Adresse: 1 Place de la Concorde, 75001 Paris
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Vereniita (04.04.2008)
Die Orangerie ist auch eines meiner Lieblingsmuseen in Paris.
Nach einigen Jahren der Renovierungs- und Umbauarbeiten wurde es im Mai 2006 wieder eröffnet. Nun sind die monumentalen Seerosenbilder Claude Monets wieder so zu bewundern, wie es die ursprüngliche Absicht des Impressionisten war. Monet wollte die bis zu 17 Meter breiten und je zwei Meter hohen Gemälde unter natürlichem Tageslicht sehen, das durch ein Glasdach einfällt. So wurden die „Grandes Décorations“ in der Orangerie der Tuilerien am 17. Mai 1927, ein halbes Jahr nach dem Tod Monets, auch eingeweiht. Doch zu Begin der 1960er kam die Sammlung Jean Walter und Paul Guillaume als Schenkung in das Museum. Für die 144 Meisterwerke von Paul Cézanne, André Derain, Henri Matisse, Amedeo Modigliani, Pablo Picasso, Auguste Renoir oder Maurice Utrillo musste neuer Raum geschaffen werden. Daher zog man unter das Glasdach eine Betondecke und schuf ein zweites Stockwerk für die wertvolle Sammlung. Monets „Nympheas“ führten fortan ein Schattendasein im Dunklen.
Nach der Umgestaltung hat sich die Lage im Museum umgedreht. Die Werke der Sammlung Jean Walter und Paul Guillaume sind ins Untergeschoss gewandert, wo zusätzliche Fläche für die Dauerpräsentation und für Sonderschauen entstand. Hier stieß man auf die vierhundert Jahre alte Stadtmauer aus der Zeit Ludwigs XIII. Dies hatte die im Jahr 2000 begonnen Renovierungsmaßnahen verzögert. Teile der Stadtmauer sind nun sichtbar im Museum integriert. Monets Seerosenzyklus leuchtet nun wieder in alter Pracht.
Monet hatte den Zyklus 1918 nach der Unterzeichnung des Waffenstillstands dem französischen Staat versprochen. Als Vorlage diente ihm der Seerosenteich seines 1938 erworbenen Parkareals in Giverny. An seiner letzten großen Werkfolge, die schon in die Abstraktion weist und das Spätwerk konsequent beherrscht, arbeitete er von da an mit zahlreichen Rückschlägen aufgrund seiner Krankheit und seinem Augenleiden bis zu seinem Tod.
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mostro (27.12.2006)
Stichworte museum, impressionismus, kubismus, monet, picasso, cezanne, renoir
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