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Hufeisensiedlung von whitewedding
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Hufeisensiedlung

Britz, Berlin

5 7 Beiträge

Adresse:

Onkel-Bräsig Straße 27, „Freunde und Förderer der Hufeisensiedlung Berlin-Britz e.V.“ , 12359 Berlin

Hierher mit Bus/Bahn

Kontakt:

www.hufeisensiedlung.info/

Geöffnet:
Für alle diejenigen, die einfach mal persönlich vorbeikommen möchten:
Wir treffen uns jeden zweiten Montag im Monat ab 20 Uhr im Versammlungsraum des Restaurants "Im Hufeisen".
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7 Beiträge zum Platz "Hufeisensiedlung" auf Deutsch

Benutzerfoto: whitewedding
whitewedding
Berlin
180 Beiträge
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4 Sterne für Hufeisensiedlung
Beitrag zu Hufeisensiedlung vom 14 Februar 2013
Hallo liebe Leser!

Mein Lieblingscarre in Neukölln, liebe Konnie, ist die Huifeisensiedlung in Britz, made by Bruno Taut in den 1920er Jahren. Die kleineren Häuser ähneln zum Teil denen in der Gartenstadt Falkenberg in Grünau, die ich neulich bewertete. Ich war noch am selben Tag, trotz extremer Minusgrade, nach dem Besuch von der Siedlung in Grünau, dann dort in Britz, des sonnigen Wetters wegen!!! Dort in Britz ist es farblich aber etwas schlichter gehalten, und die Häuser dort sind teilweise deutlich höher, so wie das große Hufeisenhaus im Zentrum der Siedlung, mit dem Park und dem Teich in der Mitte. Damals die Abkehr von der Berliner Mietskaserne mit Hinterhöfen, hin zu Bauten mit grün dazwischen im Reihenhausstil, die auch quer standen dann, und sich nicht wie vormals sich nur an den Straßenfluchten orientierten.

Bruno Taut schuf als Architekt sogar 12000 Wohnungen in Berlin. Seine Siedlungen waren und sind die Gartenstadt Falkenberg als erste große von ihm, die Hufeisen-Siedlung hier, die Siedlung Schillerpark bei mir im Wedding, die Siedlung Freie Scholle in Waidmannslust, die Siedlung an der "Onkel Toms Hütte" und die Carl-Legien-Siedlung in Prenzlberg!!! Als einer der besten Deutschen Architekten aller Zeiten werde ich ihn noch würdigen, und nach und nach alle seine Siedlungen in Berlin bewerten hier!!!

Gebroen ist Bruno Taut in Königsberg im Jahr 1880 und er starb in Istanbul an Heiligabend 1938.

Er war einer der bedutendsten Architekten in Deutschland vor dem 2. Weltkrieg.


Die Siedlung hat wegen der Grünzüge dort hohen Wohnwert. Also 4 Sterne, einer weg, weil dort die Fenster recht klein sind in den Häusern.

Kommentieren 4 Kommentare zu diesem Beitrag Alle anzeigen

  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    Konnie-Neukölln, 14 Februar 2013:

    Nicht nur die Fenster in den Häusern sind sehr klein, auch die Räume. Ich kenne einige der Häuser. Ziemlich eng, kleine Zimmer, steile Treppen.

    In der Zeit, als die Siedlung entstand, war die Bebauung schon ein Fortschritt gegenüber den Mietskasernen, wie sie z.B. im Norden Neuköllns zu finden sind. Nur ein Ziel wurde nicht erreicht: die Arbeiter aus den öden Mietskasernen rauszubekommen. Die konnten sich die Miete der schönen Häuschen nicht leisten. Es zogen Angestellte und Beamte ein.

  • whitewedding, 15 Februar 2013:

    Heute ist es ja auch noch so, dass ärmere Menschen meist in schlechteren Häusern wohnen müssen, oder wie ich in zu kleinen Wohnungen…! Gentrifizierung total!!!

  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    Konnie-Neukölln, 15 Februar 2013:

    Die Gentrifizierung findet gerade in der Hufeisensiedlung statt. Die kleinen Reihenhäuser werden als Wohnungseigentum verkauft. Entsprechende Leute ziehen dort ein.

  • Fuldanixe, 26 März 2013:

    Ja, das ist wirklich eine Schande. Bin neulich dort vorbei gekommen .

