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User_star_grey 37
Benutzerfoto: grand

grand

Kompliment grand (23.01.2008) 1

Tut mir leid, ich kann dem Vorschreiber nicht zustimmen. Es gehört KEINERLEI Mut dazu, ungewöhnlich zu bauen und zu planen, wenn man bereits einen bekannten Namen, unzählige gute Beziehungen, Geld und einenRiesenetat hat. Wenn die Docklands das Erstwerk eines unbekannten Architekten mit Risiko wären, könnte man moralisch Bewunderung äussern. Aber BRT hat so viel an Stahl und Beton über die Stadt gegossen - und mir gefällt es einfach überhaupt nicht, diese brutale Ästhetik!

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Kompliment harald_aus_hh (22.06.2007) 5

vorausgeschickt sei hier, dass ich kein architekt bin und somit nur die gefühle wiedergeben kann, wenn ich ein gebäude/bauwerk betrachte.

ich kann nicht verhehlen, dass ich ein fan dieser art von architektur bin.

ich mag sicher nicht alle bauwerke von teherani aber vor allen dingen sein „docklands“ hat mich sehr beeindruckt, da es aus meiner sicht den maritimen charakter des standorts auf harmonische weise unterstreicht.

beim „berliner bogen“ bin ich immer wieder von dem mut begeistert den eine stadt und ein bauherr aufbringen muss, um ein solches bauwerk an einem so prominenten platz zu errichten. das gebäude bemüht sich nicht, sich in der "stadt-landschaft" zu verstecken, sondern zeigt sich stolz allen betrachtern.

das „bürohaus sandtorkai“ mit seiner schlichten architektur, die erst auf den zweiten blick aus dem rahmen fällt, ist ein weiteres highlight für mich.

aber nun genug geschwärmt!

viel spass bei einer etwas anderen stadtrundreise wünscht harald

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Benutzerfoto: mostro

mostro

Kompliment mostro (26.04.2007) 1

Die Hamburger Presse mästet uns regelmäßig mit sogenannten Home-Stories über den überlegenen Lebensstil unserer sogenannten "Star-Architekten" und deren ebenfalls überlegenen und der Öffentlichkeit zu verkündenden Lebensphilosophien. Höhepunkt dieser Pulitzer-preiswürdigen Emissionen war vor zwei Jahren ein vollseitiger Artikel der Hamburger Morgenpost, in dem Herr Teherani dem gemeinen Unterbürger doch tatsächlich huldvoll erklärte, wie man eine Banane richtig und vor allem atraumatisch zu schälen habe. Im Verlauf des Pressejahres zeigte er uns dann ebenfalls auf 2 bildreichen Seiten seine wohlverdiente Sammlung erlesen erhaltener Oldtimer.... Bei soviel Hochmuut überraschen die architektonischen Umsetzungen diese Büros nicht. Es wird prinzipiell groß, klotzig und rücksichtslos geplant. Hauptsache es ist irgendwie spektakulär. Das war der zweite Weltkrieg auch - und ähnlich ist die Wirkung klotziger Bauten auf das Stadtbild - zerstörerisch. Monströse Bauklötze, Stahl und Glas, möglichst ohne freundliche Farben und am besten mit direkter Verdrängung aller umliegenden Masse. Und wer jetzt kommt und sagt, die Formen des "Berliner Bogens" seien doch revolutionär und originell, dem sei beschieden, daß auch das Design von Mittelstreckenraketen eigentlich ja sehr formschön ist...

Aber das alles ist natürlich das Dilemma der heutigen Architektur: Keiner der "führenden" Stars (und die schieben sich fleissig gegenseitig Preise, Jury-Plätze und Professuren zu und sichern so, daß Tausende gehirngewaschener Architekturstudenten ihnen blind folgen) fragt mal repräsentativ das gemeine Volk, was es denn "schön" fände - nein, da müsste man ja nur über "kindische" Ideen und ähnlichen Kitsch nachdenken. Gründerzeit, Jugendstil, Venedig, Paris -alles igitt! Und Rundungen, Bögen, Giebel, Ornamente, kleine statt grosse Klötze oder gar Farbe? Ogottogott, das wäre ja viel zu aufwendig und gar nicht modern!! Wäre aber schön. Nur regiert im Moment eine Politik der Verdrängung des Schönen, Emotionalen und Mitmenschlichen zugunsten von sogenannter Effektivität, Ökonomisierung und Globalisierung. Und so siegt das Großmaul über die Vernunft, die Kälte über die Wärme und schlußendlich (vorläufig) die Architektur von BRT über das Kleine, Bescheidene und Schöne....

Update April 2007: Mittlerweile traut sich plötzlich die Presse, die über Monate als "ehrgeizigstes Architekturprojekt Europas" hochgejubelte Unsäglichkeit der Hafencity (ein meterlanger Stern-Artikel war der Gipfel) schlecht zu finden. Fahnen im Wind des Volksszornes, aber vergänglich gewebt wie so vieles... Die Hafencity und ihre ebenfalls unmenschlich klotzige Architektur hat mich vom ersten Tag an wütend gemacht, nur durfte man ja nicht so laut schreien in all dem Heilsgebrülle! Was für eine Chance wurde hier in Hamburg vertan! Ein ganzer Stadtteil am Wasser... und einfach nur zubetoniert...

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Beliebte Stichworte: architekt, architekten, architektur, beton, stahl

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