Kleiner Nachtrag:
Wer “Pearls” bestellt und sich dann “Bubbles” erwartet, wird enttäuscht sein. Die Pearls sind kleine Quader aus Tapioka-Gelee. Warum man sie “Perlen” nennt, bleibt ein Rätsel. Wer noch keine Erfahrung mit dem Laden hat, sollte vorher fragen. (Ich musste meine Lektion auf diese Tour lernen…)
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Jetzt bin ich schon eine ganze Weile um den Laden rumgeschlichen, endlich hatte ich mal die Muse, das Angebot zu testen. Und gleich zu Beginn wurde ein großer Irrtum meinerseits ausgeräumt: Bei Bubble Tea handelt es sich (glücklicherweise) nicht um Tee, der mit Kohlensäure versetzt ist sondern um ein Tee-Getränk, in dem sich wahlweise fruchtsiruphaltige Gelee-Kugeln oder weiches Fruchtgelee in kleinen Quadern und Würfeln befindet.
Nom Nom schreibt sich aufs Plakat, besonders Bio, Öko und sonstwie politisch korrekt und gesund zu sein. Nur ist mir das
a) vollkommen egal, weil ich zu diesen üblen Menschen gehöre, die sich rein gar nichts daraus machen und nichts gegen künstliche Aromen haben, wenn sie gut schmecken und
b) glaube ich das alles nicht so recht. Bei Nom Nom arbeitet man garantiert mit jeder Menge Konzentrat, Sirup und sonstigen künstlichen Geschmäckern. Aber wie gesagt: Das ist mir einerlei.
Da es mein Erstbesuch war, wurde ich sehr detailliert in die Kunst der Bubble Tea-Bestellung eingeführt. Man wählt einen Tee, mit oder ohne Sojamilch, heiß oder kalt, danach entscheidet man sich für das Topping (der Begriff ist irreführend; die “Toppings” kommen nicht oben drauf sondern lauern am Grund des Bechers) und letztendlich kann man sich noch für eine Crushed Ice-Variante entscheiden. Ein wenig schleierhaft ist mir, warum besagte Bubbles, die dem Laden seine Existenz bescheren, extra mit 20 Cent zu Buche schlagen. Ich dachte, dass Bubble Tea der Standard in einem entsprechenden Laden ist und nicht die extravagante Sondervariante. Überhaupt ist der Preis ein recht stolzer (Milchtee kalt mit Bubbles knappe vier Euro. Holla, die Waldfee!!!). Daher ein Stern Abzug.
Dafür hat der Rest gestimmt. Das Design des kleinen Verkaufsraums geht stark in Richtung Neo Pop Art (hat was von einem japanischen Anime), es ist sauber, zwar gibt es nur vier Sitzplätze am Fenster, aber vermutlich ist das ganze Konzept eher auf “To Go” ausgerichtet. Stört mich persönlich nicht. Die Bedienung ist kompetent und freundlich (ich hatte einen asiatischen Mitarbeiter hinter der Theke und eine junge Dame, die sich um die Zubereitung der Getränke gekümmert hat), es lief alles sehr flott ab. Daran gibt es nichts zu meckern.
Aber, und jetzt kommt wohl das Wichtigste, der Bubble Tea hat…
…MIR RICHTIG SPASS GEMACHT!!!
Man verzeihe mir meinen Überschwang, aber mit 41 Lenzen hab ich mich einfach tierisch über die fruchtigen Bubbles gefreut, die mit dem Maxi-Strohhalm problemlos aufzusaugen waren. Wie sie da im Mund zerplatzt sind und ihre fruchtige Süße freigelassen haben, das war ein kleiner, bunter Zirkus, den ich mal sehr genossen habe! Gut, die anderen Gäste rekrutierten sich hauptsächlich aus Kindern und Jugendlichen. Das ist vermutlich auch die angepeilte Zielgruppe. Aber hey, ich hab mich begeistern lassen und der graue Tag war plötzlich ein klein wenig bunter!
Was will man mehr?
PS: Peinlich und unnötig ist allerdings die hier vorhandene Beschreibung des Inhabers, der es nicht für nötig hält, normale Rechtschreibregeln anzuwenden.
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