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Qype Advanced Insider 2383
Benutzerfoto: Skylinemen

Skylinemen

Kompliment Skylinemen (14.08.2008) ••••

Scher dich doch zum Teufel oder zum Teufel mit dir, das verstehe ich nun endlich.

Mit der S- Bahn fuhr ich bis zum S- Bhf. Heerstr. und lief 10 Min. über die Teufelsseestr., die in die Teufelssee-Chaussee mündet, bis zum 2. Parkplatz. Dort auf der rechten Seite über den Platz und schon ruft der Berg. Es bieten sich viele Varianten um ihn zu erklimmen, zum einem querfeldein über unbefestigte steile Sandwege, desweiteren über Treppen, sogar mit Handlauf, oder über einen breiten Wanderweg der sich aussen den Berg hochschraubt. Den Weg benutzte ich.

Nach etwa der hälfte des Weges machte sich der Umstand bemerkbar, das ich erst seit 3 Jahren Nichtraucher bin. Nach einer leichten Reduzierung meines Tempos gings aber gut weiter, noch hatte ich nicht den Blick für die Natur, schon garnicht mehr als ein alter Mann zügig an mir vorbei zog.
Aber alles geht ja mal vorbei, so auch der Aufstieg. Endlich auf dem Gipfel wurde ich Dank des schönen und wolkenlosen Wetters mit einem herrlichen Rundblick auf die Stadt belohnt.
Ich kam mit zwei Herren mit Mountainbikes ins Gespräch die mich in aller Ernsthaftigkeit versichern wollten, das sie mit den Rädern rauf gefahren seien! Ich würde nicht mal runter fahren, geschweige…

So, nun stand ich da und sah mich um. Alles noch wie vor 20 Jahren ? Da war ich das letzte mal oben, zu Sylvester so gegen 00:00h, war eindrucksvoll aber auch im Gegensatz zu heute, Saukalt.

Ansonsten sind die Trümmer von einst schon seit längeren gut begrünt und teils bewaldet. Der Berg befindet sich ja auch mitten im Forst und mit seiner langen Rodelbahn, den Sprungschanzen sowie dem Skihang ist er im Winter geradezu ein Hit. Jetzt zum Sommer verweilen die Menschen doch eher unten im schattigem Wald oder machen einen Abstecher zum gleichnamigen Teufelssee in dem zumindest früher nackt gebadet wurde. Der See nebst Spielplatz befindet sich am Ende der Teufelsseechaussee.
Viel Wald um den Teufelsberg wie gesagt, man könnte Stunden Wandern oder Radtouren machen.
Eine Verschnaufpause kann auf Waldwiesen oder Bänken gemacht werden.
Sollte sich der kleine Hunger melden und der Picknickkorb ist nicht dabei, kein Problem auf dem Rückweg zumindest, an der Teufelsseestr. Ecke Heerstr. befinden sich einige Restaurants und ein Kaffee. Ich werde die nächsten 20 Jahre einen Teufel tun und auf einen Aufstieg verzichten, zu Gunsten alter Männer und Radfahrer, die mich beim Aufstieg eh nur überholen.

Zu Erreichen mit dem PKW da viele Parkplätze, der S-Bahn bis S-Bhf. Heerstr. und ca.10 Min. zu Fuß.
Muß man nicht gemacht haben, aber geschichtlich betrachtet…
Kostet überhaupt nichts bei guten Erhholungswert.

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Qype Advanced Insider 30K
Benutzerfoto: mostro

mostro

Kompliment mostro (04.05.2007) •••••

Teufelsberg - auf dem Berliner Stadtplan mal was reizvolles, geheimnisvolles, dachten wir in einem Sommer vor nicht langer Zeit. Mir kam dann noch mein erstes Drei ???-Buch in den Sinn, das ich mit 6 Jahren las, da war der Teufelsberg in Kalifornien ein mystisches Gewirr von Bergwerksgängen, durch die hohles Geheul zu hören war, angeblich vom Wind, aber eigentlich vom Banditen "El diablo", dessen Skelett dann auch pittoresk-gruselig von den jugendlichen Helden in einer verborgenen Grotte gefunden wird, natürlich dramatisch passend gleich bevor sie die hier illegal Diamanten schürfenden Verbrecher dingfest machen....