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Benutzerfoto: bstine
bstine
Berlin
208 Beiträge
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5 Sterne für Hufeisensiedlung
Beitrag zu Hufeisensiedlung vom 16 April 2012

wirklich idyllisch und sehr interessant, sich die Häuserreihen anzuschauen. Es gibt alle paar Meter etwas zu gucken. Die Hufeisensiedlung ist wie eine eigene kleine Stadt. hab mir mal ein Haus von innen angeschaut: traumhafte Räume mit viel Atmosphäre und schnuckeligem Garten hinten dran.

Deine Chance, das erste Kompliment zu vergeben. Kompliment

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Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs" Benutzerfoto: Konnie-Neukölln
Konnie-Ne...
Berlin
353 Beiträge
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5 Sterne für Hufeisensiedlung
Beitrag zu Hufeisensiedlung vom 30 Januar 2009
(aktualisiert am 5 August 2011 )

Die Hufeisensiedlung wurde in den 20er- und 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts von den Architekten Bruno Taut und Martin Wagner im Stil der “neuen Sachlichkeit” erbaut. Namensgeber ist das Wohngebäude in Form eines Hufeisens, das in der Fritz-Reuter-Allee zwischen den U-Bahnhöfen Parchimer Allee und Blaschkoallee liegt.

Die ursprüngliche Idee der Siedlung war, die Arbeiter aus den engen, dunklen Mietskasernen herauszuholen. Sie sollten entweder in den Wohnungen oder besser noch in den Reihenhäusern wohnen, um mehr Licht und frische Luft zu erhalten und in den Gärten der Häuser eigenes Obst und Gemüse ziehen zu können. Das funktionierte leider nicht wie gedacht, da die Miete für Reihenhäuser und Wohnungen für die Arbeiterfamilien zu hoch war. Hier zog die Mittelschicht ein; vor allem Angestellte und Beamte.

1963 wurde die U-Bahnstrecke bis zum Bahnhof Britz-Süd eröffnet und die Siedlung ist seitdem deutlich verkehrsgünstiger gelegen.

Die Siedlung liegt in der Umgebung der U-Bahnhöfe Parchimer Allee und Blaschkoallee. Auf der Seite der Fritz-Reuter-Allee, auf der das Hufeisengebäude liegt, ziehen sich Wohnhäuser die Straße entlang, die in dunkelroter Farbe verputzt sind. Das ist die sog. “Rote Front”.

Sie soll als Abgrenzung zur Siedlung auf der anderen Straßenseite dienen. Diese wurde von einer anderen Baugesellschaft in der gleichen Zeit wie die Hufeisensiedlung erbaut; von den Architekten Engelmann und Fangmeyer. Man erkennt sie daran, dass sie in einem altmodischeren Stil mit Giebeln, Erkern und spitzen Balkons gehalten ist.

Die Straßen in dem Viertel wurden im Zusammenhang mit dem mecklenburgischen Schriftsteller Fritz Reuter benannt.
Lowise-Reuter-Ring: Lowise war die Ehefrau von Fritz Reuter.
Stavenhagener Str.: Stavenhagen war die Geburtsstadt Fritz Reuters. Sein Geburtshaus am Markt ist erhalten und beherbergt heute das Fritz-Reuter-Museum.
Dömitzer Str.: In Dömitz saß er einige Zeit in der Festung in Haft. Die Festung ist erhalten und kann besichtigt werden.
Talberger Str.: Thalberg ist ein Ortsteil von Altentreptow. Dort soll Fritz Reuter einen Freund besucht haben.
Dörchläuchtingstr.: Dörchläuchting ist eine Verballhornung von Durchlaucht. Fritz Reuter soll den Mecklenburger Landesfürsten so genannt haben.
Hüsung, Miningstr., Liningstr., Onkel-Bräsig-Str., Onkel-Herse-Str., Jochen-Nüßler-Str., Paster-Behrens-Str., Hanne Nüte: benannt nach Figuren und Werken Fritz Reuters.
Parchimer Allee, Gielower-; Malchiner-; Teterower Str.: benannt nach Städten in Mecklenburg.

Der Schriftsteller Erich Mühsam wohnte einige Jahre in der Dörchläuchtingstr. bis zu seiner Deportation durch die Nazis. In der Straße gibt es einen Gedenkstein, der an ihn erinnert. Er befindet sich nahe der Parchimer Allee; von dort aus gesehen auf der linken Straßenseite.

Sehenswert ist die Siedlung im Frühjahr, ca. zweite Aprilhälfte. Dann stehen die japanischen Kirschbäume in voller Blüte. Das sieht traumhauft schön aus. Besonders viele Kirschbäume gibt es in der Parchimer Allee, der Paster-Behrens-Str. und der Onkel-Bräsig-Str. Außerdem im nahegelegenen Grüner Weg, der nicht in der Hufeisensiedlung liegt.

