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Fischerpinte Bootshaus Plötzensee von krohnic
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Fischerpinte Bootshaus Plötzensee

Wedding, Berlin

4 7 Beiträge

Adresse:

Nordufer, 13351 Berlin

Hierher mit Bus/Bahn

Geöffnet:
Mo-So 10-23h
Nutzer-Infos
  • Preisklasse: Günstig
  • Alkoholische Spezialitäten: Bier/Wein
  • Kleidung: Freizeit
  • Kreditkarte: Nein
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Turmstraße 39, 10555 Berlin

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7 Beiträge zum Platz "Fischerpinte Bootshaus Plötzensee" auf Deutsch

Benutzerfoto: Kunibert
Kunibert
Berlin
20 Beiträge
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3 Sterne für Fischerpinte Bootshaus Plötzensee
Beitrag zu Fischerpinte Bootshaus Plötzensee vom 10 April 2013

Von der Seestraße in den Park hineingehend, erblickte man manchmal die Wirtin der Fischerpinte mit einem Wurfgerät und einem Hund, der darauf wartet, das Frauchen den Ball wegschleudert. Für Hundeliebhaber mag dies eine allerliebste Szene sein. Auf andere wirkt diese Inbesitznahme der öffentlichen Wiese durch die unübersehbare Frau mit ihrem großen hin und her rennenden Hund nicht gerade einladend.

Ein paarmal habe ich das Areal der Fischerpinte betreten. Man geht eine Treppe hinunter und kommt zu einem schmalen Ufergelände, das mit Booten, Stühlen und Tischen vollgestellt ist. Die Tinte selbst ist eine braun getünchte, mit Teerpappe gedeckte Holzhütte, deren Inneres eng und verkramt wirkt. Zum Aufenthalt ist sie nicht wirklich geeignet und bestellt wird am Tresen, der sich unmittelbar neben der Eingangstür befindet. Da kann es zu Schwierigkeiten mit anderen Wartenden kommen, die sich auf dem beengten Raum nicht in eine geordnete Schlange einsortieren lassen. Man bestellt sein Getränk und eventuell eine Speise. Wir haben sie gleich vom Tresen aus mit zum Tisch genommen, der draußen stand. Sitzt man dort erst, ist es schön. Der Plötzensee erstreckt sich vor einem mit grünen Ufern und dem Strandbad. Die Fischerpinte vermietet Ruder- und Tretboote, die gut angenommen werden. Im Sommer ist hier allerhand los. An ruhigeren Tagen leihen sich Angler die Ruderboote. Die Jahre haben gezeigt, dass die Boote aus GFK sehr robust sind. Es hat nicht den Anschein, als ob sie gepflegt werden. Offenbar werden nur die notwendigsten Reparaturen vorgenommen, aber die Boote schwimmen und niemand scheint sich über Mängel zu beklagen. Wir sind in Berlin, im Ortsteil Wedding. Dort sieht man solche Dinge gelassen. Hier gilt der Aal, der aus den Plötzensee neben der Autobahnzufahrt dicht beim Westhafen geangelt wurde, als biologisch einwandfrei. Liebhaber des rustikalen Ambientes werden sich hier wohlfühlen. Heinrich Zille hätte sein Freude an dem Lokal gehabt und hier allerhand gezeichnet. Die Wirtin und ihre Herren wären eine gute Inspiration für den 'Pinselheinrich' genannten Künstler gewesen. 


Deine Chance, das erste Kompliment zu vergeben. Kompliment

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Benutzerfoto: janette_berlin
janette_b...
Berlin
10 Beiträge
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5 Sterne für Fischerpinte Bootshaus Plötzensee
Beitrag zu Fischerpinte Bootshaus Plötzensee vom 23 Oktober 2012
Willst du das West-Berlin vor Mauerfall fühlen? Willst Du als Gast authentisch und altberlinerisch behandelt werden? Willst Du einen morbid zauberhaften Ort im Wedding entdecken? Willst du einen traumhaft romantischen Sonnenuntergang über dem Plötzensee genießen? Willst du den Verfalls von Mensch und Materie erforschen? Willst du in Ruderboten über den Plötzensee schaukeln? Voll Ungewissheit, ob diese nicht gleich untergehen? Willst du wissen wie der Weddinger mit Hund, Katz, Oller und Keule lebt und malocht? Willst Du wissen wie es sich anfühlt echten Menschen gegenüberzustehen, die noch ungefiltert sagen können was ihr Gehirn produziert?