- also gute Vorsätze. Ein schwüler Tag. Wir bewegen uns vorbei an ein paar verborgenen Waldvillen, einem netten See und landen schließlich in einer Müllhalde des kalten Krieges, die niemand entfernen wollte. Gespenstisch stehen die ballonartigen Radarkuppeln auf der waldigen Höhe, zerschmissene Fensterscheiben, abgeladener illegaler Müll, alles mit Dornranken überwuchert, aber auch nicht im allerletzten Funken eines Gedankens romantisch. Düstere Gestalten hängen hier herum, Jugendgangs pöbeln sich zwischen den Trümmern an, irgendwo in einem der oberen Stockwerke schreit eine Frau hysterisch herum, einige Hundebesitzer scheinen die liebliche Atmosphäre zu genießen, mir macht es Beklemmungen - Klaustrophobie auf dem Gipfel eines Hügels, definitiv ein Fall für die Medizingeschichte... Wir umrunden die Reste und finden auch auf den Rückseiten nichts freundliches. Man kann sich hier nur erfolgreich gruseln, dafür den zweiten Masochistenstern. Dann setzt noch ein Gewitter ein, das uns ein paar Anhalter beschert, die natürlich hier Fahrradpannen haben, wo auch sonst. Skelette hätten natürlich doch auch hierher gepasst, aber sie waren wohl lieber nach Kalifornien als an diesen trostlosen Ort verschwunden.... würde ich dann ja auch machen, wenn ich ein Skelett wäre.

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Kompliment waschechteBerliner (15.04.2007) ••••

Ich war heute etwas erschrocken, nachdem wir nach einiger Zeit mal wieder hier waren, wie heruntergekommen das Field Station Berlin-Gelände, auf dem die amerikanische Radaranlage zu Zeiten des Kalten Krieges (Abhören des DDR-Funkverkehrs) stand und nur noch das weithin sichtbare weiße Gebäude mit seinen Kuppeln übrig geblieben ist. Die Stoffbahnen sind eingerissen und löchrig, die Fensterscheiben zerschlagen, ein trauriges Bild.

Eigentlich sollten hier in Toplage, umgeben vom Grundwald und nahe am Teufelssee, auf dem 115 m hohen Teil des Teufelberges und somit zusammen mit den Müggelbergen die höchste Erhebung Berlins, schon 2002 Eigentumswohnungen sowie ein Museum entstehen. Ein trauriger Schandfleck auf dem doch so beliebten Teufelsberg, der gerade für Sportler so attraktiv ist. Hier fand sogar mal zur 750-Jahrfeier von Berlin ein Weltcup-Skirennen statt.

Mit 99 m ist die nördliche Erhebung des Teufelsberges auch ein guter Ausguck, hier kann man von der Heerstraße aus die 280 Stufen hinaufsteigen. Hier weht eigentlich fast immer ein guter Wind zum Drachensteigen lassen.

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Qype Advanced Insider 1852
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Kompliment ravn (19.12.2006) •••••

Der ehemalige Trümmerberg im Grunewald ist ein Anlaufpunkt für Sportler aller Art - schon auf der Teufelsseechaussee kommen einem Skater und Radfahrer entgegen, im Grunewald rennen Jogger und Wildschweine um die Wette, auf dem Drachenhügel fliegen Modellflugzeuge, Lenkdrachen und Paraglider, am Kletterturm trifft sich der Alpenverein und auf der Straße zur Radarstation trainieren die Longboarder und Radrennfahrer auf der kurzen, aber einer der steilsten, Strecken in Norddeutschland.

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