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Beitrag zu Praxis für Psychotherapie, Hypnose & EMDR vom 2 Januar 2013
Ein großes Problem bei vielen Ängsten ist: wenn man die Auslöser vermeiden kann, tut man das auch mit einer gewissen Kreativität. Ich hatte sehr lange Angst vor Spritzen und dem Blutabnehmen, weswegen ich angeratene Untersuchungen, die nicht überlebenswichtig waren, gern immer wieder verschoben habe. Eigene Ansätze meinerseits wie Entspannungstechniken (Autogenes Training), Begleitung meines Partners oder schlichtes vor Augen halten, dass es wahrlich Schlimmeres gibt, konnten da leider nur wenig ausrichten. Ich war äußerst schmerzfixiert und auch schon so "unkooperativ", dass die Blutabnahme abgebrochen werden musste.
Dennoch habe ich mich immer wieder im Internet umgesehen, welche verschiedenen Ansätze zur Behandlung es gibt und bin dann, eigentlich um mich dem "Abenteuer Hypnose" zu stellen, in die Praxis von Sara Gonzalez gekommen. Dabei zeigte sich recht schnell, dass dies zwar ein Weg sein könnte, es aber einen wirkungsvolleren Ansatz gibt und fortan trafen wir uns vier Mal zu einer EMDR-Sitzung, deren Wirksamkeit ich um ehrlich zu sein während der Sitzungen noch nicht beurteilen konnte.
Danach freute ich mich aber wirklich sehr auf meinen ersten Arzttermin, den ich danach ausgemacht hatte. Für mich hatte es fast schon "Forschungscharakter" und ich war sehr gespannt, ob es wirklich funktioniert hat, denn ohne sich die angstauslösende Situation zu begeben, ist es schwer zu sagen, wie man sich denn nun darin fühlt.
An dieser Stelle kopiere ich mal einen Auszug aus meiner Mail an Sara mit dem treffenden Titel Erfolgsmeldung:
"Heute war es nun soweit, ich war heute morgen beim Blut abnehmen und es
hat alles super geklappt!
Ganz super war die Zeit davor: ich war überhaupt nicht aufgeregt und es
war doch sehr angenehm mit einem entspannten Gefühl zum Arzt zu fahren.
Als es dann ans Blut abnehmen ging, wurde damit die Auszubildende
beauftragt, spätestens da hätte ich früher drum gebeten, ob das nicht
jemand mit Erfahrung machen könnte... Das war aber ok und dann war es
lustigerweise genau so, wie ich es früher total furchtbar fand: erst
wurde der eine Arm abgebunden, keine Vene gefunden, dann der andere; es
folgte langes Abtasten und Desinfizieren, weil die Schwester doch etwas
unsicher war. Bis dahin war ich die Ruhe selbst, wirklich toll.
Dann kam der Stich und da muss ich zugeben, habe ich doch mal gezuckt
und mich kurz verspannt. Möglicherweise lag das aber auch daran, dass es
wirklich ziemlich stark gepiekt hat, weil sie die Nadel noch korrigieren
musste. Das hätte vielleicht auch jemand, der sonst unbedarft da ran
geht, als unangenehm empfunden. Dabei war ich aber zu keiner Zeit
irgendwie panisch oder wirklich ängstlich. Am interessantesten war aber
das Gefühl danach: da war nämlich keins (doch: stolz war ich!).
Normalerweise hatte ich danach immer eine so große Erleichterung darüber
empfunden, es nun endlich geschafft zu haben, dass ich die Welt hätte
umarmen können. Heute bin ich da eher rausgegangen wie aus einem Bäcker,
bei dem ich gerade eingekauft habe - alles völlig normal."
Für mich ist es großes Stück Lebensqualität, das ich damit gewonnen habe. Auch heute, einige Wochen später, stehe ich dem Thema völlig entspannt gegenüber. Sehr geschätzt habe ich in den Sitzungen, dass es immer einen realistischen Bezug gab, d.h. keine Versprechen "es würde nie wieder weh tun" oder ähnliches, sondern stattdessen Ersetzungen gefunden wurden, die wirklich zutreffen (z.B. dass man es einfach gelassen und rational betrachten kann).
In diesem Sinne möchte ich mich noch einmal für die effektive (und auch effiziente! - mein Weg war nämlich ziemlich weit) Behandlung in wirklich sympathischer und vertrauensvoller Atmosphäre bedanken! :-)
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