War Johann Wolfgang Goethe in der Fischerpinte? „Es lebt aber, wie ich an allem merke, dort ein so verwegner Menschenschlag beisammen, daß man mit der Delikatesse nicht weit reicht, sondern daß man Haare auf den Zähnen haben und mitunter etwas grob sein muß, um sich über Wasser zu halten.“

Aus der Fischerpinte:

Wirtin zu Jutta: „Bist du blind oder wat? Kannst du hier nicht grade rein? Dat kannste jetzt gleich selber machen hier...“

oder

Ich zu Wirtin: „Könnte ich bitte noch ein Boulette haben?“ Wirtin zu mir: „Wat, ihr hattet doch schon zwei!“

oder

Die Szenerie: das Kind einer Prenzelberger „Latte Machiato Mutter“ kriegt auf dem Steg einen langanhaltenden Schreikrampf. Der Freundin der Wirtin wird das zu bunt: „Kein Wunder dat det Gör bei der Ollen so grölt.“
Leider sind mir weitere Dialoge und Szenen entfallen.

Keinesfalls wirst du dort nur schnoddrig und unwillig bedient, Freundlichkeit ist dort genauso anzutreffen, wenn du nicht grade störst. Hier findest du sie: die fast ausgestorbene Altberliner Dienstleistungsmentalität "es könnte hier so schön sein, wenn nur die Gäste nicht stören würden".

Ein wundervoller Sommer geht dahin und in meiner Seel macht sich herbstliche Traurigkeit breit. Es ist zum Heulen, nicht ein einziges Mal fand ich in diesem Sommer den Weg in die Fischerpinte. Warte nur, nächster Sommer, du kommst bestimmt.....

Wenn abends gegen 10 Uhr Reinhard Mey in der Fischerpinte erklingt: „Gute Nacht Freunde, es ist Zeit zu gehen...“, wird nicht mehr bedient. Schluss, Ende, Aus, Vorbei.

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Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs" Benutzerfoto: krohnic
krohnic
536 Beiträge
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5 Sterne für Fischerpinte Bootshaus Plötzensee
Beitrag zu Fischerpinte Bootshaus Plötzensee vom 16 März 2011
(aktualisiert am 24 September 2012 )

Wenn ich nicht schon so viel geschrieben hätte – es würde ein längerer Artikel werden können wollen müssen haben…

Wird’s aber nicht.

Der Standort ist eine kleine Perle, ein geheimes Fleckchen in den Ratsecken. Obwohl an der Hauptverkehrsstrasse gelegen (Seestrasse kurz vor der Autobahn!!!) ist es durch die tiefe Lage direkt am Wasser sehr ruhig hier. Zu Fuß, mit dem Rad, zu Pferd oder Auto (pfuih, schämt euch alle, die ihr das vorhabt!) bestens zu erreichen. Bus ist so ’ne Sache. Ewige Wartezeiten und pünktlich – naja.

Boote lassen sich hier leihen – haben aber auch schon bessere Tage gesehen. Wie auch die gesamte Anlage. Aber genau das macht einen Teil des Charmes aus. Das alles hier hat gelebt. Und tut dies immer noch so irgendwie.
Die eigentümliche (sind glaube ich die Eigentümer) Bedienung hat Stil, Charme und eine grundsätzliche Richtigkeit. Von hier sozusagen.

Wegen des Ausschanks oder der Festinhalationsmöglichkeiten sollte man/frau allerdings nicht hierher kommen. Das lohnt nicht wirklich. Wer aber schon einmal dort ist, sollte die Einrichtung durch munteren Konsum am Leben erhalten. Das ist ok und bringt auch nicht um. Die Ecken? Nee. Bin auch noch hier.

Der Blick, insbesondere zum Sonnenuntergang – unerreicht. Wetten?

Wer also mal kurz ’nen Idyll für den Urlaub zwischendurch sucht – ab dafür!

P.S.: Wie auch schon das Parkcafé in den Rehbergen – großes Potenzial nach oben! So wie Freischwimmer – Club der Visionäre (Kreuzberg)

P.S.P.S.:
Wurde nun doch länger. Komisch.

