Die Räume sind zwar durch die Nutzung während des kalten Krieges nicht mehr alle original erhalten, aber die gut konzipierte Ausstellung lässt einen das schnell vergessen.
Im Rahmen einer Berlinreise sollte man die Gedenkstätte mit einplanen, auch wenn diese ein wenig außerhalb ist.
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“The horror”, “Das Grauen”, so lautet der Höhepunkt des Romans “Herz der Finsternis” von Joseph Conrad, der von den grausamen Verbrechen, der Verstümmelung und der Ermordung von Einwohnern des Kongo durch die scheinbar so zivilisierten Europäer berichtet. Es ist ein Grauen fern im Dschungel, weit weg von den vertrauten Ansichten der Heimat, von dem dort erzählt wird. So kann sich der Leser eher mit dem noch einigermaßen vernünftigen Erzähler identifizieren statt mit dem durchgedrehten Mörder Kurz, der im Buch diese Worte vor seinem Tod spricht.
Es gehört zur Geschichte Berlins, dass es ein Grauen dieser Art hier bei uns gibt, und da es gerade mal 65 Jahre her ist, kann man die gar nicht so ferne Umgebung, in der dieser Horror stattgefunden hat, heute in der ganzen Stadt immernoch gut sehen. Auffallen tut das jedoch nur an Orten wie dem Haus der Wannseekonferenz, die die Verbrechen des Dritten Reiches dokumentieren.
Das Grauen, der Horror der Deutschen hat etwas Bürokratisches. In der Wannseekonferenz, über die wir dank eines Protokolls und weiterer Akten historisch gut informiert sind, ging es nicht um die politische Entscheidung, Millionen von Menschen nur aufgrund ihrer Herkunft umzubringen. Diese war längst vorher getroffen worden, und als Absicht sogar öffentlich von Hitler - zum Beispiel in einer Rede von 1939 - kommuniziert worden. Bei der Wannseekonferenz, die im Haus der heutigen Gedenkstätte stattfand, trafen sich Bürokraten, denen es in aller Gefühlskälte, die Beamte, Militärs und Juristen nur aufbringen können, um die Umsetzung der Vernichtung von Menschen ging. Über die Definition des Juden wurde hier gestritten, und über die wirtschaftlichen Folgen eines Verlustes von Arbeitskräften. Dass Mord nun einmal trotz allem Mord bleibt, das stand dagegen nicht auf der Tagesordnung. Aber immerhin hat man alles getan, um den Begriff Mord immerhin sprachlich zu vermeiden. Aber auch so wußte jeder der Anwesenden, was mit dem Begriff Endlösung gemeint war.
Fast so spannend wie die vielen, hier ausgestellten Zeitdokumente finde ich die Villa selbst. Klassische Bildung, Geschmack, Reichtum strahlt diese aus. Hier kamen die Mörder nicht aus der Gosse, wie einige der führenden Köpfe des Reichs. Hier waren kompetente, gebildete, engagierte Erfolgsmenschen am Werk. Und ihr Erfolg war zum Glück nicht vollständig, aber leider immer noch schrecklich. Sieht man sich die Bilder und Biographien der Teilnehmer der Konferenz an, muss man sich leider doch fragen, ob man in den schrecklichen Zeiten des Dritten Reiches nicht doch einer von Ihnen hätte sein können. Man sollte vielleicht doch besser aufpassen, wo und mit wem man Karriere macht.
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Am 20. Januar 1942 verhandelten in der Villa am Wannsee in Berlin 15 “hohe Tiere” des NS-Staats über die Entscheidung, die Juden Europas in den Osten zu deportieren und zu ermorden.
Diese Villa kann am schönen Berliner Wannsee besichtigt werden, der Bus 114 bringt den Besucher direkt vom S-Bahnhof Wannsee zum Ort dieser schrecklichen Entscheidung.
Das Haus in in Form einer Ausstellung zu besichtigen, in dem auch über den Holocaust berichtet wird, zusätzlich ist ein Raum zur Recherche geeignet, in dem sich viele Informationen heraussuchen lassen.
Von der Ausstellung kann auch für 5 Euro ein Ausstellungskatalog erworben werden, was ich dringend empfehlen würde um den Besuch zu späterer Zeit auch noch einmal Revue passieren zu lassen.
