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Bunker am Strand von Furreby/Lökken von Kiwi2008
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Bunker am Strand von Furreby/Lökken

Løkken

4 2 Beiträge

Adresse:

Furreby, 9480 Løkken

Geöffnet:
Führungen 2012
Deutsch: 19/7, 26/7 und 2/8 14.00 - 16.00 Uhr.
Dänish: 5/7, 12/7, 26/7, 9/8 und 23/8. 18.30 - 20.30 Uhr.
ab Løkken Museum, Nørregade 12

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2 Beiträge zum Platz "Bunker am Strand von Furreby/Lökken" auf Deutsch

Benutzerfoto: Jennystaben
Jennystaben
Hamburg
56 Beiträge
Bedenklicher Inhalt?
5 Sterne für Bunker am Strand von Furreby/Lökken
Beitrag zu Bunker am Strand von Furreby/Lökken vom 29 August 2012
Ein toller Autostrand, sehr schöner Sand und die Bunker sind eine Reise in die Geschichte Deutschland`s. 
Leider sind diese so gesprengt worden, dass man kaum etwas innen sehen kann.
Schön ist der Strand auch, nach oder vorm Besuch im Peters Bootsman ( Disco Pub )
Deine Chance, das erste Kompliment zu vergeben. Kompliment

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Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs" Benutzerfoto: Kiwi2008
Kiwi2008
Hamburg
646 Beiträge
Bedenklicher Inhalt?
3 Sterne für Bunker am Strand von Furreby/Lökken
Beitrag zu Bunker am Strand von Furreby/Lökken vom 12 Juli 2012
(aktualisiert am 3 August 2012 )
Wenn man am Strand von Lökken spazieren geht und sich in nördlicher Richtung wendet, so kommt man nach rund einem Kilometer an einen Wasserlauf. Dieser trennt Lökken Nordstrand von dem Ferienhausgebiet "Furreby" (das ebenfalls zu Lökken gehört).


Schon von weitem erkennt man die grauen Klötze, die aus der Entfernung wie aus der Steilküste runtergepurzelte Felsbrocken aussehen.

Wenn man näher kommt, erkennt man was es ist:
Bunker, Überbleibsel aus dem 2. Weltkrieg.










Lökken war Teil des Atlantikwalls, der von Norwegen bis Spanien reichte.

Viele werden sie kennen, die Bunker, überall an der europäischen Atlantikküste findet man noch  Reste dieses  "Bollwerks".  Über 5000km sollte sich die "Befestigungsanlage" mal erstrecken.
Neben vielen anderen, ein weiteres Beispiel der größenwahnsinnigen Pläne der Nazis.

Gipfel der Ironie: die besetzen Länder wurden von den Nazis auch noch dazu gezwungen, dieses "Bollwerk" zu bezahlen. Dänemark musste den der Bau der 6000 Bunker mit 10 Millionen Kronen finanzieren. Heute stehen und liegen diese Bunker an den Stränden Dänemarks herum, 23 davon sollen es in Lökken/Furreby sein (ich hab sie nicht gezählt).

Und sie liegen deshalb, weil eben der sandige Untergrund der Dünen, keinen guten Baugrund darstellt, im Laufe der Jahre sind immer wieder große Bereiche der Dünen abgebrochen.



Nun rotten sie vor sich hin, es bereitet mir irgendwie Genugtuung das zu sehen. Trotzdem überkommt mich jedes mal, wenn ich diese Betonklötze sehe, ein beklemmendes Gefühl.

Mehr als jedes Denk- oder Mahnmal erinnern sie mich daran, welcher Wahnsinn damals geherrscht hat. Gerade weil das hier kein Museum ist, es keine Schilder, Tafeln oder sonstige "Aufklärungen" gibt. Die Bunker liegen einfach so rum. Sie bedürfen keiner Erklärung. Sie sind Erklärung genug.



Die Dänen nehmen sie (inzwischen?) scheinbar gelassen hin. Heute findet offensichtlich ein Event hier statt. Wir sehen Menschen mit kleinen Zettelchen in die Bunker hineingehen, oder drauf herum klettern. Vielleicht eine Art Schnitzeljagd? In einem Bunker ist auch eine "Event-Location" aufgebaut.


Offensichtlich hat (zumindest) die junge Generation der Dänen kein beklemmendes Gefühl, was die Bunker angeht.

Und das ist gut so!

Kommentieren 12 Kommentare zu diesem Beitrag Alle anzeigen

  • Saarfranzos, 12 Juli 2012:

    Das mit den Bunkern ist Wahnsinn! Ich hab’s dieses Jahr an Ostern mal wieder ertragen müssen. Nordfrankreich. Inzwischen begehen die Bunker vor Scham Selbstmord und stürzen sich die Steilklippen hinunter ins Meer. So jedenfalls hat’s den Anschein.