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  • Fuldanixe, 22 Juni 2012:

    Nixengerecht ;-)

  • VoSt, 24 September 2012:

    Der schönste Ort im Wedding!!!!

  • janette_berlin, 24 Oktober 2012:

    “Die eigentümliche (sind glaube ich die Eigentümer) Bedienung hat Stil, Charme und eine grundsätzliche Richtigkeit. Von hier sozusagen.” Schön geschrieben, Richtig! So sind die, so mag ich die!

  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    krohnic, 24 Oktober 2012:

    icke och!

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Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs" Benutzerfoto: bikenpreusse
bikenpreusse
Berlin
205 Beiträge
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3 Sterne für Fischerpinte Bootshaus Plötzensee
Beitrag zu Fischerpinte Bootshaus Plötzensee vom 28 September 2011

Hier wurde ja schon fast alles gesagt. Ausser dass das Flaschenbier mit 2,50€ schon preislische Oberklasse ist. Naja, wenn man mal schnell etwas Erholung und Sonnenschein geniessen will, ist man hier richtig.

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Benutzerfoto: Moabittwo1
Moabittwo1
Berlin
47 Beiträge
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4 Sterne für Fischerpinte Bootshaus Plötzensee
Beitrag zu Fischerpinte Bootshaus Plötzensee vom 22 Januar 2010
(aktualisiert am 9 Februar 2010 )

Ein überfülltes Wohnzimmer mit Hund und Katz und Bouletten. Gestalten bei denen man nicht weiß, arbeiten sie hier oder wohnen sie hier oder sind es doch nur Gäste. Dann die eine Dame des Tresens auf den Spruch eines Gastes, der sich verabschiedet bis demnächst: "Droh mir nicht!"

Bier aus der Flasche, rustikale Bedienung und wunderbaren Nischen ohne Pipapo, dafür aber mit Plastiktischdecken draußen. Dazu ein bißchen Licht aus Girlanden abends damit man nicht gleich ins Wasser fällt beim Suchen nach dem Klohäuschen.
Um 22.00 Uhr wird man dann rausgeschmissen mit Reinhard Mey und seiner letzten Zigarette.
Und man würde so gerne noch bleiben und in den See gucken, kein SchickiMicki sondern Wedding pur.

Der Voreintrag war: "Ich liebe solche Orte. Zum Weinen schön!" Dem kann nichts mehr hinzugefügt werden.
Preise:preiswert
Atmosphäre: sehr eigen, dabei ruhig, romantisch, berlinerisch
Wertung: hin! solange es noch so schön ist

Kommentieren 1 Kommentar zu diesem Beitrag

  • Liesl, 22 Januar 2010:

    Nur, irgendjemand hat den Stern verrückt. Die Fischerpinte liegt direkt am See.

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Benutzerfoto: Liesl
Liesl
Berlin
50 Beiträge
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1 Stern für Fischerpinte Bootshaus Plötzensee
Beitrag zu Fischerpinte Bootshaus Plötzensee vom 15 November 2007

Nur die Harten komm inn Garten ... Im Winter ist der Garten dann doch zu kalt, Tretboote aufgebockt, Ruderboote angebunden, Stühle und Bänke von Blumentöpfen und Balkonkästen besetzt. Die Gaststube allerdings ist geöffnet, ganzjährig.

Tür auf, nur die ganz Harten ... Rechter Hand der Tresen, bestückt wie ein polnischer Kiosk, Sicherungentableau dazwischenmontiert, obenauf thront ein kleiner dunkelbrauner Kranzkuchen. Also linksrum.

"Trinkfest und arbeitsscheu, aber unserer Hertha treu", verlautbart der blauweiße Fan-Schal an der Wand gegenüber der Fensterfront. Der Seeblick bietet Blesshühner und Taubenhaucher gerahmt von Fenstergittern, am anderen Ende des Sees trafen sich eben noch rechts die Mandarinenten, links die Fischreiher. Hier drinnen sind Fische in ein Aquarium gesperrt bzw. lederhäutig als Hechtköpfe an die Wand gepinnt. Direkt daneben die Profiangel, beachtliche Länge, auch die hat hier ihr Winterquartier gefunden. Immerhin befinden wir uns in einer Fischerpinte.

