Martin Z. Schröder, Drucker, Berlin

Feine Visitenkarten, Briefpapiere, Einladungen und andere Akzidenzen im handgemachten Bleisatz und Buchdruck. www.blog.druckerey.de

Adresse: Schonensche Straße 38, 13189 Berlin

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Besitzer: Martin Z. Schröder

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Kompliment CONFIDENTIAL (19.05.2008) 5

Das Beste bzw. DER BESTE Drucker, den unsere Stadt im Handwerk der “schwarzen Kunst” anzubieten hat. Umfangreiches Wissen über das Was, Wie und auch Warum gepaart mit Kreativität und der richtigen Prise Humor und großer Freundlichkeit. Ein Produkt aus der “Druckerey” fasziniert und erfreut nicht nur den Auftraggeber, sondern auch den Empfänger des gedruckten Produktes. “Es ist immer ein Kenner in der Menge” (Zitat: Marlene Dietrich). Mit den Visitenkarten oder dem persönlichen Briefpapier aus dem Hause Schröder fühlt man sich sehr wohl und ist sich der Bewunderung der Empfänger sicher. Es ist eben doch ein sichtbarer Unterschied zwischen einer Visitenkarte oder einem Briefbogen aus dem Laserdrucker oder der von handgesetzten im Buchdruck erstellten Variante. Leider gibt es nur 5 STERNE zu vergeben, verdient hätte er mehr!

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Kompliment Pingveno (12.02.2008) 5

Fünf Sterne! So eine schöne Seite für ein schönes Handwerk!
Andreas

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Kompliment lokalreporter (19.02.2007) 5

Am Ende der Schönhauser Allee an der Grenze zu Pankow, hat der letzte praktizierende Bleidrucker Berlins seine Werkstatt.

Abgeschirmt von den wissensbegierigen Müttern mit ihren stets aufgeweckten Kindern rund um den Kollwitzblog, kann er hier in einer Seitenstraße seiner Arbeit nachgehen. Ruhig ist es trotzdem nicht, regelmäßig klopfen Dozenten, dann wird der Drucker selbst zum Lehrer und trägt den Studenten der Kommunikation und des Designs seine Kunst an.

Martin Z. Schröder ist der einzige noch lebende Bleidrucker Berlins den ich kenne – die anderen hatten ihre Bleierne Zeit mit Beginn der Weiterbildungsschwemme Mitte der Neunziger Jahre. Die staatlich subventionierten Gelddruckagenturen haben ausgerechnet in der Koalitionsregierten Ära des Namensvetters das Handwerk in den manuellen Handwerkstod getrieben.

Überall im Atelier stehen Stapel von Papier, Papier aus Europa, fein geschnittene dicke Italiener, grobkörniges aus der Hohen Tatra, im hinteren Raum steht eine Drone, eine High-tech Schneidemaschine die aussieht, als käme sie direkt aus der Zukunft.

Es stimmt also, am Anfang stand das Wort, nein, Fleisch war zuerst da, ein Frosch ist kein Frosch sondern das Werkzeug des Schriftsetzers, mit dem er die einzelnen Buchstaben zu Zeilen aneinanderreiht. Sei kein Frosch bedeutet: Fleisch ist willig, fummel nich an den Versalien! Gib mir ein Wort! Brat mir einen Fisch!

Blei ist schwer und giftig. Manch Bleisatz voll mit bleiernen Fischen von kaum mit der Lupe sichtbaren 1/8petit.
Nicht Fisch nicht Fleisch, der Sprache des Druckerhandwerks entlehnt, dem Xaver Kroetz zu Diensten, ein Fisch ist kein Gericht sondern eine gegossene Letter und was durcheinander geratenen Typen in einem Setzkasten sind, weiß jeder nächtliche Schöngeist. Hey, nenn mich gefälligst nicht Zwiebelfisch!

Aus Vor und Zunamen einen Nachtisch zusammenstellen? Sollte in einem gut aufgeräumten Schriftkasten nicht passieren, passiert selten, aber passiert, und schon wird aus einem Lokalreporter ein T-Reprolokaler. Was wie ein Anagramm daher kommt, ist in der Sprache der Drucker ein Eierkuchen, ein aus der Ordnung geratener Schriftsatz.

Wird zwischendurch mal ein Kind in die Technik des Visitenkartendruckens eingewiesen, reicht der Drucker eine leere Bierkiste, dreht sie um, Brett drauf und schon steht das Handwerk nicht mehr auf bleiernem Boden.

Schau, das hier ist ein Setzkasten, Herberge sämtlicher technischen Bausteine die für einen druckreifen Roman von Nöten sind[es gab eine Zeit, da hing in jeder Berliner WG-Küche ein ausrangierter Bleikasten mit kleinen Kinderüberraschungsfiguren in den Fächern].

Und weil selbst niedrige Bleikonzentrationen bei Langzeiteinwirkung schwere Schädigungen des zentralen und peripheren Nervensystems verursachen können, ist es ratsam dem Kind klar zu machen, es soll sich gefälligst nicht die Finger danach lecken.

Tinte und Worte sind ähnlicher Wirkung fähig. Zu des Druckers täglich Brot gehören beide, das macht ihn zu einem Mittler, einem Geheimnisträger. Drucker arbeiten mit Gift, sie sind die Schamanen echten Handwerks. Man sollte immer auf der Hut sein.

Wahrscheinlich wird das Handwerk der Digitalen Mediengestalter in der nächsten Epoche des evolutionären Planes von der Benutzeroberfläche verschwinden – Martin Z. wird als der Welt einziger überlebender Bleisatzdrucker Gastvorträge in den fünfsechs übriggebliebenen Hochschulen entlang des Globus halten und sich den Luxus leisten, zusammen mit seinem Kunden Max Goldt einen wöchentlichen Cartoon mit dem serifenvollen Titel DER ANTIQUIERTE MENSCH herausgeben.

Der letzte Drucker Berlins hat meinem Sohn und mir heute Nachmittag eine lehrreiche Einführung in sein Handwerk gegeben. Alicui gratias agere!


PS. Der Versuchung, dem Thema Geldfälschung Genüge zu tun[ihm einen sehnsüchtigen Aspekt einzugestehen und es in den Beitrag einzuweben und dem Drucker anzudichten], konnte ich in letzter Sekunde gerade noch widerstehen.

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Qype Advanced Insider 12K
Benutzerfoto: Wolfram

Wolfram

Kompliment Wolfram (10.02.2007) 5

Handwerk hatte golden Boden. Im Globalisierungsgewitter halten sich solche Perlen der Tradition und Qualität mitten in Berlin. Glückwunsch und Anerkennung.
Hier kann auch der Qyper seine nicht virtuelle Spitzendrucksache erzeugen lassen. Edles Papier ist wie jeder edle Stoff ein Unikat und unterscheidet sich von der Masse.

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User_star_grey 211
Benutzerfoto: Martin Z. Schröder

Martin Z....

Besitzer

Kompliment Martin Z. Schröder (09.02.2007)

Wer läßt denn heute noch Visitenkarten, Briefbogen oder Einladungen von Hand drucken? Wenn ein edles Papier mit Bleilettern bedruckt wird, deren Abdruck fühlbar ist und der Geruch der Farbe angenehm, verschafft es dem Empfänger ein sinnliches Vergnügen. Dieser Mensch ist ein Connaisseur, flüstert es.

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