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Kibbelstegbrücke
Hafencity, Hamburg
- Adresse:
-
Kibbelstegbrücke, 20457 Hamburg
| Nutzer-Infos |
|
1 Beitrag zum Platz "Kibbelstegbrücke" auf Deutsch
Nachdem wir auf einer der beiden hochwasserfreien Fußgängerbrücken
http://www.qype.com/place/14158-Kehrwiederstegbruecke-Haf...
&
http://www.qype.com/place/2272269-Binnenhafenhaengebrueck...
bis zum Sandtorhafen geschlendert sind, schauen wir uns ein paar hundert Meter weiter östlich nun die andere hochwasserfreie Fußgängerbrücke, die Kibbelstegbrücke, an.
Der Name, dieser 2001 errichteten Brücke hat einen historischen Hintergrund. Auf der Brookinsel, dem südlichen Teil der Hamburger Altstadt, die Ende des 19.Jahrhunderts für den Bau der Speicherstadt abgerissen wurde, gab es früher die Kibbeltwiete.
Sie führte, garnicht weit von hier, vom Sandtorkai bis Pickhuben.
Twiete ist ein Hamburger Begriff für eine schmale Gasse, Kibbeln oder auch Kabbeln heißt soviel wie zanken, oder lautstark tratschen. Eine Tratschgasse also.
Im Vordergrund des Bildes ist eine Schott’sche Karre abgebildet.
So ein Karren war ja praktisch das Lastenfuhrwerk der kleinen Leute, die sich Pferd und Wagen nicht leisten konnten, aber wer oder was ist Schott?
Im 17.Jahrhundert führte Hamburg die sogenannte Karrenstrafe ein. Die Verurteilten wurden für einen bestimmten Zeitraum an Jahren dazu verurteilt, mit einem Karren in der Stadt und den Wallanlagen Müll abzufahren. Die Anzahl der Jahre wurden ihnen mit kleinen Glöckchen an die Jacke genäht, jedes Jahr durften sie eines abnehmen.
1609 wurde ein Michel Schott als “Tagedieb” als erster zu dieser Strafe verurteilt. Als er seine Strafe abgearbeitet hat, soll er Aufseher geworden sein, und darüber gewacht haben, das andere Verurteilte mit der Schott’schen Karre den Müll wegfuhren.

Die Brücke beginnt am Ende des Sandtorhafens, bei den Magellanterassen. Diese gehören zu dem hochwasserfreien Gebiet auf dem Gelände der Hafencity. Man hat das Gelände zu diesem Zweck erhöht und die Gebäude auf einer Art Warft erbaut, denn die Hafencity ist nicht eingedeicht.
Der Hochwasserschutz ist derzeit auf mindestens +7,50m NN ausgelegt.
Die Kibbelstegbrücke beginnt also auf diesem erhöhten Gelände, hat durchgehend eine Minimumhöhe von +7,50m NN, und führt zunächst über die Straße Am Sandtorkai.
Diese Straße hat hier rund eine Höhe von +5,50m NN. Zum Vergleich: bei der Großen Flut 1962 hatte der Pegelstand +5,70m NN erreicht.
Bei der höchsten Sturmflut Hamburgs (1976) erreichte der Pegelstand +6,45m NN.

Auch von dem Parkhaus der Hafencity, gibt es eine Zugang auf die Kibbelstegbrücke, das “Erdgeschoss” wird bei einer Sturmflut mit Fluttoren verschlossen.
Über das Brooksfleet hinweg, geht es weiter zum Zollkanal.

Auch am Zollkanal sorgt die doppelstöckige Brücke für interessante Perspektiven….

Die Kibbelstegbrücke endet (oder beginnt, je nachdem) in der Altstadt, an der Straße Bei den Mühren.
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Plätze in der Nähe von Kibbelstegbrücke
HafenCity Infocenter im Kesselhaus Am Sandtorkai 30, Kesselhaus, 20095 Hamburg
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amige: “Ich wollte eine Gruppe für einen Rundgang anmelden. Am Infostand waren 2 Damen eine davon am LapTop beschäftigt. Mir wurde gesagt, daß eine Anmeldu...” mehr…
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Kommentieren 12 Kommentare zu diesem Beitrag Alle anzeigen
Kiwi, was ist eine Kibbeltwiete ? Klingt lustig !
Oh, das wollte ich noch in den Beitrag einbauen, hab ich vergessen. Twiete ist ein Hamburger Begriff für eine schmale Gasse, Kibbeln oder auch Kabbeln heißt soviel wie zanken, oder lautstark tratschen. Eine Tratschgasse also.
ich bau das nochmal in den Beitrag ein.
Danke Kiwi ! Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie die Frauen in der Gasse früher lautstark den neusten Klatsch und Tratsch ausgetauscht haben :-D
@Kiwi Du könntest doch eigentlich Stadtführer werden .So ausführlich habe ich es hier auf diesen Seiten noch nicht gelesen. Danke für die klasse Fotos – für die gesamten Beiträge von Hamburg.
@Fuldanixe In Deinen Kommentar habe ich heraus gehört das nur Frauen zanken und tratschen ??
Böse Zungen behaupten sie hätten im Gegensatz zu den Männern da so ein Gen … ;.-D ;.-D;.-D
Männer tun es auch, aber bei ihnen heißt es anders… :-)))
Schlimm diese Gene, lassen sich aber auch nicht verändern.
Vom Tagedieb zum Aufseher, Respekt eine steile Karriere für Michael Schott und das ohne Zwischenstufe!
Schöne stimmungsvolle Architekturfotos Kiwi.
Toller Beitrag und tolle Fotos! Die Geschichte mit der Karrenstrafe finde ich besonders interessant!
Ich bedanke mich bei euch allen, ihr Lieben, die ihr mich auf meinem Rundgang begleitet habt, für euer Lob.
peter, der gute Michel, wird sich einfach, nach all den Jahren, am besten mit dem Mülleinsammeln ausgekannt haben…lach.
SPITZE! nach Beiträgen in dieser Qualität könnte ich süchtig werden