Eigentlich ist es ein Wohnzimmer, acht bis zwölf Gäste finden Platz neben Hundebett und Katzenthron. Oskar Hund, schwarzgelockt mit Knopfaugen, riecht ein bisschen, Lissy Katze hat sich schon geputzt, will abwechselnd raus und rein. Darf sie auch. Wir nehmen was mit Alkohol, geht irgendwie nicht anders, Schokolade mit Rum und Glühwein. Das befördert die Gemütlichkeit, hilft aber insgesamt nicht wirklich.

Bedient wurden wir zuvorkommendst, inklusive Schwätzchen über Hund und Katz, woher, wohin und allerhand. Ich liebe solche Orte. Zum Weinen schön!

Draußen zupfen die Nebelkrähen Plastiktüten und Pausenbrote aus den Abfallkörben.

Kommentieren 34 Kommentare zu diesem Beitrag Alle anzeigen

  • hotzenplotz, 15 November 2007: Krähen, elende.
    Sind mir schon länger ein Dorn im Auge.
    Hauchende Tauben hab ich dagegen sehr gern, jedenfalls allemal lieber als reihernde Fische.
    Endlich mal wieder was geschrieben, Liesl.
    Und schön ist es.
  • Liesl, 15 November 2007: Danke, Hotzenplötz.
    Bisamratten gibt es übrigens auch in der Nähe, und die wiederum hab ich viel lieber als diese fliegenden Ratten aka Tauben.
  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    ottogang, 15 November 2007: Ich denk mal ohne Alohol kannst das gar nicht lange mitmachen, oder?
    Vielleicht kannst Dich ja noch bei Oskar reinsetzen, da ist das bestimmt auch warm, wenn er ein bisschen Platz macht.
  • Liesl, 15 November 2007: Da schweigt des Sängers Höflichkeit.
    Oskars Bett hätte ich ganz für mich haben können. Er saß am Nachbartisch auf dem Stuhl, mit genauso kuschligen Kissen wie wir :-)
  • RegineH, 15 November 2007: Nur die ganz Harten komm inn ganzen Garten?
  • heifisch, 15 November 2007: Was? Ihr wart DRINNEN was trinken??? Meine Güte, das hätte ich mich aber nicht getraut! Geht doch da nicht im Winter hin, also wirklich! ;-)
  • Liesl, 15 November 2007: Risikofreudig eben, nach dem Motto, nichts wie ran an die Bouletten. Ob ich mich an die allerdings jetzt noch trauen würde, ich weiß ja nicht.
  • Lenz, 15 November 2007: Ich würd mich da wohlfühlen: trinkfest und arbeitsscheu. Aber mit der Hertha?
  • Liesl, 15 November 2007: Ich bin sicher, du würdest dich da wohlfühlen, Lenz. Und keine Sorge, die ganze Hertha passt da sowieso kaum rein.
  • Auszeichnung für "Very Important Qyper", kurz "VIQs"
    PJebsen, 15 November 2007: Ich hoffe, es verletzt Oskars und Lissys Gefühle nicht, dass sie nur einen Punkt bekommen haben. :-)

    (Schön geschrieben, wie immer!)
  • Liesl, 15 November 2007: Kann ich auch nichts für, für den einen Punkt. Immerhin ist es ein absoluter Liesl-Lieblingsplatz. Und zusammen mit Heifischs vier Punkten ergibt es in der Summe gerundete drei. Das ist schon ok für Lissy, Oskar und den Schleierfisch.
  • Lenz, 15 November 2007: Liebe Liesl, habe ja nicht die Hertha BSC gemeint, sondern meine Hertha. Aber das ist ja mal wieder ein grandioses Stückchen Poesie, das mit den Nebelkrähen und Tretbooten und Kranzkuchen. Mehr davon. Bitte.
  • eichhorn, 15 November 2007: Halt ein Novemberort.
  • simoncito, 16 November 2007: Also, im Sommer sind die ganz schön pampig da, wenn man ein Tretboot haben will, jedenfalls hab ich das so erlebt. Und teuer isses auch, wie im vorigen Beitrag schon beschrieben. Also muss man vielleicht grade im Herbst hingehen...