  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    Kiwi2008, 12 Juli 2012:

    Danke, Amazone…Bussi..:-)))

    Saarfranzose, ja das ist das Beste was sie machen können!

    Nordfrankreich, dort haben wir auch einige gesehen und natürlich auch einige Austellungen (ich glaube in Arromanche) besucht. Beim ersten mal hat es uns fast umgehauen. Irgendwie ist es was ganz anderes, über diese Dinge zu lesen oder zu hören, oder dann davor zu stehen.

  • Landstreichler, 13 Juli 2012:

    Schnitzeljagd kann sein. Sehr beliebt sind die Bunker auch als sogenannte “Lost Places” auch für das Geocaching. Dabei werden z.B. in den Bunkern Dosen mit Logbüchern versteckt in die man sich (ähnlich Gipfel- und Wanderbüchern) eintragen kann.

    Siehe z.B. hier:
    http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=ae...

    Es gibt in der Tat auch einige Bunkermuseen in Dänemark.
    Z.B.:
    Hitshals
    http://www.bunkermuseethirtshals.dk/
    Blavand
    http://www.norddaenemark.de/Startseite/Blavand/Fotogaleri...
    Hanstholm
    http://www.dantravel.de/reisemagazin/vejlby-klit/bunkermu...

    Auch in Esbjerg auf dem Außengelände des sehr sehenswerten Seeschiffahrtsmuseums gibt es einen begehbaren (etwas gruseligen) Bunker.

    Die Dänen haben wohl bereits längere Zeit ein entspanntes Verhältnis zu den Bunkern. Ich erinnere mich an einen ältere Komodie der “Olsen Bande” in der die Protagonisten u.a. einen dieser Bunker erkunden.

    Hier sieht man einen Filmausschnitt, wie die Olsenbande die Tradition mit den “Zetteln am Bunker” begründet:

  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    meme, 13 Juli 2012:

    hier ein Bunker “oben” auf dem Troldbjerg in Hvide Sande

    Beton in dieser Form gefällt mir besser (Mennesket ved havet – Esbjerg)

    PS: ist ein Test, ob das Bildereinfügen in Kommentaren noch funktioniert – weiß jemand, wie man die kleiner einstellt. Konnte man früher über die % Funktion.

    Und bevor ich es vergesse, super Beitrag. Die Bunker sind uns auch an fast jedem Ort unseres Urlaubs aufgefallen – monströs in ihrer Menge.

  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    Kiwi2008, 14 Juli 2012:

    Landstreicher: vielen Dank für deine Anmerkungen, von den Logbüchern hatte ich bisher noch nie was gehört.
    Interessanter Filmausschnitt….

    Das Bunkermuseum in Hanstholm haben wir auch schonmal besucht.

    Danke dir Limoncina, ja die Bunker haben etwas monströses. Es ist schon merkwürdig, wie so ein paar graue Klötze , an so einem harmlos anmuteten Platz wie einem Strand und trotz strahlendem Sonnenschein, eine Gänsehaut erzeugen können.

    meme, die Betonmänneken find ich auch attraktiver…:-))

  • jurgenehre, 15 Juli 2012:

    Die Bilder sprechen fûr sich! Interessanter Beitrag!

  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    Kiwi2008, 15 Juli 2012:

    Danke, Jürgen & blearpro!

  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    cordymt, 15 Juli 2012:

    das hätte ich in Dänemark nicht vermutet. Kenne das eigentlich nur aus der Normandie

  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    Kiwi2008, 15 Juli 2012:

    cordymt, die Nazis waren größenwahnsinnig genug….

    Wie schon geschrieben, 6000 davon liegen allein an Dänemarks Stränden herum. Wahnsinn, oder?

  • Fuldanixe, 17 Juli 2012:

    Toll in Szene gesetzt, Kiwi !

  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    ubier, 17 Juli 2012:

    So entstehen archäologische Fundstätten. Bin immer wieder beeindruckt, wie “begreifbar” Geschichte wird, wenn man vor den Überresten steht. Das Verständnis für die Zeit und Gesellschaft ist darüber vielleicht besser vermittelbar – inkl. Abschreckungswirkung. Nur vor diesem Hintergrund sind zeitgeschichtliche Museen in solchen Monstern vertretbar.

    Schade um die ansonsten idyllische Landschaft, ist vielleicht ein bischen viel Geschichte…

  • tolki60, 18 August 2012:

    Verrückt, wie lange diese Teile die Landschaft verschandeln. Die waren für die Ewigkeit.

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