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nydong1, 4 Oktober 2008:
Mist, habe ich gar nicht gesehen. Ich habe hier nur gesucht und dann meinen Beitrag geschrieben, selbst angelegt habe ich das nicht
Na gut, der Eintritt ist fair! :-) Aber: was nix kost’, ist nix. Schönes Ambiente. Könnte auch in einen “Schöner Wohnen”-Artikel passen, schöne Umgebung. Aber Moment: eigentlich sollte es ja ein Museum sein. Den Versuch, hier Geschichte sinnvoll zu vermitteln, möchte ich als ehrgeizig bezeichnen. Museumspädagogik vergangener Jahrzehnte. Aber vielleicht dauert es halt einfach bei kostenlosen Ausstellungen etwas länger. Mein Tipp: einfach ein paar Euro Eintritt nehmen und dafür mehr Interaktivität. Nicht falsch verstehen: ich möchte keine Fotostationen und Klimbim wie im Kommunikationsmuseum, aber etwas “interessanter” können selbst dunkle Kapitel der Geschichte vermittelt werden!!! Zwei Punkte gibts dafür.
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hyke, 31 Januar 2009:
Wie soll das “interessanter” aussehen?
Es handelt sich hier um eine Gedenkstätte und nicht um ein Museum. Malbücher für Kinder: Tote in Auschwitz?
Ich finde das Konzept der Ausstellung hervorragend.
Ich war da 2007 in einer Gruppe. Die Gegend dort ist sehr schön: viel Natur und Aussicht zum Wannsee.
Es gibt unten Räume, in denen man seine Sachen einschließen kann, damit man sie nicht mit sich rum tragen muss. Und es gibt einen kleinen Pausenraum.
Normalerweise bin ich nicht so gut in Geschichte, aber dort habe ich mal etwas schneller gelernt.
Wir haben eine Führung durch das Haus gemacht, es wurde überall etwas Geschichte erzählt und man konnte auch Fragen stellen. Es wurde erzählt, was alles in dem Haus war aber überwiegend haben wir über das Thema Wannsee-Konferenz gesprochen. Nach der Führung haben wir uns in kleinere Gruppen aufgeteilt und haben (für unseren Klassenraum) Plakate gemacht. Meine Gruppe war das Thema “Verbote für Juden”. In dem Haus ist eine Bibiothek, woher wir die Informationen geholt haben. Wenn wir was nicht gefunden haben, konnten wir einfach nachfragen.
Auf dem Grundstück - nicht weit vom Haus entfernt - ist auch eine kleine Cantine. Ich habe da eine Pizza gegessen - war lecker. Man kann da sich auch was zum Trinken holen.
Wer etwas Geschichte lernen will, ist hier genau richtig. Die Leute hier kennen sich gut mit der Geschichte zur Kriegszeit aus.
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Idylle eines namenlosen Schreckens...: Die Wannsee-Villa. Bezaubernd und schaurig, makaber. Hier haben sich die Fachleute des Holocaust, der Endlösung, über die Maßnahmen und die technischen Details des millionenfachen Völkermords an den europäischen Juden verständigt. Die meisten Schreibtischtäter wurden nie angeklagt und viele der hochqualifizierten (oft promovierten) Teilnehmer der Wannseekonferenz starben Jahrzehnte später einen ruhigen, bürgerlichen Tod, anders als die Opfer des industrialisierten Tötens. Dankenswerter Weise wurde dieses Haus, an dem das Verhängnis beschlossen wurde, zur Dokumentations- und Gedenkstätte umgewidmet. Für nachdenkliche Menschen ist das hier sehr besuchenswert. Das Protokoll der Konferenz von 1942 wird im Wortlaut in vielen Sprachen als PdF auf der Web-Site angeboten. Bitte unbedingt lesen !
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Ich hatte auch schon eine Weile überlegt, dieses Haus mit der traurigen Geschichte, in dem am 20.01.1942 die sog. "Endlösung der Judenfrage" während einer Konferenz entschieden wurde sowie die Dauerausstellung vorzustellen. Als ich dies heute nun in Angriff nehmen wollte, stellte ich fest, dass dies inzwischen geschehen ist. So berichte ich nur über einen persönlichen Besuch.
