Mono Lake, San Francisco

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von hotzenplotz
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hotzenplotz

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Beitrag zu Mono Lake vom 22 September 2008 (aktualisiert am 17 April 2009)

22.09.08

Apropos Ohrwürmer.
Um Zeit zu sparen könnte der geneigte Leser zunächst das eingestellte Video anklicken, um sich in die richtige Stimmung zu bringen. Es ist nicht von mir, da passiert auch nicht viel, es geht nur um die Musik.

1985 habe ich mit einem Freund eine Reise durch die USA gemacht. Wir haben, in New York gestartet, erst ein Auto nach Louisiana transportiert, blieben ein paar Tage in New Orleans und überführten ein zweites nach San Francisco.
Dies ist die amerikanische Art der Mitfahrzentrale. Man meldet sich mit Papieren und internationalem Führerschein bei einer der vielen Driveaway Companies und bekommt kostenlos den Wagen von jemandem, der ein paar Tage später erst mit dem Flugzeug zu seinem Ziel aufbricht und dort mit dem eigenen Fahrzeug fahren will.
Das kostet einen nichts, die Gebühr für das Vermittlungsbüro, den ersten Tank und die Versicherung übernimmt der Fahrzeughalter, lediglich ein bestimmtes Zeitlimit hat man einzuhalten, ich glaube, es entsprach 350 Meilen am Tag.
Dafür durften wir, bei einem strengen Tempolimit von 55 Meilen pro Stunde, nicht zu viele Pausen machen.
Wir sind, um uns einen Tag in Las Vegas aufhalten zu können, 24 Stunden immer abwechselnd gefahren, die ziemlich monotone Landschaft von Texas kam uns da entgegen. Erst ab New Mexico haben wir wieder aus dem Fenster geschaut.

Zum Glück hatten wir in beiden Wagen ein Cassettenabspielgerät.
Pink Floyd und Maze, viel Blues, Jazz und Soul, Ry Cooder, Miles, Coltrane, Temptations, alles lange vor der Erfindung der Compact Disc.
Wir haben Zeit herausgefahren für eine kleine Wanderung im Grand Canyon, ein Bad im kalten Colorado, den Besuch eines Pueblodorfes im Monument Valley, eineinhalb Tage im Sündenpfuhl mit einarmigen Banditen, dann eine lange Fahrt durch das Death Valley, wo ich mir bei dem Versuch, einen Adler am Straßenrand zu fotografieren, die Fußsohlen am Asphalt verbrannte.

Am Ausgang dieser Wüste dann, schon in Kalifornien, fuhren wir mit dem Wunsch nach Wasser von der Straße ab. Da war er, der Mono Lake. Nie vorher davon gehört, trotzdem sehr vertraut. Wir hatten beide die Scheibe „Wish you where here“ von Pink Floyd zu Hause, ich glaube, jeder hatte die. Sie lief auf der Reise.
Im Cover ist ein Foto von einem Mann beim Kopfstand in diesem spiegelglatten Wasser zwischen so Tropfsteintürmen, lag auch als Postkarte bei. Und vor genau diesem Bild standen wir.


Der See ist, wie ich später gelernt habe, ein alkalischer Sodasee mit einem sehr hohen Salzgehalt, zum damaligen Zeitpunkt waren es wohl fast 100 Gramm pro Liter. Fische gibt es da keine mehr. Auf einen Fünf-Liter-Topf mit Nudelwassser stelle man sich ein ganzes Paket Salz vor.
Pfui Spinne.
Die sehr durstige Stadt Los Angeles pumpte seit Ende der Zwanzigerjahre ihren Trinkwasserbedarf aus den Zuflüssen, die Verdunstung überstieg das nachlaufende Frischwasser, der Wasserspiegel sank.
Dieser Prozess wurde erst 1994 gestoppt, als man nach langen gerichtlichen Verhandlungen mit der Wasserentnahme aufhören musste, da war der See aber schon halb weg.
Der benachbarte Owens Lake hatte weniger Glück, den gibt es nicht mehr.

Mono Lake ist 180 Quadratkilometer groß (die Größe der Insel Fehmarn), umrandet von Bergen und bis zu 40 Meter tief, besitzt zwei vulkanische Inseln und diese wundervollen Türmchen aus Mineralablagerungen, sogenannte Tuffe.
Im Wasser leben vor allem kleine Salinenkrebse und die Larven der Alkalifliege, und das in rauen Massen. Was wiederum Möwen, Haubentaucher und viele Vögel auf der Durchreise anzieht, die ihrerseits von Coyoten beäugt werden.
Hier wohnen der Wilson-Wassertreter und der Schwarzhalstaucher genauso wie die Schaufelfußkröte. Ein einmaliger Mikrokosmos mit über 1000 Pflanzen- und 400 Wirbeltierarten inmitten einer bezaubernden Landschaft.

Der Versuch, das bekannte Foto korrekt mit Kopfstand nachzustellen, scheiterte an der Übermacht der kleinen Viecher im Wasser, das Eintauchen hätte nach meinem Empfinden zu einigen Tausenden von Ohrwürmern geführt.

rainerwolf Ganz großartig gemacht, Kompliment

Badbury So, nun muss ich ja wieder alle Deine Beiträge lesen, ich Armer, damit ich sie als lesenswert anklicken kann. 's war alles wech, Herr ... hihicks ... Wachtmeister. Das Lustige daran ist, bevor ich heute ins Geschäft fuhr, legte ich eben diese Scheibe ins Abspielgerät und lese ich diesen Beitrag. Hotz, shine on you crazy diamond!!!!

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nini_el

Köln

77 Beiträge

 
 
 
 

Beitrag zu Mono Lake vom 24 September 2008 (aktualisiert am 16 April 2009)

Der Monolake ist das wohl mit Abstand deprimierenste Gewässer was ich je gesehen habe. Die ganze Landschaft ist recht trostlos.

Von der Küste über die Berge kommend, grade tolle Landschaften links und rechts des Weges und dann sowas.

Ausserdem stinkt es da, durch die Büsche die dort unter Naturschutz wachsen (sie speichern die Luftfeutigkeit, aber dafür stinken sie auch).

hotzenplotz Tscha, so unterschiedlich kann Geschmack sein.

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Nis88

Duisburg

61 Beiträge

 
 
 
 

Beitrag zu Mono Lake vom 23 Oktober 2008

Ich fand den Mono Lake sehr erstaunlich. Das Wasser ist sehr salzig deshalb leben dort keine Fische mehr drin. Dafür besiedeln dort eine ganze menge Fliegen den Mono Lake. Egal wo man an das Wasser treten möchte, fliegen bestimmt über tausend Fliegen weg. Einfach nur lustig. Wenn man etwas mehr zeit hat, kann man einmal um den Mono Lake gehen, da wir leider nich so viel zeit hatten, sind wir nur ein kleines Stück gegangen.
Fazit:
Ich finde, dass es sich lohnt zum Mono Lake zu fahren.

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