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Foyer International d'Etudes Françaises – F.I.E.F., Montélimar

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von Liesl
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1 Beitrag zu Foyer International d'Etudes Françaises – F.I.E.F. auf Deutsch

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Lakritze

Saarbrücken

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Beitrag zu Foyer International d'Etudes Françaises – F.I.E.F. vom 9 November 2009

Ein Beitrag, der mir am Herzen liegt.

Grob gesagt, ist das F.I.E.F eine Bildungsstätte und ein Tagungsort. Aber darin steckt sehr viel mehr.

1961 wurde dieses internationale Foyer von dem deutschen Reformpädagogen und Widerstandskämpfer Ernest Jouhy gegründet. Nach 1933 hatte Jouhy für die französische Résistance gearbeitet. Seine eindrucksvolle Biographie ist auf der Webseite des F.I.E.F. nachzulesen.

Heute ist eines der Ziele der Vereinigung, die Erinnerung an die französische Résistance wachzuhalten. Im Land um Dieulefit blühte der Widerstand; das hat dort lange Tradition. Es ist erschreckend, wie klein die Gruppe der Aktiven war und wie verletzlich ihre Organisation. Aber zu hören, welch alltägliche Menschen Widerstand wirksam machten, das gibt Hoffnung.

Bei all der Geschichte, die hier lebendig wird, kommt die Gegenwart nicht zu kurz. Nach dem Vormittagsprogramm in den Seminarräumen geht es hinaus ins Land der Drôme. Zwischen dem Rhonetal und den Ausläufern der Alpen gelegen, ist es abwechslungsreich und von wilder Schönheit. Wanderschuhe gehören ins Gepäck! Museen, Historische Orte und (kunst-)handwerkliche Betriebe können besichtigt, Cafés und Märkte besucht werden.

Die Leute vom F.I.E.F, allen voran der Leiter Alain Corre (mit seinem Wuschelhund Pantoufle), kümmern sich wunderbar um die Gäste. Jeden Nachmittag wurden wir über halsbrecherisch enge Straßen durch die Gegend kutschiert, zweisprachig herumgeführt und ganz allgemein betüddelt.

Auch an das Essen hier könnte man sich gewöhnen. Nach dem einfachen Frühstück (mit der üblichen bol Milchkaffee) gibt es mittags und abends warmes Essen, jeweils drei Gänge, kräftige und schmackhafte Landküche.

Die Unterkünfte sind einfach gehalten, genügen aber vollauf. Dafür befinden sie sich in schön restaurierten Gebäuden des mittelalterlichen Ortes Chateauneuf-de-Mazenc, mit schattigen Innenhöfen, sonnenbeschienenen weißen Mauern und weitem Blick über das Tal.

Wen würde ich hier hinschicken? Schüler mit Interesse an Geschichte und Französisch; Sprachkurse; Abschlußklassen; Menschen, die die Landschaft genießen möchten; alle Arten von Gruppen, die intensiv arbeiten und dabei nicht an Leib und Seele verkommen wollen.

Wie gesagt, das F.I.E.F. ist mehr als nur ein Tagungsort. Nach kurzer Zeit schon kann es Heimat in der Fremde sein.

Badbury Und ein ädaquates deutsches "Foyer" in Österreich würde PIEF heißen. Schön geschrieben, mit Pantoufle und so.

Lakritze Merci. :)

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