Adäquat zum nahe gelegenen “Pocket-Park” in der Florastraße mit dem Open-Air-Wohnzimmer, könnte man hier von einem Pocket-Museum sprechen, denn im Grunde ist es nichts anderes als eine Wohnung, eingerichtet im Gründerzeitstil.
Das “Panke Museum” ist im Wohnhaus des Stuhlrohr-Fabrikanten Fritz (eigentlich: Johann Friedrich) Heyn (1849 – 1928) untergebracht, der zwischen 1886 und 1891 in Pankow Grundbesitz erwarb und in der 1891 nach ihm benannten Heynstraße eine Stuhlrohrfabrik errichtet.
Einige Räume sind aus jener Zeit erhalten oder wurden stilvoll rekonstruiert. Im eigentlichen Herrenzimmer wird die Geschichte des Hauses erzählt, während das Kinderzimmer wie eine Arbeiterstube um die Jahrhundertwende eingerichtet wurde. Zwei weitere Räume bringen dem Besucher die Geschichte und die Alltagskultur Pankows nahe.
Wer sich in die “guten alten Zeiten” zurückversetzen möchte, findet im Panke Museum die entsprechenden Einrichtungen, u.a. ein historisches Badezimmer um 1893, ein typisches Berliner Zimmer im Stil der Jahrhundertwende sowie eine Küche mit Schlafkammer für die Dienstmagd (!) um 1910. In den Kartuschen der Decken befinden sich Darstellungen von Landschafts sowie an den Wänden Porträts der Töchter Heyns.
Einer von drei beeindruckenden Kachelöfen im ehemaligen Salon ist ein Meisterstück der Ofenfabrik Carl Schulze in Neustrelitz (1890), er nimmt dekorative Motive der Renaissance auf. In den Kachelofen eingelassen ist eine berühmte Darstellung: Der Augsburger Kaufmann Anton Fugger (1493 – 1560) verbrennt den Schuldschein Kaisers Karls V. im Jahre 1530.
Mitunter finden kleine Sonderausstellungen statt, dies geschieht jedoch nicht oft, zuletzt ging es um archäologische Ausgrabungen in Berlin-Buch…
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