Im April findet seit Jahrzehnten der traditionelle Rummel Britzer Baumblüte am Ende der Parchimer Allee (am Gutspark) statt. Leider hat das Angebot an interessanten Ständen und Fahrgeschäften im Laufe der Zeit immer mehr abgenommen.

Die Hufeisensiedlung wurde 2008 in die Unesco-Liste des Weltkulturerbes – Siedlungen der Berliner Moderne – aufgenommen. Sie und ihr Pendant auf der anderen Seite der Fritz-Reuter-Allee sind ruhige, beschauliche Wohnsiedlungen mit Wohn- und Reihenhäusern, Teichen und viel Grün. Die Bewohner fühlen sich dort wohl.

Kommentieren 14 Kommentare zu diesem Beitrag Alle anzeigen

  • Michael Z., 21 Juni 2009:

    Da hab ich vor etwa 40 Jahren ca. 11 Jahre lang gewohnt, mitten in der Britzer Baumblüte ;-)

  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    meme, 22 Juni 2009:

    ... eine schöne Siedlung mit wirklicher Wohnqualität (zumindest aus der Ferne betrachtet, wie ich es hier tue)

  • mallimahinde, 30 Dezember 2009:

    Super Fotos!!!!!!!!!!!!!!

  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    Konnie-Neukölln, 31 Dezember 2009:

    Vielen Dank!

  • salue, 1 Januar 2010:

    toller beitrag - grandiose fotos!!!

  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    lokalreporter, 7 Januar 2010:

    !!!

  • spaniardinberlin, 9 April 2010:

    sprachlos!

  • leider bin ich ab jetzt weg. Macht's gut und lebt wohl., 12 April 2010:

    wow, was für eine Blütenpracht

  • Alpinum, 1 August 2011:

    Erwähnenswert währe auch noch das die Hufeisensiedlung seit 2008 zum Unesco Weltkulturerbe " Siedlungen der
    Berliner Moderne " gehört. Zu den 6 Siedlungen gehören u.a.
    auch die Gartenstadt Falkenberg im Bezirk Treptow – Köpenick
    und die Weiße Stadt in Reinickendorf.

  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    Konnie-Neukölln, 5 August 2011:

    @Alpinum: vielen Dank für den Hinweis, ich habe den Beitrag ergänzt.

  • jurgenehre, 5 August 2011:

    Mit dem Hufeisen durch den Winter bis in den Frühling?!

  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    Konnie-Neukölln, 6 August 2011:

    Natürlich auch in den Sommer. Am Hufeisen wird gerade mächtig gebaut. Ich mache Fotos, wenn denn mal alles fertig ist.

  • tegeler3, 27 April 2012:

    Hey gerade wieder aktuell. Die Britzer Baumblüte!!!
    Schön!!! I love this place!!!:)))

  • whitewedding, 13 Februar 2013:

    Das Foto da mit dem blühenden Baum vor dem Blauen Haus habe ich auch schonmal gemacht!!! Ohne Witz!!!
    Britz made by Bruno Taut!!! :) 100 Punkte für die liebe Konnie dafür!!! :)

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Benutzerfoto: Funnyfox
Funnyfox
117 Beiträge
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4 Sterne für Hufeisensiedlung
Beitrag zu Hufeisensiedlung vom 27 Oktober 2010

Eine sehr schöne Anlage zum Spazieren gehen. Besonders diese Hufeisen Form ist sehr beeindruckend. Alles ist schön gestaltet und man kann hier bestimmt schön ruhig wohnen.

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Benutzerfoto: Solitär
Solitär
Berlin
198 Beiträge
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5 Sterne für Hufeisensiedlung
Beitrag zu Hufeisensiedlung vom 19 November 2008

Vogelgezwitscher, Obstbäume und Reihenhausidylle. Mitten in Neukölln, zwischen Parchimer und Blaschkoallee im Ortsteil Britz, liegt die Hufeisensiedlung. Das Herz der 37 ha großen Anlage ist ein Wohngebäude in Hufeisenform - keinerlei rechter Winkel ist zu finden. In den Reihenhäusern, die sich strahlenförmig um das Hufeisen gruppieren, allerdings schon. Die Architekten Bruno Taut und Martin Wagner haben insgesamt vier verschiedene Grundrisse für die Häuser verwendet - fast 2000 Wohnungen, davon 472 Einfamilienhäuser bilden die Basis, in der ca. 3100 Menschen leben.
Das Baukonzept, von Taut und Wagner zwischen 1925 und 1930 im Auftrag der Wohnungsbaugesellschaft Gehag umgesetzt, sah einfache Unterkünfte für einfache Menschen vor; preiswerte Wohnungen von hoher Qualität, umgeben von Gärten und Höfen.
Die Siedlung bietet hohe Lebensqualität - die grundsätzliche Ruhe wird lediglich durch Architekturinteressenten gestört…am “Tag des offenen Denkmals” kann jeder Interessierte das ganz besondere Flair aus der Bauhaus-Zeit genießen und in manche Wohnung schnuppern…

