Öko-Markt Heilandskirche, Moabit, Berlin

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von vilmoskörte
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2 Beiträge zu Öko-Markt Heilandskirche auf Deutsch

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eichhorn

Berlin

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Beitrag zu Öko-Markt Heilandskirche vom 21 November 2007

Mittwoch ist Markttag. Jedenfalls für mich, da ich seit einigen Wochen regelmäßig zur Thusnelda-Allee auf den Ökomarkt pilgere. Lange Zeit dachte ich, es lohnt der Weg nicht für die paar Stände.

Doch eines Tages bin ich zufällig vorbeigekommen und interessehalber kurz über den kleinen Platz geschlendert. Es gibt zwei Gemüsehändler mit ihren meist regionalen Produkten. Der Bedarf diesbezüglich ist für mich als Ökokistenbezieherin nicht so groß. Doch schau an, "Kaaswinkel", mein Lieblingskäseladen in Berlin, ist präsent.

Der Herr am Räucherfischstand berät lange und ausgiebig zu seinen frisch vor Ort geräucherten Forellen, Heilbutt und was süße und salzige Gewässer sonst so hergeben. Auch über die seeligmachende Qualität der Omega3-Fette in Aal und Makrele. Und dann lässt er noch ein Stück vom Räucherrollmops probieren.

Ähnliche Begeisterung für sein Angebot bringt auch der Händler von Fruchtaufstrichen und frischen und getrockneten Pilzen auf: so erfahre ich, das Blaubeeren über die Muttermilch aufgenommen auf Grund ihres hohen Vitamin-A-Gehaltes mit für gute Augen beim Kleinen sorgen. Ob der oder die Kleine sei in diesem Fall völlig egal.

Hin und wieder erstehe ich beim Fleischer ein Paar seiner hervorragenden Bauernknacker oder ein Stück Sülze, der Rest ist sicher qualitativ gut, mir aber zu teuer, auch oder vor allem im Vergleich mit dem Neulandkollegen in der nahegelegenen Markthalle. Auch am Schafwollstand ist es nicht billig, die Betreiberin spürt die schwache Kaufkraft in Moabit und bietet ihr Sortiment nur alle zwei Wochen an: Hausschuhe, Handschuhe, Pulswärmer, Kissen und Kisselchen, Walk- und Filzwaren. Ich habe hier seit Jahren die erste Mütze gekauft, die mir auch steht.

Meine zwei absoluten Highlights aber sind das Öko-Cafe und der Bäcker. Im Cafewagen gibt es Crepes – ich wage es fast nicht zu schreiben, das C-Wort – und Heißgetränke. Ein schlechter Sammelbegriff für den guten fairen Biomilchkaffee und den weihnachtlichen, kindertauglichen Holunderglühpunsch. Was aber das Cafe vor allen Dingen ausmacht, ist sein Betreiber.

Wenn Du dran bist, dann bist du dran. Ob Du unter dem Kilo Kartoffeln, der halben Forelle, dem Paar Bauerknacker und den Schafwollpulswärmern nach dem Portemonnaie kramst, Dich nicht entscheiden kannst, oder noch mal umentscheidest, noch ein paar Worte wechseln willst über das Treiben auf dem Markt oder die Weltpolitik, er wird nicht ungeduldig und entschuldigend auf den nächsten in der Reihe gucken, er wird Dir nicht das Gefühl geben, dass Du jetzt mal machen sollst. Seine volle Konzentration liegt bei Dir und er hat alle Zeit der Welt für Dich.

Und diese wohltuende, geduldige Aufmerksamkeit für das Hier und Jetzt teilt er mit seiner Standnachbarin von der ufaBäckerei. Das Brot ist gut, der Kuchen trifft genau meinen Geschmack: nicht zu süß, die einzelnen Aromen schmeckbar und ein bisschen kernig: Apfel-Marzipan, Quark-Sanddorn, Aprikosen-Käse, Donauwelle, Brownie, sogar veganen Walnusskuchen.

Doch der Grund, warum es mich jede Woche hierher zieht, ist die junge Frau, die ihre Backwaren so charmant unter die Leute bringt. Noch kein Mal, an dem sie nicht irgendeinen Grund gefunden hat, mir ein wenig Nachlass zu gewähren. Und wenn einmal nicht, dann bekomme ich gratis einen Kinotipp mit auf den Weg, zum letzten Ang Lee–Film. Was sie damit bewirkt: ich komme fast jeden Mittwoch hierher. Und wenn ich kein Brot brauche, dann lasse ich mir einen Grund einfallen. Damit ich sie sehen und beim Nachbarn einen Kaffee trinken kann. Weil's einfach guttut.

hafi46 Ich glaube, ich muß mir `ne Zweitwohnung in Berlin anschaffen

eichhorn Hervorragende Idee.

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heifisch

Berlin

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Beitrag zu Öko-Markt Heilandskirche vom 17 November 2006 (aktualisiert am 18 November 2006)

Auf dem Vorplatz der Heilandskirche findet jeden Mittwoch von 12 bis 18 Uhr ein kleiner Öko-Markt statt.

Hier kann der Marktgänger Ökoprodukte erwerben wie frisches Brot, Aufschnitt, Wurst und Fleisch vom Ökobauern, Käse und viel frisches Gemüse.

Ein kleines Highlight in der sonst kargen Einkaufslandschaft der Turmstraße. Leider ist wohl die Nachfrage gering und daher der Markt auch nur so klein.

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