    Auf der anderen Seite des Sees kann man übrigens sehr nett über ehemalige und Noch-Friedhöfe stromern, wenn man melancholisches Herbsterleben sucht.
  • Liesl, 16 November 2007: Diese Friedhofswelt ist allerdings was ganz besonderes, nicht nur im November. Eigenwillig auch die zwei springenden Plötzen am Eingang, erst dachte ich, seltsames Grabmal.
  • Liesl, 16 November 2007: @Kormoran: Den wunderbaren Tretbooten begegne ich immer erst, wenn sie im Winterschlaf liegen, also gräm dich nicht.
    @Lenz: Danke, bei dir kann ich mich immer darauf verlassen, dass du die poetischen Qualitäten von Kranzkuchen etc. erkennst. Als Revanche ein Tipp fürs Leben: Auf Dauer wird dir wohl nichts übrigbleiben als ein Herthatausch. Schließlich sollten die Vorlieben schon einigermaßen zusammenpassen.
  • simoncito, 16 November 2007: Na, mit dem Segelboot auf dem Plötzensee, quer durch die Badenden? Ob das Romantik ist?
  • Lenz, 17 November 2007: @Liesl, also meine Hertha tausche ich nicht. Schon gar nicht wenns für die Dauer wäre.
  • Liesl, 17 November 2007: Dann musst du eben weiterhin in Schiffchen speisen und auf Vernissagen rumlungern.
    Und wenn du ab und zu ne Fischerpinte brauchst, dann halt heimlich.
  • sly, 19 November 2007: versteh ich aber jetzt nicht mit dem einen punkt....das klingt doch richtig klasse was du da schreibst. ich freu mich wenn ich sowas schräges finde
  • Lenz, 19 November 2007: Ich vermute mal, das klingt gut, weil es super geschrieben ist, liebe sly. Aber das kulinarische Angebot ist wohl so, dass man noch nicht mal seine Lieblings-Küchenschabe zum Geburtstag da einladen würde. Bitte habe auch Nachsicht mit meinem Kommentar :-)
    @Liesl, das mit dem Schiffchen und den Vernissagen kann ich mir schon lange nicht mehr leisten. Aber das mit dem heimlich ist großartig.
  • Liesl, 19 November 2007: Ok, Sly, ich gebe zwei Punkte, angesichts der Tatsache, dass das Löffelchen auf einem Pappteller kam, damit es nicht mit der Tischdecke in Berührung kommen muss, und der Rum in einem Pillenbecherchen Marke Krankenhausbedarf ... das ist umsichtiger Service!
  • Noraberlin, 19 November 2007: Hallo Liesl,
    danke für den tollen Beitrag, das werd ich mir auf alle Fälle mal anschauen!

    Herzlicher Gruß
    Noraberlin
  • Barmann56, 21 November 2007: liesl, deinen bericht als hauptspeise und die kommentare zum dessert, das hat mich köstlich amüsiert - wie immer schön geschrieben - bringst mich zum lachen
  • Badbury, 24 November 2007: Was bitte, liebe Liesl, ist ein polnischer Kiosk? Und ich wage zu behaupten, dass Deine himmlische nur noch von der göttlichen Poesie des Gedichtes "Trinkfest und arbeitsscheu, aber unserer Hertha treu" überboten werden kann. Von wem ist das? Goethe, Rilke, Coleridge, Shelley? Ich begebe mich sofort auf die Suche in's Antiquariat.
  • CatCat, 7 Dezember 2007: Ein Stück wahres Leben offenbar. Zum Weinen schön? Auf Deinen Text trifft das jedenfalls nicht zu :-) .
  • BerndB, 12 Dezember 2007: Freudsche Versprecher oder Absicht? In geglichen fällen (be)fördert es das Amüsement!
  • Liesl, 12 Dezember 2007: Zeige mich stulle. Wie bitte, BerndBahnhof?
  • BerndB, 12 Dezember 2007: ;-) Das befördert die Gemütlichkeit, Wohin, liebe Liesl, wohin? Das BEfördern ist doch meine Passion, die manchmal Früchte trägt. Und den Taubenhaucher find ich natürlich spitze. ?Beschlägt eine Taube, wenn Sie angehaucht wird?
  • Liesl, 12 Dezember 2007: Danke, der Nebel um die Gleise lichtet sich.
    Dann hoffe ich, dass du nicht die ganze Pinte vom Grunde hebst und auf einen Tieflader packst. Wer weiß, was du darunter zu Tage förderst. Und die Taube? Die schlägt zurück.
  • Labude, 26 März 2008:

    Ach, ist das schön.