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Benutzerfoto: pitperi
pitperi
Berlin
145 Beiträge
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5 Sterne für Hufeisensiedlung
Beitrag zu Hufeisensiedlung vom 3 Oktober 2008

den ausführlichen Darstellungen von rhebs kann ich nichts mehr hinzufügen, außer, herrliche Wohnanlage, es läßt sich gut spazierengehen dort. Wer dort wohnt, wohnt beschaulich.

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Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs" Benutzerfoto: Richard Hebstreit
Richard H...
Berlin
249 Beiträge
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4 Sterne für Hufeisensiedlung
Beitrag zu Hufeisensiedlung vom 3 September 2008
(aktualisiert am 5 September 2008 )

Eine Hufeisensiedlung vom Feinsten!

Das Interesse für die "Neue Sachlichkeit" in der Kunst, in der Architektur wurde mir eigentlich von meinen Eltern eingeimpft. Na ja, auch die entsprechenden Bücher standen in
Vaters Bücherschrank. Großvater hielt nichts von dem neumodischem glattem Kram. Der hatte einen Biedermeier Schreibsekretär und Gründerzeitbetten. Als ich sein Bett verbrannte, brauchte es schon einige Tage. Es war viel Holz.

So, wie vielen jungen Leuten heute in Berlin, ist das BAUHAUS für mich im Gegensatz dazu kein Baumarkt, sondern das bauhaus in Weimar und Dessau. Das „Staatliche Bauhaus Weimar“ wurde 1919 von Walter Gropius in Weimar als Kunstschule gegründet. http://de.wikipedia.org/wiki/Bauhaus

In den 70er Jahren lebte ich zufälligerweise im größten Bauhausschinken der DDR, dem damals größten Wohnblock der DDR. In Halle Neustadt, Block 665, Wohnung 235 in der neunten Etage. Stolz war ich trotzdem, weil es meine erste ureigene Wohnung war. Mies war, meine Westantenne hat der Hausmeister regelmäßig gekappt, weil ich auf der Ostseite des Hauses wohnte und die Antenne
aufs Dach gegen alle Vorschriften des Vermieters montieren musste. Jahre später war ich selber mal ein Designer und habe mit meinen "Bauhausdesign" Preise für gutes Design abgeräumt. (http://rhebs.de/leuchter45.jpg)

Mein Papa hatte bei Hugo Junkers in den Dreissiger Jahren gearbeitet und dort Bauhausleute kennen gelernt, die nach der Schließung 1932 dort mit Flugzeuge bauten. Die Erzeugnisse, Traditionen, Ergebnisse des bauhauses Dessau/Weimar/Berlin faszinierten mich. Zum Teil gingen sie mir auch voll auf den Geist. Zu kalt das alles, dachte ich oft.

Am 3.09.2008 sage ich zu meiner Petra, los Gropiusstadt ansehen! Ab nach Gopiusstadt. Gesagt, getan. Eine halbe Stunde später waren wir dort. Wir sind dort nicht aus dem Auto ausgestiegen. Die Gropiuspassagen wollten wir uns nicht antun und zwischen den Hochhaus-Wohnbauten herum zu spazieren fanden wir nicht sehr spannend.

"Ab zur Hufeisensiedlung, da gibt es auch eine Tradition des Bauhauses zu besichtigen" sage ich und schnell waren wir dort. Da war ich noch nie und heute war ich da. Bruno Taut hat das geplant und ein Gedenkstein für Bruno steht auch auf einer Wiese im Zentrum der Hufeisensiedlung.

Es hat Spaß gemacht, dort herum zu wandern. Man bekam Einblicke in menschlichen sozialem Wohnungsbau vom Feinsten. Freilich mit klitzekleinen Problemen, die zu sehen waren. Viele Bewohner haben die Architektur selbstbewusst erhalten, manche haben auch einiges aus Unkenntnis verhunzt.

