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Die 2te Heimat

Max-Brauer-Allee 34, 22765 Hamburg

Neu! In Hamburgs Speicher34 bietet die 2te Heimat mehr als nur Theater: Persönlicher Empfang, Kultursalon, Ambiente mit anschliessendem Feinschmeckermahl an langen Tischen zwecks Geselligkeit. Empfehlenswert.

Qype Advanced Insider 2334
Benutzerfoto: RausAusKL

RausAusKL

Kompliment RausAusKL (10.07.2008) 4

Das Schauspielhaus liegt direkt zentral am HBF und ist so super mit U2 o.ä. zu erreichen. Gebäude muss da wohl schon länger stehen, denn wie es sich für ein Theater gehört kommt es schön klassisch im neobarocken Stil rüber. Sowie bissl wie im Film, also so wie Theaterhäuser im Film. Äh, jetzt bin ich selbst verwirrt. Also, man ist im Theater dass so klassisch elgant schick ist, dass man denkt man wäre in einem Theater ausm Film, ist aber immer noch im Theater - ach, also ihr wisst wie ich das mein. Mein Wort zu den Inzenierungen: so generell sind wohl die Aufführungen stark im Kontrast zum Gebäude, also eher gar nicht so klassisch sondern modern, jung, provokativ. Hab aber bis jetzt nur Dorfpunks gesehen, fand ich ganz gut. So kanns gerne weiter gehen, ich bin noch öfters dort!

Tipp: durchs Kartenhaus hatte ich noch Karten bekommen ob wohl laut Schauspielhaus Kasse alles ausverkauft war!?

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Qype Advanced Insider 7726
Benutzerfoto: Towermän

Towermän

Kompliment Towermän (16.11.2007) 5

Vierter Beitrag zu diesem Haus. Traut sich da keiner ran?

Ich wurde am 22.09.07 ins Schauspielhaus anlässlich der Lesung Christoph Maria Herbsts´ "Vollidiot" nach dem Buch von Tommy Jaud eingeladen.

In der Annahme das Publikum entspricht dem, das auch zu Veranstaltungen von Studio Braun ins Schauspielhaus kommt, kleidete ich mich entsprechend "casual" und lag damit nur knapp daneben. Da sitze ich also zu intellektuell relativ anspruchslosem Klamauk in teils hochherrschaftlicher und etwas snobistischer Gesellschaft. Also die Frage, wer hier der Exot ist, wäre schon mal geklärt.

CMH hat sein Publikum von der ersten Minute an voll im Griff (angeheizt mit zahllosen Stromberg-Plattitüden). Kein Wunder, der Mann ist wohl der momentan beste "Comedian" (obwohl der Ausdruck "Comedian" eigentlich das Talent weiter unter den Scheffel stellt) den wir haben.

Nun, die "Vollidiot"-Lesung ist in Hamburg Teil einer Deutschlandtour auf der innerhalb von zweieinhalb Stunden eine geringfügig umgeschriebene Version des Buches von Tommy Jaud zelebriert wird. Dank der Tourroutine, dem Liveeffekt und der Interaktion mit dem Publikum, kann CMH seine Charaktäre voll ausspielen. Hervorragende Unterhaltung für einen Abend. Sparsames Licht, dezente Bühne (Tisch, Stuhl, schwarz Bühnenvorhang, fertig!)

Nachtrag: Habe mir in nachhinein auch noch die Hörbücher zu "Vollidiot" und dem Nachfolger "Der Millionär", beide gelesen von CMH, besorgt. Zwar kommen die Studioversionen in der Authenzität nicht ganz an den Liveauftritt heran, sind aber auf Grund der stimmlichen Rollenspiele von CMH in jeden Fall eine lohnenswerte Investition und ein schönes Geschenk zu Weihnachten (iss ja wieder soweit).

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Qype Advanced Insider 3551
Benutzerfoto: Badbury

Badbury

Kompliment Badbury (27.10.2007) 3

Ich stehe dem Schauspielhaus gegenüber, auf der anderen Strassenseite, wie eine Bordsteinschwalbe, die auf ihren Freier wartet, oder wie ein Begossener auf ein Taxi. Das tue ich immer so, nicht nur, bevor ich einer Vorstellung beiwohne. Hier stehe ich und geniesse. Das Gebäu sieht wie eine weisse, zuckerguss-türmchen-verwehrte Cremetorte aus. Auch innen Sahnebaiser-Balkons und Zuckerwerkverzierungen wo überall das erquickte Auge sich weidet. Jedoch, wie so mancher Silvesterpfannkuchen überraschend anders gefüllt ist, so ist auch dies schöne, die Welt bedeutende Bretterhaus manches Mal ... hmm, eben überraschend anders gefüllt.

