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Kompliment FalkAndrea (11.08.2008) 5

Die Kirche St. Marien war einst die Pfarrkirche des Burglehns und wurde Ende des 15. Jahrhunderts zum Dom erhoben, allerdings in einem der vielen Stadtbrände zerstört.
Zu dieser Zeit entstand der heutige Dom St. Marien.

Der Dom St. Marien, ein weithin sichtbares Wahrzeichen der Silber- und Bergstadt Freiberg, birgt viel Sehenswertes.
Da wäre die große Silbemann-Orgel, eine der noch 30 erhaltenen Orgeln des großén Orgelbaumeisters. Sie ist wohl beste und klangvollste der Welt. In ihr verschmelzen sächsische und französische Klangelemente auf geniale Weise. Es soll ein Konzert mit dem Tropeter Luis Amstrong gegeben haben.

An der Decke sieht man an die 30 Musikinstrumente, keine Ahnung, wie alt sie sind, aber sie sollen echt und vor 400 Jahren noch spielbar gewesen sein. Was wohl heute ist?

Die Bergmannskanzel windet sich um ihre Säule.

Ein echtes “Kleinod” ist die aus Sandstein gehauene, frei im Raum stehende, ca. 500 Jahre alte Tulpenkanzel. An ihrem Fuß sitzt der vom Silberfund träumenden Bergmann. Den Berichten nach soll im 16. Jahrhundert ein Pfarrer auf ihr zusammengebrochen und verstorben sein. Seit dem werde sie nicht mehr für Predigten genutzt. Ich weiß nicht….

Auch die Fürstengruft soll nicht unerwähnt bleiben, in ihr fanden einige Mitglieder der Wettiner Fürstenfamilie ihre letzte Ruhestätte.

Nicht zuletzt machte die um 1230 geschaffenes Goldene Pforte, ein spätromanisches, Rundbogen-Sandsteinportal den Dom weltberühmt.
Sie ist an der Südseite des Domes und hatte reich verzierte (Farbe und Gold) Säulen, Gurte und Skulpturen, daher der Name.
Heute sieht man nur noch Sandstein, der aus Grillenburg stammt und goldfarben ist.
Die Goldene Pforte stellt die Huldigung der Madonna und des Jesuskindes dar.
Kopien stehen in im Puschkin-Museum in Moskau (Russland) und in Boston (USA, Massachusetts).

Im Januar 2008 wurde ein neuer Domkantor gewählt, Herr Albrecht Koch aus Neubrandenburg. Er hat sich als der Beste von drei Bewerbern erwiesen.

Am Besten ist, hinfahren/-gehen und reinschauen/-hören, wirken lassen.

Für Interessiertew habe ich von der Freiberger Stadtseite folgende Informationen zu Öffnungszeiten und Veranstaltungen abgeschrieben:

Evang.-Luth. Domgemeinde
Untermarkt 1, 09599 Freiberg
Tel.:03731/22598
Fax:03731/300943
Internet: www.freiberger-dom.de
e-mail: info@freiberger-dom.de

Führungen
Dauer: 0,45 h Preis: 2,50 € p. P. ohne Orgelspiel 3,50 € p. P. mit Orgelspiel

Öffnungszeiten
- November - April 11.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 16.00 Uhr
- Mai - Oktober 10.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 17.00 Uhr

Führungszeiten
- November - April 11.00, 14.00 und 15.00 Uhr
- Mai - Oktober 10.00, 11.00, 14.00 15.00 und 16.00 Uhr

An Sonn- u. kirchlichen Feiertagen erste Führung 11.30 Uhr immer mit Orgelspiel.

Abendmusik im Dom
- Mitte Mai - Mitte Oktober 2008
- jeden Donnerstag 20.00 Uhr Dauer: 1 - 1,5 h Preis: ab 5,00 € p. P.

Orgelspiel zu den Führungen
- Mai - Mitte Oktober
- Mittwoch 15.00 Uhr
- sowie auf Anfrage

Domgottesdienste
- sonntags und feiertags 10.00 Uhr

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Kompliment Achim Lemweil (18.04.2008) 5

Ich habe eine Ergänzungen zum Thema der goldenen Musikinstrumente.
Bei der Restaurierung der Begräbniskapelle des Freiberger Domes wurden auch die Engel vom Gesims geholt und dabei stellte man fest, das die meisten Instrumente echt sind. Einige könnten wohl sogar gespielt.
Sie stammen von einem Instrumentenbauer aus der freiberger Gegend und sind auf die Zeit kurz vor 1594 datiert. Damals war es günstiger, fertige Instrumente zu kaufen als Sie von Künstlern nachbauen zu lassen - so vermuten es die Forscher.
Nach gründlicher Untersuchung durch Wissenschaftler am Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig wurden in den Jahren 2003/2004 Nachbauten gefertigt und dann zur Forschung und zum musizieren verwendet, zum Beispiel auch bei einem Konzert im Freiberger Dom. Einige Stücke wurden extra für diese Instrumente komponiert. Die Instrumente selbst waren im Stadt- und Bergbaumuseum während einer schönen Sonderausstellung zu bestaunen.

Es gibt auch eine Doppel-CD auf der die Werke auf den Instrumentennachbauten gespielt werden. Die nennt sich “Wenn Engel musizieren” von raumklang (Best.Nr.: RK 2404/5) und ist echt hörenswert.

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