Z.B. Die Eingangstüren verkitscht eventuell mit Türen von dem Baumarkt BAUHAUS. Japaner oder Chinesen stolpern inzwischen andachtsvoll heute dort herum mit 25 Megapixel-Fotokameras aus einem SF-Film und schicken von einer Parkbank die Fotos nach Hause. Die Gropius-Stadt ist multikulturell. Die Hufeisensiedlung ist fast kopftuchlos. Naja, die Kroaten sind nun auch dort gastronomisch vertreten.

Inzwischen hat im Juli 2008 auch die Hufeisensiedlung zusammen mit fünf weiteren Berliner „Siedlungen der Berliner Moderne“ Aufnahme in die UNESCO-Liste des Welterbes gefunden. Damit gibt es sicher Auflagen und mancher soll sicher seine Türe entsprechend den Denkmalschutzanforderungen wieder in den Originalzustand versetzen. Das wird nicht einfach sein. Carports entstanden, Dachausbauten mit allen möglichen Lösungen, wie Gauben, Dachfenster, Terassen ...

http://de.wikipedia.org/wiki/Siedlungen_der_Berliner_Moderne

Das Problem, die Denkmalschützer haben Recht und die Bewohner gleichermaßen. Trotzdem, ich habe das gleiche komische zwiespältige Gefühl wie mit dem Bauhaus. Die Siedlung finde ich als eine Idylle, wo man prima wohnen kann. Für mich als Berlinfan und Innenstadtbewohner ist die Hufeisensiedlung zu sehr jwd = janz weit draußen!

Ein einziges Restaurant habe ich in der Siedlung gefunden, "Zum Hufeisen", wo auch der hier referenzierte rührige Verein ab und an residiert.
http://www.qype.com/place/preview/de-3768871-zum-hufeisen..., eine kroatische Gaststätte. Kroatische Küche mag ich. Nur es war Kaffezeit, mehr als einen Kaffee wollten wir nicht.

Im Oktober, wenn die Blätter goldbraun geworden sind, will ich da noch mal hin. Fotos schießen mit den tollen Farben dort, die ich schon heute gefunden habe.

Weitere Links zum Thema:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bruno_Taut
http://de.wikipedia.org/wiki/Hufeisensiedlung
http://www.neubritz.de/archiv/geschichte/hufeisensiedlung...
http://www.berlin-4d.de/UNESCO/unesco.html?gclid=CKPv2JS2...
http://www.deutsche-wohnen.com/html/
http://lining30.de/haus/hufeisensiedlung/
http://www.berlin.de/orte/sehenswuerdigkeiten/hufeisensie...
http://www.stern.de/unterhaltung/ausstellungen/:Berliner-...
http://www.hufeisensiedlung.info/
http://www.bauhaus-dessau.de/
http://www.uni-weimar.de/cms/
http://www.bauhaus.de/
http://www.bauhaus.info/
http://www.burg-halle.de/

Ein Designer, der die Traditionen des Bauhauses auch irgendwann mal von mir eingeimpft bekam. Man findet nebeneinander Sachlichkeit und Schnörkel......Die Mischung macht es.......... wie in der Hufeisensiedlung: http://www.hebstreit.com

Kommentieren 3 Kommentare zu diesem Beitrag Alle anzeigen

  • made270481, 4 September 2008:

    in einem der gärten, in der hufeisensiedlung, bin ich quasi “groß geworden” und habe viele schöne sommer verbracht. meine oma und mein opa sind seit vielen, vielen jahren mieter dort. eine wirklich schöne siedlung, die auch noch ruhig ist und die welt noch ein stück weit in ordnung ;o)

  • hyke, 4 September 2008:

    sehr guter bericht, wohne ebenfalls in einer bruno taut siedlung und
    die neue sachlichkeit hat mich schon immer fasziniert.ein jammer, daß diese revolutionäre baubewegung in der nazizeit so ein rasches trauriges ende finden mußte. häuser dieses stiles findet man in deutschland kaum noch---berlin ist voll davon, egal ob als siedlungen oder einzelne häuser wie von mendelsohn, taut, gropius usw. mich macht es ein wenig stolz, dort zu wohnen, liebe grüsse :-)

  • Scipio, 5 September 2008:

    Die Siedlung bietet auch aus der Vogelperspektive einen außergerwöhnlich schönen Anblick. Als die Meldung über die erweiterte UNESCO-Liste in die Zeitungen kam, sah man als Illustration häufig ein aktuelles Luftbild der besprochenen Berliner Siedlung, das Bruno Taut vermutlich begeistert hätte.

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