Ich ging zur Premiere der von Kleistschen Hermannschlacht. Hermann, Fürst der Cherusker, alias Arminius oder Teutoburger-Wald-Armin, kommt im Frackhemd, Smoking und kurzgeschorenen Kopf auf der steil zum Saale hin abfallende leere (abgesehen von neun Herforder-Pils-Kästen, die so gruppiert waren, als seien sie aus dem neuen Ikeakatalog) Bühne auf die Zuschauer zu. Und stellt sich vor. Guten Tag, Hermann. Sagt's und schüttelt die Hände, mehrmals. Später dann fingen sie an, aus Jux oder eher aus Dollerei, schwäbisch zu sprechen, während das Publikum und vor allem der nervige kariertbehemdete Studentenyp zu meiner Linken laut lachten. Offensichtlich hatten sie eine weit niedrigere Humor- und Niveauschwelle als ich, aber dafür eine höhere des Schmerzes. Da hielt ich es nicht mehr aus und ging besonders aufwändig von dannen, in der Hoffnung, der bis dahin rechts neben mir sitzende Theaterkritiker (der auch nicht lachte!) würde darüber schreiben: "Bereits nach halber Stunde ging der Erste!"

Und der Erste ging. Nach Hause. Machte es sich auf der Couch bequem. Goss sich Wein ein. Nahm den rotledernen Kleist aus dem Regal. Entzündete eine Zigarette. Und las. So muss Kunst präsentiert werden und nicht wie die gequirlte .... (reimt sich auf Neisse), die zuvor beschriebene.

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Kompliment Lutz Riedesel (12.07.2007) 1

Früher fand ich die Inszenierugen des Schauspielhauses anregend, bedeutungsvoll und überwiegend interessant inszeniert. Lange schon vermiesse ich dort Stücke und Inszenierungen, die mich fesseln und begeistern. Aber ich bleibe am Ball und hoffe darauf, dass sich dies ändert - denn die Hoffnung sollte ich nicht aufgeben.

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Benutzerfoto: mostro

mostro

Kompliment mostro (05.12.2006) 5

Komisch, daß noch keiner über das Schauspielhaus geschrieben hat, aber vielleicht erscheint vielen das Thema zu umfangreich oder das Haus zu bekannt.
In jedem Fall finde ich es schön, daß das Schauspielhaus erstens zentral am Hauptbahnhof liegt und zweitens in einem wunderschönen weißen Bau im ornamentalen Stil der Gründerzeit residiert, der irgendwie Kriege und Neubauwahnzeiten überstanden hat. Auch innen sind die plüschigen Ränge des 19.Jahrhunderts noch gut erhalten und erzeugen eine eigene gute Atmosphäre.
Über das Programm zu schreiben, scheint vermessen, zumal hier immer wieder öffentlich kontrovers diskutiert wird. Ich für meinen Teil hatte aus früheren Zeiten das Schauspielhaus als sehr kopflastig und düster in Erinnerung. Story optimalerweise: Vergewaltigungsszenen mit Krebskranken im KZ, dazu Rammstein-Musik mit möglichst maximalem Verstärker, so daß man auch den letzten antidepressiven Funken im Publikum erlegt.
Hier hat sich anscheinend viel geändert: Ich habe heute Abend hier "Mein Ball" gesehen, eine fiese kleine Parodie mit gewagter Kreuzung aus Fußball-WM und letzten Tagen im Führerbunker - und mich wirklich viele Male fast totgelacht; wunderbar böse und gute Szenekollagen mit extrem vielen Musikeinlagen von Klassik über Rock bis Pop, alle Schauspieler müssen Solo und Chor singen, und ein Großteil kann das tatsächlich mehr als gut, zumal begleitet von einem sehr guten Pianisten, der den Bogen zwischen Pop und Klassik ohne Kitsch meistert - und dazu noch eine hoch amüsante Choreographie mit den eigentlich so steifen Figuren des dritten Reiches kreiert...
Davor empfiehlt sich übrigens dringend ein Dim Sum - Imbiss beim Meister des Metiers im Mei Moon in der Bremer Reihe , um die Ecke gelegen!!.

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