Eine Freundin von uns arbeitet im Haus der Wannsee-Konferenz und mein Mann macht öfters mit ihr Pause, hierzu kann man schön in dem circa 25.000 qm großen Garten, der nur während der Öffnungszeiten zugänglich ist, direkt am Wannsee spazieren und am Wasser sitzen. Dies kann ich bei einem doch bedrückenden Besuch dieses Hauses mal für zwischendurch und hinterher auch nur empfehlen.
Das Haus und seine Dauerausstellung haben wir vor der Umgestaltung der Ausstellung vor fast zwei Jahren besucht. Unser Besuch, eine Warschauerin, die Deutsch studiert, benötigte auch Material für ihre Diplomarbeit in Geschichte, so dass wir mit ihr dorthin fuhren und die Ausstellung besuchten. An der Rezeption bekamen wir dann auch für unseren seinerzeit 10-jährigen Sohn die Zimmer genannt, die er schon besuchen konnte und welche, in die er lieber noch nicht gehen sollte (er war durch gelesene Bücher schon zu diesem Thema sensibilisiert). Die Mädchen gingen mit unserer Freundin in ihr Büro. Jeder von uns drei Erwachsenen ging dann auch andere Wege und informierte sich.
Im Herbst 2005 war die Ausstellung dann für mehrere Wochen geschlossen und wurde umgebaut sowie modernisiert, denn die Ausstellung wird international viel besucht.
Mich berührten besonders die vielen Fotos sowie Briefe von Überlebenden, die ihre Erinnerungen der Anfangszeit des Holocaust niederschrieben und den Repressalien, denen sie ausgesetzt waren, bevor sie geflüchtet sind. Einige von ihnen lebten hier in meiner unmittelbaren Friedenauer Umgebung, was einen gleich noch betroffener macht.
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Der Berliner Boden ist ja getränkt mit Geschichte und Gedenkstätten zur NS-Zeit und ihren Machtzentralen gibt es viele, beispielsweise die Ausstellung "Topographie des Terrors". Zur Villa am Wannsee muss man dagegen ein wenig rausfahren ins Grüne, mit der S1 oder S7, und dann entweder noch ein Stückchen mit dem Bus 114 fahren oder den Spaziergang um den wunderschönen See genießen - immer am Ufer mit all den Segelclubs entlang.
Es stimmt, was in jedem Reiseführer steht, das Ambiente könnte kaum idyllischer gelegen sein, wo 1942 von 15 hochrangigen Vertretern der nationalsozialistischen Reichsbehörden und Parteidienststellen unter Vorsitz von Heydrich über den fabrikmäßigen Mord unzähliger Menschen beraten wurde.
Die 1914/1915 erbaute Villa Marlier verkaufte ihr Besitzer aus dem Gefängnis heraus, wo er wegen Steuerhinterziehung saß. Das Haus war dann Gästehaus der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes.
Die Ausstellung in den Räumen der Villa ist ganz ausgezeichnet (auch der materialreiche Katalog kostet nur 12 Euro und ist die Anschaffung wert). Zentrales Ausstellungsstück ist das von Adolf Eichmann geführte Protokoll der Konferenz über die systematische Deportation und Vernichtung der europäischen Juden. (Die Ausstattung des entscheidenden Raumes ist anhand des Kaufvertrages und früheren Fotos zu erahnen, aber nicht erhalten.)
Die Vorgeschichte - der Antisemitismus seit dem Mittelalter und in seinen verschiedenen Ausprägungen im 19. Jahrhundert - wird umfassend erläutert. Nachgegangen wird der Frage, zu welchem Zeitpunkt diese so genannte "Endlösung", von der in Hitlers Schriften und Reden schon früh Andeutungen zu finden sind, in konkrete "Umsetzbarkeit" rückte (mit dem Kriegsbeginn) und wie sie organisiert wurde.
Die Führungen werden von Referenten unterschiedlicher fachlicher Herkunft durchgeführt, "meiner" beispielsweise war von Hause aus Jurist, so sollen die verschiedenen Aspekte des Holocaust den Besuchern vorgestellt werden. Je nach Zusammensetzung und Vorwissen der Gruppe einer solchen Führung kommt eine spannende Diskussion auf, vor allem über die Biographien dieser Planer des Völkermordes ("Schützt ein Studium nicht davor, solchen Irrsinn zu glauben?").
Zahlreiche Filmausschnitte oder Hörstationen machen den Besuch der Gedenkstätte sozusagen zum multimedialen Erlebnis.
P.S.: Der Eintritt ist frei.
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