  • weinrot, 31 Oktober 2008:

    Ich muss da unbedingt mal hin. Und dann schau ich, ob’s für das katzenfreundliche Reinundraus nicht doch noch einen Stern mehr geben kann. ;-)

  • shessy, 8 September 2012:

    Und warum gibst Du “zum Weinen schönen” Orten nur einen Stern???
    Kann ich nicht wirklich nachvollziehen… :(

  • janette_berlin, 24 Oktober 2012:

    toller beitrag, den schal hab ich übesehen: “Trinkfest und arbeitsscheu, aber unserer Hertha treu”, hammer! :-)

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Benutzerfoto: heifisch
heifisch
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4 Sterne für Fischerpinte Bootshaus Plötzensee
Beitrag zu Fischerpinte Bootshaus Plötzensee vom 8 Januar 2007
(aktualisiert am 14 Oktober 2007 )

Irgendwann im Sommer habe ich dieses kleine Bootshaus am Plötzensee entdeckt und lieb gewonnen.

Unscheinbar der Eingang - ein mit Graffiti verunstaltetes Schild ragt aus einem verwilderten Gebüsch und lockt in die "Fischerpinte". Eine recht ausgetretene Holztreppe führt zum See hinunter, wo das Bootshaus auf Gäste wartet.

Verfehlen kann man es eigentlich nicht, denn der Bootsverleiher hat ein Faible für deutsche Schlager. Damit auch die Gäste etwas davon haben, spielt er seine Lieblingsmusik manchmal laut, so dass man jederzeit den Takt von Truckerliedern oder Marianne Rosenberg mitwippen kann. Das soll jetzt aber nicht abschrecken :)

Betritt man die Holzhütte, fallen gleich viele Wandfotos von erfolgreichen Anglern auf. Männer mit stolzgeschwellter Brust und erschreckend großen Fischen, die sie grinsend in die Kamera halten und die angeblich alle aus der Plötze stammen, wenn man den Bildunterschriften glauben mag.

Hat man dann Hunger bekommen, sollte man sich eine ordentliche, selbstgemachte Bulette (1,60€) bestellen, denn die sind wirklich recht lecker (sonst gibt es noch Kuchen und Bockwurst...). Einen Pott Kaffee dazu und dann draußen auf die Bank an den See setzen. Während sich die Fischerpintenkatze schnurrend dazu gesellt, lässt man den Blick zum Freibad hinüberschweifen und blinzelt in die untergehende Sonne oder schaut mutigen Tretbootfahrern (1 Std. 6 €) oder Ruderern zu.

Gerade in der Sommerabendstimmung ist dies ein sehr idyllischer Ort mit viel (Berliner) Charme. Nichts ist perfekt, die Holztische mit ihren karierten Plastiktischdecken haben alle schon bessere Tage gesehen, genauso wie die Tret- und Ruderboote oder auch die Betreiber ;-).

Aber direkt vor den ausgestreckten Füßen plätschert der See, die Enten zupfen sich ihr Gefieder oder gleiten majestätisch über die spiegelblanke Oberfläche, während die Kaffee- oder Kindl-Pilstrinker den Abend langsam ausklingen lassen.

Eine echte Oase mitten in der lauten Stadt.

PS: Weder das Freibad Plötzensee, noch die Fischerpinte sind auf dem Google-Ausschnitt korrekt wiedergegeben.

Kommentieren 5 Kommentare zu diesem Beitrag Alle anzeigen

  • stoff100, 9 Januar 2007: Zu "was anderes (außer Buletten) gibt's hier sowieso nicht" ein kleiner Widerspruch (zum ansonsten voll unterschreibbaren Beitrag):

    Auch eine kleine aber nicht unfeine Kuchenauswahl gibt es mitunter.
  • RegineH, 15 November 2007: Aber 6,- €/Stunde für's Tretbootfahrenzuschauen, das finde ich Wucher!
  • heifisch, 15 November 2007: ja, ja immer diese Textungenauigkeiten... tststs. Endlich liest mal jemand Korrektur! ;-)
  • RegineH, 15 November 2007: Macht 6,- € die Stunde ;-)
  • simoncito, 16 November 2007: Stimmt, die Treppe geht da runter, wo auf dem Kartenausschnitt das Freibad Plötzensee (1) eingezeichnet ist...
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